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Donnerstag, 26. März 2026

Aber Biber...!

Doch nicht ausgerechnet den...!
In der Stadt hat der Biber diesen gut platzierten
und vermutlich wohlschmeckenden Obstbaum angenagt.
Bei uns (wobei der "Gewässerrandstreifen" auch der Stadt gehört)
hat er sehr sorgfältig fast alle Zweige vom gefällten Weidenstrauch
abgeknipst und mitgenommen.
Das ist seine Schneise zur Elz
Was die alles durch- und wegknabbern... man kann
immer wieder staunen.

 

Donnerstag, 22. Mai 2025

Biber-Beitrag Nr. 6: Buchtipp „Gestatten: Biber“


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In meine wachsende Biberbibliothek ist ein neues Werk eingezogen: „Gestatten: Biber - Unsere außergewöhnliche Freundschaft mit einer Biberfamilie“ von Bettina und Christian Kutschenreiter. 

Im Mittelteil sind einige Fotos enthalten, aber in der Hauptsache enthält das Buch Text.

Natürlich ist es mir wegen des sensationellen Coverfotos aufgefallen. Das hängt bei uns nämlich im Großformat gerahmt im Gang. Und seit es da hängt, habe ich mich gefragt, wie in Dreiteufelsnamen man so ein Foto aufnehmen kann. 
Die Antwort findet sich im Buch: Die Autoren haben durch jahrelange, regelmäßige Besuche im Revier einer wildlebenden Biberfamilie schließlich das Vertrauen der Tiere erworben und waren dadurch in der Lage, außergewöhnliche Bilder zu machen. Das ging aber keineswegs schnell oder einfach. Eindrücklich wird geschildert, wie viel Zeit und Geduld sie aufbringen und wie unglaublich viele Mückenstiche sie ertragen mussten, bis die Biber sie nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen haben. Und für Bilder wie das Titelfoto muss man dann zusätzlich noch bis über die Taille im kalten Wasser waten… man sieht, gute Tierfotos fallen nicht vom Himmel.

Den Autoren ging es aber selbstverständlich nicht nur um die Fotografie. Wenn man Tiere so lange beobachtet, baut man natürlich eine Beziehung zu jedem einzelnen auf. Im Buch werden die interessantesten Bibercharaktere vorgestellt und ihre Schicksale, soweit bekannt, geschildert. Viele schöne und nette Geschichten gibt es da, aber auch einige traurige und empörende. Abgesehen von all diesen persönlichen Begegnungen und Erlebnissen gibt es auch noch nützliches Wissen rund um den Biber und seine Bedeutung für unsere Umwelt.

Für mich ein rundum gelungenes Werk – wer sich für Biber im Speziellen oder für Naturfotografie oder -beobachtung im Allgemeinen interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten!

Donnerstag, 24. April 2025

Biber-Beitrag Nr. 5: Leben und Werk

Gefällter und Baum mit abgenagter Rinde

 


 











Biber sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie leben in Familienverbänden, die aus einem Elternpaar, seinen jährlich bis zu vier Jungen und den Jungen aus dem Vorjahr bestehen. Die älteren Geschwister kümmern sich mit um die Kleinen. Im zweiten oder dritten Lebensjahr werden die Jungen aus dem Revier der Eltern vertrieben und suchen sich dann auf langen Wanderungen ein eigenes Revier und einen Partner. Ein Biberpaar lebt monogam und bleibt normalerweise sein Leben lang zusammen.

Familienmitglieder erkennen einander am Geruch. Die gegenseitige Fellpflege spielt eine große Rolle im Alltagsleben. Vor allem junge Biber spielen viel und führen kleine Ringkämpfe aus, innerhalb der Familie gibt es aber keine echten Kämpfe. Versucht dagegen ein fremder Biber, in ein bereits besetztes Revier einzudringen, wird er vehement vertrieben. Dabei kann es zu schweren Bissverletzungen kommen, die auch tödlich sein können.

