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Montag, 6. April 2026

Warum Centi gerade so wenig bastelt

Einfache Antwort: Wegen Finger-Aua.


Vor ein paar Jahren war ich schon mal beim Arzt, weil sich ein Finger immer wieder entzündet hat. Die Diagnose war im Großen und Ganzen: Ist eigentlich nix, Patientin stellt sich ein bisschen an.  

Und ich hatte damals schon das sichere Gefühl, das ist doch was. Nun ja. Inzwischen hab ich das Problem an acht von zehn Fingern. Die Gelenke entzünden sich, werden dick und unbeweglich und die Fingerspitzen tun sogar beim Tippen weh. 

Jetzt wisst ihr natürlich nicht, wie meine Hände normalerweise aussehen, deswegen hab ich nochmal Kreise gemalt, wo es gerade schmerzt:

 

Kurz gesagt: die einzigen, die zur Zeit einsatzfähig sind, sind die Daumen. Damit allein kann man nicht viel anfangen.

Demnächst hab ich wieder einen Termin bei der Ärztin. Natürlich erst, wenn ziemlich sicher alles erstmal wieder abgeheilt ist. Mal gucken, was sie dieses Mal sagt. 

Ich tippe auf Rheuma. Wetten werden gerne angenommen. 

Montag, 19. Januar 2026

Endgültig vorbei

Centi vor 20 Jahren...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit 50 ist man ja schon an allerlei gewöhnt. Auf einmal sind Krampfadern oder Hühneraugen Themen, mit denen man sich ernsthaft auseinander setzen muss.

Dass ich nun wirklich zum alten Eisen gehören, wurde mir letzte Woche klar, als ich ein paar Takte Sisters of Mercy als Hintergrundmusik bei Bares für Rares hörte. 

 

Das tut dann doch noch mal weh, irgendwie.

Sonntag, 18. August 2024

Lichtblicke

Wie immer an dieser Stelle die Lichtblicke der Woche. Weil es auch eine Menge Positives gibt!

 Dieser Post spielt mit bei Andreas Sonntagsschätzchen.  

Es gibt wieder Sonnenaufgänge zu halbwegs
christlichen Uhrzeiten
Torte zur Silberhochzeit. Wer hätte gedacht, dass 25 Jahre so schnell
rum gehen?
Die Störche werden weniger, aber ein paar sind noch da.
Ein netter Stein im Wald
und die ersten Hagebutten. Der Herbst ist nicht mehr weit!

Samstag, 31. Dezember 2022

Rückblick

"Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist."

(Philipper 3, 13)

Jahresrückblicke liegen mir nicht so. Irgendwie komme ich mir immer ein bisschen albern und egozentrisch vor, wenn ich meinen persönlichen Kram im Internet aufliste, und wenn ich die weltweiten Vorkommnisse und Katastrophen aufzähle... wem bringt das was? 
Jeder möge das halten, wie er will, aber ich strecke mich auch lieber aus nach dem, was da vorne ist. 
 
Dieser Beitrag spielt mit bei der Winterglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Diesen hübschen Amselhahn hab ich fotografiert, als noch Schnee lag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer von euch gewillt ist, morgen früh aufzustehen und rauszugehen, hat gute Chancen, Geld wortwörtlich auf der Straße zu finden (sowie ca. 20 kg Feuerwerksabfall, Glasflaschen und sonst noch  dies und das).

Die zu erwartenden Schätze werden niemandem über die Energiekrise hinweghelfen oder die Inflation ausgleichen, aber ich freu mich immer wie Bolle, wenn ich 50 Cent einfach so aufheben kann. Und wie oft man dabei Glück haben kann, sogar schon vor der Feiernacht schlechthin, zeigt euch mein kleines Video:

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Alle Jahre wieder

... wird mir passend zur Adventszeit (also genau dann, wenn man gerne Kekse backen, handarbeiten oder Weihnachtskarten basteln würde) ein äußerst schmerzhaft entzündeter Finger beschert. Ich bin rechtshändig, also selbstverständlich an der rechten Hand.

