Ich feiere heute Sabine.
Bei uns hat es nur gewaltig gepustet und geklappert.
Bahnen und Busse sind vorsichtshalber nicht gefahren (es gab zwar gar kein Problem, aber es hätte ja sein können), also konnte ich nicht zur Arbeit.
Nun ist es bei mir nicht so, dass Patienten sterben, wenn ich mal einen Tag nicht auftauche. Es bleiben nur Dinge unerledigt auf dem Schreibtisch liegen. Oder vielmehr im PC.
Also feiere ich heute eben Überstunden ab. Auch mal schön.
Ich bin nochmal ins Bett gegangen und habe bis nach acht Uhr geschlafen (für mich bedeutet das: bis in die Puppen), dann habe ich einen Hefezopf gebacken,
einen riesigen Vogelschwarm gesehen (ich glaube, es waren Krähen),
und ein mäßiges Bild vom Eichhörnchen gemacht, das in den Schrebergärten jenseits der Elz herumgeturnt ist.
Und das alles um kurz vor zwölf. Der ganze Nachmittag liegt noch vor mir.
Und wie habt ihr den Sturm überstanden?
Montag, 10. Februar 2020
Sonntag, 9. Februar 2020
Abenteuer Nahverkehr
Auch ganz ohne Sturm kann man bei DB Regio was erleben.
Letzten Freitag wollte ich den Nachmittag frei nehmen und direkt von der Arbeit (in Freiburg) an den Schluchsee fahren, um in der Ferienwohnung nach dem Rechten zu sehen, ein bisschen herumzuwandern, und am Samstagmorgen wieder entspannt zurückzukehren.
Bevor die Strecke elektrifiziert wurde, ging das eigentlich im Großen und Ganzen immer problemlos.
Jetzt ist das alles sehr viel schwieriger geworden (der Fortschritt, nicht wahr). Das war mir natürlich schon bewusst. Also habe ich mich akribisch vorbereitet.
Abfahrt 12:52 in Freiburg-Herdern zum Hauptbahnhof, dort weiter um 13:16 nach Seebrugg. Der hintere Zugteil fährt nach Seebrugg. In Titisee wird der Zug jetzt nämlich geteilt, und ein Teil fährt nach Neustadt.
12:40: Ich checke alles noch mal im Internet: jawoll, alles pünktlich, keine Verspätungen, alles im Grünen Bereich. Prima!
12:45: Den mittelschweren Rucksack geschultert und los.
12:48: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge.
12:52: Kein Zug da.
12:55: Fahrgastinformation: Diese Regionalbahn fällt heute aus. Und das wussten sie um 12:40 noch nicht? Das Ding kommt von Offenburg, ist also eine Weile unterwegs. Na gut, ich müsste es auch zu Fuß noch gut schaffen. Schön ist die Strecke durch die Stadt nicht, mit Rucksack noch viel weniger, aber was soll's.
13:10: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge.
13:16: Kein Zug da. Fahrgastinformation: Heute 5 Minuten später.
13.20: Kein Zug da. Fahrgastinformation: Heute 10 Minuten später.
13:25: Fahrgastinformation: Achten Sie auf die Lautsprecherdurchsage. Kommt keine. Dann: Regionalbahn 13:46 nach Titisee. Ein Zug trudelt ein. Öh, welcher ist das jetzt? Schon noch der erste, sagen die anderen. Die müssen es ja wissen. Der Zug hat drei Teile. Wie es im Internet stand, steige ich in den hinteren Zugteil ein.
Ruhig hier, nicht wahr? Auf der elektronischen Anzeige steht leider auch Titisee, nicht Seebrugg. Wie immer kommt kein Schaffner, den man etwas fragen könnte.
