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Dienstag, 16. April 2024

Insektenheim mit Schindeldach

Die zertifizierten Insektenhäuschen, die bei unseren Brummfreunden tatsächlich besonders beliebt sind, kriege ich hier immer nur in Wabenform. Das ist toll, wenn man mal angenommen am Gartenschuppen eine schöne Holzwand unter einem Dachübersprung hat, wo man sich dann damit ein ganzes Insektenparadies zusammenstellen und aufhängen kann. Leider hab ich so was nicht, sondern nur mittelmäßig geschützte Plätzchen. Das Dach hängt zwar über, ist aber ziemlich weit oben und hält durchaus nicht allen Regen ab. Deswegen brauchte meine neue Wabe noch ein zusätzliches Dach als Wetterschutz.

Und weil ich das weiland bei meiner Weihnachtskrippe ja ausführlich üben konnte, fiel mir natürlich sofort ein Schindeldach ein.

Den ersten Regen hat es schon mal überstanden.
So sah es vorher aus - alles andere als regendicht.
Aber schade um das Bienchen...
Schindeln Marke Eigenbau
Und mit Holzleim aufgeklebt. Zum Tackern sind die Schindeln
zu klein, und außerdem habe ich auch gar keinen Tacker.
Also, gemütlich wirkt das schon!

Montag, 10. April 2023

Frohe Osterinsel!

Bei uns war es gestern sonnig und warm genug, um draußen zu sitzen und ein bisschen zu schnitzen. 

Nun bin ich stolze Besitzerin von drei Moai.
Das sind diese ernst blickenden, riesigen Steinstatuen von der Osterinsel.
Meine Moai sind allerdings geringfügig kleiner als die Originale...
Geschnitzt in zwei Stunden aus einem Haselzweig,
künstlich vergraut mittels Essigbeize.

Montag, 4. April 2022

Nicht aus dem Rahmen fallen!

Ich bin mächtig stolz auf mich. Ich habe nämlich einen kleinen Holzrahmen gebastelt, der tatsächlich rechteckig ist. 

Ausgangsmaterial waren diese dünnen Holzleisten, an denen Silvesterraketen befestigt sind. Davon hab ich am Neujahrsmorgen ein paar aufgesammelt - hier und da leicht angesengt, aber kostenlos. Bei den derzeitigen Holzpreisen lohnt sich das beinahe schon...
An den Ecken hab ich die Leisten im 45°-Winkel abgesägt, geschliffen, gebeizt und zusammengeleimt (das ist in diesem Fall schon stabil genug), und dann mit ein paar endrindeten Zweigen aus dem Wald versehen.

Nun hab ich eine nette Dekoration für die Eingangstür für alle Jahreszeiten und Gelegenheiten. Ich kann den Rahmen an einer beliebigen Seite hochkant oder quer mittels einer Kordel aufhängen und beliebigen Kleinkram darin befestigen.

Kostenpunkt ungefähr gleich null. Die Leisten, die Zweige und die Kordel waren kostenlos, und Leim und Beize sind nicht der Rede wert. 

Aktuell natürlich kleine Ostereier
Zum Advent Glöckchen (das bimmelt auch ganz prächtig)...
oder zur Fasnet eine Postkarte, mit Papierklammern schnell befestigt.

Dienstag, 4. Mai 2021

Trennen, was nicht zusammengehört

... kann sehr befreiend wirken.

Heutzutage baut man ja gerne "offen". 
Klar, Architekten und Baufirmen lieben das: Je weniger Wände, desto weniger Baukosten, und desto größer sehen kleine Räume aus. Für die Kostenoptimierung toll, für denjenigen, der später drin wohnen muss... weniger toll.
Ich kann mich im Notfall ja noch daran gewöhnen, dass man heutzutage die Einbauküche ins Wohnzimmer stellt. Für ideal halte ich das nicht, aber es geht. 
Woran ich mich nicht gewöhnen kann: Wenn man durch die Wohnungstür reinkommt und sofort im Wohnzimmer steht. Oder: wenn man auf dem Sofa sitzt und freie Sicht auf Schuhregale und "Gruscht" im Gang hat. Oder: wenn man im Winter den ganzen Flur mitheizen muss, damit man es im Wohnzimmer einigermaßen warm hat. Oder: wenn man jedes Gerumpel aus dem Hausflur eins zu eins im Wohnzimmer mithört.
Ich könnte noch eine Weile so weitermachen.

