Der Biber hat meine Kamera gefunden:
Ihr kennt das: Wenn man gerade kaum Zeit für die wichtigen Dinge hat, muss man zwischendrin unbedingt noch ein paar zusätzliche unwichtige machen.
Ich zum Beispiel hatte heute Morgen spontan das Bedürfnis, einen zweiten YouTube-Kanal einzurichten, damit ich da Videoaufnahmen vom Biber und seinen Kumpels zeigen kann.
Wie ihr euch denken könnt, habe ich nach dem Tod meines Vaters alle Hände voll zu tun. Ich werde also einfach zwischendrin mal was posten, wenn ich gerade Zeit und Lust habe.
Heute zum Beispiel hab ich ein paar Wildtierkamera-Aufnahmen von "unserem" Biber für euch. Sein Bach fließt direkt an unserem Grundstück vorbei. Achtet nicht auf den Zeitstempel, die Uhr ist nicht richtig gestellt.
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| Da ist er! |
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| Biber schwimmt nach rechts... |
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| Biber schwimmt nach links. |
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| Biber mit kleinem Zweig... |
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| und Biber mit großem Zweig! |
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| Doch nicht ausgerechnet den...! In der Stadt hat der Biber diesen gut platzierten und vermutlich wohlschmeckenden Obstbaum angenagt. |
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| Bei uns (wobei der "Gewässerrandstreifen" auch der Stadt gehört) hat er sehr sorgfältig fast alle Zweige vom gefällten Weidenstrauch abgeknipst und mitgenommen. |
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| Das ist seine Schneise zur Elz |
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| Was die alles durch- und wegknabbern... man kann immer wieder staunen. |
In meine wachsende Biberbibliothek ist ein neues Werk eingezogen: „Gestatten: Biber - Unsere außergewöhnliche Freundschaft mit einer Biberfamilie“ von Bettina und Christian Kutschenreiter.
Im Mittelteil sind einige Fotos enthalten, aber in der
Hauptsache enthält das Buch Text.
Den Autoren ging es aber selbstverständlich nicht nur um die Fotografie. Wenn man Tiere so lange beobachtet, baut
man natürlich eine Beziehung zu jedem einzelnen auf. Im Buch werden die interessantesten
Bibercharaktere vorgestellt und ihre Schicksale, soweit bekannt, geschildert. Viele
schöne und nette Geschichten gibt es da, aber auch einige traurige und
empörende. Abgesehen von all diesen persönlichen Begegnungen und Erlebnissen gibt
es auch noch nützliches Wissen rund um den Biber und seine Bedeutung für unsere
Umwelt.
Für mich ein rundum gelungenes
Werk – wer sich für Biber im Speziellen oder für Naturfotografie oder -beobachtung im Allgemeinen interessiert,
kommt hier voll auf seine Kosten!
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| Gefällter und Baum mit abgenagter Rinde |
Biber sind ausgesprochen soziale
Tiere. Sie leben in Familienverbänden, die aus einem Elternpaar, seinen jährlich
bis zu vier Jungen und den Jungen aus dem Vorjahr bestehen. Die älteren
Geschwister kümmern sich mit um die Kleinen. Im zweiten oder dritten Lebensjahr
werden die Jungen aus dem Revier der Eltern vertrieben und suchen sich dann auf
langen Wanderungen ein eigenes Revier und einen Partner. Ein Biberpaar lebt
monogam und bleibt normalerweise sein Leben lang zusammen.
Familienmitglieder erkennen
einander am Geruch. Die gegenseitige Fellpflege spielt eine große Rolle im Alltagsleben. Vor allem junge Biber spielen viel und führen kleine Ringkämpfe
aus, innerhalb der Familie gibt es aber keine echten Kämpfe. Versucht dagegen
ein fremder Biber, in ein bereits besetztes Revier einzudringen, wird er vehement
vertrieben. Dabei kann es zu schweren Bissverletzungen kommen, die auch tödlich sein
können.
Biber können in freier Wildbahn
zwischen 10 und 12 Jahre alt werden, in Gefangenschaft auch über 20 Jahre.
Da Biberreviere recht groß sind
und die Tiere sich sehr langsam vermehren, kommt es nicht zu Massenvermehrungen wie
bei anderen Nagetieren. Im Gegenteil scheint es sich nachteilig auf die
Fruchtbarkeit auszuwirken, wenn die Biberdichte höher wird: Die Weibchen bekommen
dann nicht mehr jedes Jahr Nachwuchs. Dazu kommt, dass die Sterblichkeit bei Jungtieren
recht hoch ist, und auch nur ein gewisser Prozentsatz an Jungbibern die Suche
nach einem freien Revier überlebt.
