Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
1. Gefrühstückt.
2. Sandalen angezogen und durch den Wald gestapft. Das macht man besser mit geschlossenen Schuhen, aber dieses Mal ging's gut.
Bis auf eine Zecke, die später an meiner Kniekehle hing, aber die hätte ich vermutlich mit Wanderschuhen auch aufgesammelt.
3. Einen Blauvioletten Waldlaufkäfer fotografiert. Er wollte das durchaus nicht. Ein sehr pressescheues Tier, das den schönen wisschenschaftlichen Namen carabus problematicus trägt.
4. Sandalen mal kurz ausgezogen und einmal durch die Kneippanlage geschlappt. Das Wasser war richtig schweinekalt und folglich sehr erfrischend.
5. Finger als Scharfstellhilfe benutzt.
6. Ein paar Brombeeren geerntet. Meine Lieblingsstelle ist dummerweise gerade dem Wegfreischneiden zum Opfer gefallen.
7. Die Beute mit Apfel und Banane eingekocht. Dummerweise hatte ich keinen Gelierzucker.
Sollte das Ergebnis fest werden, ist es Marmelade, sollte es dickflüssig bleiben, wird es zur Fruchtsoße umgewidmet.
Sonntag, 20. Juli 2014
Samstag, 19. Juli 2014
Kringelwolke
Meistens, wenn man eine ungewöhnliche Wolke fotografieren will, besteht der Vordergrund aus einem trostlosen Garagendach und einer einfach nur störenden Fernspannungsleitung.
Oder man hat keine Kamera dabei.
Oder man hat eine, aber keine Speicherkarte.
Manchmal hat man aber auch Glück. So wie ich meiner bescheidenen Meinung nach mit dieser Wolkenspirale.
Malerische Landschaft, Baumwipfel am Horizont und ein paar Kühe als Größenvergleich und für mehr Idylle.
Freitag, 18. Juli 2014
Kindle oder Buch?
Ich gehe davon aus, dass ihr, meine Lieben, zur lesenden Minderheit gehört.
(Oder guckt ihr euch etwa nur meine Fotos an? Wäre mir auch recht, ich geb's zu.)
Was mich mal interessieren würde: Lest ihr lieber auf Papier oder Bildschirm?
Bei mir ist das unterschiedlich. Blogs lese ich gerne, und die gibt es nur online. Allerdings lese ich nur Blogs, auf denen es auch Bilder gibt.
Die Tageszeitung lese ich auch meistens im Internet.
Längere Texte, vor allem Bücher, brauche ich definitiv auf Papier. Selbst wenn ich einen Text elektronisch habe, drucke ich ihn mir am liebsten zum Lesen aus.
E-Reader sind gar nichts für mich. Die Vorteile sind zwar nicht zu verachten, aber ich möchte echte, richtige Bücher, die ich in der Hand halten und später ins Regal stellen kann.
Weil ich außerdem auch noch alte Bücher lieber mag als neue, gerate ich manchmal an Exemplare, die man so, wie sie sind, allerdings nicht in der Hand halten will.
Diese Volks-Ausgabe von "Rosegger's Schriften" (damals war der Apostroph noch richtig) hab ich heute aus der Grabbelkiste gerettet. Sie war ziemlich schmuddelig und folglich bin ich auf die Idee verfallen, den Einband mit einem feuchten Tuch abzureiben.
Super Einfall.
Sowohl die graue Grundfarbe als auch der schwarze Aufdruck sind aus wasserlöslicher Farbe.
Bevor alles ab war, hab ich es zum Glück gerade noch gemerkt.
Ich meine - das Buch ist nicht wertvoll oder so was, aber ist verdammte 112 Jahre alt und ich hätte es um ein Haar versaut!
Anderes Buch:
Was man elektronisch vermutlich nicht bekommen wird: Eine Fußnote, die (mir wenigstens) noch unverständlicher ist als der Text.
Außerdem glaube ich, dass es das Buch auch nicht als E-Book gibt.
Und dann natürlich: Verzierungen, Illustrationen, die Druckbilder, das Papier...
... und die persönlichen Spuren der Vorbesitzer. Widmungen, Markierungen, Einträge, Ex Libris', Lesezeichen und Zeitungsauschnitte.
Und natürlich die Einbände!
Und Goldschnitt. Goldschnitt! Gibt es elektronisch nicht, da bin ich mir sicher.
(Oder guckt ihr euch etwa nur meine Fotos an? Wäre mir auch recht, ich geb's zu.)
