Montag, 10. Mai 2021

Sonntagsradelrunde

Gestern war ich wieder Radfahren. Ein Stück den Berg hoch, allerdings nicht allzu weit. Am Tag vorher hatte ich eine neue Joggingrunde ausprobiert, die dadurch besticht, dass sie mit einem Berg anfängt... das steckt einem dann offenbar doch noch in den Knochen. 

Aber zum Glück ist das ja kein Wettbewerb, nur Spaß an der Freude.

Wunderbar frühlingsfrisch...
... und so hellgrün, dass ich bei den Fotos die Sättigung reduzieren musste.
Kälber...
Ziegen...
Rehe...
...und Katzen. Alle wieder da.
Das sind Löwenzahnschirmchen und sowas.
Zum Abschluss eine Katze auf der Baustelle.

Freitag, 7. Mai 2021

Bleistiftzeichnung Libelle

Neulich ist mir aufgefallen, dass ich wieder mehr zeichnen sollte. Einfach mit Papier und Bleistift, kein großer Aufwand, keine große Formate.

Ich fange mit Tieren an. Als Vorlage nehme ich eigene Fotos... ich habe ja reichlich, wie ihr wisst.











Zunächst eine Libelle auf DIN A6 (Postkarte): Dank Perspektive ohne sichtbare Beinchen... Das Ergebnis begeistert mich nicht unbedingt, aber es geht mir auch erstmal mehr ums Üben. Je mehr man zeichnet, desto besser wird man. Ist einfach so. 

Das Vorlage-Foto hatte ich ausgedruckt und finde jetzt so auf die Schnelle die elektronische Version nicht wieder. Sonst würde ich euch die auch zeigen. Machen wir nächstes Mal - wir brauchen ja Steigerungsmöglichkeiten.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Frühling!

Es wird überall so schnell grün, dass man beinahe zuschauen kann. Ganz prächtig.

Dieser Post macht mit bei der Frühlingsglücklinkparty auf www.gartenwonne.com!

Immer besonders schön: Junge Buchenblätter
Eine Tannenmeise
Der Eichelhäher sucht Nistmaterial
Auch die Apfelbäume fangen an zu blühen, wenn auch etwas frostlädiert
Die Walderdbeeren blühen auch.
Eine Taubenfeder
Kriechender Günsel...
und die ersten Pusteblumen!

Dienstag, 4. Mai 2021

Trennen, was nicht zusammengehört

... kann sehr befreiend wirken.

Heutzutage baut man ja gerne "offen". 
Klar, Architekten und Baufirmen lieben das: Je weniger Wände, desto weniger Baukosten, und desto größer sehen kleine Räume aus. Für die Kostenoptimierung toll, für denjenigen, der später drin wohnen muss... weniger toll.
Ich kann mich im Notfall ja noch daran gewöhnen, dass man heutzutage die Einbauküche ins Wohnzimmer stellt. Für ideal halte ich das nicht, aber es geht. 
Woran ich mich nicht gewöhnen kann: Wenn man durch die Wohnungstür reinkommt und sofort im Wohnzimmer steht. Oder: wenn man auf dem Sofa sitzt und freie Sicht auf Schuhregale und "Gruscht" im Gang hat. Oder: wenn man im Winter den ganzen Flur mitheizen muss, damit man es im Wohnzimmer einigermaßen warm hat. Oder: wenn man jedes Gerumpel aus dem Hausflur eins zu eins im Wohnzimmer mithört.
Ich könnte noch eine Weile so weitermachen.

Jedenfalls hatten wir schon lange den Wunsch, unser Wohn-und Kochzimmer vom Wohnungsflur zu trennen. 
Seit letzten Montag haben wir eine Sache, die der Schreinermeister einen Glasabschluss nennt. Sprich, einen Holzrahmen mit Fensterelementen und einer Tür. Das Glas ist Verbundssicherheitsglas, das heißt, zwischen zwei Glasscheiben ist eine matte Folie eingeklebt. Das hilft sehr, falls es mal einer schafft, in eine Scheibe zu fallen: Die zerbröselt dann wie eine Autoscheibe. Hoffen wir.
Das Holz ist Eiche, der Rahmen massiv, die Tür furniert. So passt es zum Parkett und zum einen oder anderen Möbelstück.

