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Donnerstag, 17. Februar 2022

Wir kapitulieren!

Für unsere kleinen Gäste -
Man muss das nicht lustig finden, aber man kann.


























Tja, nun hat das Virus wohl gewonnen. Die neue Bundesregierung, die in Sachen Pandemie ja wahrhaftig noch hilfloser wirkt als die alte (und wer hätte gedacht, dass das möglich ist?), und unsere  zahlreichen Ministerpräsidenten haben den Versuch aufgegeben, noch irgendwie gegen Corona vorzugehen. Bei Inzidenzwerten, die wir vor Kurzem kaum für möglich gehalten hätten und gestern 261 Coronatoten. 
Ab dem 20. März gibt es in Deutschland praktisch keine Maßnahmen mehr gegen COVID19. In den Schulen setzt man ja schon länger auf "Durchseuchung mit ein bisschen Hygiene drum herum". Dann geht das ja wohl auch als Volksversuch... aber wir dürfen ja weiterhin Masken tragen, wenn wir unbedingt wollen. 
Danke.
Ich warte mal ab, wann die nächste interessante Virusvariante kommt. Vermutlich spätestens im Herbst, dank ausgiebiger Auslandsreisen und Großveranstaltungen. 
Und es glaubt doch wohl niemand mehr, dass die allgemeine Impfpflicht noch eingeführt wird.

Dann können die "Maßnahmengegner" ja jetzt bitte endlich aufhören, die Innenstädte zu blockieren, und die armen Polizisten kriegen vielleicht auch mal wieder ein freies Wochenende. Das wäre doch immerhin etwas. 

Samstag, 8. Januar 2022

Finderglück

Spätestens seit Corona kennt sie vermutlich jeder: Kleine bunte Steine, die man mitnehmen oder liegen lassen kann - auf jeden Fall kann man sich über sie freuen. Ich mag die sehr. 
Erstens sind nett angemalte Steine an sich schon toll, dann ist es immer prima, unverhofft etwas Hübsches zu finden, und wenn man das dann sogar noch mitnehmen und behalten darf - klasse!
 
Also dachte ich, der triste Monat Januar ist doch echt ein guter Zeitpunkt, um seinen Mitmenschen auch mal eine kleine Freude zu machen, und habe einen zufriedenen Nachmittag lang Steinchen bunt angemalt und lackiert.
 


















Ich ziehe an dieser Stelle meinen Hut vor allen Steinbemaler(inne)n, die auf die Rückseite ihrer Steine kleine Romane schreiben. Ich habe mit Müh und Not "Centi bastelt" drauf gepinselt. Wen es interessiert, der kann die Suchmaschine bemühen, und wen es nicht interessiert, na, den interessiert es ja nun mal nicht.



















Der Gelbe mit dem Gesicht ist mein Favorit - und den werde ich gemeinerweise einfach behalten!
Sobald ich aber wieder neue Steine habe, mache ich von der Sorte auf jeden Fall noch mehr zum Verschenken.



















Jetzt kann ich meine Alttagsaufhellerchen an geeigneten Plätzen in Wald und Flur auslegen und hoffen, dass sie jemanden erfreuen.

Dieser Beitrag spielt mit bei der Winterglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Samstag, 1. Januar 2022

Ein gutes Neues Jahr

... wünsche ich euch, meine lieben Leserinnen und Leseren. Ohne euch würde das hier keinen Spaß machen!

Dieser Beitrag spielt mit bei der Herbstglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Zunächst werfe ich mal einen Blick auf meinen Balkon. Gestern war es so warm, dass man nachmittags hätte draußen sitzen können. Wenn der Boden trocken gewesen wäre und die Balkonmöbel nicht im Keller stehen würden, natürlich. Das ist doch kein Winter, das ist ein schlechter Witz.

Immerhin macht der Balkon im Moment zumindest wenig Arbeit. Ab und zu leere ich die Blumentöpfe aus, die mit Regenwasser vollaufen können. Das war's. 

Sonst dient er als Sitz- und Stöberplatz für allerhand Flattermänner. Und bei Sonnenschein kann man sich über auch den einen oder anderen netten Anblick freuen, was die Pflanzen angeht.