Biber ernähren sich
ausschließlich vegetarisch von frischen Pflanzen und Baumrinde. Entgegen
anderslautender Gerüchte fangen oder fressen sie niemals Fische. Da sie keinen
Winterschlaf halten, legen sie sich im Herbst Wintervorräte in Form von Nahrungsflößen und eine
Speckschicht an.
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| Knabberspuren an Weiden |
Kein anderes Lebewesen, abgesehen
vom Menschen, verändert seine Umwelt so stark wie der Biber. Der Biber braucht zum
Überleben Wasser und Uferbereiche und ausreichend viel Vegetation. Wo er keine geeigneten
Bedingungen vorfindet, passt er die Landschaft seinen Bedürfnissen einfach an.
Zum Schutz vor Fressfeinden
wohnen Biber in Bauten, deren einziger Zugang unter Wasser liegt. Um
das bei jeder Wetterlage sicher zu stellen, sorgen Biber für einen konstanten Wasserspiegel,
indem sie Bäche mit Dämmen anstauen. Als Baumaterial dafür benutzen Biber –
sehr nachhaltig! – die Äste und Zweige von Bäumen, die sie fällen, um die Rinde und
das Laub zu fressen. Abgedichtet wird der Damm mit Schlamm und Sedimenten. Biberdämme
sind sehr kunstvolle und haltbare Bauwerke, die von den Bibern laufend
kontrolliert und in Schuss gehalten werden. Durch die so angestauten Teiche sichern
sich die Biber genialerweise außerdem ihre Nahrungsquelle: Im feuchten Uferbereich
wachsen vor allem Weiden und Erlen, die besonders gern gefressen werden. Auch
das Fällen von größeren Bäumen schafft Platz und Licht für junge und niedrigwachsende
Pflanzen, die die Biber leichter ernten können.
Die Wohnbauten werden je nach Beschaffenheit
des Bodens entweder in die Uferböschung gegraben oder ähnlich wie Dämme aus
Ästen und Schlamm auf dem Ufer oder dem Damm als sogenannte Biberburg gebaut. Diese
Bauten bleiben oft jahrzehntelang bewohnt.
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| Kleiner Biberdamm mit benagtem Baum im Hintergrund |
Durch das Anstauen von Teichen und Auslichten von Baumbeständen erhöht der Biber nachweislich die Artenvielfalt von Pflanzen, Tieren und Pilzen ganz enorm.
Außerdem heben
Biberdämme und -teiche den Grundwasserspiegel an und verringern die Gefahr von Sturzfluten
und Auswaschungen bei Starkregen, was wir in Zeiten des Klimawandels nicht unterschätzt
sollten. Biber schützen und bereichern Natur und Umwelt also ganz nebenbei und kostenlos.
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| Biberteich |
Sogenannte „Biberschäden“ entstehen meist dadurch, dass die Gewässerschutzstreifen zu schmal sind, wenn zum Beispiel Felder, Wiesen oder Gärten bis unmittelbar an den Bachlauf reichen. Wo Biber und ihre Arbeit wirklich stören oder technische Anlagen gefährden, kann oft durch einfache Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden, wie z.B. durch Drahtmanschetten an Bäumen als Nageschutz oder durch künstliche Abflüsse, die den Wasserstand im Teich auf dem vom Menschen (und nicht vom Biber) gewünschten Niveau halten.
Obwohl Biber in Deutschland streng geschützt sind, dürfen sie in Ausnahmefällen mit behördlicher Genehmigung „entnommen“ werden, was in der Praxis bedeutet, dass sie getötet werden. Warum man die Tiere in diesen Fällen nicht umsiedelt, entzieht sich meiner Kenntnis und meinem Verständnis.
| Die Bilder für den heutigen Beitrag hat ein befreundeter Kollege mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Diese Biber wohnen im Stuttgarter Zoo, der "Wilhelma". |
Heute gibt es was zu feiern: Am 7. April ist der Internationale Tag der Biber bzw. International Beaver Day.
Beim Wildtierschutz Deutschland e.V. kann man Näheres erfahren.
| Schwimmender Biber |
| Fressender Biber |
| Biberjunges im Bau |
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| Diesen Biber habe ich vor einigen Jahren am Schluchsee fotografiert |
Heute geht es um die äußere Gestalt meiner nagenden Freunde. Jedes Detail hat, wie ihr sehen werdet, seinen Sinn und Zweck fürs Biberleben.
