Sonntag, 24. Mai 2020

Leben auf dem Balkon























... und um ihn herum. Nicht nur ich verbringe da viel Zeit.


















Die Wacholderdrosseln füttern ihre schon ziemlich ausgewachsenen Jungen...























das Rotschwänzchen singt...


















und der Storch flappt obendrüber.























Auch die Pflanzen wachsen und gedeihen. In diesem Topf noch die Osterglockenblätter, Storchschnabel und eine Bohnenpflanze.


















Ganz winzig geworden, aber immer noch am Leben: ein Hornsauerklee. Es gibt im Internet reichlich Tipps, wie man ihn vernichten oder wo man ihn für 10,- €  kaufen kann. Ich lasse beides sein. Der Klee hat sich vor vielen Jahren in einigen Blumentöpfen angesiedelt, hat ein paar Jahre eifrig gewuchert und geht jetzt wieder zurück. Beides ganz von alleine.























Das ist irgendein anderer Klee, der der erfolgreichste Überlebende aus der Blumenwiesenmischung vom letzten Jahr ist. Ein paar Kornblumen sprießen auch noch.


















Die Hummeln besuchen immer noch die Lupine. Die ist die reinste Hummel-Bar.


















Diese winzigen Wildbienchen sehe ich auch regelmäßig.  Man beachte bitte auch den dramatischen Schattenwurf.


















Käfer mögen besonders die Margeriten,


















 Schwebfliegen fliegen vor allem auf die kleinen Gelben aus dem Supermarkt.
Ich hätte noch mal auf den Topf schauen sollen, wie die heißen. Die sind nämlich bis jetzt sehr nett und pflegeleicht. Ich muss sie nur gießen und sie blühen wie die Großen. Bis jetzt auch ganz ohne Schädlinge.


















Was mich auch freut: alle drei Topfrosen vom letzten Jahr sind noch am Leben und blühen sogar wieder.



Samstag, 23. Mai 2020

Radtour am Donnerstag


















Wenn an Christi Himmelfahrt schönes Wetter ist, sollte man früh aufstehen und es nutzen. Später tun das dann alle anderen auf einmal, und spätestens wenn wieder die Krampfadergeschwader auf ihren Motorrädern durch die Gegend knattern, verkrieche ich mich lieber.


















In den Eschen hängen seltsame, große Knubbel. Blätterkugeln. Ich habe online nichts dazu gefunden. Der Pilz, der den Eschen so zusetzt, macht keine Kugeln, die Eschen-Zwieselmotte auch nicht. Gallwespen sind das glaube ich auch nicht, die machen eher Kugeln auf Blättern, nicht aus Blättern. Wobei es an Heckenrosen welche gibt, die riesige Gallen machen... aber nicht an Eschen. Die Kräuselkrankheit kriegen nur Obstbäume. Einfach so viele Blattläuse, dass sich die Blätter einrollen?
Wer weiß.
























Damit es spannend bleibt, bin ich mal wo langegfahren, wo ich noch nie war.



















Landschaftlich hat sich das auch echt gelohnt. Der Haken kommt später.


















Der Feuerkiller ist der Löschteich. Löschteiche sind hier wichtig, weil die Häuser hier verstreut und einsam liegen und zumindest die alten immer aus Holz sind. Die brennen wie Zunder.
Erst gestern Abend ist hier ganz in der Nähe ein Sägewerk abgebrannt. Wir kriegen das immer mit, wenn so was passiert, weil wir schräg gegenüber von der Feuerwehr wohnen. Außerdem roch es gestern sehr brenzlig, und nicht nach Grillfeuer. Am nächsten Tag kann man dann in der Zeitung lesen, wo es gebrannt hat.


















Nämlich genau hier. Rechts von der Straße ist (oder war) die Säge und das Holzlager. Der Hof links steht noch. Das Bild hab ich am 19.04. beim Radfahren gemacht.
Der Schaden wird auf um die 1,5 Millionen Euro geschätzt, aber immerhin wurde wohl niemand verletzt.


















Zurück zum letzten Donnerstag. Da war ich woanders. Unsere Herne ist nicht zu verwechseln mit der Stadt in NRW.


















Eher ländlich.



















Dieses großartige Tor zum Klausenhof  wird wohl nicht mehr so viel genutzt.


















Und auch die riesige alte Scheune links verfällt langsam.


















Bis hierhin ist die Strecke toll.























Dann kommt das Gasthaus an der Pelzmühle. Ich wüsste sehr gerne, was es mit einer Pelzmühle auf sich hat (oder hatte), aber das Internet zeigt mir nur Ortsnamen an. Kann man Mühlen irgendwie zur Pelzherstellung benutzen?


















Die hier sind Großteile ihres Pelzes gerade losgeworden und sicher froh drüber.


