Biber können in freier Wildbahn zwischen 10 und 12 Jahre alt werden, in Gefangenschaft auch über 20 Jahre.

Da Biberreviere recht groß sind und die Tiere sich sehr langsam vermehren, kommt es nicht zu Massenvermehrungen wie bei anderen Nagetieren. Im Gegenteil scheint es sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit auszuwirken, wenn die Biberdichte höher wird: Die Weibchen bekommen dann nicht mehr jedes Jahr Nachwuchs. Dazu kommt, dass die Sterblichkeit bei Jungtieren recht hoch ist, und auch nur ein gewisser Prozentsatz an Jungbibern die Suche nach einem freien Revier überlebt.

Biber ernähren sich ausschließlich vegetarisch von frischen Pflanzen und Baumrinde. Entgegen anderslautender Gerüchte fangen oder fressen sie niemals Fische. Da sie keinen Winterschlaf halten, legen sie sich im Herbst Wintervorräte in Form von Nahrungsflößen und eine Speckschicht an.

Knabberspuren an Weiden














Kein anderes Lebewesen, abgesehen vom Menschen, verändert seine Umwelt so stark wie der Biber. Der Biber braucht zum Überleben Wasser und Uferbereiche und ausreichend viel Vegetation. Wo er keine geeigneten Bedingungen vorfindet, passt er die Landschaft seinen Bedürfnissen einfach an.

Zum Schutz vor Fressfeinden wohnen Biber in Bauten, deren einziger Zugang unter Wasser liegt. Um das bei jeder Wetterlage sicher zu stellen, sorgen Biber für einen konstanten Wasserspiegel, indem sie Bäche mit Dämmen anstauen. Als Baumaterial dafür benutzen Biber – sehr nachhaltig! – die Äste und Zweige von Bäumen, die sie fällen, um die Rinde und das Laub zu fressen. Abgedichtet wird der Damm mit Schlamm und Sedimenten. Biberdämme sind sehr kunstvolle und haltbare Bauwerke, die von den Bibern laufend kontrolliert und in Schuss gehalten werden. Durch die so angestauten Teiche sichern sich die Biber genialerweise außerdem ihre Nahrungsquelle: Im feuchten Uferbereich wachsen vor allem Weiden und Erlen, die besonders gern gefressen werden. Auch das Fällen von größeren Bäumen schafft Platz und Licht für junge und niedrigwachsende Pflanzen, die die Biber leichter ernten können.

Die Wohnbauten werden je nach Beschaffenheit des Bodens entweder in die Uferböschung gegraben oder ähnlich wie Dämme aus Ästen und Schlamm auf dem Ufer oder dem Damm als sogenannte Biberburg gebaut. Diese Bauten bleiben oft jahrzehntelang bewohnt.

Kleiner Biberdamm mit benagtem Baum im
Hintergrund


 













Durch das Anstauen von Teichen und Auslichten von Baumbeständen erhöht der Biber nachweislich die Artenvielfalt von Pflanzen, Tieren und Pilzen ganz enorm. 

Außerdem heben Biberdämme und -teiche den Grundwasserspiegel an und verringern die Gefahr von Sturzfluten und Auswaschungen bei Starkregen, was wir in Zeiten des Klimawandels nicht unterschätzt sollten. Biber schützen und bereichern Natur und Umwelt also ganz nebenbei und kostenlos.

Biberteich











Sogenannte „Biberschäden“ entstehen meist dadurch, dass die Gewässerschutzstreifen zu schmal sind, wenn zum Beispiel Felder, Wiesen oder Gärten bis unmittelbar an den Bachlauf reichen. Wo Biber und ihre Arbeit wirklich stören oder technische Anlagen gefährden, kann oft durch einfache Maßnahmen Abhilfe geschaffen werden, wie z.B. durch Drahtmanschetten an Bäumen als Nageschutz oder durch künstliche Abflüsse, die den Wasserstand im Teich auf dem vom Menschen (und nicht vom Biber) gewünschten Niveau halten. 