Wie immer werde ich kurz vor Titsee nervös und löchere die vereinzelten anderen Fahrgäste, ob sie wissen, ob dieser Teil nach Seebrugg... nein, sagt mir ein freundlicher kleiner Junge, der hintere Teil bleibt in Titisee stehen, der vordere fährt nach Neustadt und der mittlere fährt nach Seebrugg.
Tatsächlich, kurz bevor der Zug hält, verrät uns eine Durchsage genau das auch noch mal. Schade, dass im Internet was anderes und am Freiburger Hauptbahnhof gar nichts zu dem Thema steht.
Na ja, umgestiegen ist man schnell. Jetzt ist es auch viel voller.
Mit ungefähr 20 Minuten Verspätung kommen wir in Seebrugg an, weil wir unterwegs auf irgendwas warten müssen, das jetzt wieder bergab fährt und man nur eben an ein paar Bahnhöfen aneinander vorbei kommt.
Der Zugführer verabschiedet sich mit den Worten: "Wir bedanken uns wirklich bei Ihnen dafür, dass Sie immer noch mit uns fahren."
Das ist doch mal nett und lustig, und so schlimm war es ja auch gar nicht. (Wobei - ich fahre eigentlich nicht mit der DB, weil ich so freundlich bin oder weil ich die so toll finde, sondern weil ich keine Alternative habe. Aber egal.)
Ich lasse den Bus, der sogar auf uns gewartet hat, stehen und gehe die letzte halbe Stunde zu Fuß, weil das Wetter echt schön ist.
Am Samstagmorgen soll nach meinem Plan der Zug um 07:09 fahren. In Freiburg habe ich jetzt leider immer eine satte Dreiviertelstunde Aufenthalt. Deswegen werde ich erst um 09:50 zuhause sein.
06:30: Den (jetzt zum Glück leichteren) Rucksack geschultert und los. Bei ordentlichem Frost, im Dunkeln, aber ich habe ja eine Taschenlampe.
07:02: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge. Der Zug ist auch schon da und piepst hektisch. Warum? Keine Ahnung. Ich drücke auf den Türöffner, zu spät. Zug fährt ab.
Oh.
Der Plan am Bahnhof sagt Abfahrt 07:02, mein Ausdruck 07:09. Schade eigentlich.
Der ursprünglich mit der Elektrifizierung versprochene Halbstundentakt ist ja nun irgendwie doch nicht gekommen. Der nächste Zug fährt also um 08:04.
Ich beschließe, zu Fuß nach Schluchsee-Ort zu gehen, Rucksack hin oder her, denn wie gesagt haben wir ca. -6°C.
Das sind noch mal gute 20 Minuten, die warm halten und mir einen tollen Ausblick auf einen riesigen untergehenden Vollmond bieten. Foto verwackelt, weil dunkel. In echt sah es wirklich klasse aus.
In Schluchsee gehe ich zum Bäcker und kaufe Brot und Brötchen, die ich in einer zusätzlichen Baumwolltasche unterbringen muss, denn mein Rucksack ist zwar leicht, aber durchaus nicht leer.
Dann mache ich noch einen ausgedehnten Spaziergang (es ist ja immer noch kalt) und bewundere den Sonnenaufgang.
Zurück am Bahnhof warte ich ein bisschen rum, bin guter Dinge, und dann trifft mich der Schlag:
Echt spitze.
Die Deutsche Bahn entschuldigt sich zwar brav, lässt aber ihre Fahrgäste leider erfrieren. Eine Wartehalle gibt es nicht.
Der nächste Zug fährt um 09:07.
Weiterhin herumlaufen möchte ich nicht, weil ich nicht auswendig weiß, wie lange ich bis zum nächsten Bahnhof brauche, und dann habe ich ja jetzt auch außer dem Rucksack noch die Bäckertüte dabei.
Gott sei Dank macht das Kurhaus Schluchsee um 08:00 auf. Das Kurhaus besticht durch einen seit Langem geschlossenen Gastronomiebereich, einen muffig riechenden Teppichboden und vier Sitzgelegenheiten aus den späten 70er Jahren.
