Wir hier im Südwesten Deutschlands kriegen klimawandelmäßig diese Jahr wirklich die Breitseite ab. Seit Monaten hatten wir keinen Tag mehr, an dem die Temperaturen unter 26° geblieben sind (über 30 ist im Moment Standard) und hatten vor allem auch keinen nennenswerten Regen mehr - und zwar nach einem sehr trockenen Winter und Frühling.
Obwohl die gelben Blätter und das braune Gras natürlich von der Trockenheit kommen, bin ich sonst über alles, was ein ganz kleines bisschen auf den Herbst hindeutet, dieses Jahr besonders froh.
Mudlarking heißt, im Schlamm oder einfach auf dem Boden nach interessanten Dingen suchen. Das kann man am Meer, an Flüssen und Bächen oder auch im Wald. Überall, wo was rumliegt. Im Gegensatz zum Sondeln, wo man mit einem Metalldetektor nach interessanten Sachen sucht, braucht man keine besondere Ausrüstung (und keine Genehmigung, zumindest nicht bei uns. Man gräbt ja auch nichts aus, man hebt eher auf). Für Mudlarking an oder in Gewässern empfehlen sich allerdings wasserdichte oder wasserunempfindliche Schuhe.
Und das ist auch genau der Punkt: Wir haben hier seit Monaten durchgehende Hitze und Trockenheit. Es ist eigentlich für jede körperliche Aktivität im Freien zu warm, aber nicht dafür, in Plastikclogs durch fließendes Wasser zu latschen. Am besten frühmorgens. Es ist einfach herrlich.
Außerdem hat man Natur um sich drum rum, die man sonst nie sehen würde. Und wenn man keine überzogenen Erwartungen hat, findet man auch fast immer irgendwas.
Zum Beispiel... einen Glücksbringer!
Wer mag, kann mitkommen auf eine Wasserwanderung durch die schöne Elz und sozusagen miterleben, wie ich dieses Stück gefunden habe:
Dieser Beitrag spielt mit bei der Sommerglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!
Das Foto ist nicht das beste, weil 1. schon dämmrig und 2. durchs Fliegengitter geknipst, aber das Motiv macht es meiner Meinung nach wieder wett.
Die Störche sammeln sich schon, um in den Süden zu fliegen. Bei den augenblicklichen Temperaturen fragt man sich ja, was sie da eigentlich wollen... aber vielleicht ist es in Afrika auch weniger heiß als bei uns.
Wie ihr wisst, habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr jeden Monat mindestens ein Bild, oder wohl eher eine Skizze, mit Wasserfarben en plein air zu malen.
Andrea sammelt auf ihrem Blog dankenswerterweise alle unsere Jahresprojekte!
Nach dem eher etwas schwachen Juni hab ich Juli wieder mehr "richtig" draußen gemalt. Übrigens noch mal vielen Dank für eure lieben Kommentare! Ihr macht mich ja ganz verlegen.
Ich bin so mittelzufrieden mit meinen Werken... schlecht sind sie nicht, aber irgendwie auch nicht so richtig toll. Irgendwas stört mich an fast jedem Bild (und das ist jetzt kein fishing for compliments, das ist einfach so). Aber wie schon öfter gesagt, es geht ja auch um die Übung, um das Lernen. Und ich lerne nach wie vor dazu, glaube ich!
Am Schluchsee
Irgendwie müsste der Seeboden dunkler sein, glaub ich
Aussicht auf Elzach
Das mit den Dächern war mal richtig knifflig!
Grünes Flussglas
Das war auch gar nicht so leicht...
Ein Felsen mit Waldsterben
Und nochmal der Schluchsee
Die Felsen vorne hätte ich anders gruppieren sollen!
Bei mir steht gerade ein kleines, etwas struppiges Sträußchen gemischter Wiesenblumen in der Flohmarktvase.
Schafsgarbe, Hornklee, Habichtskraut (oder so was ähnliches zumindest) und ein paar Grassamenstände. Die Mischung hält sich schon ganz wacker seit einer Woche - das schafft nicht jeder Strauß vom Gärtner. Schon gar nicht im heißen Hochsommer.
Die letzte Hitzewelle, also die Anfang dieser Woche (wobei ich eigentlich nicht finde, dass eine "Abkühlung" auf 30° C als solche zählt), habe ich am Schluchsee verbracht. Auch da war es heiß, aber doch vergleichsweise noch einigermaßen erträglich.
Ich habe ziemlich viele Schmetterlinge gesehen, denn die mögen Hitze und Trockenheit bis zu einem gewissen Grad.
Außerdem hab ich noch ein kleines Video von einer kleinen Schatzsuche und noch mehr Schmetterlingen für euch.
Dieser Beitrag spielt mit bei der Sommerglück-Linkparty bei Loretta und Wolfgang!
Ein Zitronenfalter und eine Ackerhummel
Ein großes grünes Heupferd in betont entspannter Haltung
Ein Perlmutterfalter (veilleicht ein mittlerer) und ein Dickkopffalter
Andere Perlmutterfalter... vermutlich
Ein Tagpfauenauge (die sind unverwechselbar)
Und zuguterletzt noch das versprochene Video!
(Da der Schluchsee ein Stausee zur Stromerzeugung ist, wird der Seespiegel künstlich mit
aus dem Rhein hochgepumptem Wasser hoch gehalten. Deswegen ist er noch
so voll - die versiegenden Zuflüsse und die anderthalb Regentropfen der
letzten Monate hätten das nicht geschafft.)