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| Lizenzfreies Foto aus dem Internet |
Die Vorderpfoten sind richtige Hände mit fünf Fingern zum Greifen, die Hinterpfoten sind größer und mit Schwimmhäuten ausgestattet. Außerdem haben Biber an den Hinterpfoten eine spezielle Doppelkralle, mit der sie ihr Fell kämmen können. Der Schwanz ist platt und geschuppt und wird als Ruder und Steuer beim Schwimmen benutzt. Außerdem dient er als zusätzliches Fettlager. Zum Bauen von Staudämmen und Burgen benutzen Biber ihren Schwanz übrigens nicht.
An Land bewegen sich Biber recht
langsam und ein wenig watschelnd vor (wenn sie "die Hände voll haben" sogar kurze Strecken nur auf den Hinterbeinen), im Wasser schwimmen und tauchen sie zwar
nicht so wendig wie z.B. Fischotter, aber doch recht elegant.
Biber besitzen eine Kloake, also
einen einzigen Körperausgang für Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane.
Weil ihre Geschlechtsorgane innen liegen, kann man Männchen und Weibchen äußerlich
nur voneinander unterscheiden, wenn bei säugenden Weibchen die größeren Zitzen erkennbar
sind. In speziellen Drüsen bilden Biber das sogenannte Bibergeil, ein Duftsekret,
mit dem sie ihr Revier markieren und anhand dessen sie Familienmitglieder erkennen,
und ein fettiges Sekret, mit dem sie ihr Fell pflegen und wasserdicht machen.
Biber haben große, nachwachsende
und messerscharfe Nagezähne, mit denen sie Rinde abnagen, Zweige abkneifen und
durch geduldiges Nagen auch große Bäume fällen können. Im Bedarfsfall können
Biber auch zur Verteidigung kräftig und durchaus gefährlich zubeißen. Durch härtende Eisenablagerungen
im Zahnschmelz sind die Nagezähne leuchtend orangerot gefärbt.
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| Lizenzfreies Foto aus dem Internet |
Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Biber-Fan.
Deswegen habe ich mir überlegt, auf meinem Blog eine kleine Biber-Serie zu veröffentlichen. Heute gibt es den Biber-Beitrag Nr. 2: Die Biberbibliothek.
Wenn mich ein Thema interessiert, dann brauche ich vor allem erst mal eins: Bücher.
So viele deutschsprachige Sachbücher über Biber gibt es allerdings gar nicht. Ich plane, meine Biberbibliothek demnächst noch um ein neu erschienenes Werk zu erweitern, aber heute stelle ich euch erstmal die Bücher vor, die ich schon habe.
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| Quelle: Amazon.de |
"Biber: Das verblüffende, geheime Leben der fleißigen Nagetiere und warum wir sie brauchen" von Ben Goldfarb.
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| Quelle: Amazon.de |
"Der Biber - Baumeister mit Biss" von Volker Zahner, Markus Schmidbauer und Gerhard Schwab
Das Buch ist meines Wissens das deutsche Standartwerk zum Biber. Jede Menge fundierte Informationen zu Tier und Lebensweise. Ich würde sagen: Man merkt schon, dass das deutsche Wissenschaftler geschrieben haben und kein amerikanischer Journalist... Im direkten Vergleich kommt es ein bisschen trockener daher, aber dafür ist es ein echtes Sachbuch mit guten Fotos, Grafiken und was man sonst noch so braucht, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen möchte.
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| Quelle: Amazon.de |
Die "Kasimir"-Reihe von Lars Klinting
Zum Schluss noch was für Kinder (und für Kindsköpfe wie mich). Das hat jetzt, zugegeben, mit echten Bibern nichts zu tun: Der große Biber Kasimir und der kleine Biber Frippe wohnen in einem Haus, backen, tischlern, nähen oder fahren Fahrrad... aber es sind wunderschön illustrierte Bücher mit sehr netten Geschichten und Anleitungen, die kleine Leser zusammen mit einer großen Person nachmachen können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles auch pädagogisch wertvoll ist. Nachdem ich ein paar Kasimir-Bücher als Geschenke für meine damals noch kleinen Nichten und Neffen gekauft hatte, musste ich wenigstens drei davon nochmal nachkaufen, um sie selber zu behalten - weil sie so dermaßen charmant und niedlich sind.