Immerhin herrschen Temperaturen über dem Gefrierpunkt, es gibt Toiletten und ein ehrlich sehr schickes, top gepflegtes Aquarium.
Weil ich Deutsche Bahn ja schon kenne, habe ich ein Buch dabei. Fein, denn so spannend sind die Fische auf Dauer auch wieder nicht.
Am Bahnhof friert es immer noch, als ich auf den nächsten Zug warte.
Aber egal, er taucht auf, und er fährt.
Bis hier, hier steht er noch mal ein bisschen herum.
Das ist aber mir wie gesagt egal, weil ich in Freiburg eh zu viel Zeit habe. Im Freiburger Hauptbahnhof lese ich zwischen zwei Obdachlosen vor einer hektisch blinkenden elektronischen Reklametafel mein Buch zu Ende und freue mich wie Bolle, dass die Regionalbahn nach Elzach beinahe pünktlich fährt. (Kunststück, für noch drei goldene Wochen dürfen wir die guten alten Dieselloks und einen vernünftigen Fahrplan genießen, dann bricht nach Baumaßnahmen von ungewisser Dauer das elektrische Elend auch hier über uns herein.)
Um 11:50 bin ich wieder daheim. Schlappe fünf Stunden und zwanzig Minuten Reisezeit. Mit einem Auto bräuchte man ungefähr anderthalb.
Entschädigungen für Verspätungen gibt es natürlich nur für Fahrgäste im Fernverkehr.
Unsereins darf sich auf den stürmischen Montag freuen, an dem man ja am besten zuhause bleiben sollte, wie die Bahn meint. Dummerweise müssen Berufspendler trotzdem zu Arbeit.
Letzten Freitag wollte ich den Nachmittag frei nehmen und direkt von der Arbeit (in Freiburg) an den Schluchsee fahren, um in der Ferienwohnung nach dem Rechten zu sehen, ein bisschen herumzuwandern, und am Samstagmorgen wieder entspannt zurückzukehren.
Bevor die Strecke elektrifiziert wurde, ging das eigentlich im Großen und Ganzen immer problemlos.
Jetzt ist das alles sehr viel schwieriger geworden (der Fortschritt, nicht wahr). Das war mir natürlich schon bewusst. Also habe ich mich akribisch vorbereitet.
Abfahrt 12:52 in Freiburg-Herdern zum Hauptbahnhof, dort weiter um 13:16 nach Seebrugg. Der hintere Zugteil fährt nach Seebrugg. In Titisee wird der Zug jetzt nämlich geteilt, und ein Teil fährt nach Neustadt.
12:40: Ich checke alles noch mal im Internet: jawoll, alles pünktlich, keine Verspätungen, alles im Grünen Bereich. Prima!
12:45: Den mittelschweren Rucksack geschultert und los.
12:48: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge.
12:52: Kein Zug da.
12:55: Fahrgastinformation: Diese Regionalbahn fällt heute aus. Und das wussten sie um 12:40 noch nicht? Das Ding kommt von Offenburg, ist also eine Weile unterwegs. Na gut, ich müsste es auch zu Fuß noch gut schaffen. Schön ist die Strecke durch die Stadt nicht, mit Rucksack noch viel weniger, aber was soll's.
13:10: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge.
13:16: Kein Zug da. Fahrgastinformation: Heute 5 Minuten später.
13.20: Kein Zug da. Fahrgastinformation: Heute 10 Minuten später.
13:25: Fahrgastinformation: Achten Sie auf die Lautsprecherdurchsage. Kommt keine. Dann: Regionalbahn 13:46 nach Titisee. Ein Zug trudelt ein. Öh, welcher ist das jetzt? Schon noch der erste, sagen die anderen. Die müssen es ja wissen. Der Zug hat drei Teile. Wie es im Internet stand, steige ich in den hinteren Zugteil ein.