Hurra, der Gang ist vom Wohnzimmer getrennt!
Nicht mehr einfach nur ein Loch in der Wand.
Man kann natürlich auch ganz zu machen... es ist so toll.
Diese meine eigenhändige und nicht maßstabsgetreue Minizeichnung hat der Schreiner überraschenderweise sofort als Plan übernommen und sein Abmaß da eingetragen. Seine Idee war noch eine Unterteilung der Glasfläche links von der Tür wegen Schönheit und Stabilität. Guter Einfall!
Ein älteres Vorherbild: freie Sicht zur Wohnungstür...
... und jetzt endlich ein richtiges, in sich abgeschlossenes Zimmer.
Gegensprechanlage, Altpapier, Schuhe, Regenschirme, Sicherungskasten
...alles nun vom Wohnzimmer aus unsichtbar!
Spiegelt nur leider stark auf dieser Seite. Deswegen...
und weil's schöner ist, Aufkleber mit Vögelchen
...und eine Scheibengardine. Passt farblich fast zur Wand 
...und sieht auch vom Flur aus nett aus.































































































































































Auf dem letzten Bild ist die Scheibengardine auf der Flurseite noch schief. Das habe noch geändert, jetzt ist sie ordentlich und gerade. Und dann haben wir uns noch ein paar Aufkleber mit Schmetterlingen bestellt, damit es den Vögeln nicht langweilig wird...

Vorher hatte ich manchmal bedauert, dass wir nicht früher in das Bauprojekt eingestiegen sind, als es noch möglich gewesen wäre, da gleich von Anfang an eine Leichtbauwand einzuziehen. 

Jetzt muss ich allerdings sagen: Ich finde es so viel besser. Es ist nicht nur eine Trennung, es ist geradezu ein gestalterisches Element. Und der Gang bekommt immer noch genug Licht.

Montag, 3. Mai 2021

Sonntagsspaziergang

Ob ihr es glaubt oder nicht, gestern hatte ich keine Lust Rad zu fahren. Eigentlich freue ich mich die ganz Woche auf den Sonntagmorgen und mein Fahrrad, aber gestern wollte ich lieber nur ein bisschen spazieren gehen. Auch das war nett. Es wird gerade alles so schön grün. 

Samstag, 1. Mai 2021

Mit Schaf? - Krippe 2021, Teil 4


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Endlich geht es mit der Krippe weiter! So ein Monat zieht sich ja wie Gummi, wenn man Neuigkeiten hat, die dringend unters Volk müssen...

Es war Zeit für das Dachgeschoss, wenn man das bei einem Stall so nennen darf. Zuerst musste ich den Zwischenboden einziehen. Die Bodenbretter sind teils alte Obstkistenbretter, teils aus Brennholzsplittern gespalten. 
Ganz links hab ich ein Stück Pappe benutzt, weil ich keine Bretter mehr hatte und man das hinterher sowieso nicht sieht. Außerdem habe ich zum Glück rechtzeitig dran gedacht, das man bei diesem Schritt unbedingt die Lampen anbringen sollte, und zwar so, dass man sie auch noch auswechseln kann, falls sie mal schlapp machen.

