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Freitag, 1. September 2017
Projekt Augenmerk - August
Die Morgensonne glitzert auf unglaublich vielen winzigen Tautropfen...
und macht aus den Spinnennetzen kleine Spitzendeckchen.
Wie aus dem Nichts auf einmal überall Pilze...
... mit gut versteckten Schnecken.
Der Herbst kündigt sich an!
Auf dem Rückweg von meinem Waldstück hab ich am Waldrand noch ein spätes Weidenröschen gefunden.
Donnerstag, 20. Juli 2017
Projekt Augenmerk: Juli - Abkühlung und Regen
Endlich - es ist kühler, und geregnet hat es auch.
Der Rote Fingerhut blüht - nur angucken, nicht reinbeißen. Am besten nicht mal anfassen. Fingerhut ist sehr giftig.
Regentropfen mit der Kompaktkamera zu fotografieren ist gar nicht so leicht.
Jetzt sind die wilden Erdbeeren reif...
... und die Blaubeeren.
Wenn man ganz genau hinhört, kann man das Moos bestimmt leise aufatmen hören.
Montag, 26. Juni 2017
Projekt Augenmerk: Junihitze
Als ich letztes Mal bei meinem Waldstück war, war es vor allem eins: heiß.
So heiß, dass auch im schattigen Wald der Aufenthalt nur bei gänzlicher Bewegungslosigkeit einigermaßen angenehm war, vorausgesetzt, es wehte noch gerade ein laues Lüftchen.
Und auch nur, bis die Waldameisen den Weg in meine Schuhe fanden.
Trotz Hitze und Trockenheit hatte sich dieser nette Pantherpilz aus dem Boden gearbeitet. Sieht aus wie ein brauner Fliegenpilz und ebenfalls giftig. Nur Angucken, nicht Anfassen...
Gut versteckt im feuchten Schatten unter einem Felsen noch zwei Winzlingspilze. Nein, das ist kein offizieller Name.
Von einer Fichte ist ein Ast abgebrochen. Der ganze Stamm war auf einer Seite mit Harz bedeckt - der Duft schon fast betäubend in der Hitze. Immerhin riecht Fichtenharz ja wirklich gut.
Ein paar auf den ersten Blick unscheinbare Blumen blühen. Wenn man sie genauer anschaut, sind es wunderbare kleine Kunstwerke. Zum genauer Hinschauen benutze ich inzwischen am liebsten einen Fotoapparat und einen Bildschirm - meine Augen werden auch nicht besser.
Außer den allgegenwärtigen Ameisen gibt es inzwischen auch jede Menge andere kleine Krabbler, Summer und Brummer.
Diese Hummel suchte wohl gerade ein Erdloch für ihre Brut, nehme ich an.
In gewohnt flatterhafter Manier ein kleiner bunter Schmetterling...
... und ein noch kleinerer weißer. Ihr könnt mich gerne auslachen, aber so komplett weiße Insekten sind mir immer ein bisschen unheimlich. Die sehen aus wie Geister von Insekten oder so was.
Dafür sehr putzig und stachelbewehrt: irgendjemandes Nachwuchs.
So heiß, dass auch im schattigen Wald der Aufenthalt nur bei gänzlicher Bewegungslosigkeit einigermaßen angenehm war, vorausgesetzt, es wehte noch gerade ein laues Lüftchen.
Und auch nur, bis die Waldameisen den Weg in meine Schuhe fanden.
Trotz Hitze und Trockenheit hatte sich dieser nette Pantherpilz aus dem Boden gearbeitet. Sieht aus wie ein brauner Fliegenpilz und ebenfalls giftig. Nur Angucken, nicht Anfassen...
Gut versteckt im feuchten Schatten unter einem Felsen noch zwei Winzlingspilze. Nein, das ist kein offizieller Name.
Von einer Fichte ist ein Ast abgebrochen. Der ganze Stamm war auf einer Seite mit Harz bedeckt - der Duft schon fast betäubend in der Hitze. Immerhin riecht Fichtenharz ja wirklich gut.
Ein paar auf den ersten Blick unscheinbare Blumen blühen. Wenn man sie genauer anschaut, sind es wunderbare kleine Kunstwerke. Zum genauer Hinschauen benutze ich inzwischen am liebsten einen Fotoapparat und einen Bildschirm - meine Augen werden auch nicht besser.
Außer den allgegenwärtigen Ameisen gibt es inzwischen auch jede Menge andere kleine Krabbler, Summer und Brummer.
Diese Hummel suchte wohl gerade ein Erdloch für ihre Brut, nehme ich an.
In gewohnt flatterhafter Manier ein kleiner bunter Schmetterling...
... und ein noch kleinerer weißer. Ihr könnt mich gerne auslachen, aber so komplett weiße Insekten sind mir immer ein bisschen unheimlich. Die sehen aus wie Geister von Insekten oder so was.