Letzte Woche
Anfang Dezember 2021
























Letztes Jahr dachte ich ja, ich hätte mir unbemerkt einen Gelenkkapselriss geholt. Dadurch tritt Gelenkflüssigkeit aus dem Gelenk aus und macht Ärger. Die Ärztin hatte das auch bestätigt. Es sollte von selber wieder weggehen, was es dann auch tat. Allerdings so richtig erst im April oder Mai, genau weiß ich es nicht mehr.

Tja, und dieses Jahr im November fing es wieder an. Dieses Mal war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich mich nicht verletzt hatte. Also bin ich rechtzeitig (oder, wie sich später herausstellte, zu früh, denn der Finger sah noch harmlos aus) zur Ärztin gedackelt, die Blut abgenommen hat, um die Möglichkeit auszuschließen, dass es Rheuma, Arthrose oder Gicht sein könnte. Alles unauffällig, also war der nächste Schritt Röntgen, zwei Wochen später, als die Schwellung gerade wieder zurückgegangen war (zwischendrin hatte ich zwar eine ziemlich unerfreuliche Zeit, aber den dekorativ roten und nudeldicken Finger leider hat kein Arzt gesehen). 
Und natürlich kam beim Röntgen ebenfalls raus: Alles in Ordnung, kein Befund. Immerhin habe ich von der hinter ihrer Maske vermutlich nachsichtig lächelnden Chirurgin eine neue Diagnose erhalten: Es soll nun ein Ganglion sein. Dabei tritt die Gelenkflüssigkeit aus aus purem Übermut aus und bildet eine Zyste. 

Die meisten Leute haben das am Handgelenk, es kann aber auch an den Fingern vorkommen und, Freude, es kann immer wieder kommen. Letzteres habe ich mir allerdings im Internet angelesen.

Leider war es das jetzt von Seiten der Ärzteschaft. Es wurde mir zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber mir wurde schon recht deutlich das Gefühl vermittelt, mit Lappalien wertvolle Behandlungszeiten zu verplempern. 

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Natürlich bin ich froh, dass das kein Rheuma ist. Ein kleiner Finger ist auch nicht so wichtig wie ein Bein oder ein Auge. Und dann hätte ich natürlich niemals zur Ärztin sagen dürfen, dass ich schon klar komme (was zu dem Zeitpunkt auch noch so war). Jammern gehört zum Handwerk, das hätte ich inzwischen wissen müssen. 

Warum erzähle ich euch das alles? Erstens natürlich, um ein wenig Mitleid zu kassieren, und zweitens, weil ich mein Jahresprojekt vernachlässigen musste. Auch Malen konnte ich mit dem Finger natürlich nicht.
Also hoffe ich auf den Dezember. Der Finger tut zwar noch weh, aber viel weniger, und bewegen kann ich ihn auch wieder.

Andrea sammelt auf ihrem Blog dankenswerterweise alle unsere Jahresprojekte, also schaut doch mal, was die anderen so geschafft haben!

Mittwoch, 11. November 2020

Sankt Martin

Heute ist Martinstag - coronabedingt leider ohne Laternenumzug und Martinimarkt. 
























Trotzdem hat Elzach die Stadt mit Lampions geschmückt. Die werden zwar nur indirekt beleuchtet, sind aber auch so sehr hübsch. Hier das dekorierte Kunstwerk auf dem vorderen Kreisel, das ich auch ohne Laternen mag - zwei Männchen stellen einen großen Hammer auf, und eins sitzt obendrauf und gönnt sich schon mal ein Bier.
Als Kind fand ich ja irgendwie das Laternenbasteln am schönsten. Beim Umzug selber musste man auf seine Papierlaterne starren, damit das Teelicht möglichst nicht den Rest in Brand setzte, und der Sound von 50 Kindern, die aus Leibeskräften "Sankt Maaartin, Sahankt Maaartin" krähen ist auch nur bedingt ein Genuss. Trotzdem war es irgendwie ein Erlebnis, vor allem, wenn dann doch mal eine Laterne abfackelte. 
Heutzutage hat man die Kerzen wohl durch LED-Lämpchen ersetzt... natürlich sicherer, aber doch auch weitaus langweiliger. 

Eigentlich will ich ja schon seit Jahren mal wieder eine Laterne basteln, aber wupps, schon ist Sankt Martin und ich hab wieder keine. Dieses Jahr habe ich immerhin ein Kerzenglas zustande gebracht, das allerdings schon recht adventlich wirkt. Deswegen gibt es das in einem Extrapost.

