Freitag, 8. August 2014

Besuch

Manchmal braucht man gar nicht raus in die Natur, weil die Natur selber mal gucken kommt. Heute zum Beispiel eine Mosaikjungfer ins Büro.


















Die sitzt auf so einer Vorhangschiene. Das heißt, sie ist riesig.



















Wirklich hübsch, nicht wahr?
Nach kurzer Recherche glaube ich, dass es ein Weibchen der Südlichen Mosaikjungfer war. Allerdings steht in der Beschreibung, das sei unter den Edellibellen eher eine kleinere Art, und unsere kam größenmäßig gefühlt kurz nach einem Polizeihubschrauber.


















Jedenfalls fühlte sie sich auf ihrem Sitzplatz recht wohl und war auch durch Anstupfen nicht dazu zu bewegen, das Büro wieder zu verlassen.
Auf einen dünnen Papierstapel hat sich dann aber doch bequemt und wurde liebevoll in die Freiheit entlassen.

Übrigens stechen oder beißen Libellen nicht. Giftig sind sie auch nicht. Sie sehen nur eindrucksvoll aus und fressen zugegeben andere Insekten, aber unsereinem tun die nichts.

Donnerstag, 7. August 2014

Bedrohliche Tierwelt


















Nein, der Frosch war nicht bedrohlich.
Sondern Batman.
Fand ich. Der Frosch war nicht mal ansatzweise beeindruckt.

Liebe Spinnenphobiker und -phobikerinnen, ihr müsst jetzt nicht weiterscrollen.

Es wird fies.























Wenn das im Falle einer Katastrophe der einzige Notausgang wäre, würde ich vermutlich ernsthaft abwägen, ob ich nicht lieber einfach in Frieden sterbe.

Zur allgemeinen Entwarnung sei angemerkt:
Das Bild hat mir mein Lieblingskollege aus der Stuttgarter Wilhelma mitgebracht. Die Spinne lebt mit all ihren Freunden in einem Terrarium.
Zum Notausgang kommt man ohne direkten Feindkontakt!

Mittwoch, 6. August 2014

Zeichen des Triumphs

Noch ein kleiner Nachtrag zum Schauinslandkönig. Vielleicht aber nicht der letzte - große Ereignisse muss man schließlich auskosten.























Ich hab ein paar winzige... hm, sozusagen Pokale gebastelt. Ich hab nachgeschaut - eine Trophäe ist tatsächlich was anderes.
Für die Jungs gab es Schauinslandprinzessinnen. Weil unsere Krönchen so was prinzessinnenhaftes hatten. Außerdem hatte ich auch keine Ü-Ei-Figuren mit Prinzen oder Königen.























Die Mädels waren ursprünglich natürlich bunt. Ich hab sie silberfarben umlackiert. Steht ihnen gut, nur Augen haben sie jetzt leider keine mehr. Die waren nur aufgedruckt.























Die Krümel auf den Röcken waren Glitzerpartikelchen - erst wollte ich da noch Glitzernagellack drüber hauen, aber da hat man ja keine Garantie, dass sich das mit der Lackfarbe verträgt.

Für mich hab ich statt einer Prinzessin ein Schneckenhaus verchromt. Auch ganz niedlich. Außerdem bin ich ja schließlich La Caracola.


















Die meiste Arbeit haben die kleinen weißen Kartons gemacht, weil ich die selber gebastelt hab. Kantenlänge drei cm.

Und dann haben wir uns noch die Bilder gekauft, die an der Strecke von uns gemacht wurden.
Weil man außer der hohen Auflösung zum Drucken auch gleich noch kleine "social-media"-Versionen bekommt, zeig ich euch davon auch noch welche. Mehr social media als hier mache ich ja nicht.

















Die Radler im Hintergund gefallen mir ja besonders - sieht doch ganz so aus, als hätten wir die alle abgehängt!

Montag, 4. August 2014

Die ersten gehen schon wieder

... die Party ist gelaufen.
Oder der Sommer.
Wobei die Gäste in diesem Fall nicht gehen, sondern fliegen.


















Wenn sich die Störche sammeln und anfangen, hoch oben rumzusegeln, sind sie bald unterwegs nach Süden.




















Die hier hab ich übrigens alle von unserem Balkon aus fotografiert.


















Bis nächstes Jahr, Meister Adebar!


