Ruhig hier, nicht wahr? Auf der elektronischen Anzeige steht leider auch Titisee, nicht Seebrugg. Wie immer kommt kein Schaffner, den man etwas fragen könnte.
Wie immer werde ich kurz vor Titsee nervös und löchere die vereinzelten anderen Fahrgäste, ob sie wissen, ob dieser Teil nach Seebrugg... nein, sagt mir ein freundlicher kleiner Junge, der hintere Teil bleibt in Titisee stehen, der vordere fährt nach Neustadt und der mittlere fährt nach Seebrugg.
Tatsächlich, kurz bevor der Zug hält, verrät uns eine Durchsage genau das auch noch mal. Schade, dass im Internet was anderes und am Freiburger Hauptbahnhof gar nichts zu dem Thema steht.
Na ja, umgestiegen ist man schnell. Jetzt ist es auch viel voller.
Mit ungefähr 20 Minuten Verspätung kommen wir in Seebrugg an, weil wir unterwegs auf irgendwas warten müssen, das jetzt wieder bergab fährt und man nur eben an ein paar Bahnhöfen aneinander vorbei kommt.
Der Zugführer verabschiedet sich mit den Worten: "Wir bedanken uns wirklich bei Ihnen dafür, dass Sie immer noch mit uns fahren."
Das ist doch mal nett und lustig, und so schlimm war es ja auch gar nicht. (Wobei - ich fahre eigentlich nicht mit der DB, weil ich so freundlich bin oder weil ich die so toll finde, sondern weil ich keine Alternative habe. Aber egal.)
Ich lasse den Bus, der sogar auf uns gewartet hat, stehen und gehe die letzte halbe Stunde zu Fuß, weil das Wetter echt schön ist.
Am Samstagmorgen soll nach meinem Plan der Zug um 07:09 fahren. In Freiburg habe ich jetzt leider immer eine satte Dreiviertelstunde Aufenthalt. Deswegen werde ich erst um 09:50 zuhause sein.
06:30: Den (jetzt zum Glück leichteren) Rucksack geschultert und los. Bei ordentlichem Frost, im Dunkeln, aber ich habe ja eine Taschenlampe.
07:02: Ich bin am Bahnsteig und guter Dinge. Der Zug ist auch schon da und piepst hektisch. Warum? Keine Ahnung. Ich drücke auf den Türöffner, zu spät. Zug fährt ab.
Oh.
Der Plan am Bahnhof sagt Abfahrt 07:02, mein Ausdruck 07:09. Schade eigentlich.
Der ursprünglich mit der Elektrifizierung versprochene Halbstundentakt ist ja nun irgendwie doch nicht gekommen. Der nächste Zug fährt also um 08:04.
Ich beschließe, zu Fuß nach Schluchsee-Ort zu gehen, Rucksack hin oder her, denn wie gesagt haben wir ca. -6°C.
Das sind noch mal gute 20 Minuten, die warm halten und mir einen tollen Ausblick auf einen riesigen untergehenden Vollmond bieten. Foto verwackelt, weil dunkel. In echt sah es wirklich klasse aus.
In Schluchsee gehe ich zum Bäcker und kaufe Brot und Brötchen, die ich in einer zusätzlichen Baumwolltasche unterbringen muss, denn mein Rucksack ist zwar leicht, aber durchaus nicht leer.
Dann mache ich noch einen ausgedehnten Spaziergang (es ist ja immer noch kalt) und bewundere den Sonnenaufgang.
Zurück am Bahnhof warte ich ein bisschen rum, bin guter Dinge, und dann trifft mich der Schlag:
Echt spitze.
Die Deutsche Bahn entschuldigt sich zwar brav, lässt aber ihre Fahrgäste leider erfrieren. Eine Wartehalle gibt es nicht.
Der nächste Zug fährt um 09:07.
