Samstag, 8. Oktober 2016
Der zersplitterte Himmel
Das wäre auch wieder ein guter Romantitel. Leider fällt mir nie eine Handlung ein. Und Naturschilderungen und Dialoge kann ich auch nicht schreiben. Ohne Einfälle und ohne Können reicht es nicht für Romane.
Nur für Tatort-Drehbücher.
Aber keine Angst, dazu hab ich keinerlei Ambitionen.
Ich mach lieber ein paar Fotos.
Heute der blaue Himmel vom letzten Mittwoch, der sich in einer zerbrochenen Schrankwandtür auf dem Sperrmüll spiegelt.
Donnerstag, 6. Oktober 2016
Zylindastanie
Elegant gekleidet, aber schlecht gelaunt.
"Da bin ich draußen mit meinen Kumpels am Spielen, und dann kommt diese Tante und nimmt mich einfach mit und legt mich auf ihren Schreibtisch, und da sitz ich nun ganz alleine in der trocknen Heizungsluft und werd schrumpelig..."
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Jugendstil für alle!
Die Grabbelkiste war gnädig und hat hübsche Bücher ausgespuckt. Den "Oberhof" von Karl Immermann hab ich noch nicht gelesen. Der lüftet gerade auf dem Balkon ein wenig aus. Der Oberhof. Nicht der Herr Immermann.
Aber total schön ist das Buch auf jeden Fall.
Auch sehr hübsch und sogar lila: Die Sandgräfin von Gustav Frenssen. Der Autor war mir gar kein Begriff, und das ist eigentlich auch gut so. Der war in späteren Lebensjahren ein ganz übler Nazi. Dieses Buch hat er als junger Mann geschrieben, und es ist nicht rassistischer oder völkischer als andere Bücher aus der Zeit. Man kann's lesen. Wer es nicht kennt, hat aber auch nicht viel verpasst. Aber: schicker Einband.
Weil aber nun nicht jeder einen Grabbelkiste hat, hier noch ein kleiner Einkaufstipp:
Als vorgezogenens Weihnachtsgeschenk für mich selber hab ich mir heute diesen Kalender gekauft.
Der Maler Iwan Bilibin (der entweder unvernünftig gut aussah oder einen sehr schmeichelhaften Portraitmaler hatte) hat russische Märchen illustriert, und das auf ziemlich dekorative Weise.
Ein Jahr Jugendstil im Großformat für 9,99 €, da kann man nicht meckern.
Dienstag, 4. Oktober 2016
Abstrakt ist einfacher
Ein geheimnisvoller Zwang überkommt mich offenbar immer im Herbst. Ich muss Mosaike basteln. Mosaiken? Weiß der Henker. Schnipselbilder.
Das diesjährige Exemplar ist bei Weitem nicht so aufwändig wie das letzte, das Kürbis-Mosaik, aber dafür ist es auch ausschließlich aus Farbkarten vom Baumarkt. Die eignen sich nicht so für naturalistische Darstellungen, finde ich.
Aber für Abstraktes sind sie prima. So schön bunt.
Und - umsonst!
Wie sich herausstellte, verschwindet mehr Rand unter dem Rahmen, als ich vorher dachte.
Dafür passt er farblich viel besser, als ich vermutet hatte.
Das diesjährige Exemplar ist bei Weitem nicht so aufwändig wie das letzte, das Kürbis-Mosaik, aber dafür ist es auch ausschließlich aus Farbkarten vom Baumarkt. Die eignen sich nicht so für naturalistische Darstellungen, finde ich.
Aber für Abstraktes sind sie prima. So schön bunt.
Und - umsonst!
Wie sich herausstellte, verschwindet mehr Rand unter dem Rahmen, als ich vorher dachte.
Dafür passt er farblich viel besser, als ich vermutet hatte.
Montag, 3. Oktober 2016
Die erste Pilz-Post
Frohlocket!