Samstag, 8. August 2020

Schlupftag - mit Gewinnspiel!


















Centi bastelt wird heute 10 Jahre alt!
Damit ist es ein Blog-Methusalem. Fast schon ein digitales Fossil, aber immer noch recht munter.
(Geschenke werden übrigens auch gerne noch nachträglich entgegen genommen, tut euch nur keinen Zwang an...)

Was macht man, wenn man Geburtstag hat? Außer Geschenke einsacken? Richtig, man gibt einen aus.

Aber dazu kommen wir gleich - erst gibt es einen kurzen Rückblick auf 10 Jahre Blogleben.

Das jeweils abgebildete Bastelprojekt ist übrigens immer in der Bildunterschrift verlinkt. (Das war viel Arbeit - wäre schade, wenn es keiner findet.)

Fimopilze



















2010: Ich kehre MySpace den Rücken und fange hier mit einem richtigen Blog an.

Bunte Fläschchen mit Fensterfarbe



















2011: nach zahlreichen Mietwohnungen ziehen wir in unsere erste Eigentumswohnung in Bleibach.

Filzmäuse


















2012: Ich mache jede Menge Naturfotos und Häkelsteine. Und ganz wichtig: Ich kaufe mir ein Fahrrad.

Eulentasche



















2013: Ich häkel einen Bezug für die Säule im Wohnzimmer und fahre viel Rad.

Buchkunst
























2014: Ich fahre bei einem Bergradrennen mit und fühle mich seitdem als Schauinslandkönigin.

Kürbis-Mosaik
























2015: Ich fahre wieder weniger Rad, laufe dafür aber auch noch und restauriere ein altes Fahrrad.

Eierwärmermützen
























2016: Wir erfüllen uns eine langgehegten Wunsch und kaufen uns eine Ferienwohnung am Schluchsee, die erstmal vor allem viel Arbeit macht..

Wandbild



















2017: Jetzt kann man die Ferienwohnung langsam genießen. Also wird viel gewandert. Und ich muss mir leider noch ein drittes Fahrrad kaufen. Außerdem filze ich ein paar Tiere.

Vogeltränke



















2018: Wir verkaufen unsere alte Wohnung und bauen uns eine neue, was (noch) viel mehr stresst als befürchtet.


Winterbild
























2019: Wir richten uns mal wieder neu ein. Auch hier mit bemalten Wänden. Endlich habe ich einen Balkon, auf dem ich richtig gut herumgärtnern kann. Im Herbst komme ich auf den Gedanken, auch mal wieder "richtige" Bilder zu malen.

Schuttig aus Filz
























2020: Mit Covid19 haben wir ja alle nicht gerechnet. Also richte ich mich im "Homeoffice" ein, nähe Masken und gehe viel spazierenn. Was man halt so macht. Na, da gucken wir mal, was noch so kommt, was?


Aber nun zur Hauptsache. Was gibt es zu gewinnen?


















Die Früchte meines Balkon-Gartens: Selbstgezogenes Saatgut für Lupinen und Kornraden. Beides übrigens große Pflanzen, die eigentlich für richtige Gärten besser geeignet sind als für Balkone.

Es gibt viermal je ein Tütchen mit Kornradensamen, eins mit Lupinensamen und eine von mir höchstpersönlich handgezeichnete Karte.

Wer mir bis Sonntag, den 09.08.2020, 20:00 Uhr hier einen Kommentar hinterlässt, nimmt automatisch an der Verlosung teil.
Das ist alles.
Ihr müsst mein Blog weder regelmäßig lesen noch verlinken. Dürft ihr natürlich selbstverständlich gerne - das erhöht nur eure Gewinnchancen nicht.

Die Gewinner lose ich aus, gebe sie hier bekannt und schicke ihnen ihren Gewinn zu, sobald ich ihre Adresse bekommen habe.

Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.


Viel Glück!

Dieser Post macht bei der Sommerglück-Linkparty auf Gartenwonne mit.

Donnerstag, 9. August 2018

Bildhauerisches Frühwerk























In dem Alter, in dem coole Jugendliche die Dorfdisco unsicher machen oder Mofas frisieren, saß ich vor dem Haus auf der Treppe und habe Viecherchen aus Kiefernborke geschnitzt.

