Sonntag, 27. Juli 2014

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.

Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.


















1. Im Frühtau zu Berge gefahren.
Ehrlich gesagt bin ich mit meinen Trainingszustand nicht ganz zufrieden - nächsten Sonntag ist Schauinslandkönig und ich fühl mich wie ein Kartoffelsack auf Beinen. Vielleicht wird's ja noch besser.


















2. Wieder runter gefahren (das ging prima, das können auch Kartoffelsäcke) und unten die Abfahrtspelle ausgezogen.


















3. Die Brombeer-Apfel-Banane-Marmelade von letzter Woche auf ein Stück Toastbrot gestrichen. Dafür, dass ich einfach auf gut Glück das Obst, da ich gerade hatte, gekocht, püriert und eine mir genügend groß erscheinende Portion Haushaltszucker reingetan hab, ist die wirklich nicht schlecht. Vor allem das Pürieren scheint eine Idee zu sein, die ich im Auge behalten sollte. So wird die Sache nämlich schön cremig ohne den geringsten Glibberfaktor.


















4. Ein Herren-T-Shirt in ein Damentop umgenäht. Das Ergebnis zeig ich euch nächste Woche.


















5. Eine Menge Piepmätze ausgeschnitten. Das Papier stammt aus einem abgestaubten Musterkatalog für... keine Ahnung. Trennwände für Büros oder so was.  


















6. Eine rote Linie und einige Vögelchen an die Wand geklebt. Die Linie ist aus diesem Klebeband, das die Amis washi tape nennen. 
Den Abstand zur Decke hab ich ganz profimäßig mit einem Taschenbuch abgemessen, und um da hoch zu kommen, bin ich nicht weniger gekonnt auf den Möbeln rumgeklettert.
Die Leiter steht Luftlinie vier Meter entfernt. 


















7. Gurkensalat mit Oliven gemacht. Sogar der scheint meinen derzeit irgendwie lädierten Verdauungstrakt zu quälen. Ich glaube, ich sollte einfach gar nichts mehr essen.

Samstag, 26. Juli 2014

Die rosenfingrige Eos

... fährt mit ihrem Himmelswagen morgens ihrem Bruder Helios voraus über den Himmel. Wenn die alten Griechen Recht haben.


















Eos' Pferde heißen Phaeton und Lampos - ich warte ja schon seit Jahren auf den Marktauftritt des VW Lampos, aber bis jetzt gibt's noch keinen.

Freitag, 25. Juli 2014

Schweinereien

Neulich hab ich ja schon vor Begeisterung regelrecht gequiekt, weil ich glückliche Schweine gesehen hab. Aber nur von Weitem.
Gestern waren wir Radfahren und haben die Schweine besucht.


















Die Großen waren wegen der Hitze teilweise ein bisschen maff, aber die Ferkel waren gar nicht zu bremsen.


















Schweinenasen durchs Gitter streicheln empfiehlt sich nicht, weil die versuchen würden, die Finger zu fressen... 


















In meinen teuren Fahrradschuh hab ich sie schon mal reinbeißen lassen. Das muss er aushalten.

Aber die Schweinebesitzer kennen ja ihre Pappenheimer und haben mitgedacht:























Geht es netter?
Ob die großen Schweine vom Bürsten durch ihre Schwarte überhaupt was merken, war nicht ganz sicher, aber die kleinen waren hingerissen.



















Die muss man doch einfach mögen, oder?
Wenn ihr jetzt noch das Gegrunze und Gequieke dazu hören könntet... echt niedlich.














 



















Ganz kleine Ferkelchen waren auch noch da, aber die hatten keinen Sinn für uns, die interessierten sich nur für ihre Mama. 


















Diese Ringelschwänzchen!

Donnerstag, 24. Juli 2014

Erotik und Perversion

Erstmal ein Hallo an alle, die mein Blog über die Suchbegriffe "Erotik und Perversion" gefunden haben - tut mir leid, ihr seid hier falsch. Und sitzt ihr nicht vielleicht sowieso zu viel vorm Internet? Geht doch mal ne Runde raus, ist so schönes Wetter.


















Der schmale Grat zwischen Erotik und Perversion verläuft da, wo beim Streicheln mit einer Pfauenfeder der Pfau noch mit dran hängt.

Mit diesen weisen Worten bekam ich gestern zwei Pfauenfedern geschenkt.
Ohne den Pfau!























Diese hier finde ich ja ganz besonders schön (die Form - und das Türkis...!), aber der Klassiker mit dem Auge ist natürlich auch toll.


















Die beiden Schmuckstücke haben ein Heim im Wohnzimmer gefunden, wo ich meine alten Blockflöten an die Wand gehängt hatte.























Und morgen, meine Lieben, wird es hier richtig schweinisch.

