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Mittwoch, 9. Juli 2025

Selbstverziert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja. 

Klamotten an sich selbst zu fotografieren ist nicht so leicht. Entweder sieht die Klamotte seltsam aus oder man selber. Und weil man eben eitel ist, sortiert man die zweite Sorte Bilder aus und hat dann nur noch welche, die nicht so unbedingt aussagekräftig sind. Aber für einen groben ersten Eindruck mag es mal genügen.

Ich habe eine schwarze Jeansjacke umgestaltet, indem ich den Rücken mit Stoffkreisen und wilden Nähten ausgestattet habe. Das hat den Riesenvorteil, dass es nicht nur nicht perfekt werden muss, es soll noch nicht mal. 


 Ich finde, das hat beinahe was Künstlerisches.


Auf jeden Fall ist meine Jacke jetzt ein Einzelstück und unverwechselbar. 



Mittwoch, 9. April 2025

Chromophobiefreie Tasche

Chromophobie bedeutet Angst vor Farbe. Ich weiß nicht so genau, ob das wirklich wie andere Phobien als Krankheit gilt oder nicht, sicher aber kann man es für ein Phänomen der modernen westlichen Gesellschaft halten. 
Wir meiden kräftige Farben. Unsere Häuser sind von innen und außen Weiß, Grau, Schwarz, Braun oder Beige, und unsere Kleidung bewegt sich, zumindest wenn es sich nicht um Funktionskleidung handelt, die aus praktischen Gründen leuchtend bunt sein soll, im gleichen Spektrum, zuzüglich Dunkelblau. Eventuell ist auch noch ein mattes Olivgrün drin.
In den 70ern war das bei uns noch ganz anders (denkt nur an all das Orange!), und in östlichen und südlichen Ländern liebt man nach wie vor Farben weit mehr.

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich persönlich zu Buntheit und Maximalismus neige. Mir kann es kaum farbig, gemustert und fröhlich genug sein. 

Irgendwann in den frühen 2000ern habe ich mir mal einen gehäkelten Baumwollschal im typischen Grannysquare-Muster gekauft (nebenbei bemerkt: In einem Afrika-Shop). Die Farben waren sensationell, aber das Material für einen Schal zur schwer und nicht weich genug. Nach 20 Jahren Lagerung im Schrank hab ich jetzt aus einem Stück davon eine Umhängetasche gehäkelt und genäht.

 











Das ist doch mal farbenfroh!

Ich habe zweimal neun Quadrate  aufeinander geklappt und mit einen Rest Baumwollgarn zusammen gehäkelt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit aus der Tasche nichts rausfällt (und für einen Hauch von Ordnung), hat sie ein Futter mit einer zusätzlichen Innentasche aus einem Rest Futterstoff bekommen. Außerdem einen recycleten Reißverschluss und einen Anfasser in Form einer Glasperle von irgendwelchem Modeschmuck, der mir mal geschenkt wurde.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die unteren Ecken habe ich noch Troddeln mit Holz- und Glasperlen gebastelt. Weil ich kann. 











Die gehäkelten Träger hab ich noch mit Webstoff abgefüttert, damit sie nicht ausleiern.

Der Sommer kann kommen. 



Donnerstag, 25. Juni 2020

Der Sonnenblumenrock

Vor 10 Jahren hab ich mir mal einen Sommerrock aus Leinen genäht. Offensichtlich waren meine Selfie-Fähigkeiten damals noch viel schlechter als heute. Da gab es auch das beknackte Wort noch nicht.

Das hier ist die neue Version, dieses Mal in einer Baumwoll-Leinen-Mischung und in fröhlichem Sonnenblumengelb.

Der Saum ist schon gerade, ich stehe nur schief. 























Im richtigen Leben stopfe ich selten Oberteile in den Bund hinein (schon gar nicht, wenn es gar kein richtiger Bund ist), aber ihr sollt den Rock ja sehen können.


















