Freitag, 2. Oktober 2026

Ein Erbstück mit Familiengeschichte

 

Bei uns ist es jetzt nicht so, dass Schmuckstücke im Wert von Mittelklassewagen im Safe liegen - dafür kann man sowas nettes Kleines hier auch zum Einkaufen oder im Büro tragen. 

Von wem diese Silberbrosche ursprünglich stammt, ist nicht überliefert. Eine Punze gibt es auch nicht. An der passenden Stelle sind Löcher im Metall. Es sieht ein bisschen aus, als hätte jemand die Seriennummer weggefeilt...

Auch sonst sieht man ihr an, dass sie schon einiges mitgemacht hat. Aber das darf auch gerne so sein, ein altes Schmuckstück soll ja nicht nagelneu aussehen. 

 

So schwarz angelaufen war sie vor meiner Putzaktion. 

Da ich gerade im Internet meinen Familienstammbaum ergänze, kann ich mir jetzt ausdenken, von wem diese Brosche stammen mag: Von Ururgroßmutter Julie, die mit 18 Jahren geheiratet hat und mit 38 als Mutter von sechs Kindern starb, als ihr Jüngster, mein Urgroßvater Emil, gerade mal fünf war? Oder vielleicht von Ururgroßmutter Caroline Wilhelmine, die sage und schreibe 13 Kinder hatte?

Wenn ihr auch mal in eurer Familienhistorie stöbern möchtet, kann ich euch Familysearch empfehlen. Die Seite ist von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" (was für ein Name!), also kurz gesagt von den Mormonen. Aber keine Sorge, man wird dort weder missioniert noch irgendwie indoktrinierert. Es ist einfach ein kostenlos nutzbares Archiv. Die Mormonen haben wohl nur ein besonderes Interesse an ihren Familien und lassen uns andere mitspielen - so haben alle was davon.

3 Kommentare:

  1. Die Brosche ist schön. So ein Familienstammbaum ist sicher sehr interessant. Mir würde es voll und ganz reichen, wenn ich irgendwann noch einmal den biologischen Vater meiner Mutter herausfinden könnte. Aber das wird wohl nichts mehr.
    Liebe grüße und ein schönes Wochenende - Elke

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  2. Hallo Centi,
    wenn das Schmuckstück reden könnte, dann könnte es dir sicher viele Geschichten erzählen.
    War es ein Verlobungsgeschenk oder zur Hochzeit, Taufe usw. evtl. kann dir ein Juwelier mehr darüber erzählen. Bei "Bares für Rares" wird jedes Schmuckstück genau analysiert. Aus welcher Zeit, und welcher Künstler usw.
    Ahnenforschung ist hochgradig spannend, da bin ich auch gerade dabei. Das Beste ist, es ist alles archiviert und vieles dokumentiert, und die KI sagt einem genau wo und wie man es finden kann.
    Ich habe aktuell über den DRK Suchdienst das Schicksal meiner Tante, der jüngsten Schwester meines Vaters, erfahren. Sie starb 1945 in einem russischen Gefangenenlager. Im Archiv des DRK waren sogar Kopien der Original russischen Lagerleitung vorhanden.
    Das Erstaunliche ist, je mehr Antworten ich bekomme um so mehr Fragen tun sich auf.
    Es ist wie ein Puzzlebild , manches passt zusammen, manche Spuren führen nicht weiter.
    Und auf manche Fragen wird man wohl nie eine Antwort bekommen.
    Liebe Grüße von Conny


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  3. Familienfeschichte ist spannend! So viel weiss ich noch nicht, es gibt hier ganz viele Lücken, und niemand der noch was wissen könnte. Vielleicht schaue ich mir die Seite mal an.
    Deine Brosche ist sehr hübsch und es ist schön, so etwas zu haben.
    Ich erfahre gerade ein bisschen etwas über meinen Vater. Das ist sehr schön
    Herzlichst
    Yase

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