- ein Plastikbehälter, z.B. von Obst. Der Boden muss wasserdicht sein, in die Wände sollte man zur besseren Belüftung ein paar kleine Löcher bohren.
- Den Boden mit zwei oder drei Lagen Küchenpapier auslegen und mit Wasser befeuchten. Gras, Erde oder Moos nützen der Schnecke jetzt nichts und sind sogar kontraproduktiv, weil Schmutz und Bakterien auf dem ungeschützen Weichkörper (dem weichen Teil der Schnecke) anhaften können.
- als Deckel ist ein Stück Fliegengitter perfekt. Ich befestige das einfach mit einem Gummiband, man kann aber auch Klettband nehmen. Wichtig: der Deckel muss luftdurchlässig sein, sonst erstickt die Schnecke!
- Ein paar Blätter als Versteck zum Drunterkriechen.
- Als Futter ein bisschen Gurke, Salatblätter, ein paar Haferflocken (pro Schnecke reicht eine Haferflocke täglich. Zu viel davon vertragen sie nicht). Das muss nicht jeden Tag frisch, Schnecken mögen welke Sachen lieber. Nur Vergammeln oder Schimmeln sollte natürlich nichts.
- Zum Gehäuseaufbau braucht die Schnekce Kalk. Dazu saubere Einerschalen möglichst fein mörsern. Man kann auch fertiges Eierschalenpulver für junge Hunde kaufen.
- Oft wird auch eine zusätzliche Wasserquelle empfohlen, also eine kleine, sehr flache Schale. Keine von meinen Schneckenpatientinnen hat sich je dafür interessiert, deswegen lasse ich die jetzt weg.
- Haltet den Behälter immer feucht (nicht nass). Das geht am besten mit einer Wassersprühflasche für Zimmerpflanzen. Aber besprüht die Schnecke bitte nicht direkt mit Wasser.
- Sobald sie in ihrem Behälter sitzt, lasst ihr die Schnecke bitte in Ruhe. Wenn ihr sauber machen wollt, setzt sie ganz behutsam weg, vieleicht mit dem teil, auf dem sie sitzt, oder lasst sie selber wegkriechen.
- Je seltener die Schnecke angefasst wird, desto besser!
- Versucht grundsätzlich nicht, das Häuschen zu reparieren, indem ihr es irgendwie klebt. Auch abgefallene Gehäuseteile sind nutzlos. Ganz selten kommt es vor, dass ein Loch wirklich verschlossen werden muss, aber in mindestens 9 von 10 Fällen schadet man der Schnecke nur.
- Nicht nervös werden, wenn die Schnecke tage- und nächte lang am Behälterdeckel hängt oder unter einem Blatt sitzt und sich nicht rührt. Die Gehäusereparatur ist anstrengend, und auch, dass eine Schnecke lange nichts frisst, ist normal.
- Sollte eure Schnecke sterben, merkt ihr das daran, dass sie anfängt, sehr unangenehm zu stinken. Meistens sterben Schneckenpatienten nicht wegen Pflegefehlern, sondern weil die Verletzung zu schwer war. Also macht euch keine Vorwürfe. Ihr habt getan, was ihr konntet!
Rat und Hilfe
- findet ihr hier: Schneckenforum - Gehäuseschäden
Wie es mit Hans-Ursel weiterging, und wie und wann ihr eine Schnecke wieder auswildern könnt, erfahrt ihr im zweiten Teil.






































