In Natron&Sodas Forum gab es auch dieses Jahr wieder einen Schundliteratur-Verriss-Swap.
Ein Swap ist so eine Art Wichtelspiel, bei dem man für einen anderen User ein Geschenk bastelt und dafür im Gegenzug von einem dritten eines bekommt.
In diesem Fall also einen kommentierten Schundroman und eine Kleinigkeit dazu.
Mein Buch der Stunde stammt wie letztes Mal vom Cora Verlag.
Den Einband fand ich so wundervoll überkitschig, dass ich den gar nicht verändern mochte.
Das Bild!
Der Titel!
Das Pink!
Das Gold!
Und dann noch die Strukturprägung!
Ich hab also eine Buchhülle genäht, die meiner Meinung nach gut zum historisch-romantischen Ambiente passt. Leider mochte meine Kamera das viele Rot nicht.
Weil mein Wichtelkind keinen Schnökerkram haben wollte, hab ich statt
Süßigkeiten oder Tee eine Fimo-Blechdose gebastelt und ein paar
Kronkorkenmagnete hinein gepackt (Kronen – Könige - auch historisch und
romantisch, nee?)
Ein paar Taschentücher zum Tränchen abtupfen hab ich auch noch dazu gepackt und zwei Stücke Seife, die keinen großen Bezug zum Thema haben, aber dafür großartig duften.
Das Buch ist zwar Schund, aber eher so wie ich mir in Unkenntnis Rosamunde Pilcher vorstelle.
Also seicht, kitschig, berechenbar, aber leider nicht atemberaubend dämlich. Zum Kommentieren ist das nicht so gut, weil man sich viel besser über Sachen lustig machen kann, die richtig schlecht sind.
Die Story ging ungefähr so: Der umwerfend attraktive Earl von Schlagmichtot kehrt nach langer Abwesenheit auf seinen Landbesitz in Wales zurück. Seine umwerfend attraktive Beinahe-Jugendliebe Marged hasst ihn ganz schrecklich, weil sie ihm die Schuld am Tod ihres Mannes gibt. Er ist über die sozialen Missstände entsetzt, kann aber so einfach nichts ändern, man kennt das. Dann hört er von der mythischen Figur Rebecca, einem Mann, der als Frau verkleidet die Bauern zum Aufstand gegen die Landbesitzer anführt – und natürlich verkörpert der Earl dann Rebecca, Marged verliebt sich in den Unbekannten, die Lage wird total dramatisch, aber am Schluss ist dann doch alles gut.
Also bis auf das mit den sozialen Missständen vielleicht… er ist schon immer noch Earl, aber die Bauern sind irgendwie glücklicher oder so. So genau weiß man es nicht.
Der lustigste Punkt an der ganzen Sache ist der, dass Marged und der große Unbekannte mehrfach enorm leidenschaftlichen Blümchensex haben, wobei der Earl aber maskiert und als Frau verkleidet ist.
Das passt zum bemüht romantischen Flair der ganzen Geschichte ungefähr so gut wie Bratwurst zu Himbeereis.
Ein paar sprachliche Ausrutscher waren da natürlich auch noch drin.
Autsch.
Das Druckbild habe ich nachhaltig verbessert, indem ich die Schreibweise von „Earl“ modernisiert habe. Im ganzen Buch - das war Arbeit, aber das war's mir wert.
Weil die Geschichte in Wales spielte, haben die handelnden Personen ständig mit angeblich walisischen Ausdrücken um sich geworfen. Lokalkolorit eben.
Besonders oft sagen sie „Duw!“
Ich hab keine Ahnung, was das heißen könnte und hab mich damit amüsiert, das durch einen (na gut: den) englischen Kraftausdruck mit der gleichen Silbenanzahl zu ersetzen. Das wertet einige Dialoge ungemein auf.
Falls mein Wichtelkind von der eher betulichen Geschichte etwas gelangweilt ist, hab ich ihm auch die Möglichkeit eingeräumt, sofort zu den interessanten Stellen zu kommen.
Wobei die in diesem Buch ziemlich zahm waren.
Bis auf die Sache mit dem Fummel, natürlich.
In den nächsten Tagen stelle ich euch auch noch das Buch vor, das ich geschenkt bekommen hab.
Freut euch auf den schwülen Orient:
Es geht in den Harem!
Donnerstag, 8. August 2013
Mittwoch, 7. August 2013
Stimmung am Dienstag - am Mittwoch
Gestern hatte ich irgendwie keine Zeit fürs Internet. Manchmal lenkt einen das Richtige Leben ja doch noch ab.
Das ist aber dafür der Sonnenaufgang vom Dienstag.
Aufgenommen gegen 06:00 Uhr zwischen Denzlingen und Gundelfingen. Mit der kleinen Kamera - bei Landschaftsaufnahmen merkt man den Unterschied schon.
Das ist aber dafür der Sonnenaufgang vom Dienstag.
Aufgenommen gegen 06:00 Uhr zwischen Denzlingen und Gundelfingen. Mit der kleinen Kamera - bei Landschaftsaufnahmen merkt man den Unterschied schon.
Montag, 5. August 2013
Doppelt entspiegelt
Unser Schlafzimmerschrank hat zwei Spiegeltüren. Die wollten wir gar nicht unbedingt haben, aber den Schrank gab es halt nur mit Spiegeln.
Und zwar mit welchen, die das Spiegelbild leicht, aber unschmeichelhaft in die Breite ziehen. Gar nicht gut für unsere Seelchen.
Also hab ich die Dinger mit Sichtschutzfolie beklebt. Die Spiegel, nicht die Seelen.
Das Zeug kenne ich bestens, seit die Bauingenieure und Architekten dieses Landes dazu übergegangen sind, nirgends mehr Milchglas zu verbauen. Wer braucht schon Privatsphäre im Bad oder auf der Toilette?