Ich war schon immer ein Rockstar.








































Das hier ist ein Luchs. Auch der hatte mal Hirsekornaugen wie die Maus, aber sie sind irgendwann abhanden gekommen.























Die Schlangenaugen sind aus hellem Holz und deutlich langlebiger.























Der Zwerg ist ein bisschen unvollendet. Da sollte noch Struktur in die Haare und den Bart, aber das hat mein Fähigkeiten damals überstiegen. Möglicherweise tut es das immer noch.


















Den Gartenschläfer aus Lehm hab ich noch ein paar Jahre früher gebastelt. Der Schwanz wurde irgendwann geklebt, aber sonst ist er für so ein kleines Kerlchen ganz gut erhalten.

Samstag, 10. März 2018

Engelshaar


















Einigermaßen passend zum heutigen Nieselregen (den ich gerade sehr gemütlich finde), gibt es heute Bilder vom grau-bunten Himmel.



















Diese Wolken sehen aus wie das, was ich als Engelshaar in Erinnerung habe. Damit ihr auch wisst, was ich meine, wollte ich gerade ein Bild verlinken - und finde keins. Nur komische krüsselige Metalldrahthaufen und türkische Süßspeisen.
Meiner Meinung nach war Engelshaar wunderschön weiß und eher wie glänzende Watte, nur alle Fasern hübsch parallel und dann gleichmäßig gewellt. Es gab eigentlich gar nichts Schöneres auf der Welt. Nicht für neunjährige Mädchen.

Ha, und hier hab ich es doch noch gefunden! Heißt jetzt Feenhaar und "darf nicht in die Hände von Kindern gelangen", da aus Glaswolle.
Pfft.


















Vielen Dank für eure freundlichen Genesungswünsche - es geht langsam, aber sicher bergauf...

Dienstag, 2. August 2016

Drache zur Luft und auf Papier


















Zunächst ein Werk vom Captain - die walisische Flagge, als beinahe lebendes Bild nachgestellt mit einem super Klopapierrollendrachen. 


















Es folgen ein paar Drachen meiner eignen Kreation aus frühen Jahren. 


















Wie ihr seht, sind sie wunderbar bunt und tragen Schleifchen, falsche Wimpern und Lippenstift. Entweder sind das Weibchen oder CSD-Drachen.


















Und hier wieder ein Beweis, dass ich auch als Kind schon ganz entzückend war. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass meine Schwestern da ungefähr 15 und 19 Jahre alt gewesen sein dürften. Jedes Mädchen ist mit 15 ein Drache. Und die meisten sind mit 19 auch ziemliche Schafe. Das mit dem Ochsen war ein Witz, und ein Papagei ist ein schönes und freundliches Tier, nicht wahr?
Außerdem habe ich mein persönliches Ebenbild auch damals schon im gemächlichen Kriechtier gesehen.

Samstag, 16. April 2016

As Time Goes By

Aus gegebener Veranlassung (ich liebe Amtsdeutsch!) habe ich ein bisschen in den alten Fotoalben geblättert.























Wir beginnen im Jahre 1986. 1976 gab es mich zwar auch schon, aber da kann ich mich nicht dran erinnern.
An '86 schon. Da hatte ich schon ziemlich lange Haare (die hab ich noch fünf Jahre weiter wachsen lassen) und hatte die Klamotten an, die mir meine Mutter gekauft hat. Oder meinen älteren Schwestern, denn die sind da ja irgendwann rausgewachsen. Damals habe ich natürlich die Mädchen beneidet, die modisch gekleidet und frisiert waren.
Heute weiß ich es durchaus zu schätzen, dass es von mir keine Fotos mit Haarsprayfrise und Nenahosen gibt.























Wie man (vor allem an den schwarzen Knien) sieht, war ich damals auch schon oft und gerne draußen. Sport habe ich allerdings verabscheut, weil man mich mit Schulsport gequält hat. Das ist keine überspitzte Formulierung. Was da unter der Obhut von sogenannten Pädagogen den Seelen junger Leute angetan wird unter dem Vorwand, um das Wohlergehen ihrer Körper besorgt zu sein, ist wirklich schlimm.


















