Donnerstag, 24. Januar 2013

Los Wochos III

Ich war einkaufen.


















Eigentlich wollte ich grauen Futterstoff haben, aber da hab ich beim Stoffhändler meines Vertrauens nichts Schickes gefunden. Also hab ich mich spontan für Rot entschieden. Wenn ich schon ein Futter nähe, soll das ja auch schön sein.
Weil sie keine Ledernadeln da hatten, musste ich noch zu Karstadt, und da hab ich dann vorsichtshalber noch einen bordeauxfarbenen Futtercoupon mitgenommen.
Das Tomatenrot passt aber eindeutig besser.


















Dann hab ich bis auf die Schulterpasse mit Kragen und die beiden Vorderteile alles auseinandergepflückt und dies und das abgeschnitten. Kostet schon ein bisschen Überwindung - was ab ist, ist ab.


















Zusammenstecken erwies sich nicht als praktikabel.
Also hab ich gleich mal die Ledernadel getestet.


















Herrlich! Durch zwei oder drei Lagen gehen die wie durch Butter.
Bei fünf wird es dann schon ein bisschen schwerer. Aber das Problem ist eigentlich eher, diesen Öschi von Jacke samt Fransen unter der Maschine durchzukriegen. Und zwar so, dass sich nichts verknubbelt oder verschiebt, denn wie oben erwähnt - man kann das ja nicht feststecken.


















Also kurzgesagt - eigentlich geht es überhaupt nicht.
Aber irgendwie ist es dann doch was geworden.
Derzeit noch ohne Ärmel.





















  

Na, Puppe, heute Abend Bon-Jovi-Konzi?

(Larissa ist es gewohnt, ab und zu mal doof angequatscht zu werden. Ich glaube sogar, ihr gefällt das. Sie kommt ja auch nicht viel raus.)























Ein bisschen weit ist das glaub ich immer noch, aber wahrscheinlich muss ich sowieso noch Abnäher in die Seitenteile machen.
Im Rücken hab ich das Mittelteil einfach umgedreht. Hach, was bin ich raffiniert.
Der Fransenbesatz kommt natürlich wieder dran.
Und die Ärmel. Sehr wichtig.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Immer noch Winter

Nein, man kann sich nicht beklagen, es ist ja schließlich erst Januar.
Und wenn ich mal ab und zu die Sonne oder Schnee oder beides sehe, mag ich den Winter auch ganz gerne.



















Aber ich stelle gerade fest, dass ich für meine Fotos offenbar schon wieder nach Farbtupfern suche. 
Rot zum Beispiel,
























Hellblau,



















Rosa,



















Gelb,





















oder Grün.


















Einen Strauß Tulpen für den Esstisch hab ich auch schon gekauft.

Dienstag, 22. Januar 2013

Los Wochos II

Im Nachhinein ist mir klar geworden, dass sich möglicherweise nicht jeder, der mein Blog liest, an den Werbespot erinnert, mit dem McDonald's "Los Wochos" ursprünglich mal eingeführt hat. Das muss Ende der Neunziger gewesen sein.
Irgendwie stürmten da betont schlechte mexikanische Banditen mit Schnurrbärten und Sombreros den Laden und forderten die Herausgabe von Burgern. Oder so.
Ich fand das lustig.
Es gab auch einen singenden Verkäufer, aber das war nicht der Knabe im beigen Anzug.
Ich hab am Sonntag ungefähr anderthalb Stunden meiner Lebenszeit damit vergeudet, im Netz nach der Werbung zu suchen. Leider vergeblich.
Die aktuelleren Los-Wochos-Reklamen können den alten defintiv nicht das Wasser reichen.

Was für Zeiten, in denen man wehmütige Gefühle für Fast-Food-Ketten-Werbung entwickelt.
Die Nostalgie ist auch nicht mehr, was sie mal war.

Äh ja. Zurück zur Jacke. Zuerst hab ich mal das Futter rausgetrennt. Das ging recht flott.


