Obwohl Biber in Deutschland streng geschützt sind, dürfen sie in Ausnahmefällen mit behördlicher Genehmigung „entnommen“ werden, was in der Praxis bedeutet, dass sie getötet werden. Warum man die Tiere in diesen Fällen nicht umsiedelt, entzieht sich meiner Kenntnis und meinem Verständnis.

Montag, 7. April 2025

Biber-Beitrag Nr. 4: Internationaler Tag der Biber

Die Bilder für den heutigen Beitrag hat ein befreundeter Kollege mir
freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Diese Biber wohnen im
Stuttgarter Zoo, der "Wilhelma".












 

Heute gibt es was zu feiern: Am 7. April ist der Internationale Tag der Biber bzw. International Beaver Day.

Beim Wildtierschutz Deutschland e.V. kann man Näheres erfahren.

Schwimmender Biber
Fressender Biber
Biberjunges im Bau

Mittwoch, 2. April 2025

Biber-Beitrag Nr. 3: Der äußere Biber

Diesen Biber habe ich vor einigen Jahren am Schluchsee fotografiert











Heute geht es um die äußere Gestalt meiner nagenden Freunde. Jedes Detail hat, wie ihr sehen werdet, seinen Sinn und Zweck fürs Biberleben.

Biber sind die größten Nagetiere Europas. Ausgewachsen bringen sie bis zu 30 kg auf die Waage und messen die stolze Länge von 80 bis 100 cm, und dazu kommt noch der Schwanz mit 30 bis 35 cm. Biber leben semiaquatisch, also sowohl im Wasser als auch an Land und sind dafür bestens ausgerüstet. Sie sind stämmig und plump gebaut, mit kurzen Beinen und kleinen Ohren. Ihr Speck und vor allem das dichte Fell schützen sie vor Kälte und Nässe. Zum Vergleich: Der Mensch besitzt pro Quadratzentimeter Kopfhaut maximal 90 bis 100 Haare, der Biber am Rücken 12.000 Haare/cm² und am Bauch 23.000 Haare/cm². Beim Schwimmen und tauchen bleibt die Luft im Unterfell erhalten und isoliert den Körper so perfekt, dass die Haut nie nass wird. 
Die Augen sitzen weit oben auf dem Kopf, damit sie beim Schwimmen - wie auch Ohren und Nase - über Wasser bleiben. Beim Tauchen werden die Augen mit einer Nickhaut geschützt. Zum Tasten in der Dunkelheit oder in trübem Wasser haben Biber Schnurrhaare an der Schnauze.
Biber können nicht besonders gut sehen, aber dafür ausgezeichnet hören und riechen.

Lizenzfreies Foto aus dem Internet













Die Vorderpfoten sind richtige Hände mit fünf Fingern zum Greifen, die Hinterpfoten sind größer und mit Schwimmhäuten ausgestattet. Außerdem haben Biber an den Hinterpfoten eine spezielle Doppelkralle, mit der sie ihr Fell kämmen können. Der Schwanz ist platt und geschuppt und wird als Ruder und Steuer beim Schwimmen benutzt. Außerdem dient er als zusätzliches Fettlager. Zum Bauen von Staudämmen und Burgen benutzen Biber ihren Schwanz übrigens nicht.

An Land bewegen sich Biber recht langsam und ein wenig watschelnd vor (wenn sie "die Hände voll haben" sogar kurze Strecken nur auf den Hinterbeinen), im Wasser schwimmen und tauchen sie zwar nicht so wendig wie z.B. Fischotter, aber doch recht elegant.

Biber besitzen eine Kloake, also einen einzigen Körperausgang für Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane. Weil ihre Geschlechtsorgane innen liegen, kann man Männchen und Weibchen äußerlich nur voneinander unterscheiden, wenn bei säugenden Weibchen die größeren Zitzen erkennbar sind. In speziellen Drüsen bilden Biber das sogenannte Bibergeil, ein Duftsekret, mit dem sie ihr Revier markieren und anhand dessen sie Familienmitglieder erkennen, und ein fettiges Sekret, mit dem sie ihr Fell pflegen und wasserdicht machen.

