Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Weiland erdacht von Frau Liebe, nun gesammelt bei Geraldine.
1. Joggingschuhe geschnürt und eine Runde durch die Botanik gehechelt.
2. Ein Blumensträußchen gepflückt und in die Vase gestellt.
3. Stoff zugeschnitten. Das Muster ist toll, oder?
4. Gelesen. Das ist ein völlig ernstgemeintes Buch von einem Historiker. Interessant, aber nicht ganz leicht zu lesen. Man sollte wissen oder sich ausrechnen können, was z.B. "iconoclasticism" bedeutet, denn wenn man das alles nachschlagen will, kommt man nicht weit.
5. Die Vögel gefüttert. Wenn man sich ein bisschen streckt, kommt man auch als Spatz mit dem Meisenknödel klar.
6. Geschmiert, geschnitten und gestapelt: Proviant für den langen, langen Fernsehabend, der mit der Sportschau und dem lange erwarteten Abstieg des HSV begann.
Ihr wisst ja, was jetzt aus der Uhr wird?
7. Den Niederlanden (und Ungarn, Tschechien und Frankreich) die Daumen gedrückt. Leider nicht allzu sehr erfolgreich. Obwohl ich das Siegerlied wahrlich nicht besonders gut finde, war ich froh, dass wenigstens nicht Zypern, Schweden oder Deutschland gewonnen haben...
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Sonntag, 13. Mai 2018
Montag, 13. März 2017
Musik liegt in der Grabbelkiste
Alte Klaviernoten mit prächtigen Umschlägen und Schmutztiteln.
Da hat man sich noch Mühe gegeben mit der grafischen Gestaltung. Auch wenn der Jüngling mit der Mandoline ein kleines bisschen aussieht wie Ederson Moraes. Ohne Tattoos.
Die Schnörkel! Und die Buchstaben! Herrlich.
Die Noten sind so ungefähr zwischen 1900 und 1910 gedruckt worden. Da war die Sprache der Wahl noch Französisch, wenn es um Kultur ging. Auch und gerade in Russland.
Die Preise sind in Mark und Rubel angegeben.
Außer bei Wagner jetzt. Wagner ist natürlich deutsch.
Obwohl "Printed in Germany" drunter steht - aber immerhin in Fraktur.
Auch sehr wagnerianisch: Kringeldrachen.
Der Herr Sinding scheint nicht mehr so beliebt zu sein, zumindest hab ich den Namen noch nie gehört.
Dafür hat er außen Gründerzeit und innen Jugendstil.
Richard Strauß kenn ich dann auch wieder. Der kam sehr schlicht weg, aber dafür in Lila.
Bei Grieg gibt es dagegen Schnörkel ohne Ende.
Damals hat man bei Bildern von nackten kleinen Kindern noch in erster Linie an Engelchen gedacht.
Ja, hier sitze ich jetzt und könnte ein ganzes Musikzimmer ausschmücken. Soll heißen: Ich weiß auch nicht, was ich jetzt damit machen soll.
Aber liegen lassen ging auch nicht!
Sonntag, 25. Dezember 2016
Sieben Weihnachtssachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Radgefahren und mein Spiegelbild in dieser Christbaumkugel fotografiert.
Es war sehr schön und sehr anstrengend... ein kräftiger, stetiger Gegenwind macht schlappe 30 km zu einer kleinen Herausforderung. Auch wenn man tatsächlich höchstens auf der Hälfte der Strecke Gegenwind hat.
2. Unabsichtlich einen Reiher aufgescheucht. Sorry. Einen Eisvogel hab ich auch gesehen, aber leider nicht fotografieren können.
3. Paul weihnachtlich dekoriert. Na, eigentlich war nicht ich das, sondern Herr Centi, aber Paul wollte unbedingt festlich geschmückt ins Internet.
4. Einen Onlineadventskalendergewinn gelesen. Ganz nett. Und so ein schickes Cover.
5. In den CD-Player gestopft. Das Album hab ich mir zu Weihnachten gewünscht. Ich bin begeistert. Es ist wirklich gut.
Und wenn alle sagen, aber so düster... ja nun. Das ist Leonard Cohen. Ein Garant für gute Laune war er ja nie. Kommt natürlich immer auf die Perspektive an. Es gibt Leute, die finden Coldplay deprimierend.
