Ein Neophyt, von dem nicht allzu viele wissen. Während man sich gerne über andere invasive Arten wie das Drüsige Springkraut oder den Japanischen Staudenknöterich aufregt, läuft die Silberblättrige Goldnessel irgendwie unter dem Radar. Obwohl sie zweierlei Edelmetall im Namen führt.
Ich war auch nur misstrauisch, weil die hübsche silberne Blattzeichnung so verdächtig angezüchtet aussieht, und das ist sie auch. Die Silberblättrige Goldnessel ist eine verwilderte Gartenpflanze, die sich in unseren Wäldern zunehmend wohl fühlt.
Die Gewöhnliche Goldnessel, die eine echte heimische Wildpflanze ist, sieht ähnlich aus, hat aber die Blattzeichnung nicht.
Für mich als gewohnheitsmäßigen Zweifler an zumindest vielen Verdrängung-durch-invasive-Arten-Theorien hat die Sache einen Vorteil: Ich fühle keinen Hauch von schlechtem Gewissen, wenn ich ein paar der wuchernden Wichte in meine Vase entführe.
Zur Brutzeit beehren uns jedes Jahr Wacholderdrosseln. Man kann die Jahreszeit dann sozusagen hören: Sobald der Rabatz anfängt, ist das Frühjahr da. Wacholderdrosseln sind nämlich mitteilungsfreudig und regen sich leicht auf. Ich glaube, sie regen sich sogar gerne auf. Gibt so Typen, nicht wahr.
Aber das passt schon. Sie sind da, sie sind ausgesprochen hübsch und sie verkünden lautstark den Frühling.
Ich habe mir ein Buch gebastelt, das ich im Laufe der Zeit mit
allerhand Bildern und Collagen zu verzieren gedenke. Und zwar in
aufwändiger Manier. Im Internet heißt so was etwas hochtrabend ein Art
Journal... Das durchgehende Thema ist der Wald mit seinen Bewohnern.
Bevor es losgeht, habe ich noch ein Osterbild von gestern für euch. Mit handgefärbten Eiern und selbgebackenem Zopf. Das Lamm ist vom Bäcker, und meinem Projekt hat das alles nichts zu tun - aber ich wollte es einfach gerne noch zeigen.
So, und nun zurück zum Waldbuch.
Zwei weitere Doppelseiten.
Auf der ersten eine Weißwurz - ein hübsche Blume, die jetzt gerade im Wald zu blühen anfängt. Das passt also jahreszeitlich schön. Und ein wenig Vanitas in Form von einem Rehschädel.
Die zweite ist in erster Linie ein Sammler für hübsche Fundstücke. Federn, gepresste Blätter und Knöpfe. Tatsächlich finde ich ziemlich oft alte Knöpfe im Wald, in erster Linie Hemdenknöpfe. Ich denke, das liegt einfach daran, dass es bis vor ein paar Jahrzehnten keine Elastikfasern, keine Reißverschlüsse und keine vollautomatischen Baumfällmaschinen gab. Sprich: viel mehr Handarbeit in Hemdsärmeln im Wald. Und dabei geht das sicher mal leicht ein Knopf ab, und leuchtet dann noch Ewigkeiten später weiß im Waldboden.
Und für alle, die sich gerne Filmchen angucken, hab ich natürlich auch wieder was:
Dem ganz neuen Bücherhäusle einen ersten Besuch abgestattet. 4 Bücher hingebracht, 3 mitgenommen - prima Sache.
Über den Hagel hab ich mich nicht gefreut, aber darüber, dass er zumindest nichts kaputt gemacht hat.
Der Regenbogen war dagegen ganz ohne gemischte Gefühle zu bewundern.
Meine derzeitige Lieblingskatze getroffen. Sie war in Kuschel- und Plauderlaune.
Süßigkeitenfastenbrechen nach sieben Wochen ohne. Am Anfang war's schwerer als gedacht, dann aber kein Problem mehr. Abgenommen hab ich kein Gramm, und der erste Schaumkuss war ...sehr süß. Also schon OK, aber man bleibt auf dem Teppich. Aber: Durchgehalten!
Ostern ohne Osterstrauch ist wie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum. Deswegen gibt es heute statt Blumen Zweige mit Eiern dran.
Für mein persönliches Empfinden ist es am Karfreitag ja eigentlich viel zu früh für Osterdeko - aber erstens machen es alle, und zweitens soll es sich ja auch ein bisschen lohnen. Wobei ich den Osterstrauch nachher auch noch stehen lasse, solange sich die Zweige halten.
Mein Strauch besteht aus Hasel-, Linden und Ahornzweigen, alle persönlich im Stadtwald geklaut. Natürlich nur da, wo sie eh in den Weg wachsen und irgendwann abgesäbelt werden. Die Holzeier sind überwiegend "vintage" und begleiten mich schon mein Leben lang, nur die hellgelben habe ich vor ein paar Jahren mal neu dazu gekauft.