Dienstag, 11. August 2015

Zwischenstand

Im Mai hab ich ja angefangen, regelmäßig laufen zu gehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für ein kleines, vorläufiges Résumé, finde ich.
 

















Also: Meine derzeitige Laufstrecke ist 5,63 km lang (mit 70 Höhenmetern - ganz flach ist hier schwierig) und ich brauche dafür ungefähr 40 Minuten. Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger.
Das ist nicht sehr schnell und auch nicht sehr weit, aber vor drei Monaten hätte ich das nicht geschafft. Nicht mal ansatzweise.

Ich bin überhaupt nicht sportlich veranlagt und muss mir so was Stück für Stück erarbeiten. Mit viel Schweiß, Muskelkater, Seitenstechen und vor allem viel Geduld.
Angefangen hab ich mit einer Art Intervalltraining: zwei Minuten laufen, zwei Minuten gehen, und dann wochenweise die Laufintervalle verlängert, bis ich eine halbe Stunde am Stück laufen konnte. Das war der erste Etappensieg, und ich fand es gar nicht leicht, da hin zu kommen.
Im Gegensatz zum Radfahren hat man beim Laufen keine Unterstützung und keine Pausen. Am Anfang ist das ganz schön ekelhaft, weil der ganze Spaß an der Sache darin besteht, irgendwann wieder zuhause zu sein.

Aber irgendwann kommt tatsächlich der Punkt, an dem man läuft und dabei an was anderes denken kann als daran, wie sehr man gerade leidet. Von da an geht's bergauf.

Jetzt bin ich an einem Punkt, wo ich das mit dem Laufen ganz OK finde. So viel Spaß wie Radfahren macht es mir nicht, aber es hat auch Vorteile. Solange man auf einigermaßen ruhigen Wegen läuft, muss man z.B. nicht groß auf den Straßenverkehr achtgeben. Ich laufe am liebsten früh morgens, denn was einen echt nerven bis tatsächlich gefährden kann, sind die lieben Zeitgenossen, die ihre unerzogenen Hunde frei rumlaufen lassen. Morgens sind die bei uns zum Glück noch nicht wach. Außerdem ist es morgens noch kühl.
Im Herbst und Winter, wenn es erst spät hell wird, muss ich mal schauen wie das mache.























Ein bisschen Ausstattung braucht man natürlich auch.
Erstmal gute Laufschuhe. Ich laufe ausnahmsweise auch mal in ollen 20-€-Tretern, aber ich bin der Überzeugung, dass man seiner Wirbelsäule und seinen Gelenken keinen Gefallen tut, wenn man so was ständig benutzt. Obwohl man zugegeben bei den teuren Schuhen vor allem den Markennamen zahlt.
Solange es morgens kühl war, kam ich gut mit Baumwollhosen und T-Shirts zurecht. Ab ungefähr 17° aufwärts taugt das für mich aber nicht mehr, weil Baumwolle, die einmal nassgeschwitzt ist, auch nass bleibt. Das ist dann fies. Also hab ich noch mal wirklich wenig Geld für fröhlich bunte Laufklamotten aus Zauber-Polytierchen von Aldi investiert und bin sehr zufrieden. Die sind seltsam flatterig und wiegen fast nichts, aber man spürt auch kaum, dass man sie überhaupt an hat. Trocknen sehr schnell und sind richtig luftig und angenehm.

Kommentare:

  1. Hihi, das mit den kaum zu spürenden Superleichtklamotten habe ich auch bemerkt - bzw. eben nicht bemerkt und mich schon mehrfach dabei ertappt, an mir selbst nachzuschauen, ob ich tatsächlich ein komplettes Laufhäs anhabe...:)

    LG, el capitán

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das hab ich schon gemacht. Insbesondere die Hose hab ich leicht im Verdacht, nicht da zu sein. :D

      Löschen
  2. Ich bewundere ganz ehrlich Deine Selbstdisziplin und Deinen Kampfgeist!
    Deine Strategie und das Ergebnis sind wirklich toll.
    Gratulation!
    Edith

    AntwortenLöschen
  3. Und ich dachte daß ich die Einzige wäre, die sich über unerzogene Hunde ärgert. Ich bin ja wirklich ein Hundefreund, aber wenn einem ein "Tutnix" am Bein hängt und einem die Wade abreißen will, dann hört der Spaß bei mir echt auf. Manche Hundehalter tun so als hätten sie die Wege gepachtet und ich als Jogger oder nur Spaziergänger kein Recht da zu laufen. Ja, sie zahlen Steuer, aber nicht um die Wege für sich zu haben. Mehrfach hin mir schon so ein Fiffi am Bein, bisher immer glimpflich ausgegangen. Aber das hat dafür gesorgt daß mir jedes Mal schon bange wird, wenn ich einen aus der Ferne sehe. Man weiß ja nie....

    Im Herbst und Winter laufe ich gerne im Dunklen, allerdings nie auf Feldwegen, sondern nur im Ort. Da bin ich doch ein kleiner Schißhase :D Und wenn es mir zu eklig kalt oder regnerisch ist, dann nehm ich meinen Heimtrainer und mach ne DVD an ;)

    Liebe Grüße,
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wah, furchtbar! Ich krieg schon die Krise, wenn die Viecher mich anspringen, anknurren oder verbellen... muss ja alles nicht sein, und wenn man Fiffi so ein Benehmen nicht abgewöhnt, dann muss er an der Leine bleiben. Mal ganz davon abgesehen, dass solche Hunde auch Wildtiere hetzen.
      Und ich mag Hunde auch gerne, das möchte ich vorsichtshalber betonen. ;-)

      An Mörder/Räuber/Vergewaltiger, die nachts im Kalten und Dunkeln auf einsamen Feld- oder Waldwegen lauern, glaube ich ja immer nie so recht... zu unbequem, zu geringe Erfolgsaussichten. ;-) Aber ich hätte echt Angst, im Dunkeln über einen Stein oder so was zu stolpern!

      Löschen
  4. Ich finde es total beeindruckend, dass du das durchziehst und schon solche Erfolge feiern kannst =)
    Laufen ist für mich ja ein rotes Tuch ^^ Dein pinkes Tuch ist dagegen viel cooler und ha ja auch Warnwirkung :D

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer über nette und konstruktive Kommentare! Vielen Dank dafür!
Antworten auf ältere Beiträge moderiere ich, damit mir nichts durch die Lappen geht. Deswegen kann es da schon mal länger dauern, bis dein Beitrag erscheint.