... wird mir passend zur Adventszeit (also genau dann, wenn man gerne Kekse backen, handarbeiten oder Weihnachtskarten basteln würde) ein äußerst schmerzhaft entzündeter Finger beschert. Ich bin rechtshändig, also selbstverständlich an der rechten Hand.
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| Anfang Dezember 2021 |
Letztes Jahr dachte ich ja, ich hätte mir unbemerkt einen Gelenkkapselriss geholt. Dadurch tritt Gelenkflüssigkeit aus dem Gelenk aus und macht Ärger. Die Ärztin hatte das auch bestätigt. Es sollte von selber wieder weggehen, was es dann auch tat. Allerdings so richtig erst im April oder Mai, genau weiß ich es nicht mehr.
Tja, und dieses Jahr im November fing es wieder an. Dieses Mal war ich mir hundertprozentig sicher, dass ich mich nicht verletzt hatte. Also bin ich rechtzeitig (oder, wie sich später herausstellte, zu früh, denn der Finger sah noch harmlos aus) zur Ärztin gedackelt, die Blut abgenommen hat, um die Möglichkeit auszuschließen, dass es Rheuma, Arthrose oder Gicht sein könnte. Alles unauffällig, also war der nächste Schritt Röntgen, zwei Wochen später, als die Schwellung gerade wieder zurückgegangen war (zwischendrin hatte ich zwar eine ziemlich unerfreuliche Zeit, aber den dekorativ roten und nudeldicken Finger leider hat kein Arzt gesehen).
Und natürlich kam beim Röntgen ebenfalls raus: Alles in Ordnung, kein Befund. Immerhin habe ich von der hinter ihrer Maske vermutlich nachsichtig lächelnden Chirurgin eine neue Diagnose erhalten: Es soll nun ein Ganglion sein. Dabei tritt die Gelenkflüssigkeit aus aus purem Übermut aus und bildet eine Zyste.
Die meisten Leute haben das am Handgelenk, es kann aber auch an den Fingern vorkommen und, Freude, es kann immer wieder kommen. Letzteres habe ich mir allerdings im Internet angelesen.
Leider war es das jetzt von Seiten der Ärzteschaft. Es wurde mir zwar nicht ausdrücklich gesagt, aber mir wurde schon recht deutlich das Gefühl vermittelt, mit Lappalien wertvolle Behandlungszeiten zu verplempern.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Natürlich bin ich froh, dass das kein Rheuma ist. Ein kleiner Finger ist auch nicht so wichtig wie ein Bein oder ein Auge. Und dann hätte ich natürlich niemals zur Ärztin sagen dürfen, dass ich schon klar komme (was zu dem Zeitpunkt auch noch so war). Jammern gehört zum Handwerk, das hätte ich inzwischen wissen müssen.
Warum erzähle ich euch das alles? Erstens natürlich, um ein wenig Mitleid zu kassieren, und zweitens, weil ich mein Jahresprojekt vernachlässigen musste. Auch Malen konnte ich mit dem Finger natürlich nicht.
Also hoffe ich auf den Dezember. Der Finger tut zwar noch weh, aber viel weniger, und bewegen kann ich ihn auch wieder.
Andrea sammelt auf ihrem Blog dankenswerterweise alle unsere Jahresprojekte, also schaut doch mal, was die anderen so geschafft haben!