Donnerstag, 20. August 2020

Du ziehst sofort dat Trikot aus in mein Garten!


















... sagt der Schalke-Fan zur Wespe.
(Einer meiner absoluten Lieblingswitze!)

Eigentlich sind nämlich Wespen die Schwarzgelbgestreiften. Bienen sind mehr so hell-dunkel in Goldbraun.

Dieser nette Geselle ist eine Gemeine (also gewöhnliche) Wespe, was man an der Gesichtszeichung erkennen kann. Es gibt auch noch die Deutsche Wespe, aber die hat drei voneinander abgegrenzte Punkte auf der Nase.


















Das hier ist ein schon ziemlich zerfledderter Kleiner Kohlweißling.

Bis hierhin war ich mir noch sicher. Ab jetzt kommt heiteres Insektenraten.


















Dieser Nachtfalter ist vermutlich irgendeine Eule, aber fragt mich bitte nicht, welche.



































Auch bei all diesen netten kleine Bienchen oder Wesplein traue ich mir keine genaue Einordnung zu.


















Die Erdhummel hat jetzt doch noch die Dipladenia für sich entdeckt.
So toll wie die Lupine findet sie die zwar nicht, aber immerhin kann man mal drinherumwurschteln.


















Dieses schmucke Tier ist vermutlich eine Madengoldfliege.


















Und die hier mit der Wespentaille ist wohl eine Feldwespe.

Mittwoch, 19. August 2020

Ein Mantel für Anton























Unsere Stehlampe heißt Anton.
(Wir haben sie nicht etwa selber so benannt, nein, die wurde schon unter dem Namen verkauft.)

An sich besteht Anton aus einem Metallfuß, einer Lampenfassung, einem Zugschalter und einem schlichten weißen Lampenschirm, der aus Kunststoff mit Textilüberzug besteht.























Und da liegt auch das Problem: Wenn man in Kunststoff eine Delle macht, dann bleibt die drin. Man sieht eine oben rechts.

Anton hatte sogar zwei Dellen, die beide auf mein Konto gingen. Als wir unsere Birkenfeige noch hatten, konnten wir Anton damit immer so ein bisschen verstecken.

im Februar


















Aber leider ist die Birkenfeige ihrem hohen Alter zum Opfer gefallen, und mit dem dünnen Drachenbaum (die "Palme" rechts im Bild) geht das nicht.























Also habe ich einen Bezug gehäkelt. Aus so dreifarbigem Baumwollgarn.
Zunächst habe ich sehr viel mathematische Überlegung in die Passform gesteckt. Oben ein Umfang, unten ein Umfang, dazwischen ein Abstand, meine Maschenbögen sind so und so breit und lang... ja, und dann? Wir kriege ich jetzt raus, wann ich wieviele Maschen zunehmen muss? Ich habe alles Mögliche gerechnet, was aber im Ergebnis irgendwie immer falsch war.

Wie so oft lässt sich das Detail medienwirksamer fotografieren als das Ganze


















Leider haben mir 13 lange Jahre Schulbildung hierfür irgendwie nicht genug mitgegeben. Ich habe das dann mit Schätzen und Probieren gelöst.
Ging auch.


















Der Überzug hält ohne weitere Befestigung auf dem Schirm. Durch ein bisschen Spannung, und weil sich das Garn auf dem Stoff etwas verhakt. Das Verhaken macht dann leider auch die unregelmäßige Optik, aber durch das bunte Muster ist das nicht so schlimm, finde ich.

Zumindest tagsüber.























Abends geht die Rechnung natürlich nicht mehr auf.
Na ja, ich kann immer noch so tun, als wäre das Absicht. Shabby chic nennt man das gerade, wenn ich recht informiert bin.


Montag, 17. August 2020

Sonntagsradeln zum Bäreneckle


















Dieses Mal gibt es den Büffel zu Anfang statt am Schluss.







































Ich bin durch Biederbach-Dorf Richtung Selbig gefahren.



















Durchaus beachtet vom örtlichen Rindvieh.























Darum steht also der Baum so schief: Weil sich das Kalb immer dagegen lehnt!



















Eine schöne Strecke. Es geht nur ständig bergauf.



















Einmal zurück Richtung Biederbach-Dorf geschaut.


















Selbig ist so eine lose Ansammlung von Höfen in einer Art Hochtal. Sehr ruhig, sehr nett, nur leider muss man als Radler erstmal in besagtes Tal runter und dann wieder rauf.


















Eine ganze Menge Stare.



















Von Selbig aus habe ich mich dann noch zum Bäreneckle hochgekämpft. Wenn ich schon mal in der Nähe bin, nicht wahr.























Oben steht ein Sandsteinmarterl mit folgender Inschrift:

Dises Denckmal ist hie hergestelt worden wegen dem Jakob Schetzle
Er ist gestorben hir den 1. Jener [Jänner = Januar] 1827

Was beweist, dass holperiges Deutsch auch keine moderne Erfindung ist.


















Außerdem hat man vom Bäreneckle aus eine sehr schöne Sicht. Das war die 330 Höhenmeter doch wert.
Während ich mir da also schweißüberströmt und schwer schnaufend ein kurzes Päuschen gegönnt habe, fuhr mit dem charakteristischen Ssssst-Geräusch völlig entspannt ein Bursche auf dem E-Mountainbike an mir vorbei.
Pff! So was kaufe ich mir, wenn ich alt bin.


















Von hier aus hätte ich ohne Weiteres über Oberspitzenbach zurückfahren können. Aber ich hatte es etwas eilig, weil zuhaus die Rollläden gegen die drohende Sonnenglut geschlossen werden mussten. Deswegen bin ich erstmal umgekehrt.























Den Rückweg habe ich dann über Illenberg genommen.