Biber haben große, nachwachsende und messerscharfe Nagezähne, mit denen sie Rinde abnagen, Zweige abkneifen und durch geduldiges Nagen auch große Bäume fällen können. Im Bedarfsfall können Biber auch zur Verteidigung kräftig und durchaus gefährlich zubeißen. Durch härtende Eisenablagerungen im Zahnschmelz sind die Nagezähne leuchtend orangerot gefärbt.

Lizenzfreies Foto aus dem Internet


 


Samstag, 22. März 2025

Biber-Beitrag Nr. 2: Die Biberbibliothek

Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Biber-Fan. 

Deswegen habe ich mir überlegt, auf meinem Blog eine kleine Biber-Serie zu veröffentlichen. Heute gibt es den Biber-Beitrag Nr. 2: Die Biberbibliothek.

Wenn mich ein Thema interessiert, dann brauche ich vor allem erst mal eins: Bücher.
So viele deutschsprachige Sachbücher über Biber gibt es allerdings gar nicht. Ich plane, meine Biberbibliothek demnächst noch um ein neu erschienenes Werk zu erweitern, aber heute stelle ich euch erstmal die Bücher vor, die ich schon habe.

Quelle: Amazon.de













 

"Biber: Das verblüffende, geheime Leben der fleißigen Nagetiere und warum wir sie brauchen" von Ben Goldfarb.

Ja, und von wegen deutschsprachig - gleich das erste Buch ist aus dem Amerikanischen übersetzt. Ben Goldfarb ist ein Journalist und hat sich, wie er es formuliert, "mit dem Bibervirus angesteckt". Das heißt: wer einmal der Faszination dieser Nagetiere erliegt, kommt davon nicht mehr los (was ich aus eigener Erfahrung übrigens nur bestätigen kann). Das Buch ist in einer angenehm lockeren, leicht lesbaren und humorvollen Art geschrieben und bietet trotzdem eine enorme Fülle an Informationen. Infotainment at its best. 
Wer also einfach ein gutes Buch lesen möchte, dem sei dieses ans Herz gelegt!

Quelle: Amazon.de











"Der Biber - Baumeister mit Biss" von Volker Zahner, Markus Schmidbauer und Gerhard Schwab

Das Buch ist meines Wissens das deutsche Standartwerk zum Biber. Jede Menge fundierte Informationen zu Tier und Lebensweise. Ich würde sagen: Man merkt schon, dass das deutsche Wissenschaftler geschrieben haben und kein amerikanischer Journalist... Im direkten Vergleich kommt es ein bisschen trockener daher, aber dafür ist es ein echtes Sachbuch mit guten Fotos, Grafiken und was man sonst noch so braucht, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen möchte.

Quelle: Amazon.de
























"Der Biber: Biologie, Schutz und Management eines Ökosystemingenieurs"  von Elena Simon 

Noch ein gutes Sachbuch, das von der Gesamtausrichtung her mehr auf Leute abzielt, die sich vor allem beruflich mit Bibern beschäftigen oder beschäftigen müssen. Landwirte, Grundstückseigentümer oder Gemeinderäte vielleicht. Hier stehen der Schutz und das Management stärker im Vordergrund. Was macht man zum Beispiel, wenn ein Biber irgendwo einen Damm baut, durch den eine Straße überflutet wird? Um dann richtig reagieren zu können, sollte man ein solides Grundwissen über Biber und ihre Bauten haben. Dieses Buch ist dafür genau richtig.











 

 

Die "Kasimir"-Reihe von Lars Klinting

Zum Schluss noch was für Kinder (und für Kindsköpfe wie mich). Das hat jetzt, zugegeben, mit echten Bibern nichts zu tun: Der große Biber Kasimir und der kleine Biber Frippe wohnen in einem Haus, backen, tischlern, nähen oder fahren Fahrrad... aber es sind wunderschön illustrierte Bücher mit sehr netten Geschichten und Anleitungen, die kleine Leser zusammen mit einer großen Person nachmachen können. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles auch pädagogisch wertvoll ist. Nachdem ich ein paar Kasimir-Bücher als Geschenke für meine damals noch kleinen Nichten und Neffen gekauft hatte, musste ich wenigstens drei davon nochmal nachkaufen, um sie selber zu behalten - weil sie so dermaßen charmant und niedlich sind. 


