Freitag, 18. November 2011

Ein Käfer in der Hand

... ist besser als eine Eichel auf dem Zaun.


















Auch dieses Jahr gab es wieder ein paar Herbstabende mit Heerscharen von Asiatischen Marienkäfern.


















Da turnten gerade einige Dutzend auf einem "lustigen Waldmännchen" herum.
Mit diesen Männchen möchte unsere Gemeinde ihre kleinen Gäste lehrreich unterhalten.























Ich weiß nicht so recht. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Spaßvogel seinen Schabernack mit dieser Nase treibt.
Außerdem sind die Waldmännchen nicht gegendert - es gibt meines Wissens kein einziges lustiges Waldfrauchen.
Vielleicht auch besser so.

Aber genug der touristischen Highlights.

Auch der pure Zufall kann unterhalten.

Welches Pech musste diese arme Eichel haben, um so punktgenau auf den Stacheldraht zu knallen? Wer jemals versucht hat, so ein Ding zu Bastelzwecken mit einem Zahnstocher anzupieksen, der weiß, dass die echt haltbar sind.

Donnerstag, 17. November 2011

Pilz-Basteleien, klebrig.

Im Sinne einer authentischen Blog-Welt zeige ich euch heute mal wieder zwei Sachen, die mir nicht so richtig gelungen sind.























Putzige kleine Fimo-Pilz-Ohrringe sollten meine Öhrchen in diesem Herbst schmücken. Hatte ich mir so vorgestellt.
Dummerweise hab ich zum Bemalen der Köpfe Nagellack benutzt, der sich seit Wochen weigert, richtig fest zu werden.
Klebrige Ohrringe sind nicht der Weisheit letzter Schluss.
Immerhin bleibt mir die Hoffnung, dass irgendwann doch alles an Lösemittel oder Weichmacher verdampfen muss. Vielleicht im nächsten Herbst.


















Hier lag der Fehler weniger bei mir.
Ich hab mal ein Set mit Knetwachs, Formen und Dochten geschenkt bekommen, aus dem man Kerzen basteln kann. Hat mich wirklich gefreut.
Ich hatte Großes vor.
Tintenfischkerzen. Eulenkerzen. Igelkerzen!
Leider hat die Realität hat mich schnellstens eingeholt: Dieses Wachs ist einfach nur grässlich. Eine schmierige, pappige, unangenehme und unerfreuliche Geschichte. Es klebt an den Händen und lässt sich nicht vernünftig verarbeiten. Ich weiß nicht mehr, wie lange ich an diesem einzigen doofen Pilz rumgefuhrwerkt hab, aber hinterher hab ich alles übrige Wachs weggeschmissen.
Mit schlechtem Gewissen, versteht sich. War ja ein liebes Geschenk... 
Und dann hat die Kerze noch nicht mal ordentlich gebrannt! Der Docht ist OK, aber das Wachs taugt auch dazu nichts.
Also, wenn ihr noch Weihnachtsgeschenke sucht: Investiert euer Geld in irgendwas anderes.

Mittwoch, 16. November 2011

Mittagspause im Botanischen Garten


















Die Bilder sind zwar schon ein paar Tage alt (und auch noch mit der alten Kamera aufgenommen), aber ich wollte sie euch nicht vorenthalten - ein bisschen Sonne kann uns im Moment doch nur gut tun.







Dienstag, 15. November 2011

Schallschlucker 2.0



















Für alle (also gut, alle beide), die wissen wollten, was aus diesen Quadraten wird:
Der 2. Schallschlucker für unsere Essecke!

Natürlich soll der anders aussehen als der erste, aber doch dazu passen.
Das "anders" erkennt man ja schon bestens.
Das "dazu passen" ergibt sich aus ein paar Resten von der dunkelroten Baumwolle, die mitspielen dürfen, und daraus, dass die Grundquadrate die gleiche Größe haben wie die beim ersten Schallschlucker.

Ich möchte gerne etwas haben, das abends im Kerzenlicht schimmert und ein bisschen nach Orient, Wüstenscheichs und Karawanen aussieht.
Dazu habe ich mich ideenmäßig unter anderem bei Sodas Loggia bedient inspirieren lassen. Die gefällt mir nämlich richtig gut. Bei mir gibt's nur weniger Glitzer und Perlen.

Erstmal hab ich tief in die Restkiste gegriffen.


















Jemine, was ich alles hab!
Praktisch alles, was fusselt und nervt!
Pannesamtreste. Mit Pannesamt vom Grabbeltisch habe ich Nähen gelernt. Kein allzu leichter Anfang.
Ein Halstuch, das mir eine Freundin zum 17. oder 18. Geburtstag genäht hat, das sich aber leider als Halstuch nicht tragen lässt.
Eine alte Tischdecke.
Ein Stück altes Oberhemd von meiner besseren Hälfte.
Ein Rest von einem echtem indischen Seidenhalstuch, das sich ebenfalls nicht als Halstuch tragen lässt.
Und Chinajacquard! Aus dem mit den Blümchen hatte ich mal eine Corsage genäht, von der ich nicht mal mehr Bilder hab.
Aus dem roten eine Jacke. Mit Lackapplikationen. Eine Heidenarbeit.























Aus dem Schnörkeljacquard ist ein Korsett geworden, das war noch viel schlimmer.