Dazu muss man erstmal am Sackgassen Schild vorbei, was ja - vor allem bergab - immer etwas nervös macht. Aber nur die Straße hört auf, ein Feldweg führt weiter.


















Der hat mich allerdings teilweise an die Grenzen meiner Bremskünste gebracht, denn steil bergab auf losem, grobem Schotter ist echt nicht so einfach, wenn man kein Mountainbike mit breiten Reifen hat.


















Dafür hab ich mal gesehen, was es mit dem neuen riesigen Stall auf sich hat, den wir beim Spazierengehen von der anderen Talseite aus oft sehen: es ist ein All-Inclusive-Wellness-Hotel für Ziegen! Bio-Ziegen mit Hörnern. Auf der anderen Stallseite dürfen sie zweifellos auch raus an die frische Luft, wenn sie mögen. Man darf da nur nicht hingehen. Ich habe natürlich die Ecke fotografiert, wo gerade am meisten los war, die haben schon mehr Platz.
Ich glaube zwar, dass zumindest im Sommer Ziegen auf der Weide noch viel glücklicher sind, aber klar - diese Variante ist zweifellos rentabler. Und ganz sicher besser als konventionelle Ziegenhaltung im Stall.

Samstag, 15. August 2020

Fast wie Magie


















Gestern hat es doch wahrhaftig mal ein bisschen geregnet. Nicht genug, um die Trockenheit zu beenden, natürlich - dafür müsste es jetzt ungefähr drei Wochen lang am Stück regnen - aber genug für Nebel heute Morgen.























Eine Illusion von Herbst. Man weiß zwar, dass es später wieder heiß wird, aber im Moment ist es so herrlich kühl und frisch, dass man das völlig vergessen kann.



















Dieser Baum ist nicht aus jahreszeitlichen Gründen kahl, sondern weil er wegen der Trockenheit eingegangen ist. Schade, der war schön.



















Fototechnisch ist Nebel allein schon deswegen toll, weil er sich in den Tälern sammelt und Siedlungen, Straßen und Gewerbegeiete unsichtbar macht.


















Die Schlehen sehen schon gut aus, sind aber noch lange nicht reif.


















Dieser Post macht bei der Sommerglück-Linkparty auf Gartenwonne mit.

Freitag, 14. August 2020

Was der Balkongarten macht























Was wird er schon machen? Schwitzen und auf Abkühlung hoffen, wie wir alle.
Aber solange mir niemand verbietet, Trinkwasser in die Töpfe zu schütten, müssen meine Pflanzen immerhin nicht dursten. Den Vorteil haben sie.























Auch ich halte es draußen höchstens noch im Schatten aus.
Und ja, da ist was auf meiner Linse. Ich fürchte, ein Kratzer.


















Ich habe dieses Jahr glaube ich noch eine neue Sorte Weidenröschen in den Blumentöpfen (im Bild oben links). Die laufen ja eifrig von selber auf und sehen sich alle so ähnlich, dass ich etwas den Überblick verloren habe. Egal, sie wachsen, sie blühen, sie brauchen keine Pflege (außer Wasser, natürlich) und die Insekten freuen sich drüber.
Die Rosen blühen gerade treu und brav zum zweiten Mal. Bis auf die ganz neue, die braucht noch ein paar Tage.



















Mit der obligaten Blattlaus: Das einzige Schmuckkörbchen, das dieses Jahr so richtig blüht, ist übrigens aus dem geheimnisvollen Sämling hervorgegangen, der sich unter die Tomatenpflanzen geschlichen hatte.


















Die große Zeit der Schwebfliegen ist wieder vorbei - jetzt sieht man ab und zu mal eine, muss aber nicht alle Nase lang ein halbes Dutzend aus einer hilflosen Lage am geöffneten Dachfenster befreien. Die Viecher finden nämlich prima rein, aber leider nicht mehr raus.
Auch das gelbe Blümchen (ich weiß immer noch nicht, was es ist) blüht zum zweiten Mal. Es hat sich auch schon rege versamt, was mir sehr recht ist.
Das Einzige, was an der Pflanze unangenehm ist, sind fiese kleine Spitzen an den Samen, die sehr leicht abbrechen und sich einem in die Haut bohren. Ist so ähnlich wie mit den Schwebfliegen: rein gehen sie ganz leicht, raus aber nur sehr schwer. Deswegen hüte ich mich auch, diese Samen fürs nächste Frühjahr zu ernten.























Die Hummel arbeitet am schönsten Weidenröschen und ist natürlich ein bisschen zu dick dafür.


















Im Giebel vom Nachbarhaus bauen Bienen. Keine Wespen, das sieht man an den Waben ohne Hülle drumherum. Ich habe mich schlau gemacht: Wenn nicht offensichtlich ein ganzes Volk gerade einem Imker ausgebüchst ist und als riesige Traube irgendwo am Baum hängt, macht man in so einem Fall am besten gar nichts.
Bienen sind ja nicht in dem Sinne gefährlich, und wenn sie da oben gerne wohnen möchte - bitte.


















Im Treppenhaus habe ich neulich jemanden gefangen und rausgeschmissen: Den Russischen Bären.
Wenn das Herr Putin wüsste!
Übrigens sieht dieser Schmetterling erst richtig toll aus, wenn er fliegt. Die unteren Flügel, die man hier nur erahnen kann, sind nämlich wunderschön orange-rot.























Endlich passt das Kleid mal zur Lektüre.























Ich denke, bis der Herbst kommt, werde ich hauptsächlich im Schatten sitzen, lesen und Eis essen. Dies hier übrigens mein derzeitiger Favorit: Die 8er Packung für 1,39 €. Besser, billiger und praktischer als alles, was die Eisdiele kann.