Dann hab ich die Knöpfe abgepult. Das war gar nicht so einfach, weil die mit verdammt haltbaren Metallringen befestigt waren. Immerhin bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass der unterste Knopf nicht verloren gegangen ist, sondern gar nie vorhanden war.
Ich hätte dann nicht unbedingt gleich die neuen Knöpfe festmachen müssen, das hätte ja gelinde gesagt noch Zeit gehabt.
Aber erstens hatte ich die Werkzeugkiste schon mal da, und zweitens ist Knöpfe Aussuchen toll.


















Hier haben mal die ursprünglichen Knöpfe von diesem Mantel, der leider inzwischen in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, Probe gesessen. Optisch ganz gut, aber durch das dünne Material für eine Lederjacke ein bisschen zu billig, wenn ich das mal so sagen darf.


















Echte alte Lederknöpfe wären gar nicht schlecht, aber ich hatte nur zwei schwarze in der passenden Größe da.


















Spaßeshalber Wappenknöpfe aus Messing. Die waren aber nicht in der engeren Wahl.


















Und hier der klare Sieger: Wunderschöne, schwere, matte, silberfabene Metallknöpfe, die mir Ariel Moody in den Adventskalender gesteckt hatte.
Muchas gracias.


















Zum Festmachen hab ich kleinere Metallringe benutzt. Sollte das wider Erwarten nicht halten, kann ich ja immer noch die großen dranfummeln.


















Ach, richtig, die Fransenbesätze an den Taschen hab ich nachgenäht. Ich war faul und hab jeden zweiten Stich ausgelassen, aber das sieht eh kein Mensch, und halten müsste es so auch.























Das Futter hab ich übrigens aufgehoben. Könnte noch hilfreich sein, wenn ich den Schnitt für das neue Futter basteln muss.


















Das hier ist jetzt ein mexikanisches Schulterpolster.
Da es seine besten Tage schon hinter sich hat, werde ich das ersetzen - falls ich überhaupt Schulterpolster benutzen werde, aber ich denke schon.


















 Bevor ich Klamotten auseinander nehme, beschrifte ich immer die Einzelteile von innen. Sicher ist sicher.

























Und so stelle ich mir die Umgestaltung des Schnitts vor:
Bis jetzt ist die Jacke sehr männlich v-förmig. An der Hüfte passt sie mir in etwa, an den Schultern ist sie viel zu weit.
Die Schulterpasse muss vorne und hinten schmaler. An den Vorderteilen nehme ich die Weite da weg, wo die Ärmel angesetzt sind. Hinten kommt die V-Form durch das mittlere Rückenteil, da nehme ich dann was Richtung Seitenteile weg.
So könnte ich die Seitenteile lassen, wie sie sind.
Allerdings lässt mich mein Vorstellungsvermögen gerade etwas im Stich, was die Ärmel angeht - die sollten ja nachher auch noch reinpassen und ungefähr da sitzen, wo meine Arme sind... müsste aber hinkommen, oder?

Und dann könnte ich noch versuchen, einen Tick Taille reinzukriegen. Vorne könnte ich unauffällig Abnäher unter der Brust reinpfuschen. Im Rücken sollte das dann auch das mittlere Teil lösen.
Ich bin leider absolut nicht dazu in der Lage, mit dem Finger auf dem Touchpad so eine elegant geschwungene Linie einzuzeichnen, wie sie mir vorschwebt.
Oder, andere Möglichkeit, doch noch die Seitenteile verändern.

Oder ich lass die Jacke gerade. Solange man sie offen trägt, geht das auch, aber in geschlossenem Zustand wird das nicht so gekonnt aussehen, fürchte ich.

Montag, 21. Januar 2013

Eisregen

Wie gestern schon angekündigt, hier ein paar Bilder vom Eisregen.





















Ich hab wohlweislich den Balkon nicht verlassen.

Sonntag, 20. Januar 2013

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.

Nach der Idee von Frau Liebe.


















1. Gefüttert: Unsere gefiederten Freunde. Bei uns war heute Eisregen, da sind die ja echt arm dran.
Es sieht aber hübsch aus. Alles ist mit einer höchst dekorativen Eisschicht überzogen - am Sonntag, wenn ich nirgends hin muss, freu ich mich ja regelrecht über so was.


















