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Sonntag, 7. Januar 2024

Wieder einer weniger

Gestern war ich mal wieder Radfahren. Man muss es ausnutzen, wenn es gerade mal windstill ist und gleichzeitig nicht regnet.

Kleine Runde nach Oberprechtal und zurück. Leider erwartete mich dort eine traurige Überraschung.














Über diesen prachtvollen Baum habe ich mich jedes Mal gefreut, wenn ich dran vorbei gefahren bin. 

Der deprimierende Anblick gestern:














Weg. 

Warum? 

Für dieses Häufchen Holz?


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Kiefer, die auf dem ersten Bild noch links von der Straße zu sehen ist, ist verschwunden. Gut, die war ein bisschen knubbelig gewachsen und stand oberhalb der Straße - aber die Linde? Klar, in der Nähe steht ein Haus, aber das ist in Ortschaften ja nun nicht zu vermeiden. Dieser Baum war kerngesund und wunderschön. Ortsbildprägend noch dazu. 

Kein guter Anfang für mein Fahrradjahr.

Samstag, 30. September 2023

Stimmung, zur Not mit Gewalt.

Als bekennender Herbstfan hätte ich jetzt langsam wirklich Lust auf kühle Temperaturen und richtigen Regen und sowas. Nicht, dass ich den Sonnenschein nicht ausnutzen würde, aber mal ehrlich - irgendwann ist es einfach genug.  

Immerhin morgens lag in dieser Woche schon mal ein Hauch von Herbst in der Luft. Nebel, Krähen, Rauchschwaden - nur dass die beiden Apfelbäume schon komplett laubfrei dastehen, ist irgendwie kein gutes Zeichen. Vermutlich sind die tot oder sterben gerade. Der Klimawandel macht nicht nur dem Wald zu schaffen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch vor unseren Balkon fehlen ein paar Bäume. Bekanntlich sterben die europäischen Eschen wie die Fliegen an einem Pilz, der aus Ostasien eingeschleppt wurde. Wir hoffen immer noch, dass einige Bäume sich dagegen behaupten und sich sozusagen pilzresistente Eschen entwickeln, aber ob das so kommt, wissen wir nicht.



 








 

 

In der Lücke hinter dem Bach standen vorher drei recht große Eschen, die letztes Jahr endgültig abgestorben sind. Schade um die Bäume, aber prima, dass die Gemeinde sie so sauber entnommen hat und vor allem alle noch (halbwegs) gesunden Bäumen stehen gelassen hat.

Das sieht jetzt sehr viel schöner aus als der traurige Blick auf Baumgerippe.


 









 

Und obendrein können wir jetzt sogar vom Sofa aus die Wallfahrtskapelle auf dem Hörnleberg sehen.

Für alle Baumliebhaber noch ein Aufreger zum Schluss. Irgendein Bescheuerter hat aus Spaß einen wunderschönen uralten Bergahorn am Hadrianswall in England gefällt: Link zur Nachricht auf dem Bayerischen Rundfunk.

Ich hoffe, dass es für solche Leute eine spezielle Hölle gibt.

Dieser Beitrag spielt mit bei der Herbstglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!


Samstag, 3. April 2021

Radelrunde am Karfreitag

Es ist ja auch mal wieder recht angenehm, wenn man Radfahren kann, ohne dass man bergab zu einen soliden Eisklotz gefriert.

Noch dazu funktioniert meine Schaltung, die im Winter zwar problemlos runter, aber nur noch mit größter Mühe hoch ging, auf einmal wieder reibungslos in beide Richtungen. Und oh Wunder, sogar das Tachometer tut wieder. Bei dem kann ich es kaum auf die Temperatur schieben, da hat sich wohl eher wieder was zurück gewackeltkontaktet (ein elegantes Wort, ich weiß).

Es läuft. 

Dieser Post macht mit bei der Frühlingsglücklinkparty auf www.gartenwonne.com!

Wie schön - Ziegen!
Ausnahmsweise kein Mäusebussard, sondern ein Milan. Irgendwie schnittiger.
Der größte Ostergruß der Gegend.
Die beiden sind echt. Der Besitzer stand übrigens entspannt daneben. Alles OK.

"Sie haben die Kreisgrenze erreicht"
Geht auch als Centi-Wendefläche.
Zum Glück hab ich den Schuppen neulich noch mit Bäumen fotografiert. Alle weg!
Oah, Lämmer! Hinten links ist ein ganz kleines - noch wackelig auf den Beinen.
Nicht weit, nicht schnell, aber schön!

Freitag, 4. Dezember 2020

Mein Freund, der Baum...

Unterhalb vom Kurhaus in Schluchsee stand eine riesige Esche mit Zwillingsstamm.

