Seht her, wen ich gerade beim Spazierengehen getroffen hab:
Das heißt, ich bin spazierengegangen, sie hat sich auf einem Reisighaufen gesonnt.
Eine Ringelnatter. Seltsamerweise hat sie die hellen Flecken nicht, die eigentlich das beste Merkmal für Ringelnattern sind.
Aber allein schon durch die Größe ist eigentlich klar, dass es keine andere Schlange sein kann - die war für mein Empfinden wirklich riesig, und alles andere, was es hierzulande an Schlangen gibt, ist kleiner als eine Ringelnatter.
Nach ein paar Fotos wurde sie ein bisschen unruhig - und kam auf mich zu. Da hab ich gestaunt, ich dachte, dass Schlangen flüchten und nicht gucken kommen. So kann man sich täuschen.
Offenbar ist sie mal eine Hauerei geraten - Nase lädiert und auf einem Auge blind.
Von oben sieht sie ein bisschen aus wie ein Drache.
Ich war dann aber doch nicht weiter interessant. Schlängli hat sich wieder in die Sonne gehauen.
Donnerstag, 19. Juni 2014
Mittwoch, 18. Juni 2014
Mehr Durchblick
Ich war beim Optiker und sehe wieder was von der Welt. Das war gelinde gesagt nötig. Ich hab nämlich sehr schlecht gesehen, was ich aber nicht wusste.
Jetzt merk ich allerdings den Unterschied. Dass das Leben so viele Details hat! Alles voller Blätter, Blümchen, Vögelchen, Runzeln und Nasenhaare.
Blogspot hat drauf bestanden, das Foto mit der Sonnenbrille nach oben zu setzen. Ist auch das bessere Bild, aber eigentlich ist die untere Brille natürlich die wichtigere.
Denn die hab ich dann künftig ja ständig im Gesicht. Die spontanen Reaktionen meiner Umwelt beschränken sich bis jetzt auf "gewöhnungsbedürftig" oder ein schlichtes Lachen... na ja.
Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie ein Kunststoffgestell getragen hab.
Mir gefällt es.
Jetzt muss ich mich vor allem ans neue Sehgefühl gewöhnen - außer sehr scharf ist die Welt im Moment noch ein wenig verbeult und seltsam zweidimensional. Ein bisschen wie im Kino mit schlechtem 3D-Effekt, aber ich hoffe, dass das noch besser wird.
Bei meiner Brille und im Kino.
Dienstag, 17. Juni 2014
*Zieh!*
Mein Holster ist fertig.
Ich bin ausgesprochen zufrieden - es passt, ist praktisch und sieht meiner Meinung nach auch noch gut aus. Letzteres ist natürlich Geschmackssache.
Allerdings: Entgegen meiner Gewohnheit war das relativ teuer. Ich hab teuren und reichlich Stoff gekauft, weil ich nicht stückeln wollte, und das Reflektorband war auch nicht umsonst. Ungefähr 25 € hab ich investiert, aber was soll's.
Zu kaufen gibt es das nirgends, und wenn man doch was Vergleichbares finden würde, wäre es auch nicht billiger.
Die Tasche hab ich mit der legendären Stoffunterseite nach außen aufgesetzt und mit einer Klappe mit Klettverschluss versehen. Das ist beim Radfahren zum Öffnen und Schließen ganz geschickt.
Weil der Klettverschluss von außen unsichtbar ist, hatte ich auf der Klappe noch Platz für ein bisschen Verzierung.
Ich hab kurz überlegt, ob ich da ein Hirschgeweih oder einen Longhorn-Schädel aufsticken soll, aber das wäre mir zu viel Schwarzwald beziehungsweise zu viel don't mess with Texas gewesen.
Der Knopf hat dagegen auf den ersten Blick eindeutig was von einem Silberdollar, und auf den zweiten Blick ist er auf seine eigene Art sehr schön.
Was auch immer das genau ist - vermutlich ein altes Münzenmuster, das jemand für Trachtenknöpfe benutzt hat.
Das Holster getragen zu fotografieren, ist eine gewisse Herausforderung.
Der Beinriemen hätte ein Ideechen enger sein können, aber es macht auch nichts, dass er etwas weiter ist.
Hier - auf stimmungsvoll verstaubtem Rad - sieht man erstens, wie schön die Fransen flattern und zweitens den Klettverschluss, weil ich vergessen hab, die Klappe fürs Foto wieder zu schließen.
Aus aktuellem Anlass: Auch wenn das rechtliche Risiko gering bleibt - mir ist meine Hirnschale einen Helm wert.
Ich bin ausgesprochen zufrieden - es passt, ist praktisch und sieht meiner Meinung nach auch noch gut aus. Letzteres ist natürlich Geschmackssache.
Allerdings: Entgegen meiner Gewohnheit war das relativ teuer. Ich hab teuren und reichlich Stoff gekauft, weil ich nicht stückeln wollte, und das Reflektorband war auch nicht umsonst. Ungefähr 25 € hab ich investiert, aber was soll's.