Jedenfalls hatten wir schon lange den Wunsch, unser Wohn-und Kochzimmer vom Wohnungsflur zu trennen. 
Seit letzten Montag haben wir eine Sache, die der Schreinermeister einen Glasabschluss nennt. Sprich, einen Holzrahmen mit Fensterelementen und einer Tür. Das Glas ist Verbundssicherheitsglas, das heißt, zwischen zwei Glasscheiben ist eine matte Folie eingeklebt. Das hilft sehr, falls es mal einer schafft, in eine Scheibe zu fallen: Die zerbröselt dann wie eine Autoscheibe. Hoffen wir.
Das Holz ist Eiche, der Rahmen massiv, die Tür furniert. So passt es zum Parkett und zum einen oder anderen Möbelstück.

Hurra, der Gang ist vom Wohnzimmer getrennt!
Nicht mehr einfach nur ein Loch in der Wand.
Man kann natürlich auch ganz zu machen... es ist so toll.
Diese meine eigenhändige und nicht maßstabsgetreue Minizeichnung hat der Schreiner überraschenderweise sofort als Plan übernommen und sein Abmaß da eingetragen. Seine Idee war noch eine Unterteilung der Glasfläche links von der Tür wegen Schönheit und Stabilität. Guter Einfall!
Ein älteres Vorherbild: freie Sicht zur Wohnungstür...
... und jetzt endlich ein richtiges, in sich abgeschlossenes Zimmer.
Gegensprechanlage, Altpapier, Schuhe, Regenschirme, Sicherungskasten
...alles nun vom Wohnzimmer aus unsichtbar!
Spiegelt nur leider stark auf dieser Seite. Deswegen...
und weil's schöner ist, Aufkleber mit Vögelchen
...und eine Scheibengardine. Passt farblich fast zur Wand 
...und sieht auch vom Flur aus nett aus.































































































































































Auf dem letzten Bild ist die Scheibengardine auf der Flurseite noch schief. Das habe noch geändert, jetzt ist sie ordentlich und gerade. Und dann haben wir uns noch ein paar Aufkleber mit Schmetterlingen bestellt, damit es den Vögeln nicht langweilig wird...

Vorher hatte ich manchmal bedauert, dass wir nicht früher in das Bauprojekt eingestiegen sind, als es noch möglich gewesen wäre, da gleich von Anfang an eine Leichtbauwand einzuziehen. 

Jetzt muss ich allerdings sagen: Ich finde es so viel besser. Es ist nicht nur eine Trennung, es ist geradezu ein gestalterisches Element. Und der Gang bekommt immer noch genug Licht.

Donnerstag, 1. April 2021

Mit Schaf? - Krippe 2021, Teil 3

Dieser Post macht mit bei Andreas Sammlung von Jahresprojekten auf ihrem Blog "Die Zitronenfalterin".

Alle meine Beiträge zur Krippe findet ihr hier. 
 
Die Bodenplatte mit Geländestufen war also fertig, das Steinfundament gelegt, die ersten Balken aufgestellt - ich konnte mit dem Hausbau beginnen.



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gebürtig bin ich Schwäbin, daher liegt mir das Häuslebauen vermutlich im Blut...
 