Falls ihr den ersten Beitrag zu meiner Biber-Serie verpasst haben solltet, findet ihr ihn hier.
Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Biber-Fan. Zuerst war es in erster Linie pure Sympathie für die großen, gemütlichen Nager. Sie sind rund und ruhig, niedlich und friedlich. Das gefiel mir natürlich. Bald folgte aber auch die Bewunderung dafür, was Biber alles können und wie sie unserer bedrohten Natur und dem Klima helfen, wenn wir sie nur in Ruhe bibern lassen.
Deswegen habe ich mir überlegt, auf meinem Blog eine kleine Biber-Serie zu veröffentlichen.
Ich beginne mit diesem selbstgezeichneten Porträt:
Das ist nicht irgendein Biber, das ist Tulip. Tulip ist ein nordamerikanischer Biber (die unterscheiden sich leicht von ihren europäischen Verwandten) und wohnt im US-Bundesstaat Mississippi bei Dr. Holley Muraco, einer Biologin, die in ihrer Freizeit verletzte oder sonstwie bedürftige Wildtiere rettet. Sie hat sich auf Biber spezialisiert.
Wie viele ihrer Schützlinge kam auch Tulip als verwaistes Jungtier zu ihr. In Mississippi sind Biber, anders als bei uns, nicht nur nicht geschützt, sondern sie gelten sogar als Schädlinge. Das bedeutet, dass sie jederzeit getötet werden dürfen, und auch ihre Baue dürfen zerstört werden, wo oder wann immer sie "im Weg sind".
Wie man sich leicht vorstellen kann, führt das immer wieder dazu, dass einsame (und ohne ihre Eltern völlig hilflose) Babybiber irgendwo gefunden werden. Und wenn sie richtig viel Glück haben, dann kommen sie in die Obhut von Dr. Muraco, die sie aufzieht, bis sie alt genug sind, um Schritt für Schritt wieder in die Freiheit entlassen werden zu können.
Das ist natürlich absolut großartig. Und was besonders toll ist: Dr. Muraco filmt ihre Plüschknäuel regelmäßig bei ihren täglichen Aktivitäten, zeigt diese Videos auf You Tube und erklärt dem entzückten Publikum allerhand Wissenswertes über die Tiere.
Tulip ist ein halberwachsenes Biberweibchen, das ich via You Tube schon kenne, seit es in Dr. Muracos freundlichen Händen ist. Außerdem gibt es zur Zeit noch Stormy, eine ausgewachsene Biberdame, die sich nach einem sozusagen traumatischen Erlebnis wieder erholt, und zwei unglaublich putzige Biberbabies, die noch mit dem Fläschchen gefüttert werden: Sprout und Blossom.
Die Website von Dr. Muracos Non-Profit-Organisation findet ihr hier: https://somethingwild.org/
und ihren YouTube-Kanal hier: https://www.youtube.com/@hmuraco
Und damit ihr bei Bedarf sofort ein paar Biber angucken könnt, füge ich hier das aktuellste Video direkt ein.
Kurz vor Weihnachten noch ein kleines Sammelsurium.
Vor ein paar Tagen hat ein Biber Elzach auf dem Wasserweg durchquert und zwischen Parkplatz und Innenstadt deutliche Spuren hinterlassen.
Biber sind in Sachen Natur und Klima sozusagen Superhelden. Wenn man sie nur ließe, könnten sie einiges in unserem vom Menschen totgewirtschafteten Land wieder gut machen, Lebensräume für seltene Arten schaffen und den Grundwasserspiegel erhöhen.
Da sie aber ab und zu eine Straße oder eine Wiese überfluten oder Bäume fällen, lässt man sie leider immer noch viel zu wenig.
Drückt mir und vor allem dem Biber die Daumen, dass es ihm nicht geht wie den Wölfen am Schluchsee. Die gesamte Kleinfamilie (Vater, Mutter und ein Kind, von den Medien gerne dramatisch "das Rudel" genannt), soll nun abgeschossen werden, weil einer davon Rinder gerissen hat. Natürlich hat er das: wohlgenährte Rinder, die hinter einem einzigen auf Kniehöhe angebrachten Elektrodraht gehalten werden, also sozusagen ein Geschenkband um den Bauch tragen - da wäre man als Wolf ja schön blöd, wenn man stattdessen aufwändig Rehen hinterher rennen würde.