Ich sag euch dann Bescheid, ob und wie sich  die heutige Kombination von Begriffen auf die Zugriffszahlen und die verwendeten Suchbegriffe ausgewirkt hat.
Diese Woche war die schönste Suchbegriff-Kombi "fkk van gogh bilder mario".
Ich weiß es auch nicht.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Wasser, Nebel, Drachen


















In den letzten Tagen hat es hier kräftig geregnet. Gestern Abend war zu meinem nicht geringen Entzücken die Baustelle gegenüber von uns überschwemmt.


















Die Bleibacher Seenplatte.
Mit der Wiese, die da vorher war, wäre das nicht passiert.
Ich bin ja mal gespannt, wie das wird, wenn die Geschäfte und Parkplätze fertig sind und es dann regnet.



















Den Nebel gab es dann heute Morgen, als ich zur Arbeit geradelt bin.
Eine Stimmung wie im Oktober, nur viel wärmer.



















Und ein bisschen Überschwemmung war natürlich auch noch da.


















Bis heute Mittag hatten sich Wärme und Feuchtigkeit zu einer richtig fiesen Schwüle gesteigert, also hab ich mein Fahrrad in Freiburg gelassen und bin mit dem Zug heimgefahren.
Und am Bahnhof saß dann der Drache und wärmte sich auf.
Ein kleiner Drache.
Na gut, eine Eidechse.
Also schön, ein Eidechsenkind.


















Zum Glück denken viele rauchende Mitmenschen ja mit und versorgen uns alle mit genügend Zigarettenkippen für den allgegenwärtigen Größenvergleich.

















Dienstag, 22. Juli 2014

Rezension: Teufelsmord von Tanja Noy

Blogg dein Buch hat mir wieder einen Krimi gegönnt. 
Teufelsmord von Tanja Noy. Hier erhältlich. 






















Vielen Dank an den Mira-Taschenbuch-Verlag.  Ich wusste gar nicht, dass die auch Krimis haben. Oder Thriller, meinetwegen.

Kurzer Anriss der Story: 
Tanja Wagner meint mit 30, ihre Vergangenheit weit hinter sich gelassen zu haben. Aber sie fährt zur Beerdigung einer Freundin aus Kindheitstagen, die ihren Mann umgebracht haben soll und sich anschließend erhängt hat. Tanja, die Tote und zwei weitere Freunde sind im kleinen Ort Wittenrode im Waisenhaus aufgewachsen. Wittenrode wurde 20 Jahre früher von einer Serie von Ritualmorden erschüttert. Das Dorf ist eine verschworene Gemeinschaft, die weniger aus Solidarität zusammen hält, sondern weil zu viele Leute etwas zu verbergen haben. Tanja glaubt an die Unschuld ihrer Freundin und beginnt, unbequeme Fragen zu stellen. Sie ahnt nicht, dass sie bereits in höchster Gefahr schwebt.

Was ich dazu meine:
Nun ja. Fangen wir mal mit den positiven Seiten an.
Recht hübscher Einband, sauberer Druck, gutes Papier, keine Druckfehler (und das hat ja heutzutage schon fast Seltenheitswert). Offen gesagt, schon da war ich in allen Punkten skeptisch - meine bisherigen Erfahrungen mit Mira-Taschenbüchern waren nicht unbedingt von der Art, dass ich da viel erwartet habe.  

