Montag, 13. Mai 2019

Spaziergang























Gestern war feines Wetter zum Spazierengehen. Wenn man wasserdichtes Schuhwerk sein eigen nennt.























Der Regen hatte alles gut durchgespült und abgewaschen, und so ein bisschen Nebel ab und an macht sich auch gut. Wobei das eher tief hängende Wolken waren. Die Feinunterscheidung ist da nicht ganz leicht.
























Jetzt ist gerade alles so schön frisch grün.


















Und wie es blüht! Die Wiesen! Der Ginster! Ganz von alleine.



















Wenn man gerade aus einem Wolkenfetzen raus ist, machen die anderen prima Effekte.


















Die Landschaft sieht viel spektakulärer aus als bei reinem Sonnenschein.
























Nicht nur Glockenblumen, auch Kleines Knabenkraut hab ich gefunden (glaube ich - auch bei den Knabenkräutern ist die Feinunterscheidung so eine Sache).























Das ist eine Orchidee und nicht ganz so häufig, deswegen besonders erwähnenswert.


















Mit ein bisschen Sonne sehen die Wolkenfetzen auch toll aus.
























Und die Wassertropfen natürlich.


















Der ungefähr 10. Versuch, eine Kuckucksnelke scharf zu fotografieren, hat dann auch schon geklappt. Bei fisseligen kleinen Motiven stößt die Taschenkamera an ihre Grenzen.


















Zum Abschluss noch mein heutiges Lieblingsbild: Molto romantico.


Dienstag, 7. Mai 2019

Bäumchen wechsel dich


















Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber wir räumen nach jedem Umzug so ungefähr jedes Zimmer noch mal dreimal um, bis wir zufrieden sind. Vorher kann man lange ausmessen und rumplanen, im richtigen Leben ist es doch immer noch anders.
Ich hab vor ein paar Tagen nochmal den Balkon umgeräumt, und der da oben war persönlich schuld dran.
Der Distelfink turnte nämlich mit ein paar Kollegen durch die Bäume an der Elz, und wir standen am Wohnzimmerfenster und haben ihnen zugeguckt und uns gefreut. Dann landete er auch noch auf dem Balkongeländer - große Begeisterung - guckte sich einmal um, und flog dann genau vor unseren Nasen gegen die Scheibe. Bonk.
Zum Glück ist ihm nichts passiert, er ist mit seinen Kumpels weitergeflogen, aber so was muss sich ja nun auch nicht ständig wiederholen.























Also hab ich diese Begrünungsgruppe, die uns vorm Anblick des Sichtschutzes zu den Nachbarn bewahren sollte, teilweise umgeparkt.
Das rechts ist kein Zeltgerüst für schmale Indianer, da sollen Bohnen dran ranken. Tun sie nur noch nicht. Zu kalt.


















Jetzt stehen drei Bäumchen und die Bohnen-to-be vor dem Panoramafenster. Oben ist noch viel Aussicht (und viel Dagegenflieggelegenheit für Vögel, leider), aber die untere Hälfte ist immerhin etwas geschützt.


















Den Efeu hab ich jetzt noch mal vom Geländer abgewickelt und an Drähten über die Sichtschutzwand gezogen. Das wird bestimmt noch hübscher... hoffe ich. Rechts davon kann jetzt vielleicht noch so eine Kiste für Zeug stehen. Das wäre noch ganz praktisch.
Vors Geländer hab ich ein paar bereits als solche zu erkennende Blumen gestellt.


















Kleiner Storchenschnabel - vor zwei, drei Jahren wild aufgelaufen und wunderbar robust.























Ein Portrait von einem Erlenblatt. Die beiden Erlen sind auch von selber gekommen - in Bleibach stand eine große Erle gegenüber von unserem Balkon. Auch die Birke und der Ahorn sind mir auf diese Weise zugelaufen, allerdings schon in Freiburg. Die leben jetzt schon seit fast 20 Jahren in ihren Blumentöpfen.























Die hier kenne ich nicht. Ist aber hübsch. Ich nenne sie Lila Blümchen. Stammt vermutlich aus einer Blumenmischung.























Die diesjährigen Blumenmischungen und alles andere stagnieren seit geraumer Zeit auf diesem Stand. Na, irgendwann wird's schon warm werden.

Sonntag, 5. Mai 2019

Friedhofsfrühling




















 


Dank Umzug gab es endlich mal wieder einen neuen Friedhof für mich zu entdecken... man mag das morbide nennen, aber ich finde Friedhöfe halt interessant. Und so schön - friedlich. 


















Heute also Eindrücke vom Friedhof in Elzach. Für eine so kleine Stadt ein recht großes Gelände.























Ich mag es ja, wenn alte Grabsteine wiederverwendet werden. Hier wurde die Platte für die Inschrift ersetzt und statt einer Madonna ein nettes kleines Vögelchen in die Nische gesetzt. Warum auch nicht. 























Modernes - ihr wisst, für mich ist alles modern, was ungefähr nach 1920 entstanden ist - gibt es natürlich auch.
























Viele Holzkreuze, wie sich das im Schwarzwald gehört. Die Holzbildhauer müssen ja beschäftigt werden.























Dieses Grabmal steht zweifellos auf dem Grab eines Schmiedes, obwohl es der Steinmetz gemacht hat.























Aber der Schmied hat auch zu tun.



