Und schon erlaubt die grüne Landesregierung, dass ein artengeschütztes Tier flugs wieder ausgerottet wird. Von Einfangen und Umsiedeln war übrigens auch nie die Rede. Wer stört, wird getötet, fertig.
Und das kurz vor Weihnachten! Friede auf Erden geht irgendwie anders.
Na, schauen wir uns zum Abkühlen einen schönen Baum am Waldrand an. Der ist gar nicht besonders groß oder alt, sieht aber jetzt schon mächtig geheimnisvoll aus.
Bitte lasst ihn stehen.
Und zum Schluss noch ein paar relativ sichere Lieblinge von mir.
Bücher werden weder gefällt noch erschossen, und wenn die AfD nicht die nächste Regierung stellt, werden sie in absehbarer Zeit auch nicht verbrannt.
Diese kleinen Schätzchen habe ich geschenkt bekomme und zeige sie ausführlicher in einem kleinen Video:
...sitzt auf meiner Tastatur oder daneben (bei Tieren dieser Größe kann man da ganz flexibel sein) und guckt mich aufmunternd an.
Das hilft schon...
Ich habe den Biber aus hauptsächlich echter Wolle nadelgefilzt. Die Grundform ist eine Kugel, das bot sich irgendwie an.
Dieser Beitrag spielt mit bei der Herbstglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!
"Als bedeutender tierischer Baumeister hat der Biber großen Einfluss auf die Gestaltung der Landschaft."
(Quelle: Wikipedia)
Biber und ihre Bauten sind eine Bereicherung für die Natur und den Menschen. Da Biber Wasser aufstauen, bilden sich Teiche und Feuchtgebiete, die wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere sind, und zwar gerade für die, die in unserer durchgeplanten Landschaft meist zu kurz kommen. Außerdem heben Biberteiche nachweislich den Grundwasserspiegel an. Gerade im Schwarzwald, wo durch die klimawandelbedingte zunehmende Trockenheit die Landwirte in Existenznot geraten, ist das ein Punkt, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Da sollte man sehen, das man die (unvermeidlichen) Konflikte gütlich löst und die Biber im Großen und Ganzen arbeiten lässt.
Dieser Beitrag spielt mit bei der Frühlingsglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!
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| Hier entsteht eine neue Teichlandschaft, wo letztes Jahr nur eine Feuchtwiese mit ein paar Sträuchern und Bäumchen an einem kleinen Wasserlauf war |
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| Der Biber hat eifrig junge Bäume gefällt und Dämme gebaut |
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| Der Mönchsgrasmücke gefällt es. |
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| Ich bin mir sicher, dass hier letztes Jahr noch kein Schachtelhalm wuchs! |
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| Ein außerordentlich geländegängiger Biber baut weiter oben im Wald gerade eine Teichkaskade |
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| Hier gibt es wenig Sträucher und junge Bäumchen, also hält er sich ab ziemlich massive Bäume und bastelt so eine Lichtung im Wald. |
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| Hier sieht man gut die Nagezahnspuren im harten Buchenholz |
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| Wenn man ihn machen lässt, wird das ein echtes kleines Paradies |
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| Und auf dem letzten Bild sieht, wer genau hinguckt, einen Baumeister oberhalb der Alubarriere im großen Stausee schwimmen! |
Ich habe ein paar Fotos vom Schluchsee für euch. Da gibt es außer den typischen Herbstaccessoires wie bunten Blättern zu Zeit vor allem eins: Wasser. Viel Wasser.
Weil man ja zur Zeit noch viel weniger als sonst weiß, was die Zukunft so bringt, hat man den Stausee, der ja zur Stromerzeugung dient, vorsichtshalber mal gut gefüllt. Alles, was im sonst als Bade- und Spielstrand genutzt wird, ist überflutet. Das Wasser reicht jetzt bis ins bewaldete Ufer... ungewohnt, aber eigentlich auch ganz schön.
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| Zur Freude der Biber... |
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| stehen jetzt viel mehr knackige Bäume im leicht erschwimmbaren Bereich! |
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| 930 Meter wären das absolute Maximum, mehr passt nicht rein. |
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| Wasser an Stellen, wo ich noch nie welches gesehen habe. |
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| Von weiter oben und weiter weg sieht alles aus ungefähr wie immer aus. |
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| Gerade werden die Bäume schön bunt |
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| ... und auch die Brombeersträucher. |
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| Ein tapferes Blümchen! |