Donnerstag, 23. Mai 2019

Nach dem Regen























Es hat tatsächlich mal zwei, drei Tage anständig geregnet. Sachen gibt's.


















Meine Balkonpflanzen sind frisch geduscht und guter Dinge. Bis auf die Sämlinge, die ertrunken oder erfroren sind, aber die waren schon vorher hinüber. Die anderen mochten das.


















Endlich weiß ich auch mal, wofür unsere ziemlich durchsichtige Sichtschutzbespannung am Balkongeländer gut ist:























Als Halt für dicke Hummeln, die sonst mit den dünnen Blütenstängeln umknicken würden!


















Außerdem haben wir jetzt eine prima Soundkulisse: Die Elz rauscht.


















Klingt fast, als würden wir am Wasserfall wohnen. Und nett, wenn man vom Balkon aus kleine Stromschnellen fotografieren kann.


















Aus dem ganzen Rauschen klingen aber deutlich die Wacholderdrosseln raus. Die schnarren so seltsam, wenn sie sich aufregen, und sie regen sich offenbar leicht und gerne auf.
Manchmal singen sie aber auch. Das klingt dann sehr schön.


















Außerdem sind es einfach hübsche Kerlchen!

Dienstag, 21. Mai 2019

Tiere am Schluchsee


















Wir fangen klein und bescheiden an. Nach meinem Schneckenbuch ist das eine "gefleckte Schnecke". Wikipedia nennt sie "gefleckte Schnirkelschnecke". Über den lateinischen Artennamen sind wir uns auch nicht ganz einig: Arianta arbustorum oder Helicigona arbustorum. Ist aber immer das gleiche Tierchen. In den Alpen haben diese Schnecken noch schöner gemusterte Häuschen, aber diese ist auch sehr hübsch.


















Mutter Hase.
Ich habe erst ein Hasenjunges gesehen und dachte ein paar Meter weiter: Wenn das da im Gebüsch verschwunden ist, sitzt es vielleicht jetzt da auf der Wiese - da war aber nur ein rötlicher Baumstumpf. Weil ich meine Augen schon kenne, hab ich ihn trotzdem mal fotografiert. Und sieh mal einer an, auf einmal hat er Ohren und ein Gesicht...


















Den Erpel hab ich auch ohne digitale Unterstützung sofort erkannt.


















Und dann kam das Tier des Tages: So groß wie eine ordentliche Hauskatze, paddelte entspannt im Wasser und tauchte dann elegant ab.


















Nett, oder?
Ich hätte es ja gerne für einen Biber gehalten - wobei der sich im Schluchsee vielleicht gar nicht so richtig wohl fühlen würde. Und dann gäbe es ja auch irgendwo abgenagte Bäume. Jedenfalls hat mich das Foto in Zusammenarbeit mit dem Internet davon überzeugt, dass das wohl doch eher ein Nutria ist: Große Augen, große Ohren, deutliche Schnurrhaare.
Macht nix, ein Nutria ist auch ein tolles Tier!

Sonntag, 19. Mai 2019

Sieben Sachen

Wie (fast) immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe. Dieses Mal endlich mal wieder vom Schluchsee.

Weiland erdacht von Frau Liebe, nun gesammelt bei Geraldine.


















1. An einer herrlich ruhigen Bundesstraße entlang gewandelt - denn siehe, sie ist in beide Richtungen gesperrt, weil der Belag erneuert wird. Könnte man wegen mir öfter machen. Vor allem, wenn man den Rad und Fußweg daneben in Ruhe lässt.























2. Gefrühstückt. Da ich kein frisches Obst hatte, hab ich selbstgemachten Apfelbrei ins Müsli gerührt. Schmeckt viel besser, als es aussieht.


















3. Den Kalender umgeblättert. An so was sieht man, wie lange man nicht in der Ferienwohnung war...


















... und an so was.
4. Lebkuchen gegessen. Müssen jetzt langsam echt mal weg.


















5. Den Rindviechern zugewinkt. Im Winter sind die ja nicht auf der Weide, da freut man sich, wenn man sie im Frühling wieder sieht.


















6. Mich am Schädel gekratzt und um gedreht - die gesperrten Waldwege sind mir ja ungleich unangenehmer als die gesperrte Straße.























7. Knödel (aus der Packung) mit Jägersoße (auch aus der Packung) zubereitet und genossen - man muss ja nicht immer gesund leben.

Dienstag, 14. Mai 2019

Lasst hundert Blumen blühen























Mit ein bisschen gutem Willen kriegt man überall ein Mao-Zitat unter.
Na, ehrlich gesagt: Mir ist kein einfach kein besserer Titel eingefallen.
Mao Tse-tung hat mit diesem hübschen Bild eine Kampagne ins Leben gerufen, bei dem sein Volk  Kritik am Staat äußern sollte. Hat es auch, und zwar mehr und deutlicher als ursprünglich geplant. Deshalb hat der Große Vorsitzende die Sache dann lieber sehr schnell wieder beendet.























So. Und jetzt Tacheles.
Wir haben ja jetzt ein wirklich hübsches Schlafzimmer. Es ist so gemütlich, dass es eigentlich schade ist, dass man so wenig wache Zeit darin verbringt.
Allerdings herrscht an den Wänden noch ein gewisse Leere.























