Montag, 1. Juni 2020
Hauptstadt des Schwarzwalds
Da könnt ihr mal sehen, wo wir wohnen:
Also - irgendwie schon, oder?
So im richtigen Leben wirkt Elzach dann doch eher angenehm kleinstädtisch... andererseits passt das natürlich zum Schwarzwald ganz ausgezeichnet.
Eigentlich sollte man hier viel öfter in der Stadt rumlungern.
Samstag, 30. Mai 2020
Spaziergang mit Überraschungen
Die erste Überraschung wartete gleich am Stadtrand: Wollgras!
Wollgras wächst nur in feuchten Wiesen und ist relativ selten.
Hübsch, nicht wahr?
Ein Stück weiter am Waldrand die nächste, weniger schöne Überraschung:
Zecken. Hunderte! An jedem hohen Grashalm sitzen sie.
Da setzt man seinen Weg sehr vorsichtig fort und sucht sich zuhause sorgsam ab. Klamotten über der Badewanne ausschütteln ist auch sinnvoll. Ein Zeckenbiss ist kein Weltuntergang (mich lieben die Viecher, ich bin das gewohnt), aber da wir hier im FSME-Risikogebiet wohnen, muss man es ja nicht drauf anlegen. Borreliose verbreiten sie auch, und außerdem finde ich sie einfach fies.
Zum Glück waren das nur ein paar Meter, die so ungut bevölkert waren.
Dass der Holunder blüht, ist jetzt keine große Überraschung. Aber schön sieht er aus!
Auf dem Rückweg schlage ich einen Bogen um die Zeckenstelle. Gemähte Wiesen bieten denen wenig Möglichkeiten.
Auch das Geißblatt blüht.
Und zum Abschluss habe ich noch einen leicht zerfeldderten Schmetterling: Ein Waldbrettspiel.
Weil heute Samstag ist, macht dieser Post bei der Frühlingsglücklinkparty von Gartenwonne mit!
Donnerstag, 28. Mai 2020
Statt Blumen
...kann man sich auch mal schlichtes Grünzeug in die Bude stellen. Sogar ganz bescheidene Vertreter wie Kleeblätter, Grashalme, Efeuranken, Weidenzweige oder Himbeertriebe.
Ist zwar nicht bunt, hat aber Vorteile: Kostet nichts, riecht nicht (nicht jeder Blüten-"Duft" ist angenehm, inbesondere nicht in konzentrierter Form in Wohnräumen), hält sich lange und bröselt weder Blütenblätter noch Pollen aufs Tischtuch.
Mittwoch, 27. Mai 2020
Wipfelsaft

Aus den hellgrünen Trieben von Tanne und Fichte kann man einen Saft oder Sirup kochen, der gut gegen Husten sein soll.
Die Wipfel enthalten ätherische Öle (das, was so gut riecht) und Vitamin C.
Ich habe mir also eine gute Handvoll gesammelt, abgewaschen und mit zwei Esslöffeln Zucker, einer Prise Zitronensäure und ca. 2 Tassen Wasser eine Stunde lang köcheln lassen. Die Triebe werden bräunlich und weich, so dass man sie gegen Ende auch noch etwas auspressen kann.
Wenn ihr das auch machen wollt, dürft ihr natürlich nicht einfach irgendwo irgendwas von irgendwelchen Bäumen abreißen... Ihr solltet unbedingt Fichten und Tannen sicher erkennen, damit ihr nicht versehentlich die giftige Eibe erwischt, nicht an zu jungen Bäumen pflücken, keine Zweige komplett kahl rupfen, und wenn euch der Baum nicht selber gehört, den Besitzer um Erlaubnis fragen. Auch die Bäume im Wald gehören jemand.
Das wenig fotogene Ergebnis schmeckt (wie zu erwarten) süß und ein bisschen nach Badezusatz. Mangels Husten konnte ich noch nicht ausprobieren, ob es wirklich was dagegen hilft - aber schaden kann es nicht, das ist sicher.
Montag, 25. Mai 2020
Die Mischung macht's
Nachdem es am Samstag nun sage und schreibe einen Tag geregnet hat (also: nicht etwa den ganzen Tag, nur ein paar Stunden), gab es am nächsten Morgen auch mal wieder ein bisschen Stimmung mit Nebelschwaden und Tautropfen.
Und mit Enten.
Sonne und blauer Himmel sind was Schönes, aber bitte nicht monatelang ohne Unterbrechung. Das macht einen auf Dauer doch genauso depressiv wie immer nur duster und Regen.
In Mitteleuropa hätte ich schon gerne von allem etwas und eine gewisse Abwechslung. Von der Dürre und ihren Folgen mal ganz abgesehen.
Obwohl die Fotos nett geworden sind, reichen sie bei Weitem nicht an die Realität heran. All diese winzigen Tröpfchen im Gras sind ja in leiser Bewegung und funkeln.
Ich kann mir aber damit schmeicheln, dass die Kälber trotzdem mich interessanter fanden.
Rinder schätzen an Gras wohl doch eher den kulinarischen Aspekt.
Je höher ich fahre, desto weniger wird der Tau und der Nebel.
Weil die letzte Woche abgebrannte Sägerei eh auf meiner Radrunde liegt, habe ich ein bisschen Katastrophentourismus gemacht.
Ich weiß, das tut man eigentlich nicht, aber es war nur Sachschaden, und den zahlt hoffentlich die Versicherung.
Das große Holzlager drumherum und alle übrigen Gebäude haben zum Glück nicht Feuer gefangen - da hat die Feuerwehr ganze Arbeit geleistet.
Im ungefähr dritten oder vierten Versuch habe ich endlich ein scharfes Bild von diesem Kreuz hingekriegt. Es steht in einer relativ steilen und etwas unübersichtlichen Kurve, und immer im Schatten. Das sind für fotografierende Radfahrer nicht so gute Voraussetzungen.
Gestiftet wurde das Kreuz 1880 von einem Mathias Läufer und seiner Ehefrau Afra Weber, was zeigt, dass damals die Frauen (noch) nicht den Namen ihres Mannes angenommen haben. Das ist mir schon öfter aufgefallen an alten Inschriften. Offenbar war der obligate Namenswechsel gar nicht so schrecklich lange Sitte, wie man denken sollte.
Für den Rückweg habe ich noch eine sehr nette Umfahrung gefunden, die mich für ein ganzes Stück von der Landesstraße wegbringt, ohne mir zusätzliche Berge oder freilaufende Hofhunde zu bescheren.
Das ist nicht nur ruhiger, sondern auch noch schöner.
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