Was mich mal interessieren würde: Lest ihr lieber auf Papier oder Bildschirm?
Bei mir ist das unterschiedlich. Blogs lese ich gerne, und die gibt es nur online. Allerdings lese ich nur Blogs, auf denen es auch Bilder gibt.
Die Tageszeitung lese ich auch meistens im Internet.
Längere Texte, vor allem Bücher, brauche ich definitiv auf Papier. Selbst wenn ich einen Text elektronisch habe, drucke ich ihn mir am liebsten zum Lesen aus.
E-Reader sind gar nichts für mich. Die Vorteile sind zwar nicht zu verachten, aber ich möchte echte, richtige Bücher, die ich in der Hand halten und später ins Regal stellen kann.
Weil ich außerdem auch noch alte Bücher lieber mag als neue, gerate ich manchmal an Exemplare, die man so, wie sie sind, allerdings nicht in der Hand halten will.
Diese Volks-Ausgabe von "Rosegger's Schriften" (damals war der Apostroph noch richtig) hab ich heute aus der Grabbelkiste gerettet. Sie war ziemlich schmuddelig und folglich bin ich auf die Idee verfallen, den Einband mit einem feuchten Tuch abzureiben.
Super Einfall.
Sowohl die graue Grundfarbe als auch der schwarze Aufdruck sind aus wasserlöslicher Farbe.
Bevor alles ab war, hab ich es zum Glück gerade noch gemerkt.
Ich meine - das Buch ist nicht wertvoll oder so was, aber ist verdammte 112 Jahre alt und ich hätte es um ein Haar versaut!
Anderes Buch:
Was man elektronisch vermutlich nicht bekommen wird: Eine Fußnote, die (mir wenigstens) noch unverständlicher ist als der Text.
Außerdem glaube ich, dass es das Buch auch nicht als E-Book gibt.
Und dann natürlich: Verzierungen, Illustrationen, die Druckbilder, das Papier...
... und die persönlichen Spuren der Vorbesitzer. Widmungen, Markierungen, Einträge, Ex Libris', Lesezeichen und Zeitungsauschnitte.
Und natürlich die Einbände!
Und Goldschnitt. Goldschnitt! Gibt es elektronisch nicht, da bin ich mir sicher.
Donnerstag, 17. Juli 2014
Kreuze, Kirchen und Kapellen
Heute folgt der sakrale Teil von St. Peter... St. Märgen hat ebenfalls eine große Barockkirche zu bieten, aber die konnte ich mir nicht angucken, wir wollten ja schließlich wandern.
Wegkreuze hab ich ein halbes Dutzend fotografiert. Keine Sorge, die zeig ich euch jetzt nicht alle. Interessant: Es war kein einziges altes dabei. Alle aus den 90er Jahren oder neuer.
Die erste Kapelle, an der wir halt gemacht haben, ist die Vogesenkapelle. Ganz klein und niedlich.
Gebaut hat sie ein Mann, der als Soldat im ersten Weltkrieg in den Vogesen lag und von dort aus seine Heimat sehen konnte. Da hat er gelobt hat, zum Dank eine Kapelle zu bauen, wenn Gott den Schwarzwald vor Krieg und Zerstörung bewahrt.
Die Klosterkirche in St. Peter ist dagegen riesenhaft.
Roten Sandstein muss man mögen, aber beeindruckend ist die Fassade allemal.
Allerdings nichts im Vergleich zum Innenraum.
Da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Fresken, Stuck, Statuen - da müsste man sich stundenlang aufhalten, bis man alles gesehen hat.
Der farbige Marmor, aus dem hier zum Beispiel die Säulen sind, ist übrigens kein Marmor sondern Gips, der farbig angerührt, gemischt, gegossen und anschließend poliert wurde.
Der Hochaltar ist durch ein Gitter abgetrennt - ich hab mich nicht getraut, auszuprobieren, ob es offen ist.
Ich bin ja (jetzt hätte ich fast gesagt: leider) evangelisch und bin mir folglich manchmal nicht ganz sicher, was man in katholischen Kirchen darf und was nicht.
Im Unterschied zu evangelischen Kirchen darf man sie schon mal jederzeit betreten, was meiner Meinung nach echt für den Katholizismus spricht.
Das ist das Klostergebäude von außen. Bis vor kurzem war da ein Priesterseminar drin, aber die sind jetzt wohl in Freiburg.