6. Die Piepvögel gefüttert.
7. Einen Satz knuffige Rollschweine zwischengeparkt. Auch sie ein Weihnachtgeschenk. Natürlich vom Captain.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Radgefahren und mein Spiegelbild in dieser Christbaumkugel fotografiert.
Es war sehr schön und sehr anstrengend... ein kräftiger, stetiger Gegenwind macht schlappe 30 km zu einer kleinen Herausforderung. Auch wenn man tatsächlich höchstens auf der Hälfte der Strecke Gegenwind hat.
2. Unabsichtlich einen Reiher aufgescheucht. Sorry. Einen Eisvogel hab ich auch gesehen, aber leider nicht fotografieren können.
3. Paul weihnachtlich dekoriert. Na, eigentlich war nicht ich das, sondern Herr Centi, aber Paul wollte unbedingt festlich geschmückt ins Internet.
4. Einen Onlineadventskalendergewinn gelesen. Ganz nett. Und so ein schickes Cover.
5. In den CD-Player gestopft. Das Album hab ich mir zu Weihnachten gewünscht. Ich bin begeistert. Es ist wirklich gut.
Und wenn alle sagen, aber so düster... ja nun. Das ist Leonard Cohen. Ein Garant für gute Laune war er ja nie. Kommt natürlich immer auf die Perspektive an. Es gibt Leute, die finden Coldplay deprimierend.
6. Die Piepvögel gefüttert.
7. Einen Satz knuffige Rollschweine zwischengeparkt. Auch sie ein Weihnachtgeschenk. Natürlich vom Captain.
Labels:
7 Sachen,
Basteln,
Lese-Ratte,
Musik,
Radel-Ratte,
Tiere,
Weihnachten
Freitag, 11. November 2016
So long
Gestern ist ein kleiner alter Mann gestorben, der für mich einer von den ganz Großen war.
Leonard Cohen, der kanadische Sänger und Dichter.
Ich hätte den Nobelpreis ihm gegeben.
Sonntag, 6. November 2016
Sieben Sachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Eine Regenpause abgewartet und eine kleine Runde Rad gefahren. Eigentlich nur meinen Hausberg rauf und einen anderen Weg wieder runter. Besser als nix!
2. Diesen fotogenen Ziegenbock abgelichtet. Irgendwie fehlt ihm was, nicht wahr? Hörner!
Seit ich im Fernsehen mal gesehen habe, wie man kleinen Ziegen die Hörner entfernt, hoffe ich bei jeder hornlosen Ziege, die ich sehe, dass sie schon so gezüchtet wurde... Und kaufe noch viel lieber Reform- oder Bioziegenkäse, wo man sicher sein kann, dass die Hörner einfach am Tier bleiben dürfen, wo sie ja auch hingehören.
3. Ein bisschen mit grüner Farbe rumgesaut.
4. Den gerade mal wieder trockenen Regenschirm zusammengefaltet.
5. Eine Lieblings-CD angeschmissen. Das ist irgendwie Mäusemusik aus den 70ern. Also wenn Mäuse Musik hören würden, dann so was.
Ab und zu brauche eben sogar ich mal was Fröhliches.
6. Einen Krimi gelesen. Gar nicht so schlecht bis jetzt.
7. Gekocht und gegessen. Jetzt ist es zu unserer normalen Abendessenszeit schon dunkel.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Eine Regenpause abgewartet und eine kleine Runde Rad gefahren. Eigentlich nur meinen Hausberg rauf und einen anderen Weg wieder runter. Besser als nix!
2. Diesen fotogenen Ziegenbock abgelichtet. Irgendwie fehlt ihm was, nicht wahr? Hörner!
Seit ich im Fernsehen mal gesehen habe, wie man kleinen Ziegen die Hörner entfernt, hoffe ich bei jeder hornlosen Ziege, die ich sehe, dass sie schon so gezüchtet wurde... Und kaufe noch viel lieber Reform- oder Bioziegenkäse, wo man sicher sein kann, dass die Hörner einfach am Tier bleiben dürfen, wo sie ja auch hingehören.