Weiterhin herumlaufen möchte ich nicht, weil ich nicht auswendig weiß, wie lange ich bis zum nächsten Bahnhof brauche, und dann habe ich ja jetzt auch außer dem Rucksack noch die Bäckertüte dabei.
Gott sei Dank macht das Kurhaus Schluchsee um 08:00 auf. Das Kurhaus besticht durch einen seit Langem geschlossenen Gastronomiebereich, einen muffig riechenden Teppichboden und vier Sitzgelegenheiten aus den späten 70er Jahren.
Immerhin herrschen Temperaturen über dem Gefrierpunkt, es gibt Toiletten und ein ehrlich sehr schickes, top gepflegtes Aquarium.
Weil ich Deutsche Bahn ja schon kenne, habe ich ein Buch dabei. Fein, denn so spannend sind die Fische auf Dauer auch wieder nicht.
Am Bahnhof friert es immer noch, als ich auf den nächsten Zug warte.
Aber egal, er taucht auf, und er fährt.
Bis hier, hier steht er noch mal ein bisschen herum.
Das ist aber mir wie gesagt egal, weil ich in Freiburg eh zu viel Zeit habe. Im Freiburger Hauptbahnhof lese ich zwischen zwei Obdachlosen vor einer hektisch blinkenden elektronischen Reklametafel mein Buch zu Ende und freue mich wie Bolle, dass die Regionalbahn nach Elzach beinahe pünktlich fährt. (Kunststück, für noch drei goldene Wochen dürfen wir die guten alten Dieselloks und einen vernünftigen Fahrplan genießen, dann bricht nach Baumaßnahmen von ungewisser Dauer das elektrische Elend auch hier über uns herein.)
Um 11:50 bin ich wieder daheim. Schlappe fünf Stunden und zwanzig Minuten Reisezeit. Mit einem Auto bräuchte man ungefähr anderthalb.
Entschädigungen für Verspätungen gibt es natürlich nur für Fahrgäste im Fernverkehr.
Unsereins darf sich auf den stürmischen Montag freuen, an dem man ja am besten zuhause bleiben sollte, wie die Bahn meint. Dummerweise müssen Berufspendler trotzdem zu Arbeit.
Samstag, 8. Februar 2020
Nilpferdpfund
Fast. Etwas über 400 Gramm. Auf jeden Fall aber ein Nilpferdfund, denn das prächtige Tier stand auf der Straße. Ausgesetzt!
Dabei brauchte es nur eine gründliche Entstaubung und etwas Holzpflege.
Nun wohnt es auf unserer Schuhputzkiste, die ich übrigens in der gleichen Straße gefunden habe.
Mittwoch, 5. Februar 2020
Kahlschlag für den Klimaschutz
Wir schützen ja nun alle das Klima, was das Zeug hält. Die Deutsche Bahn z.B. dadurch, dass sie die Dieselloks unserer Regionalbahn durch E-Loks ersetzen will (ob das sinnvoll ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt). Dazu muss der Bewuchs an den Gleisen weiter zurückgeschnitten werden. Klar, sobald ein Ast auf die Stromleitung fällt, ist es vermutlich erstmal vorbei.
In der Presseerklärung hieß es "Äste müssen zurückgeschnitten und einzelne Bäume gefällt werden".
Wie das in der Praxis aussieht, sieht man oben sehr schön.
Bis vorgestern war der Hang voller Büsche und Bäume. Die Bahnlinie verläuft oben, nicht unten, wo ich stehe und fotografiere.
![]() |
| Das war der Bahnhof vorher. |
![]() |
| Jetzt (in die andere Richtung fotografiert). |
Dass die Bäume oben am Gleis wegmussten, sehe ich ja noch ein. "Einzelne Bäume" sind meiner Meinung nach zwar etwas anderes als "alle Bäume", aber nun gut.