Wir sind dann noch weiter gegangen zur Wallfahrtskapelle auf dem Lindenberg. Nicht verwandt mit dem gleichnamigen Udo.
Da hab ich innen nur ganz verschämt zwei Fotos gemacht, weil vorne drei ältere Herren saßen und einer davon halblaut gebetet hat. Man will ja nicht stören.
Meine Kollegen haben mir später erzählt, dass es da einen Männergebetskreis gibt, die sich einmal im Jahr treffen und dann eine Woche im Stück beten, Tag und Nacht. Natürlich in Wechselschicht.
Die Institution gibt es wohl seit 1955, als Adenauer in Moskau war. Damals haben die Männer dafür gebetet, dass ihre Kameraden, die noch in Russland als Kriegsgefangene waren zurück nach hause dürfen.
Ein paar Votivtafeln gab es auch, und nebenan ein großes Pilgerheim mit Gaststätte.
Um mal wieder ganz weltlich zu werden: Die haben vernünftige Preise und riesige Kuchenstücke - falls mal jemand von euch hinkommt.
Wegkreuze hab ich ein halbes Dutzend fotografiert. Keine Sorge, die zeig ich euch jetzt nicht alle. Interessant: Es war kein einziges altes dabei. Alle aus den 90er Jahren oder neuer.
Die erste Kapelle, an der wir halt gemacht haben, ist die Vogesenkapelle. Ganz klein und niedlich.
Gebaut hat sie ein Mann, der als Soldat im ersten Weltkrieg in den Vogesen lag und von dort aus seine Heimat sehen konnte. Da hat er gelobt hat, zum Dank eine Kapelle zu bauen, wenn Gott den Schwarzwald vor Krieg und Zerstörung bewahrt.
Die Klosterkirche in St. Peter ist dagegen riesenhaft.
Roten Sandstein muss man mögen, aber beeindruckend ist die Fassade allemal.
Allerdings nichts im Vergleich zum Innenraum.
Da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Fresken, Stuck, Statuen - da müsste man sich stundenlang aufhalten, bis man alles gesehen hat.
Der farbige Marmor, aus dem hier zum Beispiel die Säulen sind, ist übrigens kein Marmor sondern Gips, der farbig angerührt, gemischt, gegossen und anschließend poliert wurde.
Der Hochaltar ist durch ein Gitter abgetrennt - ich hab mich nicht getraut, auszuprobieren, ob es offen ist.
Ich bin ja (jetzt hätte ich fast gesagt: leider) evangelisch und bin mir folglich manchmal nicht ganz sicher, was man in katholischen Kirchen darf und was nicht.
Im Unterschied zu evangelischen Kirchen darf man sie schon mal jederzeit betreten, was meiner Meinung nach echt für den Katholizismus spricht.
Das ist das Klostergebäude von außen. Bis vor kurzem war da ein Priesterseminar drin, aber die sind jetzt wohl in Freiburg.
Wir sind dann noch weiter gegangen zur Wallfahrtskapelle auf dem Lindenberg. Nicht verwandt mit dem gleichnamigen Udo.
Da hab ich innen nur ganz verschämt zwei Fotos gemacht, weil vorne drei ältere Herren saßen und einer davon halblaut gebetet hat. Man will ja nicht stören.
Meine Kollegen haben mir später erzählt, dass es da einen Männergebetskreis gibt, die sich einmal im Jahr treffen und dann eine Woche im Stück beten, Tag und Nacht. Natürlich in Wechselschicht.
Die Institution gibt es wohl seit 1955, als Adenauer in Moskau war. Damals haben die Männer dafür gebetet, dass ihre Kameraden, die noch in Russland als Kriegsgefangene waren zurück nach hause dürfen.
Ein paar Votivtafeln gab es auch, und nebenan ein großes Pilgerheim mit Gaststätte.
Um mal wieder ganz weltlich zu werden: Die haben vernünftige Preise und riesige Kuchenstücke - falls mal jemand von euch hinkommt.
Mittwoch, 16. Juli 2014
Von St. Märgen nach St. Peter
... bin ich gestern gelaufen. Und noch ein Stück weiter.
St. Märgen und St. Peter sind zwei ehemalige Klöster im Schwarzwald (zu Kirchen und Kapellen mach ich noch einen extra Eintrag, sonst nimmt das hier kein Ende).
Nette kleine Wanderung, so um die 10 km mit viel Panorama.
Die Vorzeige-Mühle von St. Märgen war mir natürlich vorher kein Begriff, aber als ich heute wieder ins Büro kam, hab ich sie sofort wiedererkannt - auf dem Juli-Blatt vom Kalender, den mein Kollege an der Wand hängen hat.