Immerhin waren die beiden Stoffe ganz schön teuer und haben doch eine gewisse Qualität, was man dem Blümchenjacquard nicht nachsagen kann.

Von dem seltsamen Geschenkpapierstoff, aus dem ich die Vorhänge für mein Nähzimmer gemacht hab, war auch noch was übrig.


















Und dann hatte ich ja noch Segeltuch von meinen ursprünglichen Schallschlucker-Plänen.

Material genug für einen Schallschlucker in allen möglichen Rottönen zwischen Knallrot, Braun, Tomatenrot, Pink, Violett, Orange und Bordeauxrot. Dazu ein bisschen Gold, Ocker, Schwarz, Grün und Hellblau.
So stelle ich mir Indien vor.

Dann hob das große Bügeln und Zuschneiden an.
Ich hatte Hemmungen, das geschenkte Halstuch zu zerschneiden, weil besagte Freundin einen herrlich ordentlichen Rollsaum von Hand genäht hatte. Solltest du dies jemals lesen und dich erinnern, Luise: Es tat mir wirklich leid drum, aber dafür wird künftig eine kleine Erinnerung an dich in unserem Wohnzimmer hängen!


















Das Ergebnis sind 36 verschiedene Quadrate. Ich habe jeweils ein oder zwei kleinere Quadrate auf die größeren appliziert, glänzende und matte Stoffe gemischt und diverse Ziernähte aus verschiedenen Garnen aufgebracht.

Das war im Großen und Ganzen noch recht leicht (wobei ich die Gelegenheit gerne nutzen möchte um hier öffentlich ein wunderschönes, glänzendes, violettes Maschinenstickgarn zu verfluchen: Das verdammte Zeug soll in der Hölle schmoren!).
Außerdem machen mir Arbeiten Spaß, die sich nicht streng wiederholen, sondern immer wieder neu und anders sind.

Jetzt muss ich die 36 Schätzchen zu einem großen Quadrat zusammenfügen. Das wird fummlig und vor allem relativ langweilig.

Stimmig om Zihschtig

So ungefähr klingt das für mein unbedarftes Ohr, wenn jemand im hiesigen Dialekt "Stimmung am Dienstag" sagt.


















Zum Aufmuntern für euch, falls ihr auch im Nebel, oder unter Hochnebel oder unter einer schnöden Wolkendecke sitzt:
Goldener November.
Von den Farben, dem Gegenlicht und dem leichten Dunst mal abgesehen gefällt mir hier, dass der dünne Baum rechts im Vordergrund sich genauso zur Seite neigt wie der große Baum weiter hinten. Sogar der untere lange Ast sieht ähnlich aus.

Montag, 14. November 2011

Lebt denn der alte Schallschlucker noch?

Ja, ja, er lebt noch, er lebt noch, er zappelt noch... und ich hab ihn an die Wand genagelt.
Meine Güte, klingt das brutal.

Aber ernsthaft: Der Schallschlucker ist fertig!


















Da hängt er also nun in seiner ganzen Pracht. Beim Steppen der geschwungenen Linien hat sich leider der gemusterte Stoff an ein oder zwei Stellen etwas verschoben, aber was soll's? Man darf sehen, dass er aus Stoff ist, und man darf eigentlich auch sehen, dass ich ihn selbst gemacht hab.

Aber der Clou ist: Es hallt tatsächlich weniger als vorher. Wer hätte das gedacht.

vorher


nachher

Meiner Meinung nach sieht unsere Essecke jetzt auch besser aus.
Ich glaube, ich möchte vor allem neue Möbel... aber davon mal abgesehen, findet ihr nicht auch, dass das arme kleine Bild an der anderen Wand sehr verloren dreinschaut?

Da kommt noch ein Schallschlucker hin. Haha!

Und noch ein Wort (und ein Bild) der Erklärung zur Formulierung "an die Wand genagelt".

Zum Aufhängen hab ich vier winzige Knopflöcher genäht und kleine Nägel durchgeschlagen. Funktioniert wunderbar, und im richtigen Leben fallen die Nägel auch nicht auf. Ich hab sie nämlich schwarz angemalt.

Sieben Sachen

Sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Nach der Idee von Frau Liebe.


















1. Viele Quadrate sortiert.


















2. Eine Runde Erdnussnachschub für die Meisen und Buchfinken geschmissen.


















 3. Den ersten Weihnachtsmann (oder was immer es sein soll) aufgestellt.


















4. Weiter gestrickt. Nach all der Häkelei mal was anderes, aber irgendwie mühsam.


















5. Musik aus edler und etwas dekadenter Verpackung gehört (Meine Hände? Brauche ich zum CD-Player bedienen, jawohl). Für drei CDs 70 Euro ist schon echt Holz, aber dafür haben die Booklets Hardcover in Leinen. Rome passt außerdem ziemlich gut zum Volkstrauertag.


















6. Eifrig den Schnappverschluss meiner schönen neuen Handtasche auf- und zugemacht.
Sieht aus wie auf Omas Dachboden aufgestöbert, ist aber von New Yorker.


















7. Mit der neuen Kamera gespielt. Fotografieren unter ungünstigen Lichtverhältnissen: Immer noch schlecht, aber besser als mit der alten.