3. Ein bisschen mit grüner Farbe rumgesaut.
4. Den gerade mal wieder trockenen Regenschirm zusammengefaltet.
5. Eine Lieblings-CD angeschmissen. Das ist irgendwie Mäusemusik aus den 70ern. Also wenn Mäuse Musik hören würden, dann so was.
Ab und zu brauche eben sogar ich mal was Fröhliches.
6. Einen Krimi gelesen. Gar nicht so schlecht bis jetzt.
7. Gekocht und gegessen. Jetzt ist es zu unserer normalen Abendessenszeit schon dunkel.
Labels:
7 Sachen,
Basteln,
Lese-Ratte,
Musik,
Radel-Ratte,
Tiere
Sonntag, 23. Oktober 2016
Sieben Sachen mit vielen Tieren
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Rad gefahren. Bergab wurde es unangenehm holperig: die Straße wurde offenbar jüngst ausgebessert. Ausgeschlimmert würde es eher treffen.
2. Einen Balkongast fotografiert. War leider erst da, als die Spatzen das Vogelfutter schon abgeräumt hatten.
3. In den CD-Player geschmissen. Bei Fleetwood Mac muss ich auch mal den Satz sagen, mit denen geltungsüchtige Zeitgenossen gerne ihren exquisiten Musikgeschmack betonen: Ich mag nur die alten Sachen.
Ab Mitte der 70er kann mir die Band getrost gestohlen bleiben.
4. Zum Glück total tierfrei: Drei aufgehobene Äpfel zu Apfelkuchen verarbeitet.
Ich halte sie für Boskop. Die haben den Vorteil, dass da niemand drin wohnt. Links und rechts sind Bäume mit süßen Äpfeln, die munden den Würmern wohl eher.
5. Einen tollen Gewinn von Palandurwen ausgepackt. Da war ein hübscher Kreativkalender mit ganz vielen Werkelideen drin, an dem sie persönlich mitgearbeit hat.
6. Das Bücherregal samt seiner Bewohner abgesaugt.
7. Gemüse kleingeschnitten. So zweifarbige Paprikas sind irgendwie echt hübsch.
Und zu guterletzt hab ich noch eine Frage an die Allgemeinheit. Beim Radfahren hab ich heute ein halbes Dutzend Enten getroffen. Ein gutes Stück größer als Stockenten, braun mit einem weißen Ringel um den Hals und mit auffallend platten Gesichtern.
Die Fotos sind natürlich in so einem Fall immer entweder unscharf, oder die Viecher sind hinter den Blättern versteckt.
Das scheinen mir keine Wildtiere zu sein, zumindest keine, die ich kenne. Könnten das Laufenten sein, was meint ihr?
Falscher Backlink, da muss Anita sich vertippt haben - aber sonst geht's ja nicht: www.grinsesten.com
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Rad gefahren. Bergab wurde es unangenehm holperig: die Straße wurde offenbar jüngst ausgebessert. Ausgeschlimmert würde es eher treffen.
2. Einen Balkongast fotografiert. War leider erst da, als die Spatzen das Vogelfutter schon abgeräumt hatten.
3. In den CD-Player geschmissen. Bei Fleetwood Mac muss ich auch mal den Satz sagen, mit denen geltungsüchtige Zeitgenossen gerne ihren exquisiten Musikgeschmack betonen: Ich mag nur die alten Sachen.
Ab Mitte der 70er kann mir die Band getrost gestohlen bleiben.
4. Zum Glück total tierfrei: Drei aufgehobene Äpfel zu Apfelkuchen verarbeitet.
Ich halte sie für Boskop. Die haben den Vorteil, dass da niemand drin wohnt. Links und rechts sind Bäume mit süßen Äpfeln, die munden den Würmern wohl eher.
5. Einen tollen Gewinn von Palandurwen ausgepackt. Da war ein hübscher Kreativkalender mit ganz vielen Werkelideen drin, an dem sie persönlich mitgearbeit hat.