Jetzt, wieso ist das kein richtiger Bund?
Weil der Schnitt eigentlich mit Futter konzipiert ist, das dann verstürzt wird. Für einen Sommerrock wollte ich aber kein Futter, deswegen hab ich es weggelassen, die obere Kante einfach umgeschlagen und mit Elastikstich vernäht. Eine etwas hausbackene Methode, hat sich aber bei der letzten Version bewährt.
Mit den Abnähern, die eigentlich an der Seitennaht aufeinandertreffen sollen, es aber nie tun, kommt die Passform rein. Der eigentlich fest gewebte Stoff ist angenehm flexibel, weil er diagonal zum Fadenverlauf verarbeitet wird.























Weil ich den Rock ein paar Zentimeter länger haben wollte und dafür eigentlich zu wenig Stoff hatte, musste ich die Rückseite teilen und konnte dort den Reißverschluss unterbringen, der sonst in die Seitennaht gekommen wäre. Wie ihr seht, kann ich nach wie vor keine ordentlichen nahtverdeckten Reißverschlüsse.
Das Weiße, was oben rausguckt, ist die Schlaufe für den Sicherheitsknopf. Weil man Reißverschlüssen allein nicht trauen sollte.























Gelb, luftig, angenehm zu tragen - so hatte ich mir das vorgestellt.

Dienstag, 19. Mai 2020

TV-Haube DIY























Bei uns nennt das Ding natürlich niemand die "TV-Haube".
Eher "den Lappen, der über den Fernseher kommt" oder schlicht "die Nilpferde".


















Der Nutzen liegt auf der Hand: Man sieht den hässlichen schwarzen Bildschirm nicht mehr.


















Vielleicht bringt das Teil auch was gegen Staub, aber der optische Aspekt stand schon im Vordergrund.
Ich habe ein Rechteck aus Stoff in der Höhe ca. 6 cm und in der Breite ca. 12 cm länger als der Bildschirm zugeschnitten, versäubert, und die beiden Kanten links und  rechts je 5 cm links auf links, die obere 4 cm umgeschlagen, und die Ecken befestigt wie gleich folgt.
Die übrigen cm sind für die Bildschirm-"Tiefe". Der ist ja nicht zweidimensional, sondern so ca. 2 cm dick, je nach Modell. Aber wie man auch ein Taschenbuch in einen flachen Briefumschlag stecken kann, wenn der ein bisschen größer ist, geht das hier auch. Messt das bei eurem Bildschirm aus oder besser: probiert herum, bis es passt!


















Die Ecken näht ihr also an der blau markierten Naht durch alle Stoffschichten, an der rot markierten nur durch die umschlagenen Stücke.

Der Bezug wird dann an den oberen Ecken genommen und dem Fernseher aufgesetzt. Geht sogar mit Regalbrett obendrüber.


















Gewebte Baumwollstoffe sind prima zu verarbeiten und lassen sich gut bügeln.
Nilpferdmotive sind optional, aber zu bevorzugen...
Dazu braucht man mit Bügeln und Rumprobieren und Ecken nicht auf Anhieb gefaltet kriegen maximal eine halbe Stunde.
Hat sich gelohnt.

Montag, 11. Mai 2020

Corona chic


















"Ah", denkt ihr jetzt vielleicht, "sie hat sich einen Mundschutz passend zur Bluse genäht."
Mitnichten.
Sie hat sich eine Bluse passend zum Mundschutz genäht!























Echt wahr. Ich hatte ein kleineres Reststück leicht transparente Baumwolle in Eierschalenweiß, das für einen MNS reichte, und als ich den fertig hatte, habe ich mir die größeren Stücke angeschaut und mir ausgerechnet, dass das für eine Kurzarmbluse gerade noch reichen sollte.























Und so war's auch. Der Schnitt ist von Burda und aus dem Jahre 2007. Das sieht man daran, dass damals die Oberteile noch viel kürzer waren als heute. Ist aber in Ordnung, denn für weite Röcke sind lange Oberteile auch eher ungeschickt.























Die Fotos sind wie immer mit Selbstauslöser und unscharf, was soll man machen.
Aber man sieht, die Passform ist auch im Rücken ganz in Ordnung.


















Der Kragen ist ordentlich geworden und war unkompliziert - da hilft der dünne Stoff.


