Bis jetzt. Sie wurde vor ein paar Tagen gefällt. Zum Glück nicht, weil man den Platz für neue Bebauung brauchte oder - auch ein beliebter Grund - halt einfach so, sondern weil der Baum krank war. Die Eschen in Europa gehen seit Jahren am Eschentriebsterben ein. 

Ich habe leider nur noch ein paar Bilder vom letzten Februar gefunden, als sie schon sehr stark angegriffen und zurück gestutzt war.
















Aber man kann noch erahnen, wie schön sie mal war. Der Stamm hatte einen gewaltigen Umfang. Wirklich schade, solche Eschen werden in Zukunft nicht mehr nachwachsen.

Freitag, 20. März 2020

Schade drum























Nein, ich meine nicht unsere Bewegungsfreiheit, die uns gerade flöten geht, weil irgendwelche Deppen Party machen müssen.
Ich meine diesen herrlichen Baum. So groß, dass er gar nicht ganz auf Bild passte.


















Er stand auf einem unbebauten Grundstück in diesem (optisch jetzt völlig belanglosen) Wohngebiet, und das war vermutlich auch sein Untergang. Nur ein Häufchen Holz ist übrig.























Auch weg ist der hier...























..allerdings war er immerhin schon deutlich angegriffen und stand zwar an einer Aussichtsstelle, aber im Wald.























Apropos Wald. Wer ein paar Kanister weiß Gott wovon übrig hat, tut bekanntlich immer gut daran, sie einfach in die Natur zu schmeißen...























... und zwar am besten 20 Meter hinter so einem Schild. Wasserschutzgebiet ist nämlich Amtsdeutsch für "Sondermüll bitte hier".
Spitzenleistung!

Mittwoch, 5. Februar 2020

Kahlschlag für den Klimaschutz


















Wir schützen ja nun alle das Klima, was das Zeug hält. Die Deutsche Bahn z.B. dadurch, dass sie die Dieselloks unserer Regionalbahn durch E-Loks ersetzen will (ob das sinnvoll ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt). Dazu muss der Bewuchs an den Gleisen weiter zurückgeschnitten werden. Klar, sobald ein Ast auf die Stromleitung fällt, ist es vermutlich erstmal vorbei.

In der Presseerklärung hieß es "Äste müssen zurückgeschnitten und einzelne Bäume gefällt werden".
Wie das in der Praxis aussieht, sieht man oben sehr schön.
Bis vorgestern war der Hang voller Büsche und Bäume. Die Bahnlinie verläuft oben, nicht unten, wo ich stehe und fotografiere.

Das war der Bahnhof vorher.














Jetzt (in die andere Richtung fotografiert).
















 

















Dass die Bäume oben am Gleis wegmussten, sehe ich ja noch ein. "Einzelne Bäume" sind meiner Meinung nach zwar etwas anderes als "alle Bäume", aber nun gut.


















Aber das hier ist der Hang von unten! Was da wuchs, konnte rein physikalisch niemals auf das Gleis oder die künftige Oberleitung fallen oder hineinwachsen, das geht gar nicht.


















Trotzdem fand es die DB gut, hier mal vorsichtshalber beinahe alles zu fällen, große Bäume, kleine Bäume, Sträucher.

Unsere Regionalbahn hat auf mich auf meine Frage, warum das denn nun bitte sein musste, an die DB Netz AG verwiesen.
Dort reagiert man bislang mal gar nicht auf meine Anfrage.

Ich vermute, dass es einfacher (und billiger!) ist, wenn man die Bäume, die oben am Gleis standen, nach unten hin abtransportiert und dort deswegen alles platt gemacht wurde. Aber die Kosten können doch nicht das einzige Argument auf der Welt sein.
Hier wohnten Vögel, Insekten, Eichhörnchen... die können wir uns jetzt wieder mal abschminken.

Aussicht von unserem Balkon vorher...

... und jetzt. Deutlich durchsichtiger.



































Und ich hatte den letzten Kahlschlag (in Seebrugg) noch nicht mal verdaut.

Freitag, 21. Dezember 2018

So schön war es früher























... am Bahnhof in Bleibach.























Und so sieht es jetzt aus.
Eine große, gesunde Linde. Warum die gefällt wurde, weiß ich nicht. Ich hatte auch keine Energie mehr, mich vorher irgendwie zu mucken, als der rote Strich auf dem Stamm gesprüht wurde. Hätte eh nichts gebracht. In den letzten acht Jahren sind so viele Bäume verschwunden, dass man das Dorf kaum noch wieder erkennt. In bin mir sicher, dass hier wie vor der Kirche als Baumersatz ein bezaubernder Blumenkübel aufgestellt wird.























Am anderen Ende vom Bahnsteig wuchsen früher diese Fichten in einem Garten. Inzwischen sind die auch weg. Klar, das Grundstück war als Garten nicht mehr so richtig zu gebrauchen, und so große immergrüne Bäume direkt an einem Holzhaus sind für die Bausubstanz nicht das Wahre. Versteh ich schon. Schade find ich's trotzdem.
Dazwischen waren früher noch eine große Blutbuche, die zugegeben unter der Trockenheit schwer gelitten hatte und ein, hm, Ahorn glaube ich. Ebenfalls Geschichte.


