6. Das Bücherregal samt seiner Bewohner abgesaugt.
7. Gemüse kleingeschnitten. So zweifarbige Paprikas sind irgendwie echt hübsch.
Und zu guterletzt hab ich noch eine Frage an die Allgemeinheit. Beim Radfahren hab ich heute ein halbes Dutzend Enten getroffen. Ein gutes Stück größer als Stockenten, braun mit einem weißen Ringel um den Hals und mit auffallend platten Gesichtern.
Die Fotos sind natürlich in so einem Fall immer entweder unscharf, oder die Viecher sind hinter den Blättern versteckt.
Das scheinen mir keine Wildtiere zu sein, zumindest keine, die ich kenne. Könnten das Laufenten sein, was meint ihr?
Falscher Backlink, da muss Anita sich vertippt haben - aber sonst geht's ja nicht: www.grinsesten.com
Montag, 5. September 2016
Herbstmond (2)
Ich freu mich ja auf den Herbst.
Der Herbst ist meine Jahreszeit - bunte Blätter, gedämpftes Licht, Nebel, kühle Morgenluft, Kürbisse, Äpfel, Astern... herrlich.
Falls euch dazu noch die richtige Musik fehlt, hab ich einen Download-Tipp für euch: Den Herbstmond 2 - Sampler.
Für alle, die Folk mögen, ist die Compilation sicher ein Hereinschnuppern wert. Wunderbar ruhige, romantische Songs und lebhaftere Weisen - alles mit dabei.
Und, was ich aus purer Eitelkeit nicht unerwähnt lassen möchte: Das Cover und das hübsche kleine Booklet zum Ausdrucken hat jemand, der so was kann, mit meinen Fotos gestaltet.
Ich bin echt ein bisschen stolz, dass ich so schöne Musik sozusagen optisch ein wenig unterstützen durfte.
Und wieso hab ich eigentlich keine "Musik" unter meinen Labeln? Labels? Was weiß ich. Das wäre doch mal sinnvoll.
Der Herbst ist meine Jahreszeit - bunte Blätter, gedämpftes Licht, Nebel, kühle Morgenluft, Kürbisse, Äpfel, Astern... herrlich.
Falls euch dazu noch die richtige Musik fehlt, hab ich einen Download-Tipp für euch: Den Herbstmond 2 - Sampler.
Für alle, die Folk mögen, ist die Compilation sicher ein Hereinschnuppern wert. Wunderbar ruhige, romantische Songs und lebhaftere Weisen - alles mit dabei.
Und, was ich aus purer Eitelkeit nicht unerwähnt lassen möchte: Das Cover und das hübsche kleine Booklet zum Ausdrucken hat jemand, der so was kann, mit meinen Fotos gestaltet.
Ich bin echt ein bisschen stolz, dass ich so schöne Musik sozusagen optisch ein wenig unterstützen durfte.
Und wieso hab ich eigentlich keine "Musik" unter meinen Labeln? Labels? Was weiß ich. Das wäre doch mal sinnvoll.
Samstag, 27. September 2014
Mal ganz was anderes
Ich geb offen zu, dass ich keine Ahnung von Metal habe. Das bedaure ich bis zu einem gewissen Grad, weil ich mir sicher bin, dass sich da viel Musik versteckt hält, die mir gefallen könnte. Aber ich hab einfach keine Lust das Riesenfass Metal mit seinen zig Subgenres zu öffnen. Das ist bestimmt noch viel schlimmer als das Wave-und-Gothic-Fass.
Trotzdem kann man sich ja ab und an eine CD kaufen oder auf gut Glück ein Konzert besuchen. Das haben wir gestern gemacht - bei 16 Euro pro Nase für drei Bands kann man schließlich nicht so viel falsch machen.
Gegeben wurden im Cräsh in Freiburg Je aus Frankreich, Falloch aus England und Lantlôs aus Deutschland.
Je waren die Vorband und firmierten wie alle andern auch unter Post Black Metal. Ich wusste bislang nicht, dass es Post Black Metal gibt, aber offensichtlich ist das so. Außerdem hatten Sie den Zusatz "depressive".
Ich war jedenfalls froh, mein Ohropax dabei zu haben. Heiland, war das laut!
Je fand ich wacker - für meinen Geschmack vielleicht eine Spur zu böse, und eventuell brauchen sie auch noch ein bisschen mehr Auftrittspraxis, aber man konnte sich das alles gut anhören, keine Frage.