Die Meisen und Spatzen vor meinem Bürofenster haben gerade richtig gute Zeiten - die picken die Larven von den Kastanienminiermotten aus den Blättern.


Sonntag, 3. August 2014

Schauinslandkönigin

Heute gibt es keine Sieben Sachen - zu Weihnachten oder am Geburtstag immer gerne, aber heute hatte ich Wichtigeres zu tun.
Ich bin jetzt nämlich eine Schauinslandkönigin.























Eine Tandemkönigin. Das Vorhaben hatte ich ja schon im Januar angekündigt.
Da lag das allerdings noch in sehr weiter Ferne, wenn ich jetzt so zurückdenke.

Zum Hochfahren hatten El Capitán und ich uns Prinzen - und Prinzessinnenkronen gebastelt, denn amtlich ist man ja erst König, wenn man oben ist. Silberfarben, weil der Vize Silber trägt.
Die Kronen sind aus lackierten Klopapierrollen und mit Geschenkband und Glitzersternchen aufgepimpt.

 

















Der nette junge Mann im Hintergrund gehört auch zu uns, der fährt richtig ernstgemeint Rennrad und war trotzdem bereit, mit uns ein Team zu bilden und damit eine unterirdische Teamwertung in Kauf zu nehmen. Theoretisch. Praktisch hätten wir für ein real existierendes Team fünf Teilnehmer gebraucht, und die haben wir dann doch nicht zusammen gebracht.


















Das hier war der Startbereich. Mit Rampe. Davor hatte ich ja ziemlich Manschetten, einfach dass ich da irgendwas versemmel, aber es ging dann doch recht glatt.


















Tja, und dann sind wir hochgefahren.... und haben ziemlich viele Leute an uns vorbei fahren lassen.
Immerhin, einen haben wir auch überholt. Von diesem sensationellen Ereignis hab ich dummerweise kein Foto gemacht.


















Es lief aber wirklich gut.



















Kurz vor dem Ziel standen dann tatsächlich ein paar freundliche Leute rum und haben uns angefeuert. Er hier zum Beispiel mit einer Kuhglocke.
Ein paar haben auch über unsere Kronen gelacht, aber auf jeden Fall haben wir gute Stimmung verbreitet.


















Und konnten selber immer noch lachen.
Völlig zu Recht, denn wir haben die für uns echt gute Zeit von 1:22:18  geschafft.
An anderthalb Stunden hab ich vorher nicht glauben wollen, weil wir bei der Probefahrt ja 1:48 gebraucht hatten.


















Oben war mir dann kurz allerdings ein bisschen blümerant, aber zum Glück kann man sich da hinsetzen und kriegt Kuchen und Getränke. Dann war's gleich wieder gut.


















Richtig gut! 
Gold wert.


Samstag, 2. August 2014

Sonnenaufgang

Gestern, als ich zur Arbeit geradelt bin, ging die Sonne ziemlich spektakulär auf.


















Das ist nur der Widerschein am westlichen Horizont auf den Schäfchenwolken.


















Richtung Nordosten wurde es schon viel bunter mit federigen Wolken als Bonus...


















Und da kommt die Sonne.
Alles, was fehlte, war Begleitmusik. Mindestens Gustav Mahler.

Freitag, 1. August 2014

Produktvergleich: Ärmellose Radtrikots

Seit ich wieder Rad fahre, hab ich mir einige Gedanken zum Thema Sportbekleidung gemacht. Lohnt es sich, so was zu kaufen? Im Discounter oder im Fachgeschäft? Was sollte man ausgeben und was lieber sparen?

Weil ich relativ viel und relativ lange Strecken fahre, finde ich für mich eine gewisse Ausstattung an Sportklamotten sinnvoll.  Ich trage (was mich zugegeben erstmal Überwindung gekostet hat) tatsächlich ganz gerne die elastischen, engen Sachen aus Kunstfasern.

Vor ein paar Monaten hab ich mir online ein für meine Verhältnisse teures, ärmelloses Radtrikot von Pearl Izumi bestellt. Enganliegend mit eingearbeitetem Bustier.
Kaum war es da, gab es woanders ein ähnliches Oberteil von Puma reduziert. Das ist nicht zum Radfahren konzipiert, sondern für Gymnastik oder Yoga, aber deswegen kann ich das ja trotzdem anziehen.


