Dann kam der Dachstuhl dran. Auf dem Bild oben seht ihr: er hat jeweils vier Dachsparren (die Balken, die vom First aus nach beiden Seiten runter gehen). Wie immer absichtlich schief, denn alte Dächer sind nun mal nicht gerade. Um den Dachstuhl so zu konstruieren, dass der hinterher auch hält, wenn man nur Leim zur Befestigung benutzt, hab ich mir Konstruktionszeichnungen von Dachstühlen im Internet angeguckt. Das ist nämlich doch alles etwas komplizierter, als ich vorher dachte. Aber mit ein, zwei Vorlagen war das auch kein Problem.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Dach ist so wunderbar realistisch schief geworden, dass ich die Dachlatten auch nicht im Stück aufkleben konnte, sondern jede erst in drei Teilstücke knipsen musste. Diese Stücke sind auch unterschiedlich lang, weil die Sparren (also die sozusagen dachförmigen Balken) ja nicht parallel liegen. 
Die Latten sind übrigens aus mit dem Taschenmesser der Länge nach gespaltenen Bambusstäben (für Schaschlik oder so). Wenn ihr so was selber macht: Vorsicht! Sobald man mit Bambus arbeitet, merkt man ganz deutlich, dass die Unterscheidung zwischen Holz und Bambus durchaus nicht nur akademischer Natur ist. Bambus ist kein Baum, sondern ein Gras und verhält sich ganz anders als Holz. Er splittert nur längs in messerscharfe, federnde Fasern. Ich hab mich tatsächlich nur einmal an einem Bambussplitter gepiekt und kein einziges Mal geschnitten. Damit bin ich ganz zufrieden.


 










Von oben sieht man ganz gut, wie schief das Dach in sich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wurde es Zeit für Bretterverkleidung am Dachstuhl und die Schindeln. Die Bretter sind aus Resten vom Bretterboden und gespaltenen Balken.

Die Schindeln hab ich aus Brennholzresten (Tanne und Fichte) gespalten. Für richtige, lebensgroße Schindeln braucht man ein Schindelmesser und einen Holzhammer, für meine Winzlinge reicht ein Taschenmesser und etwas Druck aus dem Ellenbogen. Manchmal auch etwas mehr. Bis das ganze Dach gedeckt war, hatte ich jedenfalls wieder Blasen an den Händen. Die vom Balkenschnitzen waren ja inzwischen verheilt.











Auch die Schindeln dürfen natürlich nicht in schnurgeraden Reihen liegen, die müssen immer ein bisschen versetzt angeordnet werden. Es soll ja ein altes Dach werden. Und sie müssen in jeder Reihe die Schindeln darunter so überlappen, dass die Lücken dazwischen möglichst immer verdeckt sind. Im richtigen Leben würde sonst Wasser reinlaufen, und bei einer Krippe würde es einfach komisch aussehen. Wie man den First macht, hab ich mir auf einer Holzschindeldachdeckerseite angelesen. 

Auf den folgenden drei Bildern sehr ihr das fertige Dach:

unbehandelt,
mit Stahlwolle-Essig-Mischung gebeizt,
und mit verdünnter schwarzer und grauer Acrylfarbe bemalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

























Doch, mit dem Dach bin ich sehr zufrieden. Die Schindeln aufzukleben war auch eine ausgesprochen nette Arbeit, das war so frustrationsfrei.

Die Rückseite sieht eher wie ein Gebäude aus, in dem heutzutage eine Flüchtlingsfamilie aus dem nahen Osten untergebracht wird. Wenn sie nicht in einem Plastikzelt hausen muss. Es hat sich nicht viel geändert in der Welt.

Eine Detailansicht der Schindeln
 

Bei der Dachuntersicht merkt man dann schon, dass mein Dach doch ganz ordentliche Lücken hat, aber hey, das soll ja auch alt aussehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle hätte ich eigentlich mal kurz innehalten und mir selber ausgiebig auf die Schulter klopfen können. Schließlich hab ich ganz alleine ein prima kleines Holzhaus gebaut. 
Nur dummerweise hab ich da gar nicht dran gedacht und sofort angefangen, alles abzukleben, worauf bei der Landschaftsgestaltung möglichst keine Spachtelmasse geraten sollte. Daher gibt es das heutige Abschlussfoto mit Malerkrepp... aber das macht nichts, hier werden noch viele Fotos vom kompletten Stall gezeigt!

Dieser Post macht mit bei Andreas Sammlung von Jahresprojekten auf ihrem Blog "Die Zitronenfalterin".

Alle meine Beiträge zur Krippe findet ihr hier