Die Pilzsaison hat begonnen und ich kann euch wieder mit endlosen Bilderfolgen von meinen Lamellen- und Röhren-Kumpels langweilen.
Nach zwei oder drei kleinen Regenschauerchen ploppen sie auf einmal überall raus.
Oben und unten: Tintlinge, die nach kurzer Zeit in schwarze Flüssigkeit zerfließen. Dann sind sie ein bisschen gruselig.
Wie auf dem allerersten Bild ein Fichtenreizker. Wenn keine Würmer drin sind, sind das großartige Speisepilze. Also - wenn. Meistens sind welche drin, die Viecher haben offensichtlich auch Geschmack.
Das hier ist ein schon ziemlich großer Parasol von der Seite....
und von unten. Kann man auch essen. Tu ich aber nie, weil es auch Pantherpilze gibt, die ähnlich aussehen und sehr giftig sind.
Die Baumpilze kommen aus den Startlöchern.
Und allerhand kleinen Pilzchen...
... und absolute Winzlinge.
Hach ja. Pilzzeit.
Sonntag, 2. Oktober 2016
Sieben Sachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Dieses verschlagen wirkende Rosinenweckle lieber schnell aufgegessen, bevor es die Weltherrschaft übernimmt.
2. Die Lumpis geschnürt und durch den nassen Wald gestiefelt.
3. Ein paar Kastanien auf dem Kürbisaltar geopfert...
4. Eine Menge kleine Quadrate sortiert.
5. Dieselben teils zugeschnitten und angefangen, sie auf Tonpapier zu kleben. Ich muss mal wieder sagen: Ich hab den Aufwand völlig unterschätzt. Was für ein Gefummel.
6. Gekocht und gegessen. In unserer Küche ist kein Nebel, das Essen dampft nur.
7. Ein wunderschön etikettiertes Bier aus dem Kühlschrank geholt. Mit Bügelverschluss. Ich hab meinen Mann überredet, das zu kaufen, weil es so hübsch aussieht (wobei er sagt, es schmeckt auch gut).
Die Brauerei Ganter kann was. Das vielgelobte Rothaus kann zumindest was das Werbedesign angeht dagegen echt einpacken.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.
1. Dieses verschlagen wirkende Rosinenweckle lieber schnell aufgegessen, bevor es die Weltherrschaft übernimmt.
2. Die Lumpis geschnürt und durch den nassen Wald gestiefelt.
3. Ein paar Kastanien auf dem Kürbisaltar geopfert...
4. Eine Menge kleine Quadrate sortiert.
5. Dieselben teils zugeschnitten und angefangen, sie auf Tonpapier zu kleben. Ich muss mal wieder sagen: Ich hab den Aufwand völlig unterschätzt. Was für ein Gefummel.
6. Gekocht und gegessen. In unserer Küche ist kein Nebel, das Essen dampft nur.
7. Ein wunderschön etikettiertes Bier aus dem Kühlschrank geholt. Mit Bügelverschluss. Ich hab meinen Mann überredet, das zu kaufen, weil es so hübsch aussieht (wobei er sagt, es schmeckt auch gut).
Die Brauerei Ganter kann was. Das vielgelobte Rothaus kann zumindest was das Werbedesign angeht dagegen echt einpacken.
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Samstag, 1. Oktober 2016
Föhnfische
Die letzten zwei Tagen hatten wir hier Föhnwetter. Föhn ist ein warmer Fallwind von einem Gebirge. Nicht von den Alpen, die sind zu weit weg. Wir haben Vogesenföhn.
Wenn Föhnwetter ist, haben die Leute Kopfschmerzen und die Kinder sind quengelig.
Dafür gibt es seltsame eierige, schiefe Wolken, die Föhnfische heißen.
Man braucht nur Augen und Flossen dran malen, dann sieht man gleich, wie gut der Name passt.
Aber auch ganz ohne Manipulation sehen die Wolken ziemlich bemerkenswert aus.
Habt ein schönes, langes Wochenende!
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