Links seht ihr die erste Wand in Holzständerbohlenbauweise - also beinahe. Im richtigen Leben werden die Bohlen mit den Balken natürlich verfugt. Ich habe sie nur verleimt. Irgendwo muss man Zugeständnisse an den Maßstab machen. Balken und Bohlen sind alle aus Hasel- und Ahornstecken selbst geschnitzt.
Das Fenster sollte nach meinem Entwurf eigentlich quadratisch werden und vier Scheiben haben. Nachdem ich mir aber nochmal ein paar Ställe angeguckt habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es solche Stallfenster einfach nicht gibt. Die sind immer klein und im Querformat - logisch, im Stall wollte man ja keine schöne Aussicht und keine frische Luft, sondern nur ein bisschen Licht für den Fall, dass die Türen geschlossen waren.
Mein Fenster ist aus Streichhölzern und einem Stück Plexiglas, sage ich mal, jedenfalls so eine billige Bilderrahmenscheibe. Das kann man zur Not mit der Schere schneiden und muss sich nicht mit echtem Glas aufhalten. Fummelig genug war es so auch. Weiter unten seht ihr das Fenster noch mal von Nahem.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Für die Rückwand habe ich ausnahmsweise was gekauft: Buchenholzstäbchen für Eis-am-Stiel, die es auch beim Bastelbedarf gibt. Leider war die Hälfte quietschbunt eingefärbt.
Wenn man von den Dingern die runden Enden abknipst, die Kanten mit dem Messer bricht und sich dann mit Essig-Stahlwolle-Beize und Farbe austobt, werden das prima Bretter. Die oberen waren die naturbelassenen. Die unten quer liegen, waren rotbraun gefärbt. Die habe ich komplett mit Acrylfarbe bemalt.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Stallrückwand wirken sie alle ziemlich überzeugend, finde ich.
 

 
















Hier säge ich gerade das Türblatt aus einem Stück Eichenholz. Brennholz, um genau zu sein. Wenn die Leute im Wald Holz spalten, bleiben so kleine Splitter übrig, die keiner mehr haben möchte... die kann man aufsammeln und mitnehmen. 
Weil das ordentlich werden sollte, hab ich die kleine Metallsäge genommen. Da merkt man dann ganz deutlich, was es mit der Bezeichnung Hartholz auf sich hat. Ich dachte, ich werde nie fertig.




















Für die Beschläge und Scharniere sowie einen Anbindering habe ich ein paar Büroutensilien, Blumendraht und ein Stück Kupferkabel verwendet.
Wie ihr seht, braucht man zum Drahtbiegen kein Spezialwerkzeug - mit ein bisschen Fingerspitzengefühl langt die Rohrzange.
Die Türbeschläge habe ich noch mittels Lochzange um Nagel- oder Schraubenköpfe bereichert. 




















Doch, mit Acrylfarben bemalt sieht das sehr vernünftig aus. Der Nagel am Türriegel ist ein Metall-Stecknadelkopf.
Leider habe ich erst hinterher bemerkt, dass ich mich bei der Tür um sagenhafte 1,5 cm in der Breite vertan hatte - in dem Maßstab ist das viel. Das konnte ich nicht so lassen, das wäre ja Pfusch am Bau. Noch dazu, wenn ein Fachmann einzieht. Josef ist ja bekanntlich Zimmermann und würde mir was erzählen!
Also musste ich den Riegel wieder abnehmen, die überschüssigen anderthalb Zentimeter absägen (es war immer noch Eichenholz), die Schnittfläche glattschnitzen und beizen, und dann den Riegel wieder anbringen... aber jetzt passt sie.



















Das Fenster ist 2 x 4 cm groß. Also sind die Läden so ca. 2,2 x 2,2 cm... deswegen habe ich die im Unterschied zur vollbeweglichen Tür einfach an der Wand festgeklebt. Was noch fehlt, sind die Haken, mit denen man normalerweise Fensterflügel befestigt. Und oben ein bisschen Wandfüllung.
 

 
















Ob das hier hinterher jemals jemand sieht, ist noch nicht ganz sicher. 
Das ist der Boden im linken Gebäudeteil. Sobald oben zu ist, ist der eigentlich unsichtbar. Aber da ist ja das Fenster. Deswegen soll da auch Beleuchtung rein. Und wenn dann jemand durch das Fenster reinguckt und sieht, dass der Boden aus Hartfaserplatte besteht - das geht ja nun nicht. Deswegen hab ich hier die übrigen, ehemals bunten Eisstäbchen als Dielenboden verlegt.



















Auf der rechten Seiten kam noch ein Gatter aus Kaminstreichhölzern für Ziegen oder so was dazu.



















Probewohnen mit Josef. Es kamen keine Klagen. 
Passt farblich auch gut, finde ich.

Allerdings sieht es hier noch so aus, als wäre der Stall mit Teppichboden ausgestattet.



















Deswegen habe ich geraume Zeit damit verbracht, Paketschnur aus Sisal in kurze Enden zu schneiden und dann liebevoll aufzudröseln. 



