Auftritt Blumen.
Ich habe erstmal mit Acrylfarbe in "Laubgrün" Stängel, Blätter und ein paar flankierende Grashalme gemalt. Auf Raufaser gar nicht einfach, und in Bodennähe echt schlecht für den Rücken.
Aber vielleicht haben wir uns für so was beizeiten alle brav gekrümmt, was? Ich meine, ein rechtes Häkchen zu werden, kam mir als Lebensziel schon immer etwas verdächtig vor.























Dann die Blüte mit weißer Farbe grundiert und anschließend farbig ausgemalt.
Hahnenfuß und Margeriten.























Gar nicht schlecht getroffen, finde ich.
Als Vorlage hab ich ein Bestimmungsbuch genommen, in dem die Pflanzen gezeichnet sind.
Ich empfehle diese Art von Bestimmungsbüchern immer, denn Zeichnungen sind sehr viel besser und genauer als Fotografien, wenn es ums Bestimmen geht - und wenn man mal was zum Abzeichnen braucht, sowieso.
Tiere sind noch mal was anderes, aber bei Pflanzen: definitiv Zeichnungen.
Aber zurück zum Thema.























Die Ecke sieht doch schon ungleich gemütlicher und netter aus.


















Von rechts schleicht sich Klatschmohn an...


















... Kornblumen und noch ein bisschen Hahnenfuß.
Über den Schmetterling möchte ich nicht reden. Da fehlte mir das passende Buch.

Montag, 13. Mai 2019

Spaziergang























Gestern war feines Wetter zum Spazierengehen. Wenn man wasserdichtes Schuhwerk sein eigen nennt.























Der Regen hatte alles gut durchgespült und abgewaschen, und so ein bisschen Nebel ab und an macht sich auch gut. Wobei das eher tief hängende Wolken waren. Die Feinunterscheidung ist da nicht ganz leicht.
























Jetzt ist gerade alles so schön frisch grün.


















Und wie es blüht! Die Wiesen! Der Ginster! Ganz von alleine.



















Wenn man gerade aus einem Wolkenfetzen raus ist, machen die anderen prima Effekte.


















Die Landschaft sieht viel spektakulärer aus als bei reinem Sonnenschein.
























Nicht nur Glockenblumen, auch Kleines Knabenkraut hab ich gefunden (glaube ich - auch bei den Knabenkräutern ist die Feinunterscheidung so eine Sache).























Das ist eine Orchidee und nicht ganz so häufig, deswegen besonders erwähnenswert.


















Mit ein bisschen Sonne sehen die Wolkenfetzen auch toll aus.
























Und die Wassertropfen natürlich.


















Der ungefähr 10. Versuch, eine Kuckucksnelke scharf zu fotografieren, hat dann auch schon geklappt. Bei fisseligen kleinen Motiven stößt die Taschenkamera an ihre Grenzen.


















Zum Abschluss noch mein heutiges Lieblingsbild: Molto romantico.


Dienstag, 7. Mai 2019

Bäumchen wechsel dich


















Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber wir räumen nach jedem Umzug so ungefähr jedes Zimmer noch mal dreimal um, bis wir zufrieden sind. Vorher kann man lange ausmessen und rumplanen, im richtigen Leben ist es doch immer noch anders.
Ich hab vor ein paar Tagen nochmal den Balkon umgeräumt, und der da oben war persönlich schuld dran.
Der Distelfink turnte nämlich mit ein paar Kollegen durch die Bäume an der Elz, und wir standen am Wohnzimmerfenster und haben ihnen zugeguckt und uns gefreut. Dann landete er auch noch auf dem Balkongeländer - große Begeisterung - guckte sich einmal um, und flog dann genau vor unseren Nasen gegen die Scheibe. Bonk.
Zum Glück ist ihm nichts passiert, er ist mit seinen Kumpels weitergeflogen, aber so was muss sich ja nun auch nicht ständig wiederholen.























Also hab ich diese Begrünungsgruppe, die uns vorm Anblick des Sichtschutzes zu den Nachbarn bewahren sollte, teilweise umgeparkt.
Das rechts ist kein Zeltgerüst für schmale Indianer, da sollen Bohnen dran ranken. Tun sie nur noch nicht. Zu kalt.


















Jetzt stehen drei Bäumchen und die Bohnen-to-be vor dem Panoramafenster. Oben ist noch viel Aussicht (und viel Dagegenflieggelegenheit für Vögel, leider), aber die untere Hälfte ist immerhin etwas geschützt.


















Den Efeu hab ich jetzt noch mal vom Geländer abgewickelt und an Drähten über die Sichtschutzwand gezogen. Das wird bestimmt noch hübscher... hoffe ich. Rechts davon kann jetzt vielleicht noch so eine Kiste für Zeug stehen. Das wäre noch ganz praktisch.
Vors Geländer hab ich ein paar bereits als solche zu erkennende Blumen gestellt.


















Kleiner Storchenschnabel - vor zwei, drei Jahren wild aufgelaufen und wunderbar robust.























Ein Portrait von einem Erlenblatt. Die beiden Erlen sind auch von selber gekommen - in Bleibach stand eine große Erle gegenüber von unserem Balkon. Auch die Birke und der Ahorn sind mir auf diese Weise zugelaufen, allerdings schon in Freiburg. Die leben jetzt schon seit fast 20 Jahren in ihren Blumentöpfen.























Die hier kenne ich nicht. Ist aber hübsch. Ich nenne sie Lila Blümchen. Stammt vermutlich aus einer Blumenmischung.























Die diesjährigen Blumenmischungen und alles andere stagnieren seit geraumer Zeit auf diesem Stand. Na, irgendwann wird's schon warm werden.