Zu kaufen gibt es das nirgends, und wenn man doch was Vergleichbares finden würde, wäre es auch nicht billiger.
Die Tasche hab ich mit der legendären Stoffunterseite nach außen aufgesetzt und mit einer Klappe mit Klettverschluss versehen. Das ist beim Radfahren zum Öffnen und Schließen ganz geschickt.
Weil der Klettverschluss von außen unsichtbar ist, hatte ich auf der Klappe noch Platz für ein bisschen Verzierung.
Ich hab kurz überlegt, ob ich da ein Hirschgeweih oder einen Longhorn-Schädel aufsticken soll, aber das wäre mir zu viel Schwarzwald beziehungsweise zu viel don't mess with Texas gewesen.
Der Knopf hat dagegen auf den ersten Blick eindeutig was von einem Silberdollar, und auf den zweiten Blick ist er auf seine eigene Art sehr schön.
Was auch immer das genau ist - vermutlich ein altes Münzenmuster, das jemand für Trachtenknöpfe benutzt hat.
Das Holster getragen zu fotografieren, ist eine gewisse Herausforderung.
Der Beinriemen hätte ein Ideechen enger sein können, aber es macht auch nichts, dass er etwas weiter ist.
Hier - auf stimmungsvoll verstaubtem Rad - sieht man erstens, wie schön die Fransen flattern und zweitens den Klettverschluss, weil ich vergessen hab, die Klappe fürs Foto wieder zu schließen.
Aus aktuellem Anlass: Auch wenn das rechtliche Risiko gering bleibt - mir ist meine Hirnschale einen Helm wert.
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Montag, 16. Juni 2014
Wenn aus Joachim Johannes wird...
Ich bitte um Verzeihung, wenn ich im Moment vielleicht etwas weniger schreibe und kommentiere - es ist ja wieder Fußballzeit. Ich gucke nicht nur die Spiele mit deutscher Beteiligung, sondern am liebsten alle - wobei ich aber schon bei den 21:00-Uhr-Spielen spätestens nach der ersten Halbzeit einschlafe.
Was ich an der Berichterstattung drumherum immer besonders mag, sind die Stilblüten und Versprecher.
Sehr gut fand ich bisher folgenden ungefähr erinnerten Satz aus Salvador:
"Die ganze Stadt ist mit Fähnchen dekoriert. Bis jetzt habe ich noch nicht gesehen, dass deutsche Flaggen aufgehängt wurden, aber dafür jede Menge deutsche Fans."
Öhm. Ja.
In diesem Sinne: Feiert schön und passt auf euch auf...
Sonntag, 15. Juni 2014
Sieben Sommersachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
1. Rad gefahren. Nicht so weit, dafür aber hoch.
2. Dabei ein ganzes Hasenrudel getroffen und fotografiert. Ein Hasenrudel? Eine Hasenherde? Ein Hasenschwarm? Eine Hasenfamilie? Oder eine Hasengang?!
Egal, jedenfalls ließen die sich durch mich gar nicht stören, sondern haben da fröhlich rumgespielt. Sehr süß.
3. Zwei neue Reflektoren an die Pedale gesteckt. Die Originale sind jetzt bis auf einen alle ab... das war keine überzeugende Qualität. Ich hoffe, dass die neuen länger halten.
4. Am Blauregen rumgeschnitten. Jetzt macht er keine Krabbelgeräusche an unserer Schlafzimmerwand mehr.
5. Mich ausgiebig der Schönheitspflege gewidmet.
6. Gekocht und gegessen - was es fast jedes Wochenende gibt, aber jetzt mit neuem Käse. ;-)
7. Mit den Tieren WM geguckt.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
1. Rad gefahren. Nicht so weit, dafür aber hoch.
2. Dabei ein ganzes Hasenrudel getroffen und fotografiert. Ein Hasenrudel? Eine Hasenherde? Ein Hasenschwarm? Eine Hasenfamilie? Oder eine Hasengang?!
Egal, jedenfalls ließen die sich durch mich gar nicht stören, sondern haben da fröhlich rumgespielt. Sehr süß.
3. Zwei neue Reflektoren an die Pedale gesteckt. Die Originale sind jetzt bis auf einen alle ab... das war keine überzeugende Qualität. Ich hoffe, dass die neuen länger halten.
4. Am Blauregen rumgeschnitten. Jetzt macht er keine Krabbelgeräusche an unserer Schlafzimmerwand mehr.
5. Mich ausgiebig der Schönheitspflege gewidmet.
6. Gekocht und gegessen - was es fast jedes Wochenende gibt, aber jetzt mit neuem Käse. ;-)
7. Mit den Tieren WM geguckt.
Samstag, 14. Juni 2014
Auftritt der Zwillingsnadel
Meine Nähmaschine kam ja mit allerhand possierlichem Zubehör, unter anderem mit einer Zwillingsnadel. Damit kann man zwei perfekt parallele Nähte machen, allerdings nur, wenn man es vorher schafft, die beiden Oberfäden zum Laufen zu kriegen.