Das ist 1996 bei Münster. Vielleicht auch '97. Aus der Zeit hab ich nicht viele Fotos. Da trage ich mit Begeisterung eine alte Wildlederjacke von meinem Vater, die immer noch im Schrank hängt und auf ein neues Futter wartet. Das lustige MTV-T-Shirt hab ich auch immer noch und benutze es als Nachthemd. Völlig unkaputtbar.
Die Haare sind kürzer und ohne Pony, weil ich den Pony schrecklich fand.























2006 hatte ich dann wieder einen. Am liebsten schwarz oder in Knallfarben. Das Bild ist vom Fotografen, weil ich damals ein wenig gemodelt habe. Das hat mir auf Dauer aber keinen Spaß gemacht. Hinter der Linse fühle ich mich wohler als davor.
Aber Berge von Ausgehklamotten, künstlichen Haarteilen und Make-up hatte ich schon gerne... das war eine Weile fast mein liebstes Hobby.
Übrigens ist mir gestern dieser Regenschirm kaputt gegangen. Nicht völlig, aber lange hält er nicht mehr.























Außerdem begann damals natürlich die große Zeit der Selfies. Bei diesem Bild hab ich den Verdacht, dass eher von 2007 ist (weil die Haare nämlich gerade braun sind), aber dank chaotischer Datenspeicherung kann ich es nicht mehr genau sagen.
Das Brillengestell hatte ich über 12 Jahre lang auf der Nase und mag es immer noch.


















Tja, und dieses Jahr muss ich zugeben, dass mir mein Aussehen deutlich weniger wichtig geworden ist. Auf den meisten Fotos trage ich Helm und quietschbunte Fahrradklamotten.
Knappe 20 Jahre nach dem Abitur hab ich mein Schulsporttrauma nämlich so halbwegs überwunden und mache freiwillig Sport. Allerdings mehr so Sachen, die man gut alleine und draußen machen kann. Auf miefige Hallen voller schwitzender Menschen hab ich nach wie vor keinen Bock.


















Die Haare sind kurz - ich schere sie alle paar Monaten auf 10 mm ab und färbe sie blond. Das gefällt mir und ist praktisch.
Und Make-up (ein kleines bisschen) trage ich eigentlich nur noch im Büro, aber im Büro mache ich natürlich keine Fotos von mir. 

Tja, dann gucken wir mal, was die nächsten zehn Jahre bringen, was?

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Zwischen den Jahren

Zeit zum Zurückschauen.


















Insbesondere, wenn man nach ein Blick aus dem Fenster beschlossen hat, heute einfach mal keinen Sport, sondern lieber ein zweite Tasse Kaffee zu machen.
Und ja, das ist ein Teil vom Blick aus unserem Fenster. Zwischen Supermarkt und Autowaschanlage sieht man noch ein bisschen Wald durch.

2015

- bin ich läppische 2.749 km mit dem Rad gefahren. Kein Vergleich zu 2014, als es noch 4.369 ohne die Tandemstrecken waren;
- habe ich dafür angefangen, regelmäßig laufen zu gehen. Nicht so toll wie Rad fahren, hat aber auch seine Vorteile;
- war ich einmal Skilanglaufen, was bestimmt auch ein recht netter Sport wäre, wenn es hier denn mehr Schnee gäbe;
- war ich zweimal in Berlin, um mir einen schrecklich großen Berg neue Arbeit zu holen;
- war ich einen großartigen, aber anstrengenden Tag in Paris;
- waren wir eine wunderbare Woche lang am Schluchsee;
- habe ich mir den ersten Zahn in meinem Leben ziehen lassen;
- habe ich das Waldrad fertig renoviert, worauf ich immer noch ziemlich stolz bin;
- wurde mein Blog geklont. Viel Beißen und Strampeln von meiner Seite aus. Bis jetzt ist die verdammte Kopie immer noch da, aber die Seite baut sich immerhin beglückend langsam auf;
- habe ich viel zu viele Lieblingsbäume an Männer mit Motorsägen verloren.


















Das hier war z.B. der große Mammutbaum im Botanischen Garten in Freiburg.