Das Moos z.B. ist echt hübsch.
Auf der Kruschtelkiste steht malerisch das Wasser
Offensichtlich wohnen in den Blumentöpfen kleine Spinnen.
Die Flechten machen sich auch gut.
Und sogar die Erdbeerblätter geben optisch noch was her.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Silvester galt in Baden-Württemberg das "Alkohol-, Böller- und Ansammlungsverbot":

"Es gilt ein Alkoholverkaufs- und Konsumverbot an Verkehrs- und Begegnungsflächen in Innenstädten und sonstigen öffentlichen Plätzen, auf denen sich viele Menschen nicht nur vorübergehend aufhalten. Die genauen Orte werden von den Städten und Gemeinden festgelegt. Zwischen dem 31. Dezember 2021, 15 Uhr, und dem 1. Januar 2022, 9 Uhr, sind auf von den Städten und Gemeinden festzulegenden Plätzen Ansammlungen von mehr als zehn Personen untersagt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen und ein Verkaufsverbot von Pyrotechnik im Vorfeld von Silvester."

Das ist der zentrale Platz in Elzach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hat wohl nicht ganz so gut geklappt. 
Auch nicht mit den Böllern. Bei uns wummst es jetzt, kurz nach 10:00 Uhr morgens, immer noch ganz gut. Mit Ausgangssperre war's schon ruhiger, das muss man so sagen.

So, dann hab ich noch eine Kleinigkeit in Sachen Blog und Drumherum. Wenn man ein Blog bei Blogspot hat, kriegt man automatisch und kostenlos einen YouTube-Kanal obendrauf. 

Ich habe mich da nie groß drum gekümmert, ab und zu mal meine winzigen Videos hoch geladen und hier im Blog verlinkt. Aber wie das Leben so spielt, hab ich auf einem Video (das wahrlich nichts Besonderes ist) auf einmal fast 20.000 Aufrufe. Und 63 Leute haben meinen Kanal inzwischen abonniert.

Da fühlte ich mich denn doch verpflichtet, zumindest mal die Startseite aufzuhübschen.









Also, wenn ihr mögt, guckt mal hier rein. Wie jeder freue ich mich über erhobene Daumen und Abonnenten...

Donnerstag, 30. Dezember 2021

Die Krönung: Das Jahresende

Tja, morgen ist dann schon wieder ein Jahr rum. Letztes Jahr um diese Zeit dachten wir noch, dass Corona dann im Sommer vorbei wäre, und vorletztes Jahr wussten wir noch gar nicht, was Covid19 heißt.

Gestern habe ich mit einer Kollegin gesprochen, deren vollständig geimpfter Exmann sich vermutlich auf einer Familienfeier mit Corona infiziert hat, das aber nicht wusste, und dann über Weihnachten reihum alle alten und neuen Verwandten besucht hat. Nett gemeint, aber blöd gelaufen. 

Man sieht, außer Impfungen sind auch Hygiene und Abstand weiterhin wichtig. Auch wenn es nervt: Wir müssen uns alle brav weiter bemühen. Die Alternative wäre ja, die Krankheit einfach machen zu lassen, und das ist ganz sicher keine gute Idee. 

Ich versuche dem viel zu milden Schmuddelwetter gute Seiten abzugewinnen und möglichst täglich raus zu gehen - das kann nur gut sein fürs Immunsystem und gegen den Coronaspeck. 

Kommt gut ins Neue Jahr und bleibt gesund!

Donnerstag, 9. Dezember 2021

Gefährliche Literatur


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Man denkt ja immer, Lesen sei ein tendenziell eher ungefährliches Hobby. Also - es sei denn, man wäre vielleicht geistig von Anfang an ein bisschen schwach ausgerüstet und mache sich dann über bösartiges oder dummes oder bösartiges und dummes Geschreibsel im Internet her. Das scheint tatsächlich üble Folgen zu haben.
Aber mit Weltliteratur kann einem doch wohl nichts passieren? 

Hier seht ihr: Thomas Mann, Joseph und seine Brüder, 1.324 Seiten auf Bibelpapier in einem Band. 
Gewicht: 1,4 kg.
(Übrigens eine gute Wahl, wenn man wirklich lange Romane mag und einen ausführlichste Dialoge nicht abschrecken.)