Das gibt prima Stroh als Einstreu. 
Ich habe das mit Leim angeklebt. Soll ja halten.


















So sieht es langsam wie ein richtiger Stall aus. 
Ein entscheidendes Detail fehlte allerdings noch: Spinnweben. Die müssen drin sein, sonst ist es einfach nicht echt. Ich habe einen Hauch Watte an strategisch überzeugend wirkenden Stellen verteilt und festgeklebt.
Jetzt bin ich mit der Innenraumgestaltung ganz zufrieden. Später soll hier noch ein bisschen Kram an der Wand lehnen, eine Mistgabel, eine Leiter und so was vielleicht.

Beim nächsten Mal geht es mit dem Obergeschoss und dem Dach weiter.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Ein Blumenhocker

 ... musste her, und zwar schnell. Da auch in der neue Wohnung wieder wenig Fensterbänke vorhanden sind, müssen die Pflanzen anders untergebracht werden. Direkt auf den Boden geht nicht bei Parkett. Und da die Dipladenia jetzt wirklich rein wollte, musste ich für sie auch noch einen Sitzplatz haben.

Auftritt Hocker, unbekannte Holzart, € 12,99. 

FSC und belastbar bis 100 kg... natürlich... glauben wir es mal.




 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ein Hocker im Rohzustand. 

Auch wenn es nur für Blumentöpfe ist, sollte ein Möbelstück meiner unmaßgeblichen Meinung nach ja ein Mindestmaß an Oberflächenbearbeitung aufweisen. Erstens wegen der Splitter und dem Staub und zweitens wegen wie-sieht-das-denn-aus. Hier war nur die Sitzfläche angeschliffen, alles andere frisch aus der Säge.


 












Also hab ich das gute Stück erstmal grob abgeschliffen. Mein Schleifmittel der Wahl ist so ein Schaumstoffding. Das habe ich schon seit 10 Jahren oder so. Es nutzt sich einfach nicht ab. Ein Phänomen! Leider steht kein Hersteller drauf, sonst würde ich davon alle Schleifstärken kaufen. 











Anschließend dann das gleiche Spiel noch mal mit feinerem Schleifpapier. Ging übrigens sehr leicht, das Holz war weich und knochentrocken.











Und dann Öl. Das macht ja immer Freude, wenn das Holz auf einmal so schön wird. 

Ich benutze ja sonst immer Waffenöl für alles. Außer für Salat. Es harzt nicht, es riecht gut - nur für so ungemein trockenes Holz, und noch dazu Hirnholz, ist es einfach viel zu teuer. Die Sitzfläche hat das Öl nur so weggeschluckt... wenn ich nächstes Mal beim Eisenwarenhändler bin, kauf ich mir Holzöl.

Anschließend hab ich noch eine Lage Möbelwachs aufgebracht. Für mehr Schutz und ein bisschen Glanz.





















Ergebnis: immer noch ein einfacher Holzhocker. 
Aber jetzt mag man ihn anfassen, gegen Gießwassertropfen und Kondensat unterm Blumentopf ist er einigermaßen geschützt, und viel schicker sieht er auch aus.

Mittwoch, 9. September 2020

Pilze schnitzen























Im Laufe meines Bloggerlebens habe ich schon einige Pilze produziert: Fimopilze, FilzpilzeVentilkappenpilze, Pilze aus Eichelkappen, Pilzstempel, Papierpilze... nur aus Holz geschnitzt hatte ich noch keine.


















Das Seltsame ist - ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, wenn ich nicht neulich über Wolfgangs Pilzschnitzanleitung gestolpert wäre.
Ihr seht, es ist wirklich kein Hexenwerk.
Man braucht einen dünnen Ast oder dicken Zweig, ein Taschenmesser und eine Säge.


















Meine Pilze sind ziemlich klein.

















Der größere hat einen gedrechselten Kopf, der mal auf einem "Wiederverschlusskorken" für Weinflaschen saß. Die Zeit des Korkens war abgelaufen, aber den schönen Holzkopf wollte ich nicht wegtun. Deshalb hat er einen neuen Pilzstiel bekommen und gibt jetzt mit seinen kleineren Kollegen die Herbstdeko im Bücherregal.