Besonders gut gefallen mir die roten Knöpfe. Ich hatte so eine Bluse (gleicher Stoff, gleicher Schnitt) schon mal genäht - ungefähr 2007, vermutlich - und damals schwarze Knöpfe genommen. Damit war ich aber nicht so ganz glücklich. Perlmuttfarbene waren mir ein bisschen zu langweilig, und als ich in meinem Bestand diese hübschen Kollegen fand, mussten die es natürlich werden.

Knopflöcher nähen ist übrigens eine tolle Sache, wenn man eine Knopflochautomatik hat. Man kann sich sozusagen zurücklehnen und der Nähmaschine beim Arbeiten zugucken.


















Eigentlich gehört auch an die Ärmel Spitzenborte, aber das fand ich bei der ersten Version nicht so hübsch, weil die ja auch gekräuselt wird.


















Also kam die Borte nur an die Knopfleisten.
Auch die Borte stammt aus meinem Fundus. Zu meiner freudigen Überraschung hatte ich sogar Nähgarn in einem passenden warmen Weißton. Das Leben als Sammelratte hat Vorteile.

Dienstag, 21. April 2020

Wind


















 




Wind kann gut sein.
Für wallende Mähnen zum Beispiel.
Oder wenn man ein Segelschiff hat, oder eine Windmühle.























Oder natürlich, wenn man ein Baum ist.
Bäume kriegen das mit der Bestäubung ganz ohne Insekten hin, die brauchen nur Wind. Also, unsere Bäume, hierzulande, in Brasilien im Regenwald ist das eventuell wieder anders.
Das da oben sind Birkenblüten, die Freude vieler Allergiker. Inzwischen müssten die Birken aber mit Blühen fertig sein.























Dafür kommen jetzt Eichen, Buchen, Fichten - also kurz gesagt: Der Wald blüht.
Und es ist seit Wochen knochentrocken und jetzt auch noch windig.
Die Sauerei ist perfekt.
 






















Mein Balkon ist gelb. In der Mitte ein Rinnsal Wasser, da schwimmen die Pollen obendrauf.

Und dabei war der Boden so schön sauber und neu geölt!
Mau.


















Immerhin, die selbst gezogenen Tomatenpflänzchen wachsen und gedeihen.
Ich fühle mich ziemlich gärtnerisch.























Und es kommt noch besser: die Lupinenpflanze, die jetzt glaube ich das vierte Jahr aus einem Überraschungsblumentopf (die Überraschung ist eben, was da so rauskommt) wächst, schiebt eindeutig Blütenknospen. Und zwar nicht nur ein oder zwei, nein, stolze acht Stück!
Wenn ich da genug Wasser dran geleert kriege, dass die überlebt, wird das bestimmt ganz prima.


















Dafür werden dieses Jahr die Margeriten wohl etwas bescheidener ausfallen als letztes Jahr. Bis jetzt wachsen sie zumindest nicht so üppig.























Damit ich wenigstes etwas vom Wind habe, hab ich ein neues fröhliches Fähnchen genäht und gehisst. Denn: My home is my castle. Im Moment sogar ganz besonders.

Montag, 13. April 2020

DIY-Mundschutz 2.0: Besser, schneller, weniger Material


















Ein wichtiger Hinweis vorweg: Eine selbstgemachte Schutzmaske aus Stoff schützt ihren Träger nicht vor Viren!
Sie kann aber dazu beitragen, andere Leute nicht anzustecken, wenn der Träger selbst infiziert ist und das möglicherweise noch gar nicht weiß.
Außerdem kann man sich immerhin nicht an Mund und Nase langen, wenn man so ein Ding aufhat. Alle anderen Sicherheitsmaßnahmen müssen weiterhin beachtet werden, ob man so eine DIY-Maske trägt oder nicht: Also Abstand halten und Hände waschen!

Neulich hatte ich schon mal eine Anleitung geschrieben, aber inzwischen hab ich dies und das dazu gelernt. Jetzt kann ich bessere Masken schneller und aus weniger Material nähen.
Meine Erkenntnisse will ich euch natürlich nicht vorenthalten!

Also, los geht's.


