In Süddeutschland ist es üblich, den Beruf auf den Grabstein zu schreiben. Insbesondere in den Schwarzwaldtälern, wo sich nach wie vor 90% der Einwohner ein halbes Dutzend Nachnamen teilen, eine sinnvolle Sache.
In Zeiten von Familiengräbern steht dann nicht mehr Bäckermeister oder Bäckermeisterswitwe, sondern Bäckerei. Geht auch.























"Hintergrundbauer" klingt nach Kulissentechnik, ist aber in dem Sinne keine Berufsbezeichnung, oder vielmehr nicht nur - die Bauern schreiben den Namen ihres Hofs mit auf den Stein. Hier eben der Hintergrundhof. Vermutlich gibt es auch den Vordergrundhof.























 An der Friedhofsmauer, die streng genommen eine Hecke ist, steht eine prächtige, große Blutbuche.
























Hier gibt es bestimmt noch dies und das zu entdecken. Für heute war es mir trotz Mütze und Handschuhen erstmal kalt genug.


Samstag, 4. Mai 2019

Es schneit

... wie schön.
Na ja. 








 














Sagen wir: Ende November würde ich das toll finden. Im Januar auch, und im März wäre Schnee durchaus noch OK.
Aber im Mai ist dann mal irgendwann gut, finde ich.


















Es macht bis jetzt auch keinerlei Anstalten, aufzuhören.
Ich hoffe, meine Balkonpflanzen halten das aus.



















Heute Morgen hab ich ein paar Kräuterchen ausgesät und komme mir in Anbetracht des schneebedeckten Blumenkastens gerade etwas doof vor.


Donnerstag, 2. Mai 2019

Zum Siebenfelsen


















Am ersten Mai war ich mal wieder Radfahren. Gleich morgens um sieben, um noch ein bisschen Ruhe zu haben.
Ich wollte zum Siebenfelsen. Dazu muss ich eigentlich nur gute sieben Kilometer (das ist ein Muster, oder?) das Yacher Tal hochfahren, bis es zu Ende ist. Da kann man nämlich nicht durchfahren, man kann nur wieder umdrehen. Das macht so ein Tal bedeutend angenehmer als ein Durchgangstal, insbesondere wenn mal wieder Motorradtag ist. Motorradtag ist im Schwarzwald an jedem Wochenende und jedem Feiertag, wenn nicht gerade Schnee liegt. Das nervt. Vom unnötigen Verblasen von Treibstoff mal abgesehen, sind die Dinger elendig laut. Jedem sei sein Hobby gegönnt, aber andere permanent durch Lärm zu belästigen finde ich schon ziemlich rücksichtslos.
Und dann verursachen die ja auch noch Verkehrsunfälle en masse. Natürlich: Die meisten fahren vernünftig, aber es sind halt zu viele Deppen mit so Dingern unterwegs.
Aber egal, zurück zum Thema.
























Auch Radfahrer können natürlich gefährlich sein, machen aber bedeutend weniger Krach.
(Nicht nur die Rechtschreibung, auch die Grammatik ist hier eher flexibel.)























Nicht jede alte Mühe im Schwarzwald wurde restauriert und für den Tourismus ertüchtigt. Einige gammeln auch einfach vor sich hin.


















Ich habe jede Menge Ziegen gesehen, nur leider sind die vermeintlich schönsten Fotos verwackelt.



















Das mit den Vaterunsern bietet sich für Radfahrer eigentlich an. Wenn es stetig bergauf geht, ist man ja für jede Pause dankbar.
Offenbar keine so ungefährliche Gegend, wie man denken könnte...


















... aber sehr idyllisch.























Das ist auch mal kein Gedenkkreuz, sondern ein ganz normales.


















Kühe gibt es natürlich auch. Mit Glocken! Das bimmelt immer so nett.


















Schon ziemlich weit oben fährt man einem riesigen Steinbruch vorbei. Nicht mehr in Betrieb, aber beeindruckend.


















Noch weiter oben eine schöne alte Steinmauer...


















und ein unglaublich farbenfrohes Vogelei. Türkisblau - ich hab es erst für ein Stück Plastikabfall gehalten.


















Hier ein Reh mit seltsamer Beinhaltung. Je länger ich das Bild angucke, desto komischer sieht es aus. Das Viech hatte aber vier Beine an den dafür vorgesehenen Plätzen und war auch sonst völlig in Ordnung. Da bin ich mir sicher, denn es hupfte elegant ins Dickicht und bellte mich dann an.























520 Höhenmeter auf siebeneinhalb Kilometer gehen schon in die Beine.























Die letzten paar kann man aber nur zu Fuß gehen, worüber ich gar nicht unglücklich war.
























Und so sieht er aus, der Siebenfelsen. War die Mühe wert. Ich hatte aber nur Zeit für ein paar schnelle Fotos, weil direkt nach mir das erste halbe Dutzend junge Männer mit Bier, Musik und guter Laune anrückte. Die waren natürlich mit dem Auto zum nahe gelegenen Wanderparkplatz gefahren. Da kamen dann auch noch mehr nach, deswegen bin ich schnell wieder heim gefahren - da ich auf dem Rückweg praktisch nur bremsen und nicht mehr treten musste, ging das auch wirklich schnell.


















Bergab macht man naturgemäß auch viel weniger Fotos.


















Immerhin, für ein paar mehr Ziegen, Pferde und noch eine kleine alte Mühle hat es noch gereicht.