Falls ihr den ersten Beitrag zu meiner Biber-Serie verpasst haben solltet, findet ihr ihn hier.

Dienstag, 18. März 2025

Biber-Beitrag Nr. 1: Dr. Holley Muraco und Something Wild

Seit ein paar Jahren bin ich ein großer Biber-Fan. Zuerst war es in erster Linie pure Sympathie für die großen, gemütlichen Nager. Sie sind rund und ruhig, niedlich und friedlich. Das gefiel mir natürlich. Bald folgte aber auch die Bewunderung dafür, was Biber alles können und wie sie unserer bedrohten Natur und dem Klima helfen, wenn wir sie nur in Ruhe bibern lassen.  

Deswegen habe ich mir überlegt, auf meinem Blog eine kleine Biber-Serie zu veröffentlichen. 

Ich beginne mit diesem selbstgezeichneten Porträt:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist nicht irgendein Biber, das ist Tulip. Tulip ist ein nordamerikanischer Biber (die unterscheiden sich leicht von ihren europäischen Verwandten) und wohnt im US-Bundesstaat Mississippi bei Dr. Holley Muraco, einer Biologin, die in ihrer Freizeit verletzte oder sonstwie bedürftige Wildtiere rettet. Sie hat sich auf Biber spezialisiert. 

Wie viele ihrer Schützlinge kam auch Tulip als verwaistes Jungtier zu ihr. In Mississippi sind Biber, anders als bei uns, nicht nur nicht geschützt, sondern sie gelten sogar als Schädlinge. Das bedeutet, dass sie jederzeit getötet werden dürfen, und auch ihre Baue dürfen zerstört werden, wo oder wann immer sie "im Weg sind".

Wie man sich leicht vorstellen kann, führt das immer wieder dazu, dass einsame (und ohne ihre Eltern völlig hilflose) Babybiber irgendwo gefunden werden. Und wenn sie richtig viel Glück haben, dann kommen sie in die Obhut von Dr. Muraco, die sie aufzieht, bis sie alt genug sind, um Schritt für Schritt wieder in die Freiheit entlassen werden zu können.

Das ist natürlich absolut großartig. Und was besonders toll ist: Dr. Muraco filmt ihre Plüschknäuel regelmäßig bei ihren täglichen Aktivitäten, zeigt diese Videos auf You Tube und erklärt dem entzückten Publikum allerhand Wissenswertes über die Tiere.

Tulip ist ein halberwachsenes Biberweibchen, das ich via You Tube schon kenne, seit es in Dr. Muracos freundlichen Händen ist. Außerdem gibt es zur Zeit noch Stormy, eine ausgewachsene Biberdame, die sich nach einem sozusagen traumatischen Erlebnis wieder erholt, und zwei unglaublich putzige Biberbabies, die noch mit dem Fläschchen gefüttert werden: Sprout und Blossom.

Die Website von Dr. Muracos Non-Profit-Organisation findet ihr hier: https://somethingwild.org/

und ihren YouTube-Kanal hier: https://www.youtube.com/@hmuraco 

Und damit ihr bei Bedarf sofort ein paar Biber angucken könnt, füge ich hier das aktuellste Video direkt ein.


 

 

Samstag, 23. Dezember 2023

Biber, Bäume und Bücher. Und Wölfe.

Kurz vor Weihnachten noch ein kleines Sammelsurium.

Vor ein paar Tagen hat ein Biber Elzach auf dem Wasserweg durchquert und zwischen Parkplatz und Innenstadt deutliche Spuren hinterlassen.