Ihr braucht:
  • 2 Quadrate, je 17 x 17 cm, aus kochfestem Baumwollstoff, durch den man noch atmen kann, wenn er doppelt liegt. Probiert das vorher aus!
  • 2 Stück Gummilitze, je 20 cm
  • Nähgarn 
Außerdem Nähmaschine, Schere, Bügeleisen.


















Ihr legt die beiden Stoffquadrate aufeinander (wenn sie schöne Seiten haben: diese innen), und näht einmal rundrum, wobei ihre eine Lücke zum Wenden lasst.
Die Ecken könnt ihr abschneiden, dann wird's hübscher.


















In die Lücke greifen, wenden, platt bügeln.


















Jetzt legt ihr den Stoff so wie hier in eine große Kellerfalte und bügelt noch mal alles.


















Noch mal von der Seite: So sollte es ungefähr aussehen.


















Jetzt dreht ihr die Maske um und näht mit einer langen Naht am Rand entlang die Lücke zu, den Rand und die Falten fest und auch gleich noch die Gummibandschlaufen für die Ohren mit an.
Es macht nichts, wenn ihr irgendwo nicht gleich perfekt trefft, dann näht ihr die Stelle noch mal nach.


















Wieder umgedreht könnt ihr die Maske in eine Schnauzenform aufstülpen und aufsetzten.

Durch die Kellerfalte sitzt die Maske ohne Draht ganz gut auf der Nase und das Atmen bleibt halbwegs komfortabel.

Nach dem Tragen muss der Mundschutz natürlich in die Waschmaschine oder auf dem Herd fünf Minuten lang ausgekocht werden. Dann sind eventuelle Viren wieder hinüber.


















Geht auch gut mit Dino-Muster.

Freitag, 3. April 2020

Behelfs-Mundschutz DIY

Bevor ihr hier weiterlest, ein Tipp: Inzwischen habe ich eine Anleitung für bessere Masken aus weniger Material geschrieben.

Ich muss zum Glück (noch) keinen Mund- und Nasenschutz tragen, aber in letzter Zeit pflegen sich die Dinge ja sehr schnell zu ändern.

Ein wichtiger Hinweis vorweg: Eine selbstgemachte Schutzmaske aus Stoff schützt ihren Träger nicht vor Viren!
Sie kann aber dazu beitragen, andere Leute nicht anzustecken, wenn der Träger selbst infiziert ist und das möglicherweise noch gar nicht weiß.
Außerdem kann man sich immerhin nicht an Mund und Nase langen, wenn man so ein Ding aufhat. Alle anderen Sicherheitsmaßnahmen müssen weiterhin beachtet werden, ob man so eine DIY-Maske trägt oder nicht: Also Abstand halten und Hände waschen!

So viel dazu. Wir sind uns derzeit ja noch nicht ganz einig, ob die Dinger was nützen, aber ich fühle mich besser, wenn ich zumindest ein paar im Haus habe und weiß, wie ich mehr machen kann.
























Ihr braucht:
  • 2 Quadrate, je 17 x 17 cm aus kochfestem Baumwollstoff, durch den man noch atmen kann, wenn er doppelt liegt. Probiert das vorher aus!
  • 2 Stück Gummilitze, je 20 cm
  • 1 Pfeifenputzer, 17 cm
  • Baumwollwäscheband, kochfest (Schrägband finde ich persönlich zu dick)
So, kann's losgehen?

Ihr legt die beiden Stoffquadrate aufeinander (wenn sie schöne Seiten haben: diese nach oben) und fasst zwei gegenüberliegende Kanten mit dem Wäscheband so ein, dass sich auf einer Seite der Pfeifenputzer reinschieben lässt.


















An dem Pfeifenputzer biegt ihr an beiden Seiten einen halben Zentimeter um 180° um, damit er sich hinterher nicht durch den Stoff piekt.
Und rein damit.
Die Seite mit dem Draht ist später oben. Damit kann man die Maske nämlich etwas an die Nasenform anpassen.


















Dann legt ihr den Stoff in drei Falten. Die müssen nicht so schief sein wie meine, dürfen sie aber.
Hier müssen auch keine Nähte sauber aufeinandertreffen oder exakt gerade sein. Es handelt sich hier nicht um haute couture.
Ihr solltet nur bei den Falten gucken, dass der Stoff ungefähr überall doppelt liegt, damit die kurzen Seiten schön schmal werden. So um die 7 cm sollten sie haben.



