Aber das hier ist der Hang von unten! Was da wuchs, konnte rein physikalisch niemals auf das Gleis oder die künftige Oberleitung fallen oder hineinwachsen, das geht gar nicht.
Trotzdem fand es die DB gut, hier mal vorsichtshalber beinahe alles zu fällen, große Bäume, kleine Bäume, Sträucher.
Unsere Regionalbahn hat auf mich auf meine Frage, warum das denn nun bitte sein musste, an die DB Netz AG verwiesen.
Dort reagiert man bislang mal gar nicht auf meine Anfrage.
Ich vermute, dass es einfacher (und billiger!) ist, wenn man die Bäume, die oben am Gleis standen, nach unten hin abtransportiert und dort deswegen alles platt gemacht wurde. Aber die Kosten können doch nicht das einzige Argument auf der Welt sein.
Hier wohnten Vögel, Insekten, Eichhörnchen... die können wir uns jetzt wieder mal abschminken.
![]() |
| Aussicht von unserem Balkon vorher... |
![]() |
| ... und jetzt. Deutlich durchsichtiger. |
Und ich hatte den letzten Kahlschlag (in Seebrugg) noch nicht mal verdaut.
Montag, 3. Februar 2020
Land unter
Bei Hochwasser haben wir ja jetzt das etwas zweifelhafte Vergnügen, große Dramatik direkt vom Wohnzimmerfenster aus beobachten zu können, denn da fließt die Elz. Heute tut sie das mit Nachdruck.
Klar, wir wussten von Anfang an, dass unsere Wiese die Überflutungsfläche ist, aber trotzdem guckt man etwas skeptisch, wenn auf einmal alles voller Wasser ist.
Und auch kein liebes, ruhiges Wasser, nein, eine gewaltig brausende braune Brühe.
Heute Morgen schwammen da noch Baumstümpfe und Stämme mit. Die sind inwischen wohl alle durch.
Was wären wir ohne Videos? Nichts. Also hier noch mal in Bild in Ton:
Inzwischen waren ein paar Jungs von der freiwilligen Feuerwehr da (die Wache ist geschickterweise gerade gegenüber von uns) und haben fleißig Sandsäcke aufgestapelt. Die Guten.
Jetzt ist auf der Wiese nur noch ein kleines Bächlein übrig... man fühlt sich doch gleich wieder ganz anders.
Klar, wir wussten von Anfang an, dass unsere Wiese die Überflutungsfläche ist, aber trotzdem guckt man etwas skeptisch, wenn auf einmal alles voller Wasser ist.
Und auch kein liebes, ruhiges Wasser, nein, eine gewaltig brausende braune Brühe.
Heute Morgen schwammen da noch Baumstümpfe und Stämme mit. Die sind inwischen wohl alle durch.
Was wären wir ohne Videos? Nichts. Also hier noch mal in Bild in Ton:
Inzwischen waren ein paar Jungs von der freiwilligen Feuerwehr da (die Wache ist geschickterweise gerade gegenüber von uns) und haben fleißig Sandsäcke aufgestapelt. Die Guten.
Jetzt ist auf der Wiese nur noch ein kleines Bächlein übrig... man fühlt sich doch gleich wieder ganz anders.
Sonntag, 2. Februar 2020
Ein neuer Blog
Keine Sorge! Centi bastelt bleibt, wie es ist.
Ich habe jetzt einen Zweitblog: Disci Parentis.
Dabei handelt es sich um einen sehr speziellen Blog, in dem ich mich darauf beschränke, ein altes Buch, das 1816 von Hand in Kurrentschrift geschrieben wurde, in unserer gewohnten lateinischen Druckschrift abzutippen. Seite für Seite. Ich bin jetzt bei Seite 2.
Sollte ich damit jemals fertig werden, ist der Blog beendet.