Biber sind in Sachen Natur und Klima sozusagen Superhelden. Wenn man sie nur ließe, könnten sie einiges in unserem vom Menschen totgewirtschafteten Land wieder gut machen, Lebensräume für seltene Arten schaffen und den Grundwasserspiegel erhöhen.

Da sie aber ab und zu eine Straße oder eine Wiese überfluten oder Bäume fällen, lässt man sie leider immer noch viel zu wenig.

Drückt mir und vor allem dem Biber die Daumen, dass es ihm nicht geht wie den Wölfen am Schluchsee. Die gesamte Kleinfamilie (Vater, Mutter und ein Kind, von den Medien gerne dramatisch "das Rudel" genannt), soll nun abgeschossen werden, weil einer davon Rinder gerissen hat. Natürlich hat er das: wohlgenährte Rinder, die hinter einem einzigen auf Kniehöhe angebrachten Elektrodraht gehalten werden, also sozusagen ein Geschenkband um den Bauch tragen - da wäre man als Wolf ja schön blöd, wenn man stattdessen aufwändig Rehen hinterher rennen würde. 

Und schon erlaubt die grüne Landesregierung, dass ein artengeschütztes Tier flugs wieder ausgerottet wird. Von Einfangen und Umsiedeln war übrigens auch nie die Rede. Wer stört, wird getötet, fertig. 

Und das kurz vor Weihnachten! Friede auf Erden geht irgendwie anders.














Na, schauen wir uns zum Abkühlen einen schönen Baum am Waldrand an. Der ist gar nicht besonders groß oder alt, sieht aber jetzt schon mächtig geheimnisvoll aus. 

Bitte lasst ihn stehen.

Und zum Schluss noch ein paar relativ sichere Lieblinge von mir. 

Bücher werden weder gefällt noch erschossen, und wenn die AfD nicht die nächste Regierung stellt, werden sie in absehbarer Zeit auch nicht verbrannt.











Diese kleinen Schätzchen habe ich geschenkt bekomme und zeige sie ausführlicher in einem kleinen Video:

 

 
 
Einfach nur so zur Entspannung.

Ich wünsche allen, die feiern, Frohe Weihnachten, und allen anderen schön freie Tage!
 
Dieser Beitrag spielt mit bei der Winterglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Samstag, 4. November 2023

Der Unterstützungs-Biber

 ...sitzt auf meiner Tastatur oder daneben (bei Tieren dieser Größe kann man da ganz flexibel sein) und guckt mich aufmunternd an.















Das hilft schon...

Ich habe den Biber aus hauptsächlich echter Wolle nadelgefilzt. Die Grundform ist eine Kugel, das bot sich irgendwie an. 

Dieser Beitrag spielt mit bei der Herbstglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Montag, 22. Mai 2023

Bedeutende Baumeister

"Als bedeutender tierischer Baumeister hat der Biber großen Einfluss auf die Gestaltung der Landschaft." 

(Quelle: Wikipedia)

Das kann man wohl so sagen. Ich denke, es gibt sogar nur ein Tier, das seine Umwelt noch stärker verändert als der Biber: Der Mensch.
Nachdem der für lange Zeit in Süddeutschland ausgerottete Biber nun langsam, aber sicher zurückkehrt, kann man wieder beobachten, was der fleißige Nager leistet. Ich habe zwei ganz neue Biberreviere im Hochschwarzwald nahe dem Schluchsee fotografiert.

Biber und ihre Bauten sind eine Bereicherung für die Natur und den Menschen. Da Biber Wasser aufstauen, bilden sich Teiche und Feuchtgebiete, die wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere sind, und zwar gerade für die, die in unserer durchgeplanten Landschaft meist zu kurz kommen. Außerdem heben Biberteiche nachweislich den Grundwasserspiegel an. Gerade im Schwarzwald, wo durch die klimawandelbedingte zunehmende Trockenheit die Landwirte in Existenznot geraten, ist das ein Punkt, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Da sollte man sehen, das man die (unvermeidlichen) Konflikte gütlich löst und die Biber im Großen und Ganzen arbeiten lässt.

