Bei uns ist es jetzt nicht so, dass Schmuckstücke im Wert von Mittelklassewagen im Safe liegen - dafür kann man sowas nettes Kleines hier auch zum Einkaufen oder im Büro tragen.
Von wem diese Silberbrosche ursprünglich stammt, ist nicht überliefert. Eine Punze gibt es auch nicht. An der passenden Stelle sind Löcher im Metall. Es sieht ein bisschen aus, als hätte jemand die Seriennummer weggefeilt...
Auch sonst sieht man ihr an, dass sie schon einiges mitgemacht hat. Aber das darf auch gerne so sein, ein altes Schmuckstück soll ja nicht nagelneu aussehen.
So schwarz angelaufen war sie vor meiner Putzaktion.
Da ich gerade im Internet meinen Familienstammbaum ergänze, kann ich mir jetzt ausdenken, von wem diese Brosche stammen mag: Von Ururgroßmutter Julie, die mit 38 Jahren als Mutter von sechs Kindern starb, als ihr Jüngster, mein Urgroßvater Emil, gerade mal fünf war? Oder vielleicht von Ururgroßmutter Caroline Wilhelmine, die sage und schreibe 13 Kinder hatte?
Wenn ihr auch mal in eurer Familienhistorie stöbern möchtet, kann ich euch Familysearch empfehlen. Die Seite ist von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" (was für ein Name!), also kurz gesagt von den Mormonen. Aber keine Sorge, man wird dort weder missioniert noch irgendwie indoktrinierert. Es ist einfach ein kostenlos nutzbares Archiv. Die Mormonen haben wohl nur ein besonderes Interesse an ihren Familien und lassen uns andere mitspielen - so haben alle was davon.