Die nächste Band waren dann Falloch. Die hatten den special Zusatz "Shoegaze". Ich hab's mir vorsichtshalber noch mal erklären lassen, konnte das aber nicht so recht wiederfinden.
Da war ich etwas hin- und hergerissen. Die Musik war sehr melodisch, flächig, teilweise fast schon kitschig, aber echt gut gemacht, nur der Gesang war sehr speziell. Auch sehr melodisch, und der Sänger kann das auch richtig, aber das hatte was von diesen Rentierhirten in Finnland... und das ist für mein Gehör leider ganz schwer zu ertragen.
Und dann kamen noch Lantlôs. Ich sage versehentlich immer Lautlos, aber das sind sie ganz bestimmt nicht. Ohropax blieb meine Rettung.
Lantlôs hatten auf dem Plakat gar keinen Zusatz, die waren nur Post Black Metal. Stimmte für mein mittlerweile enorm gereiftes Empfinden auch - weder arg böse, noch an der Filmmusikgrenze, noch hat jemand gejoikt.
Dafür mit ziemlich vielen Musikern, die schon von weiter weg deutlich jünger aussahen als ich.
Von näher dran waren sie deutlich sehr viel jünger.
Praktisch noch Kinder.
Kinder mit Vollbärten.
Oder wie man mein Mann es mit melancholischem Blick auf die Bühne formulierte: Scheiße, bin ich alt!
Aber was macht das schon? War ein schöner Abend. Gute Musik und eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre. Kein Rempeln, kein Pöbeln, keine Alkoholausfälle, nur nette, höfliche Leute.
Gerne wieder.
Trotzdem kann man sich ja ab und an eine CD kaufen oder auf gut Glück ein Konzert besuchen. Das haben wir gestern gemacht - bei 16 Euro pro Nase für drei Bands kann man schließlich nicht so viel falsch machen.
Gegeben wurden im Cräsh in Freiburg Je aus Frankreich, Falloch aus England und Lantlôs aus Deutschland.
Je waren die Vorband und firmierten wie alle andern auch unter Post Black Metal. Ich wusste bislang nicht, dass es Post Black Metal gibt, aber offensichtlich ist das so. Außerdem hatten Sie den Zusatz "depressive".
Ich war jedenfalls froh, mein Ohropax dabei zu haben. Heiland, war das laut!
Je fand ich wacker - für meinen Geschmack vielleicht eine Spur zu böse, und eventuell brauchen sie auch noch ein bisschen mehr Auftrittspraxis, aber man konnte sich das alles gut anhören, keine Frage.
Die nächste Band waren dann Falloch. Die hatten den special Zusatz "Shoegaze". Ich hab's mir vorsichtshalber noch mal erklären lassen, konnte das aber nicht so recht wiederfinden.
Da war ich etwas hin- und hergerissen. Die Musik war sehr melodisch, flächig, teilweise fast schon kitschig, aber echt gut gemacht, nur der Gesang war sehr speziell. Auch sehr melodisch, und der Sänger kann das auch richtig, aber das hatte was von diesen Rentierhirten in Finnland... und das ist für mein Gehör leider ganz schwer zu ertragen.
Und dann kamen noch Lantlôs. Ich sage versehentlich immer Lautlos, aber das sind sie ganz bestimmt nicht. Ohropax blieb meine Rettung.
Lantlôs hatten auf dem Plakat gar keinen Zusatz, die waren nur Post Black Metal. Stimmte für mein mittlerweile enorm gereiftes Empfinden auch - weder arg böse, noch an der Filmmusikgrenze, noch hat jemand gejoikt.
Dafür mit ziemlich vielen Musikern, die schon von weiter weg deutlich jünger aussahen als ich.
Von näher dran waren sie deutlich sehr viel jünger.
Praktisch noch Kinder.
Kinder mit Vollbärten.
Oder wie man mein Mann es mit melancholischem Blick auf die Bühne formulierte: Scheiße, bin ich alt!
Aber was macht das schon? War ein schöner Abend. Gute Musik und eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre. Kein Rempeln, kein Pöbeln, keine Alkoholausfälle, nur nette, höfliche Leute.
Gerne wieder.
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