Mittwoch, 8. Juni 2016

Zufriedenheit


















Also wenn die sich nicht sauwohl fühlen...


















Vor zwei Jahren hatte ich das erste Mal über die glücklichen Schweine im Dreisamtal geschrieben. Das sind keine Bio-Tiere, aber sie haben zweifellos ein gutes Leben.























Diese umwerfenden Fotos hat neulich dankenswerterweise der Captain für uns gemacht.
Und dazu auch noch ein Video.
Voller Schweineglück!

Dreht den Ton laut - sie grunzen!




Dienstag, 7. Juni 2016

05:29 und ein Spiel


















05:29. Um die Uhrzeit bin ich heute Morgen losgeradelt, und genau da ging auch gerade die Sonne auf.























... mit Burgruine. Wenn schon, denn schon.


















Das hier mit den Sonnenstrahlen ist ja mein heutiges Lieblingsbild.


















Ich möchte bitte sofort ein Plattencover gestalten. Da gab es doch mal so ein Spiel.

Ja, genau. Das Internet vergisst tatsächlich nichts:
Man öffne Wikipedia und klicke auf "random article"
Der Titel ist der Bandname. Es sei denn, vielleicht, man hat gerade einen Artikel über einen noch lebenden Künstler erwischt.
Und dann gehe man auf The Quotations Page und öffne "random quote".
Die letzten vier oder fünf Worte des letzten Ausspruchs sind der Albumtitel.
(Eigentlich braucht man für das Spiel dann noch ein zufälliges Bild, aber das hatte ich ja schon).






















Ehrlich - ich würde reinhören.

Montag, 6. Juni 2016

"Die Powenzbande" von Ernst Penzoldt























Untertitel: Zoologie einer Familie. 

Ihr ahnt es bereits: Auch dieses Buch habe ich aus der Grabbelkiste geborgen. Nicht ganz auf Verdacht, denn ich erinnerte mich noch an die Fernsehserie aus den 70er Jahren, deren Wiederholung ich als Teenie mal mit meiner Mutter gesehen hatte.
Das Buch selber ist von 1930. Meine Ausgabe ist aus den 50ern und wurde um einen Anhang ergänzt, der wohl erst nach dem Krieg entstanden ist.

Die Helden des Buches: Eine kinderreiche Familie ohne festes Einkommen und mit konstant wechselndem Wohnsitz in einer beschaulichen Kleinstadt. Ungewaschene Leute mit wenig Hang zu (spieß)bügerlicher Wohlanständigkeit, aber dafür mit viel Sinn für Anarchie, voller derber Lebensfreude, genussvoller Boshaftigkeit und handfestem Familiengefühl.


















Da gibt es es den niemals nüchternen, übrig gebliebene Ziegelsteine für das geplante eigene Haus sammelnde Patriarchen, seinen Ältesten, der sich als unermüdlicher Liebhaber der Damenwelt hervortut, den sagenhaft faulen Sohn, der eine Sekte der Schlafanbeter gründet, die Tochter, die angeblich von der käuflichen Liebe lebt, tatsächlich aber geradezu das Gegenteil tut, den tierlieben Träumer und Retter aller verletzten Kreaturen, den respektlosen Künstler, den unwiderstehlich schönen, aber gänzlich herzlosen Sprössling, der phantasievoll alle quält, die ihn anbeten... und nicht zu vergessen eine Vielzahl Gegen- und Randfiguren, die auch sehr unterhaltsam sind. Geschrieben ist das teils im nicht ernstgemeinten hymnischen Ton eines Evangelisten, teils als ebenfalls nicht wirklich sachliche Berichterstattung.
Ich habe keine große Ahnung von Literatur, aber ich glaube, das ist ein typischer Schelmenroman. Der ehrliche, anständige, ordentliche, fleißige, leistungsorientierte und patriotische, kurz: der gute Deutsche muss nicht immer der Klügere oder der Bessere sein.

Das ist doch sehr erfrischend und vor allem ganz wunderbar frech.

Was mir natürlich gut gefallen hat, sind solche Feinheiten:


















... sowie ein eigenes Schreibfehlerverzeichnis, gefakte Vorworte und zahlreiche Fußnoten und Anmerkungen.

Im Anhang ("Aus dem Nachlass") findet sich der Kartoffelroman, in dem beschrieben wird, wie die Powenze aus einer Laune heraus die ganze Stadt davon überzeugen, dass Kartoffeln in hohem Maße ungesund und folglich die Wurzel allen Übels sind.
Selbstverständlich organisieren sie gleichzeitig auch die Gegenbewegung und verdienen kräftig an beiden Seiten.


















Obwohl das bestimmt eher in übertragenem Sinne gemeint ist, fühlte ich mich stark an Stimmen erinnert, die ernsthaft Lebensmittel wie Getreide oder Milchprodukte als generell nicht zur menschlichen Ernährung geeignet befinden.
Aber das will ich jetzt hier nicht weiter vertiefen, dafür gibt es im Internet ja echt genug Diskussionsmöglichkeiten.

Wenn ich das richtig sehe, gibt es gerade keine aktuelle Auflage, aber antiquarisch kann man das Buch sogar für noch weniger Geld, als ich bezahlt habe, bekommen. 
Mir hat es so gut gefallen, dass ich es sogar neu gekauft haben wollen würde...  

