Dieser Post macht mit bei Andreas Sammlung von Jahresprojekten auf ihrem Blog "Die Zitronenfalterin".
Alle meine Beiträge zur Krippe findet ihr hier.
Vorsicht, der folgende Post könnte Werbung enthalten! Unbezahlt, unaufgefordert, ohne Wissen des Anbieters, und vor allem auch ohne dass ich das Produkt gut finde, aber man weiß ja nie, was Juristen draus machen.
Damit die Krippe im Advent auch tatsächlich im Wohnzimmer stehen kann, brauchte es ein zusätzliches Möbelstück. Bis jetzt besteht die Möblierung nämlich aus Bücherregalen, Sitzmöbeln und dem Couch- und Esstisch – nichts davon ist geeignet, um die Krippe darauf zu stellen.
Also dachte ich mir, ich kaufe einfach einen kleinen Tisch. Oder ein Schränkchen, in dem ich die Krippe auch gleich noch aufbewahren kann. Einfach. Ich Dummerchen.
Einfach war das Vorhaben nämlich wahrlich nicht. Wochenlang habe ich online nach Tischchen und Kommoden, Konsolen und Vertikos gestöbert, die vor allem eins haben sollten: Die passenden Maße. Das allein war überraschenderweise eine Herausforderung. Groß genug für die Krippe, aber klein genug für unser Wohnzimmer. Fast nicht zu finden.
Erstmal habe ich die Neuware durchstöbert, die mir „das Internet“ quasi aus freien Stücken angeboten hat. Wundervolle Dinge habe ich da gefunden. Lest in der folgenden Anzeige mal den ersten Absatz.
Gott sei Dank. Ich wüsste auch wirklich nicht, wo ich den Polizisten mit dem Eiswasser sonst hintun sollte!
(Falls ihr wider Erwarten Schwierigkeiten haben solltet, euch den vorzustellen, hilft euch die Polizei Oberpfalz
hiermit charmant weiter!)
Vermutlich gab es da eine kleine Verwechslung zwischen cup und cop.
Aber - das Ding sollte ja später zumindest temporär im Wohnzimmer stehen, halbwegs solide wirken und optisch einigermaßen zur Krippe passen. Fand ich hier nicht so ganz gegeben.
Nachdem ich mich bei der Neuware langsam aber sicher der 600-Euro-Marke genähert hatte, änderte ich meine Ausgangsbasis und streckte mein Fühler nach Second-Hand-Möbeln und Antiquitäten aus.
Auch in diesem Bereich gibt es Unterhaltsames. Ich zitiere aus einem einschlägigen Onlineportal:
„Sehr schöner Nähmaschinentisch! Wir haben ihn zu Deckzwecken genutzt!“
Aha.
Natürlich findet man bei den Gebrauchtmöbeln mehr Hochwertiges, oft auch für viel weniger Geld. Aber die Leute, die Kleinanzeigen mit Gebrauchtmöbeln schalten, erwarten verständlicherweise meist, dass man die Sachen bei ihnen abholt. Das gestaltet sich ohne Auto eher schwierig. Antiquitätenhändler, die liefern, sind relativ selten, und verkaufen auch eher Möbel, die richtig teuer sind. Und dann kann ich ja auch nicht vorher mal schnell vorbeifahren und mir die Sachen im richtigen Leben angucken.
Alles schwierig.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe dann nach langer Suche und hartnäckigem Herumbohren im Internet doch noch ein (neues) Tischchen gefunden, das von der Größe her einigermaßen passt und halbwegs nett aussieht. Natürlich ein Bausatz, nur teilweise aus Holz, Rest Spanplatte, produziert in China und geliefert mit einem Maximum an Verpackungsmüll. Und dann ist es auch noch weiß.
Wäre meine Krippe 5cm weniger tief, hätte ich für 40 € mehr ein Mahagonitischchen haben können, das schon fertig montiert war. Mahagoni! Aber so ist das Leben eben.
Auch mein weißes Tischchen kann in einer Rezension mit einer prächtigen Stilblüte des Übersetzungsprogramms aufwarten:
"Einmal montiert, meine Frau verurteilt, das Leben ist noch schöner als
in Bildern."
Man kann sich ja denken, was da ursprünglich stand, aber jetzt klingt es weitaus lustiger.
Aber nun: Auf, auf zum fröhlichen Schrauben.
Ich hab statt der angegebenen einen Stunde Aufbauzeit locker vier gebraucht, und auch das nur, weil mein Mann dankenswerterweise vorher alles schon ausgepackt und Kartons und Styropor entsorgt hatte. Besonders schwierig war es aber nicht, nur aufwändig.
 |
| Immerhin ist alles drin, was drin sein sollte. |
 |
| Oh. Mit einem Schraubenkopf an die Oberfläche geraten. Ließ sich wegradieren. |
 |
| Ein Schubladenteil war natürlich gesprungen. Holzleim half. |
 |
| Ups. Da stimmt aber was ganz grundsätzlich nicht. |
 |
| Ah, OK, die Seitenteile waren falschrum. Ließen sich problemlos umdrehen. |
 |
| Und jetzt sieht es doch ganz nett aus - hier noch im Büro |
 |
| ...wo die Krippe jetzt staubgeschützt im Karton wohnt. |