Das Haus hier würde ich sofort nehmen, wenn's mir jemand schenken wollte.
Ganz in der Nähe ist possierlicherweise der Potsdamer Platz.
Außer allerhand Blümchen hab ich auch schöne große Schmetterlinge gesehen - einen Schwalbenschwanz und einen Schillerfalter - aber die Brüder ließen sich natürlich wieder nicht fotografieren.
Bravere Krabbeltiere gab es natürlich auch. Einen riesenhaften Tausendfüßler und eine recht stolze Ameise, deren Nachmittag ich durch einen Schluck Obstsaft versüßen durfte.
Die kam da gar nicht wieder von weg - wir haben drauf gewartet, dass sie irgendwann dicker wird oder der Obstsaft hinten wieder raus läuft... ist aber beides nicht passiert.
Allerdings entfernte sie sich dann irgendwann recht hektisch.
So ein Verbotsschild kommt einzeln am Waldrand besonders gut - wenn man nämlich ahnungslos aus dem Wald rauskommt und sich dann freut, dass einen keine Marderfalle um ein paar Zehen erleichtert hat.
Und jetzt kommt noch was, was ich total toll finde.
Ein paar zusammengebaute alte Häuser am Klosterplatz in St.Peter, und neben einem Wohnzimmerfenster eine Tür.
Das ist noch nicht das Tolle.
Ich hätte jetzt ja gedacht, dass die in einem Abstellraum oder einen Flur führt, aber wenn man genau hinguckt, sieht man, dass die kein Schloss hat.
Aufmachen und - tadaa!
Eine öffentliche Treppe, die zur Hauptstraße hinunter führt.
So was begeistert mich ja wirklich. Praktisch ein kleiner Geheimgang.
Hätte ich natürlich nie gefunden, weil ich auch nie gesucht hätte. Aber ein Kollege von mir macht Geocaching.
Da weiß man dann so Sachen.
St. Märgen und St. Peter sind zwei ehemalige Klöster im Schwarzwald (zu Kirchen und Kapellen mach ich noch einen extra Eintrag, sonst nimmt das hier kein Ende).
Nette kleine Wanderung, so um die 10 km mit viel Panorama.
Die Vorzeige-Mühle von St. Märgen war mir natürlich vorher kein Begriff, aber als ich heute wieder ins Büro kam, hab ich sie sofort wiedererkannt - auf dem Juli-Blatt vom Kalender, den mein Kollege an der Wand hängen hat.
Das Haus hier würde ich sofort nehmen, wenn's mir jemand schenken wollte.
Ganz in der Nähe ist possierlicherweise der Potsdamer Platz.
Außer allerhand Blümchen hab ich auch schöne große Schmetterlinge gesehen - einen Schwalbenschwanz und einen Schillerfalter - aber die Brüder ließen sich natürlich wieder nicht fotografieren.
Bravere Krabbeltiere gab es natürlich auch. Einen riesenhaften Tausendfüßler und eine recht stolze Ameise, deren Nachmittag ich durch einen Schluck Obstsaft versüßen durfte.
Die kam da gar nicht wieder von weg - wir haben drauf gewartet, dass sie irgendwann dicker wird oder der Obstsaft hinten wieder raus läuft... ist aber beides nicht passiert.
Allerdings entfernte sie sich dann irgendwann recht hektisch.
So ein Verbotsschild kommt einzeln am Waldrand besonders gut - wenn man nämlich ahnungslos aus dem Wald rauskommt und sich dann freut, dass einen keine Marderfalle um ein paar Zehen erleichtert hat.
Und jetzt kommt noch was, was ich total toll finde.
Ein paar zusammengebaute alte Häuser am Klosterplatz in St.Peter, und neben einem Wohnzimmerfenster eine Tür.
Das ist noch nicht das Tolle.
Ich hätte jetzt ja gedacht, dass die in einem Abstellraum oder einen Flur führt, aber wenn man genau hinguckt, sieht man, dass die kein Schloss hat.
Aufmachen und - tadaa!
Eine öffentliche Treppe, die zur Hauptstraße hinunter führt.
So was begeistert mich ja wirklich. Praktisch ein kleiner Geheimgang.
Hätte ich natürlich nie gefunden, weil ich auch nie gesucht hätte. Aber ein Kollege von mir macht Geocaching.
Da weiß man dann so Sachen.
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