Auch wenn es hier gar nicht so aussieht, ist dies der unangenhme Teil der Strecke. Hier muss man nämlich auf der Bundesstraße fahren, und auch um halb neun sind hier schon Motorräder, normale PKWs und Oldtimer (die Dinger stinken...!) unterwegs.
Einen Teil der Strecke kann man noch umfahren, aber das ist leider nicht beschildert und für den Ortsunkundigen nicht auf Anhieb zu finden.
Demnächst soll aber ein Radweg bis zur Pelzmühle gebaut werden. Dann werde ich die Strecke sicher öfter fahren.


















Hier bin ich schon fast wieder daheim und habe noch ein paar Schafis als Zugabe fotografiert.

Freitag, 22. Mai 2020

10 Wochen























Die Eltern vermissen die Kindergärten, die Kindergärtner/innen vermissen die Kinder. Ob die Kinder was vermissen?























Immerhin sind die Spielplätze wieder offen.

Ich mache jetzt seit 10 Wochen Homeoffice. Mit Unterbrechung von sagenhaften zwei Tagen, an denen ich alleine im Büro war.
Vermisse ich meinen normalen Büroalltag mit Kollegen und so? Ehrlich gesagt: Nein. Es gibt ja Telefone und Skype und E-Mails. Wenn ich jetzt neu irgendwo angefangen hätte, wäre das alles was anderes, aber so... fühle ich mich am Heimarbeitsplatz insgesamt viel besser aufgehoben. Ich muss nicht nach Freiburg und zurück fahren, mich acht Stunden lang mit allen möglichen Leuten auseinandersetzen (insbesondere nicht mit denen, die nerven) und Toiletten mit Sauigeln teilen, sondern kann in Ruhe zu Hause meine Arbeit machen. Ab und zu muss ich was improvisieren, weil mir irgendwelche technische Ausstattung fehlt, aber das ging bis jetzt alles problemlos.
Ich könnte auf Dauer auch ganz gut damit leben, wenn ich nur einmal in der Woche oder alle 14 Tage ins Büro dürfte oder müsste.

Als Kind hätte ich den Kindergarten auch nicht vermisst. Ich hab mich da nie sonderlich wohl gefühlt. Vielleicht bin ich einfach nicht so das Rudeltier.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Spaziergang























Mal wieder die ländliche Kulisse genießen und sich eine gute Portion Gräserpollen in die Nase ziehen - da weiß man wenigstens, warum es kribbelt.























Natürlich blühen nicht nur die Gräser, sondern auch die Margeriten... trockenheitsbedingt zwar etwas verhungert, aber trotzdem schön.



















Sowie Robinien (die weißlichen Bäume oben links) und Stiefmütterchen.



















Blühende Wiesen bilden aber offenbar viel weniger Pollenmasse als blühende Wälder, zum Glück. Es gibt vieles, wofür man dankbar sein kann.


















An dieser Stelle packt mich allerdings kurz der Neid: ich stehe hier auf einer kleinen, sauberen Terrasse vor einer winzigen, gepflegten Hütte, die wohlversteckt am Waldrand diese Aussicht genießt.
Da abends mit einem Getränk der Wahl in der Hand sitzen und Richtung Sonnenuntergang gucken wäre schon was.























Und das ist der nicht weniger schöne Wald dahinter.



















Aber wir wollen ja nicht unbescheiden sein, einfach Rumlaufen ist auch nett.


Dienstag, 19. Mai 2020

TV-Haube DIY























Bei uns nennt das Ding natürlich niemand die "TV-Haube".
Eher "den Lappen, der über den Fernseher kommt" oder schlicht "die Nilpferde".


















Der Nutzen liegt auf der Hand: Man sieht den hässlichen schwarzen Bildschirm nicht mehr.


















Vielleicht bringt das Teil auch was gegen Staub, aber der optische Aspekt stand schon im Vordergrund.
Ich habe ein Rechteck aus Stoff in der Höhe ca. 6 cm und in der Breite ca. 12 cm länger als der Bildschirm zugeschnitten, versäubert, und die beiden Kanten links und  rechts je 5 cm links auf links, die obere 4 cm umgeschlagen, und die Ecken befestigt wie gleich folgt.
Die übrigen cm sind für die Bildschirm-"Tiefe". Der ist ja nicht zweidimensional, sondern so ca. 2 cm dick, je nach Modell. Aber wie man auch ein Taschenbuch in einen flachen Briefumschlag stecken kann, wenn der ein bisschen größer ist, geht das hier auch. Messt das bei eurem Bildschirm aus oder besser: probiert herum, bis es passt!


















Die Ecken näht ihr also an der blau markierten Naht durch alle Stoffschichten, an der rot markierten nur durch die umschlagenen Stücke.

Der Bezug wird dann an den oberen Ecken genommen und dem Fernseher aufgesetzt. Geht sogar mit Regalbrett obendrüber.


















Gewebte Baumwollstoffe sind prima zu verarbeiten und lassen sich gut bügeln.
Nilpferdmotive sind optional, aber zu bevorzugen...
Dazu braucht man mit Bügeln und Rumprobieren und Ecken nicht auf Anhieb gefaltet kriegen maximal eine halbe Stunde.
Hat sich gelohnt.