Wie immer für alles, was von der Woche übrig blieb.
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| Kuscheln mit Chispa |
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| Viele bunte Sonnenuntergänge |
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| Viele bunte Wanzen |
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| Und endlich Pilze! |
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| Blick ins Yacher Tal |
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| Zur Abwechslung noch ein Sonnenaufgang |
Meine Schwestern und ich sind jetzt stolze Eigentümerinnen einer ganzen Menge Waffen. Ich hoffe, wir haben schon alle gefunden... Für Schusswaffen habe ich keinerlei Sympathie, aber ein alter Säbel besitzt durchaus eine nicht zu leugnende Coolness.
Natürlich hat er ihn liebevoll vom Rost befreit und konserviert.
Wenn man wie ich nicht den Hauch einer Ahnung hat, tut man sich schwer, im Internet etwas Belastbares über alte Säbel zu finden. Zudem waren die Dinger auch nicht unbedingt genormt - beliebte Formen tauchten immer wieder in den verschiedensten Armeen auf.
Ich lehne mich also mal ganz weit aus dem Fenster und sage: Der könnte gut aus den napoleonischen Kriegen stammen, also rund 200 Jahre alt sein.
Was gut dazu passen würde und den Säbel echt interessant macht, sind die Gravuren, die leider durch den Rost stark beschädigt wurden. Auf einer Seite ist der Gekreuzigte, auf der anderen Seite die Mutter Gottes zu sehen und daneben eine ganze Menge Text:
Auf dieser Seite konnte ich noch entziffern:
Im anfang war (...) alle ding Seind (...) gemacht (...)
und auf der anderen:
(...) es war in und die welt (...) er kam (...) eigen (...) und (...) viel in aber auf namen denen (...) denen die an sein namen g (...) sondern aus got geboren (...)
Das sieht erstmal ein bisschen kryptisch aus, aber wer schon mal den Anfang des Johannesevangeliums gelesen hat, erkennt einige Verse wieder, wenn auch mit ein paar Kürzungen und in altertümlicher Rechtschreibung:
Im anfang war das Wort und das war bei Gott. Dasselbe war bei Gott. alle ding Seind durch dasselbe gemacht. und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. es war in (der Welt,) und die welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht. er kam in sein eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. wie viel in aber auf namen denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen die an sein Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt (noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes), sondern aus got geboren sind.
(Ich habe die aktuelle Lutherübersetzung Stand 2017 genommen, 1813 lautet das sicherlich noch ein bisschen anders.)
Meiner Meinung nach übrigens ein sehr schöner Text.
Jedenfalls: Die bildlichen Darstellungen sind eindeutig in katholischer Tradition, und da der Hof mit den Säbeln sich in Lüneburger Heide befand, also einer erzprotestantischen Gegend, ist anzunehmen, dass der Säbel ursprünglich aus anderen Gefilden stammte. Und das spricht wieder sehr für Napoleon, der hat ja Truppen aus halb Europa gegen die andere Hälfte kämpfen lassen.
Und was mache ich mit diesem historischen Stück? Ich hänge ihn übers Gästeklo.
Ein bisschen gemein, aber da passt er einfach so schön hin.
... für alles, was es letzte Woche nicht in einen eigenen Post geschafft hat.
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| Chispa musste schon wieder reisen |
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| ...und zwar bei Regen! |
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Ein Regal, das mein Vater selbst getischlert hat, |
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| Ein Hirschgeweih entstaubt - in der Badewanne. Hier liegt es zum Trocknen auf dem Balkon |
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| Die alte Decke, in die ich es zum Transport eingewickelt hatte, wollte ich eigentlich gleich entsorgen... Chispa hatte andere Pläne. |
... konnte ich bei diesem Erbstück was tun.
Dies ist eine arme, gebeutelte Geige, die irgendwie aus dem Nachlass meiner Großeltern stammt. Oma spielte Zither, Opa Mandoline, aber kein Mensch Geige.
Jedenfalls hing sie seit rund 30 Jahren bei meinen Eltern an der Wand und hatte vorher eindeutig Übleres erlebt. Völlig zerkratzt, eine Saite fehlt und unten fehlte irgendwas Wichtiges (ich kenne mich mit Streichinstrumenten nicht aus und weiß nicht, welches Teil wie heißt), was ersetzt wurde.
Ein schnuppernder Hund macht da auch nix mehr aus. Diese orignelle Reparatur trägt eindeutig die Handschrift meines Vaters. Das hält und ist sauber gemacht, keine Frage, aber es sieht schon ein bisschen überraschend aus.
Ein bisschen Öl und Politur meinerseits haben eine Menge ausgemacht.
Das Kabel habe ich schön gelassen, wo es war, und einfach nur mit Filzstift braun und schwarz angemalt.Und bevor einer fragt: Ich werde sie jetzt auch wieder an die Wand hängen. Vermutlich ungefähr für die nächsten 30 Jahre.
Es gibt hier gerade ziemlich viele Erbstücke, ich weiß. Aber wenn man einen Haushalte auflösen muss, bleibt das nicht aus.
Hier sehen Sie ein Herrenoberhemd auf einem schlechten Foto.
Wenn mich nicht alles täuscht, ist das gute Stück schon so an die 40 Jahre alt, aber noch ganz gut erhalten und zumindest teilweise aus Leinen.
Hier sehen Sie dasselbe Hemd auf einem noch schlechteren Foto, aber rund zwei Nummern kleiner. Ich habe die Seitennähte großzügig und die Ärmel knapp rausgeschnitten, alles neu zusammengenäht und gesäumt.
Das ging schneller und einfacher als befürchtet, und jetzt kann ich Papas altes Hemd ganz prima als leichtes langes Sommerjäckchen tragen. Ich habe es sogar jetzt gerade an und es verspricht ein Lieblingsteil zu werden.