Das kann man locker flockig mit einer Hand so seitlich nach hinten weg über das Handgelenk auf den Sofatisch legen, aber offensichtlich sollte man nicht.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier seht ihr meinen rechten kleinen Finger mit einem eine Woche alten Gelenkkapselriss. Holt man sich sonst bevorzugt beim Volleyball. Glaubt man der Statistik und der Ärztin, darf ich mich auf weitere fünf Wochen in diesem Zustand freuen.
 
Übrigens hab ich eine ganze Weile gegrübelt, bis ich darauf gekommen bin, dass Thomas Mann schuld ist. Die Verletzung fiel mir nämlich erst hinterher irgendwann auf, als der Finger rot und schmerzhaft und dann irgendwann würstchenförmig wurde, aber außer am PC sitzen und arbeiten und später auf dem Sofa sitzen und lesen, hatte ich an dem Tag einfach nichts gemacht. Schon gar nicht Volleyball gespielt. Mit dieser dämlichen Sportart hat man mich zu Schulzeiten genug gequält.

Tja, passend zum Advent habe ich mir (unter anderem) eine weihnachtsmannrote Pappschiene gebastelt und hoffe auf Besserung.
Joseph und seine Brüder fasse ich jetzt vorsichtshalber lieber mit beiden Händen an.
 

Montag, 29. November 2021

Schnee!

Ach, wie schön - es ist Advent und es schneit! Im Radio singen Knabenchöre das eine oder andere Weihnachtslied, der Adventskalender steht bereit, und der Adventskranz... na ja, was machen die so, rumstehen und dekorativ sein, eben. Also alles, wie es sein soll. 
Bis auf Corona, natürlich. Immerhin habe ich gelernt, wie ein Omikron aussieht (also der Buchstabe jetzt): wie ein o. Das lässt mich ja vermuten, dass wir im griechischen Alphabet schon ziemlich weit hinten angelangt sind. Leider befürchte ich, dass es wesentlich mehr Virusmutationen geben wird als Buchstaben vorhanden sind. 

Aber nun zurück zu den Erfreulichkeiten des Wetters!

Viel Schnee haben wir hier, zugegeben, zwar nicht, aber dafür doch sehr hübschen, der auf den Zweigen liegen bleibt.

Donnerstag, 5. August 2021

Stöberglück

Es war mal wieder Flohmarkt in Elzach! Das erste Mal seit Corona. Herrlich. Eigentlich war sogar Antikmarkt, so nennt sich das - da gibt es etwas hochwertigere Sachen, nichts in dem Sinne wertvolles, aber eben auch keine drei Jahre alte Elektronik oder schmuddeliges Plastikspielzeug. Der Nachteil ist, dass die meisten Händler da Profis sind und andere Preisvorstellungen haben als jemand, der gerade Omas Garage aufgeräumt hat und jetzt dies und das loswerden will. 

Trotzdem hab ich was gefunden. An einem Stand gab es jede Menge Bilder, unter anderem einen ganzen Haufen Kleinformate: "Kostet eins nur fünf Euro", sagte der nette Verkäufer, "nimmst du alle, kriegst du Rabatt". Na, alle wollte ich nicht, aber zwei schon. 












In charmantem Holzrahmen mit Fake-Wurmlöchern ein kleines, handgemaltes Blumensträußchen. Keine Kunst, aber hübsch. Und auf der Rückseite klebt noch das Etikett vom Rahmenladen mit dem Preis: 135,-. 
Auch wenn das zweifellos noch DM waren, gibt spätestens das einem das beruhigende, warme Gefühl, ein gutes Geschäft gemacht zu haben.














Oben ein kleiner Dompfaff, der zwar nur gedruckt ist, aber dafür auf Blattgold. Sehr dekorativ und mit fünf Öcken nicht zu teuer bezahlt.

Vergesellschaftet habe ich ihn mit meinem Grünfink in einem Billigheimer-Plastikrahmen. Passt verblüffend gut dazu. 



In stimmungsvoller Umgebung abgelichtet: Ein kleiner Deckelpokal (oder so was) aus hauchdünn gedrechseltem Holz. Den Deckel kann man abnehmen. 
"Der ist alt" raunte die Verkäuferin andächtig. Ein Satz, den ich übrigens weit öfter gehört habe, als man auf einer Veranstaltung, auf der ja sowieso nur alte Sachen angeboten werden, vermuten sollte. 
Aber Antikhändler sagen sehr gerne alt und benutzen dabei ungefähr den gleichen Tonfall, in dem ein überzeugter Nazi arisch sagen würde. 
Die Dame war aber sehr freundlich und hat mich gleich auf eine reparierte Beschädigung hingewiesen.