Auf dem Grundstück von unseren Nachbarn stand dieser Nussbaum, der zwar mal brutal gestutzt wurde, aber sich mit ein bisschen Geduld vielleicht wieder ganz gut erholt hätte.























Und diese wunderschönen Fichten. Die haben im Wind gerauscht. Es war so toll. Hörte sich an wie im Wald.
Tja.
Auch schon lange weg. Das war kein guter Tag als ich heim kam und die Fichten gefällt waren.
Diese Nachbarn brauchen sich echt nicht wundern, wenn ich sie nicht mag.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Weniger Bäume und die Breisgauer Milchzentrale












 





Die Stadt Freiburg hat kein herzliches Verhältnis zu Bäumen. Zumindest nicht zu ihren eigenen - wenn Otto Normalverbraucher einen Baum im eigenen Garten fällen will, geht das natürlich nicht so leicht. Aber "Stadtbäume" - nix wie weg damit. Allein dieses Jahr wurden wegen Baummaßnahmen über 60 Bäume am Hauptbahnhof gefällt, 23 Robinien wegen Trockenschäden an einer ehemals alleeartigen Straße, 54 Mammutbäume im Seepark, ebenfalls wegen Trockenschäden. 
Und das sind jetzt nur die, von denen ich mehr oder weniger zufällig was mitbekommen habe.


















  Und jetzt hier nochmal 16 Platanen und Linden wegen eines Neubaus.
Sieht nur noch halbwegs nach was aus, weil auf der anderen Straßenseite Bäume wachsen, die nicht der Stadt gehören. Gott sei Dank. 
Das ist ein kleines Dreieck zwischen drei gut befahrenen Straßen, und sozusagen ein Stockwerk höher führt die Rheintaltrasse vorbei, also unzählige Personen- und Güterzüge täglich. Bis jetzt war da eine Wiese und ein Blumenbeet und rundrum eben Bäume.
Genau der richtige Platz für Wohnungsbau, findet man in Freiburg. Nun ja, ihre Sache, nicht meine.

Ich als unbedarftes Landei denke ja immer, wenn man in einer Wiese buddelt, ist da drunter Erde. Entsprechend überrascht war ich über die klirrenden Geräusche, die alles Herausgebaggerte verursachte. Es sind Dachziegel, Ziegelsteine, allerhand Metallteile, ein paar richtige Steine, Balkenstücke und interessanterweise viele heile Glasflaschen. Alles, nur keine Erde.


















Eigentlich klar. Vermutlich hat man da irgendwann nach dem Krieg ein paar kaputtgebombte Häuser abgerissen, den Schutt plattgeschoben und eben eine Grasfläche drauf angelegt.


















Vernünftigerweise ist da leider ein hoher, stabiler Bauzaum drum rum. Geht ja nicht, dass Leute anfangen, rumzuwühlen und in Baugruben fallen oder so. Nein. Geht nicht. Aber man kann immerhin durchfotografieren.
Von diesen großen, arg zerstörten Blechbehältern liegen da ein paar. Und die sind beschriftet. Mit ein bisschen Internetrecherche hab ich herausgefunden, dass da "Breisgau Milchzentrale G.M.B.H." drauf steht. Das war die 1930 gegründete Vorgängerin der heutigen Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg. Vielleicht stand die damals an der Stelle. Das hab ich auf die Schnelle noch nicht rausgekriegt.

Donnerstag, 12. April 2018

Kahlschlag am Bahnhof


















So schön sah bis vor Kurzem das Schluchsee-Ufer am Bahnhof in Seebrugg aus.























Für einen Bahnhofsparkplatz konnte man doch wirklich nicht meckern.


















Da mussten einige Bäume gefällt werden, was mir völlig einleuchtet - ein paar von den Birken waren morsch und morbide. Vielleicht waren die Fichten und Tannen jetzt auch einfach zu groß. Wenn die bei einem Sturm mal umgerissen werden, ist das vielleicht an der Uferböschung gefährlich oder so.


















Aber ich hatte ja schon gehofft, dass man die gesunden und nicht zu alten Bäume stehen lässt. Und vor allem auch ein paar junge, um die Lücken wieder zu füllen.

Tja.


















Damit hatte ich nicht gerechnet.

Alles leer gefegt. Keine Spur von Schatten mehr für parkende Autos und Reisende auf dem Bahnsteig, kein Windschutz, keine Vogelhäuschen, nichts mehr.


















Man steigt aus dem Zug und wird optisch von der Wasserfläche erschlagen.
War vermutlich die billigste Lösung. Und sieht jetzt auch so aus.