Dafür sehr putzig und stachelbewehrt: irgendjemandes Nachwuchs.
Donnerstag, 1. Juni 2017
Projekt Augenmerk: Alles neu
...macht der Mai.
Auf meinem Waldfleck ist es unglaublich grün geworden. Blaubeeren, Wurmfarn, Buchenblätter, Gräser, neue Triebe an Fichten und Tannen...
und sogar die ersten Pilze!
OK, die sind nicht grün, aber ihr wisst, was ich meine.
Vor allem aber herrscht ausgesprochen reges Insektenleben:
Da geht was.
Wenn ich mir einzelne Ameisen so angucke, wundere ich mich immer wieder, dass so dermaßen schusselige Viecher so große und kunstvolle Bauten hinkriegen. Aber gemeinsam sind Ameisen stark. Die schmeißen ihr weniges Wissen geschickt zusammen und machen was draus.
Ganz anders als Menschen. Bei uns habe ich immer das Gefühl, dass Tausende auf einem Haufen einfach nur grenzenlos doof werden.
Hier jedenfalls ist es eindeutig Frühling geworden.
Ein paar bescheidene Blüten gibt es auch schon: Erdbeeren.
Samstag, 25. März 2017
Projekt Augenmerk: März
Ein nervenstarkes und taktisches kluges Eichhörnchen. Es ist einfach immer auf die andere Seite des Baumstamms gekrabbelt, wenn ich ihm zu aufdringlich wurde. Kein Wuseln, kein Schimpfen, nur überlegene Geduld. Nicht gerade das, was man von den kleinen Hektikern erwartet.
Auch in meinem Waldstück wird es Frühling. Langsam, aber sicher.
Der Schnee ist weg, der Boden aufgetaut.
Die Blaubeersträucher kriegen dicke Knospen und die ersten Grashalme wachsen frisch raus.
Und ein paar ziemlich langsame Ameisen waren auch schon unterwegs.
Dieser Baumbart flatterte ganz prächtig in der leichten Brise. Man wundert sich, dass die bei einem Sturm nicht einfach alle abfallen. Offenbar stabil verwurzelt!
Die meiste Farbe stellen aber immer noch die Flechten und das meiste Grün immer noch das Moos.
Außer Eichhörnchen und Ameisen waren natürlich auch noch Vögel in der Nähe. Fiepende Meisen, singende Buchfinken, ein Rabenpärchen sehr hoch oben und eine Taube, die mit laut klatschenden Flügeln über mein Waldstück zischte.
Was man leider in diesem idyllischen Plätzchen auch sehr gut hört, ist der Motorenlärm der Bundesstraße, die ein ganzes Stück entfernt liegt, aber halt echt laut ist.
Man muss sich die Vogelstimmen sozusagen rausfiltern.
Also in keiner Hinsicht "unberührte Natur", aber trotzdem schön.
Donnerstag, 9. Februar 2017
Projekt Augenmerk: Tauwetter im Februar
Ich habe mir ein Plätzchen im Wald gesucht und gehe da immer mal wieder hin, um zu schauen, was da gerade passiert.
Vielleicht einmal im Monat, oder öfter, oder seltener.
Anfang Februar war ein längere kalte Wetterphase gerade vorbei und es fing an zu tauen.
Über meinem Waldfleck sind ein paar Tiere gelaufen und haben Spuren hinterlassen. Die Pfoten- oder Hufabdrücke waren nicht mehr zu erkennen, und nur anhand der Laufspur kann ich die nicht sicher einer Tierart zuordnen.
Irgend jemand hat diesen Ameisenhaufen zerpflückt. Da tippe ich auf einen Specht.
Sonst haben bei Tauwetter vor allem die Moose und Flechten ihren großen Auftritt.
Unter dem Schnee frisch grün und sofort bereit für Photosynthese.
Von den Bäumen sind ein paar Zweige gefallen, die kräftig mit Flechten bewachsen sind.
Mein Waldfleck liegt fast auf 1.000 Meter Höhe, und ich habe immer den Eindruck, dass es mehr Flechten gibt, je höher das Gelände liegt.
Das kommt mir sehr entgegen, weil ich Flechten ähnlich faszinierend finde wie Pilze. Eigentlich sind sie auch Pilze, allerdings nur zur Hälfte. Die andere Hälfte sind Algen oder Bakterien, die mit dem Pilz in Symbiose leben. Man kann sich also darüber streiten, ob Flechten Pflanzen sind. Mich erinnern sie ja rein optisch in erster Linie an Korallen, und die sind bekanntlich Tiere.
Eigentlich ist das auch nicht weiter wichtig, solange man sie alle in Frieden wachsen lässt.
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