Freitag, 25. März 2016

Wollbehütet























Bommelmützen-Eierwärmer.
Kein Einfall von mir. Die gibt es gerade überall im Internet und inzwischen sogar bei Tchibo.

Aber aus ein paar Garnresten sind die so schnell gehäkelt, dass man die auch noch in letzter Minute für Ostern häkeln kann - oder noch besser für den all- oder sonntäglichen Frühstückstisch, denn zu Ostern werden ja eigentlich die Eier eh gefärbt und sind kalt, wenn man sie isst.  























Und so geht das:

Ihr häkelt einen Luftmaschenring, der bequem um ein Ei passt. Dann häkelt ihr drei Reihen feste Maschen, wobei ihr in der 3. Reihe eine Kontrastfarbe für den Ringel nehmt. In der 4. Reihe überspringt ihr jede 3. Masche, in der 5. häkelt ihr wieder jede Masche, in der 6. überspringt ihr wieder jede 3. und so weiter, bis die Mützen oben einigermaßen geschlossen ist.
Muss nicht perfekt sein, da kommt noch der Bommel drauf.

Für den wickelt ihr Garn ungefährt 20 mal um den zusammengelegten Zeige- und Mittelfinger (ein schmales Stück Pappe oder eine Gabel geht natürlich auch), streift das Gebilde vorsichtig ab, knotet fest ein Stück Garn um die Mitte, schneidet die Schlaufen oben und unten auf und verwuschelt das Ganze formschön.
Dann dreht ihr die Mütze auf links (sieht schöner aus), näht den Bommel oben fest und vernäht oder verknotet die Enden.

Meine Mützen sind aus Baumwollgarn, es spricht aber auch nichts gegen Wolle oder Kunstfasern.


















Man muss keine Gesichter auf die Eier malen, aber man kann!

Donnerstag, 24. März 2016

Old Possums Katzenbuch


















Große Dichter schreiben wohl gerne mal zur Entspannung ein bisschen was Leichtes. T.S. Eliot zum Beispiel Gedichte über Katzen:
For some are sane and some are mad
And some are good and some are bad...

Meine Ausgabe ist von 1952 (da, wie gewohnt, aus der Grabbelkiste), aber es gibt auch neuere, mit und ohne deutsche Übersetzungen.

Allerdings finde ich, dass man unbedingt nach einer Ausgabe mit den Illustrationen von Nicolas Bentley suchen sollte.























Ein paar Zitate? Gerne.

Aus "Growltiger":

His manners and appearance did not calculate to please;
His coat was torn and seedy, he was baggy at the knees;
One ear was somewhat missing, no need to tell you why,
And he scowled upon a hostile world from one forbidding eye.

Den sieht man vor sich.
























Auch sehr nett, aus "The Ad-dressing of Cats":

Now Dogs pretend they like to fight;
They often bark, they seldom bite;
But yet a Dog is, on the whole,
What you would call a simple soul.
(...)
With Cats, some say, one rule is true:
Don't speak till you are spoken to.


Mittwoch, 23. März 2016

Das Frühlingszögern























Der Frühling.

"Mögen hätt' er schon wollen, aber dürfen hat er sich nicht getraut."

Frei nach Karl Valentin.




































Krähen habe ich ja immer im Verdacht, dass sie den Winter lieber haben.


















Aber es wird, es wird.

























Sonne, ein grüner Hauch auf der Trauerweide und Himmelschlüssel.



















Und Bauern, die mit heller Begeisterung Mist fahren.
Fehlt eigentlich nur noch des Nachbarn Kreissäge.

Dienstag, 22. März 2016

Gewidmet von Schmerz und Liebe























Letzte Woche dachte ich, ich könnte mir mal in aller Ruhe den alten Friedhof in Waldkirch ansehen. Den kannte ich bis jetzt nur vom Dranvorbeiradeln.

Wie sich herausstellte, hätte ich das lieber zwei, drei Monate früher tun sollen. Dazu gleich mehr.
























Der Friedhof sieht dem in Freiburg sehr ähnlich. Ist nur kleiner, die Grabsteine sind weniger auffällig und auch weniger erhalten, sowohl was die Menge als auch was den Zustand angeht.
























Der Weg ist schmal, der zum Leben führt. 




















Das sind Bilder von der Friedhofskapelle aus dem 17. Jahrhundert. Betreten kann man sie leider nicht nicht, da sie wohl baufällig ist.
