Ich.
Also greife ich zur Sichtschutzfolie.
Die Folie lässt sich aufkleben, so einigermaßen auch wieder abziehen und sieht recht nett aus.
Allerdings hat sie einen Riesennachteil: Sie kommt in kompakten, fest aufgerollten Rollen.
Das Zeig zu schneiden ist kein Vergnügen. Egal, ob man längs, quer oder diagonal schneidet, ganz gerade wird es nicht. Und das Aufkleben ist echt eine Strafe, besonders, wenn man symmetrische Muster haben möchte.
Dementsprechend stolz bin ich auf mein nur ganz leicht schiefes Werk.
Ich geh jetzt meine von den eingerollten Schnittkanten malträtierten Pfötchen pflegen.
Sonntag, 4. August 2013
Sieben Sachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
Nach der Idee von Frau Liebe.
1. Mit dem Essen gespielt.
2. Den Labello aus den Tiefen der Rucksacktasche gefischt. Das, was man gerade braucht, ist immer ganz unten.
3. Auf die Fensterbank gelehnt und die Aussicht bewundert. Das seltsame Häuschen steht in den Weinbergen bei Buchholz und ich bin bis dahin hochgeradelt, jawohl.
Hinter dem Häuschen musste ich ein Stück schieben, da ging es noch weiter und vor allem noch steiler bergauf.
4. Wieder zuhause die Regenjacke aufgehängt und ein paar Blümchen vor Sturm und Gewitter gerettet.
5. Zwei Stunden später wieder auf dem Balkon gelesen.
6. Hab ich schon vorher gemacht, aber dann erst fotografiert: Frischlackierte Fingernägel. Türkisfarbener Lack von P2, Glitzerzeug von Essence.
7. Einen Gelegenheitskauf abgewischt. Das Buch ist von 1921, aber sehr gut erhalten (stand vermutlich immer nur im Regal) und hat mich 10 Cent gekostet.
Da lacht mein kleines sparsames Herz.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
Nach der Idee von Frau Liebe.
1. Mit dem Essen gespielt.
2. Den Labello aus den Tiefen der Rucksacktasche gefischt. Das, was man gerade braucht, ist immer ganz unten.
3. Auf die Fensterbank gelehnt und die Aussicht bewundert. Das seltsame Häuschen steht in den Weinbergen bei Buchholz und ich bin bis dahin hochgeradelt, jawohl.
Hinter dem Häuschen musste ich ein Stück schieben, da ging es noch weiter und vor allem noch steiler bergauf.
4. Wieder zuhause die Regenjacke aufgehängt und ein paar Blümchen vor Sturm und Gewitter gerettet.
5. Zwei Stunden später wieder auf dem Balkon gelesen.
6. Hab ich schon vorher gemacht, aber dann erst fotografiert: Frischlackierte Fingernägel. Türkisfarbener Lack von P2, Glitzerzeug von Essence.
7. Einen Gelegenheitskauf abgewischt. Das Buch ist von 1921, aber sehr gut erhalten (stand vermutlich immer nur im Regal) und hat mich 10 Cent gekostet.
Da lacht mein kleines sparsames Herz.
Samstag, 3. August 2013
Ente gut, alles gut.
Wortspiele mit Enten sind vielleicht nicht mehr ganz so originell, seit es Donald Duck auf Deutsch gibt.
Macht aber nix, weil die Enten selber immer höchst originelle Vögel bleiben.
Leider hab ich ja nur Fotos ohne Ton - die Entenmama hat so niedlich pepiepst, das hätte man eigentlich auch festhalten müssen.
Entenküken müssen gar nicht piepsen, um niedlich zu sein. Die reichen so schon.
Bei dem Wetter freut sich auch der Wasservogel über eine schattige Ecke.
Wisst ihr übrigens, was ein Keks unterm Baum ist?
Ein schattiges Plätzchen...
Macht aber nix, weil die Enten selber immer höchst originelle Vögel bleiben.
Leider hab ich ja nur Fotos ohne Ton - die Entenmama hat so niedlich pepiepst, das hätte man eigentlich auch festhalten müssen.
Entenküken müssen gar nicht piepsen, um niedlich zu sein. Die reichen so schon.
Bei dem Wetter freut sich auch der Wasservogel über eine schattige Ecke.
Wisst ihr übrigens, was ein Keks unterm Baum ist?
Ein schattiges Plätzchen...
Freitag, 2. August 2013
Donnerstag, 1. August 2013
Botanische Frösche
Heute in der Mittagspause war wieder Fototermin im Botanischen Garten.
Als Frosch kann man es da wohl gerade ganz gut aushalten.
Schattenplatz und Füße im Wasser macht offensichtlich besonders glücklich.
Noch zufriedener kann man doch kaum aussehen.
Ein kleiner Frosch...
ein noch kleinerer...
... und einer, der noch gar nicht ganz fertig ist. Da ist sogar noch der Kaulquappenschwanz dran.
Der hier weiß was.
Schwimmstunde. Ganz entspannt.
Doch, jetzt so im Wasser liegen und nur die Nase rausgucken lassen stell ich mir auch nett vor.
Als Frosch kann man es da wohl gerade ganz gut aushalten.
Schattenplatz und Füße im Wasser macht offensichtlich besonders glücklich.
Noch zufriedener kann man doch kaum aussehen.
Ein kleiner Frosch...
ein noch kleinerer...
... und einer, der noch gar nicht ganz fertig ist. Da ist sogar noch der Kaulquappenschwanz dran.
Der hier weiß was.
Schwimmstunde. Ganz entspannt.
Doch, jetzt so im Wasser liegen und nur die Nase rausgucken lassen stell ich mir auch nett vor.
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