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Mittwoch, 11. September 2024

Gute Verbindung

Ungefähr 13 km von unserer Heimatstadt Elzach entfernt liegt Haslach im Kinzigtal. Ein nettes Städtchen, das im Unterschied zu Elzach mit einer Fußgängerzone punktet. Leider kam man bis jetzt eigentlich nur mit dem Auto hin und her, weil die Strecke über eine Passhöhe führt, womit es der Radfahrer schon relativ schwer hat, und der Bus nur zweimal morgens und einmal am späten Nachmittag fuhr.

Jetzt fährt er stündlich hin und her. Stündlich!

Das haben wir natürlich nicht der angeblichen "Verkehrswende" zu verdanken, sondern dem größten Arbeitgeber am Ort, der zu Recht bemängelt hat, dass seine Angestellten aus dem Nachbarkreis nicht mit den Öffis zum Job fahren können. Und genau deswegen, weil besagter Arbeitgeber eben in unserem Landkreis sitzt, und der Nachbarkreis also außer Kosten von der guten Verbindung nichts hat, ist der Spaß auch erstmal nur bis zum 14.12. gesichert.

Aber solange muss man als Nichtautofahrer die Möglichkeiten nutzen. Noch dazu, wo es jetzt endlich ein Deutschlandticket gibt und der arme Busfahrer sich nicht mehr mit verschiedenen Tarifen herumschlagen muss.

Also war ich bei mäßig gutem Wetter in Haslach und habe euch ein paar Fotos mitgebracht.

Schon süß, oder?
Die Stadtkirche leistet sich zwei Türme
Opferkerzen umweltfreundlich - ohne Plastikmüll!
"Drücken" - ich hoffe, die Touristen verstehen das (öffentliche
Toilettentür)

Dienstag, 25. April 2023

Woandershin

Falls ihr euch fragen solltet, warum es hier auf meinem Blog gerade so ruhig ist: Wir werden umziehen. Und zwar nach Emden in Ostfriesland. 

Das ist für jemanden wie mich, der - von fünf Jahren im Westerwald und einem (ausbildungsbedingten) Jahr in Münster in Westfalen mal abgesehen - sein gesamtes Leben in Süddeutschland verbracht hat, keine kleine Umstellung. 
Emden fühlt sich bis auf die Sprache schon beinahe wie Holland an: Marschboden, Kanäle, Entwässerungsgräben, Deiche, Schiffe, Häfen, Brücken, Schleusen und reformierte Kirchen. Außerdem potenziert sich die Aufregung, die mit einem Umzug samt Immobilienan- und -verkauf und Arbeitsplatzwechsel verbunden ist, quasi ins Unendliche, wenn zwischen den beiden Orten gute 700 km liegen.

Ich war übrigens schon einmal in Emden. Vor ungefähr 20 Jahren für einen halben Tag, Innenstadt und Kunsthalle. Hat mir gut gefallen, aber ob das als Gradmesser gelten kann, ist vielleicht doch zweifelhaft. 

Jetzt war unsere Planung soweit gediehen, dass Immobilienbesichtigungen anstanden, und dafür war ich letzte Woche im Emder Stadtteil Borssum. Der ist für uns verkehrstechnisch der geschickteste und hat den Vorteil, dass er auch kulturell ein wenig gemischt ist. Jeder nach Gusto, aber ich persönlich möchte nicht unbedingt zwischen lauter deutschen Doppelverdienern und Elternzeitinanspruchnehmern in einer Neubausiedlung hausen. 
Außerdem - ganz wichtig - ist man auch zu Fuß recht schnell "im Grünen", was dort "zwischen Viehweiden oder auf einem Deich" bedeutet. Wald in dem Sinne ist eher selten und weiter weg. Aber zwischen Viehweiden oder auf einem Deich kann ja auch schön sein.

Davon mal abgesehen, dass ich von 58 Stunden zwischen Donnerstagvormittag und Samstagabend satte 21 Stunden in Zügen und Bahnhöfen verbracht habe (aber zum Glück den wöchentlichen Streik am Freitag umgehen konnte), war das ein lohnender Ausflug.

Sonnenaufgang bei der neuen reformierten Kirche
Borssum ist nicht überall gleich schön, aber zum Teil eben schon
Die alte reformierte Kirche
Eine aufgeplusterte Bachstelze - es war warm, aber windig.
Die Emsmündung
Natürlich ein Windrad
Diese Hübschen sind Brandgänse
...und die hier - Schafe.
Jede Menge Weißwangengänse
Wegen des Sandbodens sind in Emden alle alten Bunker oberirdisch
Kleine dicke Zossen
Blick auf den Dollart, also die Bucht, an der Emden liegt
Gänseblümchen
Und noch mal die alte Kirche auf ihrer Warft

Sonntag, 5. Februar 2023

Sonntagsspaziergang

Wobei: Der "Spaziergang" dauerte gute drei Stunden und führte dank Schnee hier und da durch eher unwegsames Gelände... also eher eine kleine Wanderung. Bei Tauwetter am Schluchsee.

Montag, 10. Oktober 2022

Herbst am Schluchsee

Ich habe ein paar Fotos vom Schluchsee für euch. Da gibt es außer den typischen Herbstaccessoires wie bunten Blättern zu Zeit vor allem eins: Wasser. Viel Wasser. 

Weil man ja zur Zeit noch viel weniger als sonst weiß, was die Zukunft so bringt, hat man den Stausee, der ja zur Stromerzeugung dient, vorsichtshalber mal gut gefüllt. Alles, was im sonst als Bade- und Spielstrand genutzt wird, ist überflutet. Das Wasser reicht jetzt bis ins bewaldete Ufer... ungewohnt, aber eigentlich auch ganz schön.

Zur Freude der Biber...
stehen jetzt viel mehr knackige Bäume im leicht erschwimmbaren Bereich!
930 Meter wären das absolute Maximum, mehr passt nicht rein.
Wasser an Stellen, wo ich noch nie welches gesehen habe.
Von weiter oben und weiter weg sieht alles aus ungefähr wie immer aus.
Gerade werden die Bäume schön bunt
... und auch die Brombeersträucher.
Ein tapferes Blümchen!