Dann fasst ihr die kurzen Seiten auch mit Schrägband ein und näht anschließend die Gummibänder als Schlaufen fest.


















Wenn ihr den Mundschutz aufsetzt, könnt ihr jetzt das Mittelteil schnauzenförmig aufwölben und am Draht so lange rumbiegen, bis das Ding halbwegs bequem über der Nase sitzt.

Sehr angenehm ist so eine Maske nicht zu tragen. Man schnauft darunter halt so vor sich hin. Ich kann allerdings auch nicht beurteilen, wie sich eine professionelle Schutzmaske trägt.

Die gute Nachricht ist: Die Dinger zu nähen ist wirklich ganz einfach.
Eine zur Übung, dann läuft's.

Ach, eins noch:
Nach dem Tragen muss der Mundschutz natürlich in die Waschmaschine oder auf dem Herd fünf Minuten lang ausgekocht werden. Dann sind eventuelle Viren wieder hinüber.

Übrigens könnte ihr einiges ändern oder ersetzen:
  • statt zwei Quadraten geht ein Rechteck 17 x 34 cm natürlich viel schneller.  Ich mache das mit den zwei Quadraten bloß, weil ich Stoffreste verwende und gerne ein nettes Muster haben möchte - reine Spielerei!
  • statt der Gummibänder könnt ihr einfach längere Bänder an die Langseiten nähen und den Mundschutz mit zwei Schleifchen am Hinterkopf und Nacken schließen
  • statt Pfeifenputzer geht natürlich auch ein anderer dünner Draht
  • oder den Draht ganz weglassen. Das drückt dann allerdings mehr auf die Nase.
  • das Wäscheband kann auch durch Stoffstreifen ersetzt werden. Dann beim Einfassen Zickzackstich verwenden und damit gleichzeitig die Kanten versäubern.
  • Die Größe kann auch variiert werden.
Wer gar nicht nähen kann oder keine Nähmaschine hat, kann sich auch Einmal-Papiermasken aus Haushaltspapier und etwas Klebeband basteln und die Gummibänder festtackern. Dazu gibt's auch Anleitungen im Netz, stöbert mal rum!

Freitag, 17. Januar 2020

Die Notlösung


















... ist manchmal gar nicht die schlechteste.
Ich befand mich in einer gewissen Handtaschenverlegenheit, da ich zur Beerdigung weder mit der blauen Eulentasche noch mit der knallig Rotbunten gehen wollte, zumal die beide mittlerweile völlig zerfleddert und reif für die Tonne sind.
Zum Glück fanden sich noch Reste von schwarzem Baumwollköper und etwas Schwarzgemustertes, das als Futterstoff geeignet war. So hatte ich über Weihnachten auch ein bisschen was zu tun, was deutlich besser war als nur trübe rum zu sitzen.























Ich habe meinen bewährten Standardtaschenschnitt bemüht, den ich in Varianten eigentlich immer benutze (würde ich gerne verlinken, scheint aber mittlerweile offline zu sein).
Das Futter (mit Extrafach) habe ich dieses Mal komplett einzeln genäht, also im Prinzip zwei Taschen aus Ober- und Futterstoff genäht und dann zusammengefügt. Das ist tatsächlich viel einfacher als alle anderen Möglichkeiten, fand ich.
Zum schöner Aussehen gab es D-Ringe und Karabinerhaken (beides aus Gratisschlüsselbändern gefummelt) für den Gurt und einen Zierstich aus lila Glanzgarn. Das Garn ist grässlich rutschig und der Zierstich folglich auch nicht ganz perfekt, aber das fällt zum Glück nicht auf.


















Aber der Clou ist meiner Meinung nach der rote Reißverschluss, den ich tatsächlich nur deshalb eingenäht habe, weil ich gerade keinen anderen da hatte.
Jetzt gefällt er mir aber so gut, dass ich ihn auf gar keinen Fall gegen einen schwarzen tauschen würde.