Links in Türkis Puma für ca. 5 Euro,
rechts in Violett Pearl Izumi für ca. 50 Euro.
Für alte Knochen wie mich, die immer noch in D-Mark umrechnen, ist das echt ganz schön viel Asche. 100 Mark für ein Hemdchen!

Was gleich ins Auge fällt: Puma ist kaum tailliert. Pearl Izumi wird dagegen zur Hüfte hin weiter.
Das allein ist für mich echt ein dickes Plus, weil ich eine Taille mein eigen nenne und diese gerade geschnittenen Teile unweigerlich hochrutschen. Ist bei Violett viel besser.

Bei beiden Oberteilen ist der Auschnitt nicht zu tief und enganliegend - sehr gut gegen unfreiwilliges Insektensammeln.


















Werfen wir einen Blick auf die Verabeitung.
Bei Puma ist das Band, mit dem der Hals- und Armausschnitt eingefasst ist, an den Enden ein bisschen lieblos zusammengehauen. Bei Pearl Izumi muss man suchen, um das Ende überhaupt zu finden.
Da hängt auch noch nirgends ein Fädchen raus. Bei Puma schon.

Auch der Stoff ist bei Puma dünner. Das ist bei hohen Temperaturen kein Fehler. Allerdings sieht man Schweißflecke sehr deutlich - aber da das 1. für Yoga gedacht und 2. helltürkis ist, kann ich das gerechterweise auch nicht vergleichen.


















Und das Innenleben?
Die eingenähten Bustiers waren für mich kaufentscheidend. Wenn frau bei 30° oder noch heißer rumradelt und einen BH trägt, sammeln sich dadrin zwei kleine Stauseen. Und die schmalen Träger sind auch kein Ausbund an Bequemlichkeit.
Bei Puma ist einfach das obere Teil mit dünnerem Stoff hinterlegt und unten ein breites Elastikband eingenäht. Bei Pearl Izumi ist das Ganze zusätzlich ein bisschen geformt und aus elastischem, aber stabilen Gewebe.

Der Halt ist für mich mit B-Cup bei beiden Trikots völlig ausreichend.
Pearl Izumi macht allerdings immerhin ein bisschen bella figura, Puma drückt einfach nur platt.
Und weil ich ja auch auf dezentes Auftreten Wert lege, soll nicht unerwähnt bleiben, dass man bei Puma mit den dünnen Stöffchen sehr wohl sieht, wenn es zum Beispiel mal kühler wird. So bleiben Igelnasen nicht verborgen.
Da zieht auch das Argument mit der falschen Sportart nicht - auf dem Rad bin ich ja vornübergebeugt, meistens allein unterwegs und sonst schnell vorbei... Gymnastik oder Yoga würde ich (zumindest in einer Gruppe) mit dem Ding an nicht machen wollen.

Bei Pearl Izumi kann da nichts passieren. Die Stoffe sind wesentlich fester.

Was allerdings auch einen Nachteil hat: Das An - und vor allem das Ausziehen, wenn man verschwitzt ist, ist bei Pearl Izumi ein akrobatischer Akt.



















Nicht so entscheidend, aber doch erwähnenswert: Die Logos sind bei beiden Trikots schön klein und dezent. Den springenden Puma halte ich ja für das gelungenste Markenzeichen, das es überhaupt gibt.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, wie viele Wäschen der wohl noch übersteht.
Der Schriftzug bei Pearl Izumi sieht dagegen unverwüstlich aus.

Also, ist das Pearl Izumi-Trikot den zehnfachen Preis wert?
Fast. Es ist wirklich toll, bis auf das erwähnte Ausziehproblem. Aber 50 Euro würde ich wohl doch nicht noch mal ausgeben. So zwischen 30 und 40 jederzeit. Ich würde wahrscheinlich warten, bis ich so eins in der Art noch mal reduziert bekomme. Das kommt auch der inneren Jägerin entgegen.

Und Puma für 5 Euro?
Na, was kann man für den Preis schon falsch machen? Man muss es pausenlos nach unten ziehen und wenn das Wetter umschlägt, ist man über was zum Überziehen aus mehreren Gründen glücklich - aber sonst bin ich damit soweit ganz zufrieden. Noch eins würde ich mir allerdings nur kaufen, wenn ich nichts Besseres bekomme.