Ehrlich gesagt bin ich mir in dem Fall mit dem Alter gar nicht so sicher - die "Patina" inklusive der Schadstelle sieht mir eher kunstvoll als echt aus. Aber das Ding ist hübsch, ungewöhnlich und hat mich nach kurzer Verhandlung auch nur sieben Euro gekostet.


Dies ist eine winzige Lithografie mit einer putzigen Eule. In Wirklichkeit kleiner als auf meinem Foto, aber limitiert, signiert und schön gerahmt. Dafür habe ich 40 Euro hingelegt und bin auch zufrieden. Nicht gerade billig, aber ich wollte es eben haben.











Nur den letzten Kauf, den hab ich, glaube ich, doch zu teuer bezahlt. Mit dem obligatorischen Hinweis ("der ist alt") verlangte man 10 Euro für einen schmalen Metallrahmen mit Glasplatte, der zuerst noch messingfarben aussah (zuhause nach dem Saubermachen zeigt sich, dass er aus Neusilber oder so was ist). Aber da schien mir schon seit anderthalb Stunden die Mittagssonne auf den Schädel und ich hatte keine Lust mehr auf Verhandlungen. Und hübsch ist der Rahmen schon. 

Was ich nicht gekauft habe: Eine achteckige Aluminiumteekanne mit Glaseinsatz und Sieb im Deckel. Hätte ich vielleicht gerne gehabt, aber der Verkäufer und seine Frau mussten sich gerade streiten und waren möglicherweise auch nicht mehr ganz nüchtern. Irgendwie fehlte mir da der Mut, mich mit einer schnöden Preisanfrage einzumischen. 

Alles in Allem hab ich mich gut unterhalten (ich meine: jöh, so viele Leute auf einmal!) und reiche Beute gemacht. Noch besser hätte es mir gefallen, wenn es auf dem Markt eine Maskenpflicht gegeben hätte. So hatte ich und noch circa zehn bis zwanzig Prozent der Besucher Masken auf, die andern nicht. Aber es war ja draußen und nicht überfüllt, von daher ging das. 

Mittwoch, 9. Juni 2021

Renitente Schafe und taufrische Ziegen

Normalerweise ist Fronleichnam hier ein Feiertag, an dem wirklich was los ist - Blumenteppiche, Kirchenglocken, Böllerschützen (letztere gerne morgens um sechs). Letzte Woche war es wesentlich ruhiger, denn wegen Corona finden keine Prozessionen statt, aber frei hatten wir zum Glück trotzdem. Also Zeit zum Radfahren.

... und jetzt bitte alle den gleichen Gesichtsausdruck! Danke.
Schafe auf großer Fahrt

Die beiden Strategen da oben waren aus ihrer Weide ausgebrochen und haben alles gegeben, um wieder hineinzukommen, denn da war ja alle ihre Kumpels. Nur leider hilft es nicht, wenn man sich mit Gewalt in so einen Netzzaun wirft. Also mussten sie in heller Aufregung auf der Straße rumrennen, alles vollkötteln und Panik verbreiten.
Ich habe dann jemanden gefunden, der ihrem Besitzer bescheid sagen wollte, und die beiden Ausreißer sind währenddessen auch glücklich von der Straße weg auf eine Wiese neben der abgezäunten Weide gelaufen.

Und direkt daneben ein Ziegenwochenbett: Das Kleine rechts ist noch ganz nass und versucht gerade, aufzustehen. In Wirklichkeit hing auch noch allerhand Blutiges aus der Ziegenmutter, aber das habe ich dezent mit Bildbearbeitung weggestempelt.

Alle gesund und munter!

Der Rest der Familie schaut aus gebührender Entfernung zu.
Mein Ziel: Der Fischergrundhof. Wohnen ohne Nachbarn in Sichtweite.
Auf dem Rückweg waren beide Zicklein schon mobil und auf der Suche nach dem Euter
Den beiden abenteuerlustigen Schafen geht es auch gut.
Und hier doch noch eine Spur von Fronleichnam