2. Gesucht und gefunden: Passende Knöpfe für die Mexiko-Kutte.


















3. Geparkt: Die Stiefel im Flur zum Abtauen.


















4. Gekocht: Warmen Reissalat. Letzte Woche wollte jemand das Rezept haben. Bitteschön:

Warmer Reissalat
Eine große Tasse Reis mit zwei Tassen Wasser und etwas Salz garen, warmhalten. Gemüse (in dem Fall drei Mohrrüben, es gehen aber auch saure Gurken, Paprika, Erbsen, Indianderbohnen, was immer ihr gerade da habt) putzen, schneiden, dünsten, warmhalten. Eine kleine Tasse Salatsoße anrühren (z.B. aus saurer Sahne, Essig, Salz, Öl, Kräutern, Senf und ein bisschen Wasser), eine Packung Ziegen-Feta würfeln, alles gut verrühren - fertig.

Reicht ungefähr für zwei Personen.
Eine feine Notlösung für den Winter, wenn man zu faul zum Einkaufen war oder unbedingt noch einen Rest Gemüse irgendwie verbraten muss.


















5. Ausgepackt und vorfreudig begrabbelt: Unsere Amphi-Karten.


















6. Getrennt: Das Futter von der Jacke.
 

















7. Eingeworfen: Geröstete Knabbernüsse mit "BBQ"-Geschmack. Schlimme Sache - ich könnte die ganze Packung auf einmal essen.

Samstag, 19. Januar 2013

Los Wochos

Leute, ich hab eine Lederjacke geschenkt bekommen.
Ist mir jetzt auch noch nie passiert, aber wie mein Opa immer so schön sagte: "Wenn man dir was geben will, nimm; und wenn man dir was nehmen will - schrei!"

Seid ihr bereit?
Dann präsentiert euch jetzt mein wunderbares Modell Larissa den Neuzugang!

*trompetenklang*











































Mhm.
Jede Menge Fransen.
Ich finde, ich kann das tragen - und außerdem mag ich Fransen generell.
Mein Mann übrigens nicht, der das schöne Stück mit einem leicht gequälten Blick betrachtete und dann meinte, die Hauptsache sei ja, dass es mir gefiele. Seh ich auch so.
Übrigens ist die Jacke schwarz. Oder sagen wir: schwarz gewesen.
Wüstenschwarz.

Das Beste an der Sache ist, dass ich jetzt erstmal richtig viel daran rumschrauben muss. Der Vorbesitzer hatte sie schon second-hand erworben und ist mittlerweile "rausgewachsen". Mir ist sie allerdings hoffnungslos zu groß, weil ich halt Frauenschultern habe. Da reißen auch die Schulterpolster nichts mehr raus. Also muss die schmaler und vielleicht sogar ein bisschen antailliert, wenn das klappt.


















Klar, dass so was stilechterweise aus Mexiko kommt. Vielleicht hat der erste Besitzer sie im Urlaub gekauft.
Jedenfalls ist das Leder schön weich und dünn, da bin ich recht optimistisch, dass ich das mit meiner Nähmaschine und einer Ledernadel nähen kann.


















Klar, dass so was Gebrauchsspuren hat. Das Futter muss ja sowieso raus, da kann ich auch gleich ein ganz neues machen. Außerdem hätte ich gerne eine Innentasche.


















An den Taschen gehen die Fransenborten ab, das müsste aber von Hand schnell wieder zurechtgefummelt sein.


















Und dann - könnte ich jemals die Knöpfe einfach irgendwo dranlassen? Natürlich nicht. Das hier sind Kunststoffimitationen von geflochtenen Lederknöpfen, die werten meiner Meinung nach die Jacke eher ab als auf. Und es fehlt einer. Also auch da noch Verbesserungspotential.

Außerdem wäre es natürlich aber schon so was von cool, wenn ich noch eine Applikation auf den Rücken nähen könnte.
Ein Adler böte sich an  - allerdings müsste das dann ein ganz spezieller sein. Oder eine Fledermaus? Natürlich keine niedliche. Eine ernsthafte Fledermaus. Eine für Erwachsene. Eine Männer-Fledermaus. *grunz*

Ich werde euch über meine Bemühungen auf dem Laufenden halten. Deswegen "Los Wochos"... und wenn dann alles fertig ist, mach ich noch richtig schlechte Poser-Fotos. Ungefähr so wie hier, nur noch mit mir und Fransenjacke.