Der Inhalt ist nicht jedermanns Sache: Es sind Briefe einer pietistischen Glaubensgemeinschaft aus dem 18. Jahrhundert, die sich ausschließlich mit theologischen oder religiösen Themen befassen. Alles Nähere, was ich dazu herausgefunden habe, findet ihr natürlich auch auf dem Blog.
Auf Disci Parentis kann nicht kommentiert werden, weil ich vermeiden wollte, dass irgendwelche Schlauköpfe den Inhalt der Texte kommentieren oder glauben, meine unwissenschaftliche Vorgehensweise verbessern zu müssen.
Sollte sich jemand von euch dafür interessieren, freut mich das natürlich. Wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm.
Ich habe jetzt einen Zweitblog: Disci Parentis.
Dabei handelt es sich um einen sehr speziellen Blog, in dem ich mich darauf beschränke, ein altes Buch, das 1816 von Hand in Kurrentschrift geschrieben wurde, in unserer gewohnten lateinischen Druckschrift abzutippen. Seite für Seite. Ich bin jetzt bei Seite 2.
Sollte ich damit jemals fertig werden, ist der Blog beendet.
Der Inhalt ist nicht jedermanns Sache: Es sind Briefe einer pietistischen Glaubensgemeinschaft aus dem 18. Jahrhundert, die sich ausschließlich mit theologischen oder religiösen Themen befassen. Alles Nähere, was ich dazu herausgefunden habe, findet ihr natürlich auch auf dem Blog.
Auf Disci Parentis kann nicht kommentiert werden, weil ich vermeiden wollte, dass irgendwelche Schlauköpfe den Inhalt der Texte kommentieren oder glauben, meine unwissenschaftliche Vorgehensweise verbessern zu müssen.
Sollte sich jemand von euch dafür interessieren, freut mich das natürlich. Wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm.
Samstag, 1. Februar 2020
Neue Polstermöbel in "Petrol"
Als wir letztes Jahr umgezogen sind, hatten wir die Hoffnung, dass unsere Polstermöbel vielleicht noch einige Zeit durchhalten würden. Das ist anders gekommen - im Sofa haben drei Sprungfedern aufgegeben, und der Bezug war auch nicht mehr der Beste, was in der neuen Wohnung mehr auffällt als in der alten. Es ist hier einfach heller.
Den alten Ohrensessel samt Fußhocker hab ich noch ins Büro gequetscht. Zum Wegtun war der noch viel zu gut, und das Büro sieht jetzt zwar voller, aber gemütlicher aus. Und die Akustik ist jetzt viel angenehmer. Aber zurück zum Wohnzimmer!
Die Möbel sind in so einem Retrostil gehalten, von dem ich hoffe, dass wir ihn in ein paar Jahren immer noch gut finden, und in der recht mutigen Farbgebung "Petrol" (also ein dunkles Blaugrün) mit gelben Polsterknöpfen.
In Sachen Farben sind wir ja bekanntlich nicht zimperlich.
Abends im Lampenlicht sehen die Möbel übrigens erst so richtig gemütlich aus.
Außerdem ist der Bezug eben dieser Polsterplüsch, der hoffentlich pflegeleichter und robuster ist als glatte, helle Baumwolle. Er neigt allerdings dazu, Fusseln aus den Klamotten zu ziehen und ziemlich peinliche Hinternabdrücke abzuzeichnen.
Die nächste Anschaffung ist eine Polsterbürste.
Bis jetzt gefällt mir die ganze Sache aber gut, nur der Fußhocker hat gemeingefährliche Füße mit messerscharfen Kanten. Gar nicht gut, wenn man auf Socken oder barfuß unterwegs ist. Dagegen muss im Interesse meiner Zehen noch was getan werden.
Und nachdem wir die Angeberfotos jetzt durchhaben, kann ich euch auch beruhigen: Natürlich sind die Sofatiere auch noch da!
Insbesondere Paul schätzt das herrschaftliche Ambiente sehr und wartet darauf, dass der Butler ihm Dosenbier serviert.
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