Sonntag, 5. Juni 2016

Sieben grüne Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Dem kleinen Drachen den Regen gezeigt. Findet er komisch. Da wird man ja nass von. 


















2. Den Grünfinken gefüttert. Natürlich auch die Meisen und die Spatzen, aber der Fink passte gerade so schön ins Farbschema.


















3. Schnürsenkel gebunden und eine Runde gelaufen. Absichtlich langsam, weil ich immer noch krank bin und mich eigentlich nicht anstrengen sollte. Funktioniert bei dem schrecklichen Tropenwetter allerdings nur bedingt: Da ist das bloße Rumstehen schon schweißtreibend.


















4. Einen Kleiderschnitt ausgeschnitten. Gefühlte 50 Einzelteile für ein einziges, schlichtes Kleidungsstück. Aber wenn's schee macht...























5. Ein bisschen Grünzeug in die Vase gestellt.


















6. Mit grünem Baumwollgarn gehäkelt. Mein Mann argwöhnt, dass das eine Tellermine wird. 


















7. Mit Grünzeug vom eigenen Balkon gekocht.

Samstag, 4. Juni 2016

Erinnerungen an Blau

Als ich mir gestern Medikamente gekauft habe, hat mich die nette junge Dame in der Apotheke darauf hingewiesen, dass man  etwas vorsichtiger mit der Sonne sein sollte, wenn man die einnimmt. Ich gestehe: ich musste lachen. Hier holt sich zu Zeit ganz sicher niemand einen Sonnenbrand.
Es regnet Bindfäden, was ich allerdings gerade ganz gemütlich finde. Solange der Keller nicht voll läuft.























Letzte Woche war es aber noch sehr blau und sonnig. All die weißen Pünktchen sind kleine Insekten, die im Sonnenlicht schweben.


















Dieses schöne Jugendstilgeländer in Waldkirch hat einen schicken blauen Hintergrund auf jeden Fall verdient.


















Genau so wie der Falke in putziger Papageienpose.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Frühlingspilze

Es ist immer noch feucht und warm. Offensichtlich eine ganz üble Kombination auf Dauer. Ich trau mich schon gar nicht mehr, nachzuschauen, welcher Landstrich jetzt gerade von Wasser, Schlamm  oder Geröll überschwemmt wird. Die armen Leute!
Bei uns ist bis jetzt zum Glück alles harmlos.

Wer sich naturgemäß über Nässe und milde Temperaturen freut, das sind meine Freunde, die Pilze.


















Diese grauweißen haben Hüte so groß wie, na, nicht ganz Suppenteller - sagen wir: Kuchenteller. Und tolle Lamellen.
























Das hier ist ein wunderschön orangefarbener Baumpilz.


















Der hier ist nicht so spektakulär, hat aber interessante Röhren (diese Schwammstruktur an der Hutunterseite).


















Und der hier war Teil von einem ganzen Hexenring, der vor unserem Haus im Rindenmulch auftauchte.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Fundgrube

Bei den großen Wühlaktionen im Bergwerk meines Näh-, Bastel- und Haushaltszimmers sind noch so etliche Dinge zum Vorschein gekommen, von denen ich nichts mehr wusste.


















Zum Beispiel bin ich berechtigt, das Abziehbild der Deutschen Verkehrswacht am Fahrrad zu führen. Ich meine - ich kann mich beherrschen. Aber wenn ich wollte, dürfte ich!























Dann etliche Beweise, dass ich auch mal ein Star Wars-Fan war. Bevor George Lucas neue Filme drehen und alles kaputt machen musste.
Wobei die ganz neuen bis jetzt völlig an mir vorbei gegangen sind.
Das Bild hab ich mit diesen Griffeln zum Schreibenlernen auf Tonpapier gemalt. 
Ich hab auch noch eine Kinokarte von 1997 ausgegraben, als die "remasterten" Originalfilme noch mal liefen. Von der Vorstellung um 22:45.
Heutzutage schlafe ich um die Uhrzeit.


















Das hier ist einer von zwei Lampions,  die war aus einem ganz bestimmten Grund hatten. Wir haben nämlich mal in Waldshut gewohnt, und da gibt es jedes Jahr die Stadtbeleuchtung - in der Fußgängerzone wird alles elektrische Licht ausgeschaltet, und aus allen Fenster werden diese hübschen Laternen gehängt.
Dann läuft aus einem geheimnisvollen Lautsprecher Haydn oder was in der Art und man kann flanieren und die Stimmung genießen. Ab und zu fängt einer von den Lampions Feuer und stürzt ab, weil da echte Kerzen rein kommen, aber sonst ist es toll.

























Das sind Bilder, die ich gemalt habe, als ich mal in der Psychiatrie war, 2003 glaube ich war das. Dahinter steckt was Therapeutisches, aber die Feinheiten hab ich vergessen. Vielleicht hat's ja geholfen.
 






















Was es mit dieser Landschaft auf sich hatte - keine Ahnung. Jedenfalls fand ich sie nie so gelungen, dass ich sie aufgehängt hätte.
Am besten gefallen mir die Büsche unterhalb des Gebäudes.























Mindestens genau so ratlos lässt mich dieses Bildchen zurück. Mit viel Mühe und Filzstift gemalt, aber warum und wozu... ich weiß nur noch, dass die Tropfengesichter eigentlich in den Pfützen verlaufen sollten und ich das nicht so hinbekommen habe.