Auch das ist im Prinzip ganz simpel, aber nicht, wenn man unbedingt Garn auf Papprollen verarbeiten möchte - die Papprollen sind nämlich nie ganz rund, und darauf reagiert die Fadenspannung bei meinem Maschinchen extrem empfindlich.
Irgendwann hab ich es dann hingewurschtelt bekommen, nur auf der Rückseite konnte ich eine leichte Schlingenbildung nicht vermeiden.
Nicht perfekt, aber auch nicht tragisch. Auf der Vorderseite kommen die Doppelnähte aber dafür richtig gut.
Am Rückenteil hab ich ein doppeltes Zickzackmuster angebracht. Wohlweislich schwarz in schwarz, weil der Gürtel ja eine geschwungene Form hat und ich mir nicht zugetraut hab, das perfekt symmetrisch hinzukriegen. Hab ich auch nicht.
Dann hab ich die Nagelschere gezückt und mich eine gute halbe Stunde damit amüsiert Dreiecke auszuschneiden.
Sehr blöde Arbeit, weil das Wildlederimitat wie gesagt dick und stabil ist und das Reflektorband unten drunter leicht zerkratzt.
Aber es reflektiert immer noch brav, wie man hier mit Blitzlicht sieht. Und das Muster ist auch ganz hübsch geworden.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Salto Materiale
Sodele.
Ich habe zugeschlagen.
Hier seht ihr einen festen Baumwollstoff als Unterstoff, zwei Plastikschnallen (die sind nicht gekauft, sondern von erbettelten Werbe-Lanyards abgeknipst) und Reflektorband.
Das Holster soll ja fürs Radfahren werden, und ich als Radler bin immer sehr dankbar, wenn andere Verkehrsteilnehmer (inklusive Hunde) irgendwie leuchten oder reflektieren. Also möchte ich selber auch immer gut sichtbar sein.
Als Oberstoff hab ich mir künstliches schwarzes Wildleder gegönnt. Das hat eine so hübsche Unterseite, dass mir durchaus Zweifel gekommen sind, ob das nicht in Wirklichkeit die Oberseite ist. Jedenfalls muss man davon am fertigen Holster auch was sehen.
Außerdem ist der Stoff richtig schön dick und fast so schwer zu schneiden wie echtes Leder. Ziemlich hochwertiger Scheiß.
Erstmal ging es aber mit dem Baumwollstoff los. Ich hab das Schnittmuster noch abgerundet, die Nahtzugaben umgebügelt und dann festgenäht.
Auf das Rückenteil des Gürtels hab ich dann den Reflektorstreifen aufgebügelt. Das ist natürlich noch nicht das Endergebnis, nur ein Zwischenstand.
Dann hab ich den Oberstoff zugeschnitten und - zu einem zugegeben recht späten Zeitpunkt - noch mal kontrolliert, ob die Kamera auch Platz hat.
Die Fransen sind echt toll geworden. Obwohl sie nur einen halben Zentimeter breit sind, sind sie recht stabil und sehen vor allem wirklich aus wie Wildleder.
Ich habe zugeschlagen.
Hier seht ihr einen festen Baumwollstoff als Unterstoff, zwei Plastikschnallen (die sind nicht gekauft, sondern von erbettelten Werbe-Lanyards abgeknipst) und Reflektorband.
Das Holster soll ja fürs Radfahren werden, und ich als Radler bin immer sehr dankbar, wenn andere Verkehrsteilnehmer (inklusive Hunde) irgendwie leuchten oder reflektieren. Also möchte ich selber auch immer gut sichtbar sein.
Als Oberstoff hab ich mir künstliches schwarzes Wildleder gegönnt. Das hat eine so hübsche Unterseite, dass mir durchaus Zweifel gekommen sind, ob das nicht in Wirklichkeit die Oberseite ist. Jedenfalls muss man davon am fertigen Holster auch was sehen.
Außerdem ist der Stoff richtig schön dick und fast so schwer zu schneiden wie echtes Leder. Ziemlich hochwertiger Scheiß.
Erstmal ging es aber mit dem Baumwollstoff los. Ich hab das Schnittmuster noch abgerundet, die Nahtzugaben umgebügelt und dann festgenäht.
Auf das Rückenteil des Gürtels hab ich dann den Reflektorstreifen aufgebügelt. Das ist natürlich noch nicht das Endergebnis, nur ein Zwischenstand.
Dann hab ich den Oberstoff zugeschnitten und - zu einem zugegeben recht späten Zeitpunkt - noch mal kontrolliert, ob die Kamera auch Platz hat.
Die Fransen sind echt toll geworden. Obwohl sie nur einen halben Zentimeter breit sind, sind sie recht stabil und sehen vor allem wirklich aus wie Wildleder.
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