Dieser Beitrag spielt mit bei der Frühlingsglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!

Hier entsteht eine neue Teichlandschaft, wo letztes Jahr nur eine
Feuchtwiese mit ein paar Sträuchern und Bäumchen an einem kleinen
Wasserlauf war
Der Biber hat eifrig junge Bäume gefällt und Dämme gebaut
Hier fliegt eine Stockente auf. Enten habe ich hier früher nie
gesehen. - Man sieht, dass die jungen Fichten absterben, die vertragen
die Feuchtigkeit nicht: Ein Beitrag zur Offenhaltung der Landschaft.
Der Mönchsgrasmücke gefällt es.
Ich bin mir sicher, dass hier letztes Jahr noch kein
Schachtelhalm wuchs!
Ein außerordentlich geländegängiger Biber baut
weiter oben im Wald gerade eine Teichkaskade
Hier gibt es wenig Sträucher und junge Bäumchen,
also hält er sich ab ziemlich massive Bäume und bastelt
so eine Lichtung im Wald.
Hier sieht man gut die Nagezahnspuren im harten Buchenholz
Wenn man ihn machen lässt, wird das ein echtes kleines Paradies
Und auf dem letzten Bild sieht, wer genau hinguckt, einen Baumeister
oberhalb der Alubarriere im großen Stausee schwimmen!

Montag, 10. Oktober 2022

Herbst am Schluchsee

Ich habe ein paar Fotos vom Schluchsee für euch. Da gibt es außer den typischen Herbstaccessoires wie bunten Blättern zu Zeit vor allem eins: Wasser. Viel Wasser. 

Weil man ja zur Zeit noch viel weniger als sonst weiß, was die Zukunft so bringt, hat man den Stausee, der ja zur Stromerzeugung dient, vorsichtshalber mal gut gefüllt. Alles, was im sonst als Bade- und Spielstrand genutzt wird, ist überflutet. Das Wasser reicht jetzt bis ins bewaldete Ufer... ungewohnt, aber eigentlich auch ganz schön.

Zur Freude der Biber...
stehen jetzt viel mehr knackige Bäume im leicht erschwimmbaren Bereich!
930 Meter wären das absolute Maximum, mehr passt nicht rein.
Wasser an Stellen, wo ich noch nie welches gesehen habe.
Von weiter oben und weiter weg sieht alles aus ungefähr wie immer aus.
Gerade werden die Bäume schön bunt
... und auch die Brombeersträucher.
Ein tapferes Blümchen!

Dienstag, 21. Mai 2019

Tiere am Schluchsee


















Wir fangen klein und bescheiden an. Nach meinem Schneckenbuch ist das eine "gefleckte Schnecke". Wikipedia nennt sie "gefleckte Schnirkelschnecke". Über den lateinischen Artennamen sind wir uns auch nicht ganz einig: Arianta arbustorum oder Helicigona arbustorum. Ist aber immer das gleiche Tierchen. In den Alpen haben diese Schnecken noch schöner gemusterte Häuschen, aber diese ist auch sehr hübsch.


















Mutter Hase.
Ich habe erst ein Hasenjunges gesehen und dachte ein paar Meter weiter: Wenn das da im Gebüsch verschwunden ist, sitzt es vielleicht jetzt da auf der Wiese - da war aber nur ein rötlicher Baumstumpf. Weil ich meine Augen schon kenne, hab ich ihn trotzdem mal fotografiert. Und sieh mal einer an, auf einmal hat er Ohren und ein Gesicht...


















Den Erpel hab ich auch ohne digitale Unterstützung sofort erkannt.


















Und dann kam das Tier des Tages: So groß wie eine ordentliche Hauskatze, paddelte entspannt im Wasser und tauchte dann elegant ab.


















Nett, oder?
Ich dachte erst, das wäre sicher "nur" ein Nutria, aber inzwischen bin ich mir sicher: das ist wirklich ein Biber.