Für mein Auge sieht die ja ganz in Ordnung aus, aber gut. Wird schon besser sein.

Davor befindet sich der Grund, weshalb ich einfach zu spät dran war.
Eine große, plane, traurige Sandfläche (die soll mal ein "Mehr-Generationen-Platz" werden, was ich für eine gute Idee halte, nur ist dafür zur Zeit leider kein Geld da).

Vorher standen da ungefähr 20 riesige alte Eschen. Ein schöner Bestand. Aber wie wir wissen, sterben die ja gerade gerne an einem Pilz. Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden die Bäume auf dem Friedhof prophylaktisch gefällt, weil sie krank werden könnten, und dann die Stadt nicht für möglicherweise herabfallende Äste haften will.

Wenn man den Gedanken konsequent weiter verfolgt, müsste jede Stadt vorsichtshalber alle Bäume fällen. Und genau das scheinen sie gerade ja auch zu tun.
Freiburg und Waldkirch sind jedenfalls ganz vorne mit dabei.
























Immerhin haben sie die Steine stehen lassen. In Waldkirch gibt es ganze Dynastien von Orgelbauern und was damit zusammen hängt - zum Beispiel Musikwerkfabrikanten.


















Aber auch die Landwirte hatten genug Bares für richtig schöne Grabsteine.


Montag, 21. März 2016

Hallo, Frühling?


















Gestern war ja Frühlingsanfang. Vormittags sah es aber gar nicht so richtig danach aus. 
Ich war Radfahren, und zwar eine Strecke, die ich im August schon mal gefahren bin.

Leider hatte ich nicht bedacht, dass man im August halt ein bisschen trainierter ist als im März. 490 Höhenmeter sind viel, wenn man's nicht gewohnt ist.























Zwischen Kilometer 6 und 7 bin ich ungefähr zehnmal stehengelieben, um die "Aussicht zu genießen". Immerhin waren auch Eichhörnchen da.























Die Temperaturen lagen knapp über dem Gefrierpunkt, neblig war's auch - aber mit Schnee hatte ich dann irgendwie doch nicht gerechnet. 


















 
















Der dritte Punkt, über den ich nicht nachgedacht hatte, war, dass man bergauf auch bei dem Wetter notwendigerweise ins Schwitzen kommt und dann bergab zum Eisklumpen erstarrt.
























Och nö... hier mit dem frisch geputzten Rad durch. Super!
Am meisten Schnee liegt natürlich da, wo die Straße nicht geteert ist (das ist eine, kein Feldweg).


















Immerhin, bergab wurde der Schnee schnell wieder weniger. Dafür gab's mehr Raureif.























Allerdings - Spaß hat's schon gemacht. Auf 20 km bin ich gerade mal 9 Autos begegnet, sonst hatte ich die ganze Gegend für mich alleine.

Sonntag, 20. März 2016

Sieben Frühlingssachen

So, da bin ich wieder.
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















Zunächst ein Bonusbild zum Fühlingsanfang. Hübsch, nicht wahr?

Und jetzt Tacheles.


















1. Laufschuhe gebunden und - Überraschung - gelaufen.


















2. Ein breites "Milchglas"-Folienband auf die neue Fensterfront rechts geklebt. Sieht man nicht? Soll man auch nicht. Die ist dafür da, dass wir nicht ständig das Gewusel der fahrenden Autos im Blickfeld haben. Weichzeichner, sozusagen.
Das Aufkleben von Folie in der Größe ist allerdings wirklich eine Arbeit für Leute, die Vater und Mutter erschlagen haben. Grässlich! 























3. Das Rad geputzt. War bitter nötig. Da seht ihr auch meine neue Haarfarbe mal.


















4. Den Tulpen neues Wasser gegeben.


















5. Die kleinen Federsäcke gefüttert.


















6. Unterschrieben. Ich bin jetzt NABU-Mitglied. Wollte ich schon lange mal machen.


















7. Ein weiteres Lieblingsbuch gelesen: Der Golem von Gustav Meyrink. 

Dienstag, 15. März 2016

Kleine Pause


















Ihr Lieben,

ich lasse euch mal ein paar Tage in Ruhe. Erstens kommen die Handwerker, und zweitens kann ein kurzes Verschnauferle in Sachen Blog mir auch nicht schaden.

Zu eurer Unterhaltung ein Rotkehlchen, das wir samt seiner Kumpels dekadenterweise gerade mit Reformkost-Speisesonnenblumenkernen füttern.

Bis demnächst!