Außerdem hab ich noch eine ziemliche Menge Bücher gelesen:

- Neil Gaiman: The Ocean at the End of the Lane
- Carlos Ruiz Zafón: Der Mitternachtspalast
- Maria Dries: Der Kommissar von Barfleur
- Robert Galbraith: The Silkworm
- Thomas Moog: Bali - Götter, Geister und Dämonen
- Hermann Rambach: Bleibach
- William Maltese: Dessous zum Sterben
- Betty MacDonald: Das Ei und ich
- Emma Hooper: Etta & Otto & Russell & James
- Henryk Sienkiewicz: Quo vadis?
- R.B. Robertson: Männer und Wale
- Margaret Scherf: Im Mittelpunkt die Eule
- Jan Weiler: Gibt es einen Fußballgott?
- Marianne Fredriksson: Hannas Töchter
- Rudolf Walter Leonhardt: X-mal Deutschland
- Dave Cousins: 15 kopflose Tage
- John Updike: A Month of Sundays
- Claire Hajaj: Ismaels Orangen
- Max Recke (Hrsg.): Deutsche Weihnachtsgeschichten
- Heino Landrock: Hügel im Wind
- Wiley Cash: A Land More Kind Than Home
- Eugen Ruge: Cabo de Gata
- Summer Wood: Wrecker
- Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke
- Johan Theorin: So bitterkalt
- Lance Weller: Wilderness
- Jo Nesbo: Blood on Snow
- Ludwig Ganghofer: Novellen
- Knut Hamsun: Victoria
- Peter Rosegger: Novellen
- Nikos Kazantzakis: Alexis Sorbas (aufgegeben)
- Sándor Márai: Die Glut
- Thomas Wolfe: Tod der stolze Bruder
- Carl Zuckmayer: Die Fasnachtsbeichte
- Arthur W. Upfield: Wer war der zweite Mann?
- Harper Lee: Go Set a Watchman
- C.S. Forester: Fähnrich zur See Hornblower
- C.S. Forester: Leutnant Hornblower
- C.S. Forester: Hornblower wird Kommandant
- C.S. Forester: Der Kapitän
- C.S. Forester: An Spaniens Küsten
- Terry Pratchett: The Shepherd's Crown
- C.S. Forester: Unter wehender Flagge
- C.S. Forester: Hornblower in Westindien
- Friedrich de la Motte-Fouqué: Undine
- Stefan Andres: Wir sind Utopia
- L. J. Braun: The Cat Who Played Post Office
- Hermann Stehr: Peter Brindeisener
- Iring Fetscher: Wer hat Dornröschen wachgeküsst?
- Joseph Conrad: 'Twixt Land and Sea Tales
- Marika Stjernstedt: Die von Sneckenström
- Wright Morris: Die maßlose Zeit
- Erica Spindler: Zu richten die Lebenden
- Anna Elisabeth Weirauch: Die kleine Dagmar
- Alan Isler: Op. non cit.
- Stefan Zweig: Ungeduld des Herzens
- Conrad Ferdinand Meyer: Der Schuss von der Kanzel
- Suse Harms: Sommertage in Heidersdorf
- Johannes V. Jensen: Die lange Reise
- Karin Slaughter: Cop Town
- Richard Gerlach: Die Gefiederten

Neuentdeckungen für mich waren da vor allem Anna Elisabeth Weirauch, die über Frauenschicksale im frühen 20. Jahrhundert schreibt, Johannes V. Jensen aus der Reihe "Nobelpreisträger, die keiner kennt", der früh verstorbene Thomas Wolfe, der einen ganz eigentümlichen Stil hat, und Summer Wood, von der ich gar nicht so genau sagen kann, was mir an ihrem Buch so gut gefallen hat.

Am meisten verwirrt hat mich "Die maßlose Zeit" von Wright Morris. Das ist das erste Buch, von dem ich zugeben muss, dass ich die Handlung nicht ganz kapiert habe.


















Zwischen den Jahren ist ja auch eine gute Zeit, um aufzuräumen. Ich musste die letzten drei Tage arbeiten, hatte aber auch die sehr willkomenen Gelegenheit, mein Büro ein bisschen auf Vordermann zu bringen, Aktenordner zu beschriften und neue Kalender aufzuhängen.

Offenbar haben viele auch ihre Wohnungen entrümpelt.


















Also ich später noch mal an der Stelle vorbei kam, waren der Kerzenständer und zum Glück auch der Teddy schon adoptiert worden.