Das Buch ist gar nicht schlecht geschrieben, nur hier und da klingen die Dialoge noch etwas hölzern.
Die Geschichte beginnt eigentlich auch ganz spannend. Der Mann, der in der Vergangenheit als Mörder verhaftet wurde (und sich dann, wenig originell, ebenfalls in Polizeigewahrsam umgebracht hat), hat die Morde natürlich nicht begangen, sondern der große Unbekannte. Leider wird uns zu einem sehr frühen Zeitpunkt erklärt, dass der Täter ein äußerlich gut angepasster, hoch intelligenter, männlicher Soziopath sein muss, der außerdem notwendigerweise in Wittenrode lebt. Im Buch kommen exakt zwei Männer vor, auf die diese Beschreibung zutrifft. Mit ganz viel gutem Willen vielleicht drei. Zwei von den dreien werden zu offensichtlich verdächtig dargestellt, um uns als Mörder wahrscheinlich vorzukommen. Das schränkt die Auswahl und damit den Rätselspaß natürlich etwas ein. Zumal die anderen auftretenden Personen sterben wie die Fliegen.
Die Satanismusnummer hängt mir inzwischen ein bisschen zum Hals raus. Menschenopfer hatten wir doch nun schon öfter. Aber gut, über irgendwas muss man ja schreiben. Gefallen haben mir die Abhängigkeiten in der Dorfgemeinschaft – man hält nicht zusammen (oder zumindest: die Klappe), weil man sich so gern hat, sondern weil jeder seine eigenen Interessen wahren möchte. Ein ländlicher Wust aus verbotenen Liebesverhältnissen, Gewalt, Trunksucht, Spekulationen, Habgier, Eifersucht und Inzest. Da ist der Autorin einiges eingefallen.
Die Charaktere sind vielleicht ein bisschen flach, ein bisschen stereotyp, aber gut - schließlich ist das ein Krimi und kein Anwärter auf den Literaturnobelpreis.
Schlimmer finde ich das Setting.
Wir haben da ein winziges Dorf in Norddeutschland, das sich einer sensationellen Infrastruktur erfreut: Es gibt einen Bürgermeister, einen Pfarrer, eine Polizeidienststelle, einen Bäcker, einen Friseur, eine Pension, eine Kneipe, ein Waisenhaus und eine Burgruine mit Kapelle und – unterirdischem Verlies. Ehrlich. Wenn das so läuft in Niedersachsens Outbacks, dann wird der Länderfinanzausgleich jetzt wohl bald in Richtung Süden fließen.
Und dann die Kinder, die alle unter strenger Aufsicht des Pfarrers im Waisenhaus aufgewachsen sind – ich mag mich täuschen, aber heißen solche Einrichtungen nicht seit geraumer Zeit Kinderheim und werden Waisen nicht auch eher an Adoptiv- oder Pflegeeltern vermittelt? Wir sind doch nicht mehr im 19. Jahrhundert.
Noch dazu ist das ganze Dorf angeblich erzkatholisch. Die nächste größere Stadt ist Hannover. Ist man in der Gegend traditionell nicht überwiegend evangelisch?
Einiges davon könnte die Autorin mit ein paar Sätzen aufklären (eine große, erfolgreiche Firma am Ort, eine geschichtlich bedingt katholische Enklave, was auch immer), aber das tut sie leider nicht.
So, wie das Buch sich präsentiert, erinnert es zu deutlich an Enid Blyton. Die vier Freunde. Mit Taschenlampe. Allerdings ohne Hund. Man sollte dankbar sein.
Ein Punkt noch, der mich immer wieder ärgert. Die Autorin lockt uns mit Geheimnissen, deren Lösung sie uns vorenthält. Was hatte Tanjas Vater denn nun zu verbergen? Nur die Alkoholabhängigkeit ihrer Mutter? Riskiert ein Staatsanwalt wegen so was Kopf und Kragen? Und hatten die Eltern wirklich einen Unfall oder wurden sie ermordet? Auch der Grund, weshalb der Mörder sich ausgerechnet Tanja als Widersacherin erwählt hat, ist so dünn, dass die Autorin ihn ganz zum Schluss selber noch schnell in Frage stellt. Auch hier keine Antwort, keine Auflösung.
Was ich aber nicht unerwähnt lassen möchte: Das Buch ist ein Erstlingswerk. Viele der Dinge, die ich hier so freigiebig kritisiere, nerven mich auch an erfolgreichen und hochgelobten Krimiautoren. Vielleicht schreibt die Autorin sich noch so richtig warm und das nächste Buch ist dann ganz hervorragend.

Fazit: 
Für einen Tatort am Sonntagabend wäre die Geschichte völlig in Ordnung (allein schon, weil wir da viel Übleres gewohnt sind), für einen richtig guten Roman reicht es nicht so ganz aus. 

Montag, 21. Juli 2014

Das Ende der Unschuld

Ich habe heute ein Verbotsschild aufgehängt. Draußen.
Gut, das Wort "verboten" kommt nicht vor, aber es ist deutlich genug.


















Ich finde es zwar ziemlich schrecklich, wenn an jeder Ecke "Betreten verboten" oder "Privatgrundstück" steht, aber irgendwann ist man einfach mürbe.
Reden und um Verständnis bitten hilft auf Dauer eben doch nicht.

Das Schild hängt auf unserem Grundstück neben dem Haus.
Da kann man durchgehen, wenn man unbedingt möchte, und spart damit ungefähr 15 Meter Weg auf dem regulären Bürgersteig. Wenn man in unsere Sackgasse möchte. Sonst kommt man nirgends hin. Scheinbar wollen aber ziemlich viele Leute, die da weder wohnen noch mir sonstwie bekannt sind, in eben diese Sackgasse. Und das macht auf Dauer die Pflanzen nicht unbedingt besser.
Außerdem sind die Fenster von unserem Bad und Schlafzimmer von dort aus einsehbar. In beiden Räumen schätze ich ein wenig Privatsphäre durchaus.
Ich hoffe, dass unsere Grünfläche jetzt weniger Durchgangsverkehr und mehr Chance auf gezieltes Zuwachsen hat.

Kurzfristig hab ich überlegt, statt "Kein Durchgang" auf das Schild "Wer hier durchgeht, ist ein Nazi" zu schreiben, aber das findet vielleicht nicht jeder so lustig.

Das Schild ist übrigens aus beidseitig bedruckter und laminierter Pappe, die ich mit hoffentlich wirklich rostfreien Büroklammern an einen dünnen Strick gehängt habe.
Auffallen müsste es jetzt. Bin gespannt, ob es auch hilft.
Und ob es dran bleibt.

Wenn nicht, überleg ich mir die Sache mit dem Nazi noch mal.