Nach der Riesen-Ringelnatter neulich haben wir heute ein winziges Schlängelchen gesehen.
Kleiner als eine Blindschleiche, schlanker und dank der hellen Flecken am Hinterkopf eindeutig als Ringelnatter zu indentifizieren.
Außerdem sehr schnell unterwegs.
Außerdem gab es noch diese hübschen riesigen Pflanzen.
Vermutlich wieder was Exotisches, das "die heimische Flora verdrängt", wie es immer so schön heißt. Wie das rosa Blümchen links unten, das böse indische Springkraut.
Neulich hab ich was darüber gelesen, dass die berühmten asiatischen Marienkäfer, die ja gerne massenhaft auftreten, offenbar doch zu keinem Bestandsrückgang bei den heimischen Käferarten geführt haben.
Das tat mir irgendwie gut, weil ich immer finde, wenn irgendetwas Neues eingeschleppt wird und sich hier wohl fühlt, könnte man ja auch mal ab und zu versuchen, sich damit anzufreunden, statt es vorsichtshalber erstmal ausrotten zu wollen.
Weiß jemand von euch, was das ist?
Edit.:
Beschwören würde ich es nicht, aber es sind vermutlich Jungpflanzen vom Blauglockenbaum.
Ein sehr hübscher Baum mit großen, lila Blüten, der gerne in Parks und großen Gärten gepflanzt wird.
Montag, 7. Juli 2014
Sonntag, 6. Juli 2014
Sieben blaue Sachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
1. Mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass meine Müslibanane aus Panama kommt. So soll es sein.
Denn wie wir wissen, ist in Panama nicht nur alles größer und schöner als hier, sondern es riecht auch nach Bananen.
2. Meine Hausrunde bei sehr blauem Himmel gedreht. 29 km, knapp 22 km/h, aber keine nennenswerte Berge, da hatte ich heute keine Lust zu.
3. Ein paar Blüten vom Balkon abgesammelt.
4a. Blauen Bastelkram zusammengesucht...
4b. ...und einen Traumfänger gebastelt. Wenn man einmal angefangen hat, ne?
5. Zwei Bücherkistenfunde (nicht ich hab sie gefunden, die wurden mir mitgebracht) gesäubert und festgestellt, dass die mysteriösen Krümel vom Lederrücken kommen, der sich auflöst.
6. Deshalb die Rücken großzügig mit Acrylfarbe bemalt. Die bleibt nämlich elastisch und hält das Krümelleder hoffentlich zusammen.
Und ist so schön blau.
Die Hornblower-Romane von C.S. Forester kann ich übrigens jedem, der sich ein bisschen für Seefahrt interessiert, nur empfehlen.
7. Mit den beiden Kameraden war die Bücheraufnahmekapazität unseres Wohnzimmers dann endgültig überschritten - deshalb die Reihen mal wieder deutlich gelichtet. Bücher, die ich voraussichtlich nicht nochmal lesen werde, muss ich auch nicht aufheben.
Die Überzähligen werden verkauft oder verschenkt, ins Altpapier schmeiße ich nur, was da hingehört. Das können durchaus auch Bücher sein.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr jetzt bei Grinsestern.
1. Mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass meine Müslibanane aus Panama kommt. So soll es sein.
Denn wie wir wissen, ist in Panama nicht nur alles größer und schöner als hier, sondern es riecht auch nach Bananen.
2. Meine Hausrunde bei sehr blauem Himmel gedreht. 29 km, knapp 22 km/h, aber keine nennenswerte Berge, da hatte ich heute keine Lust zu.
3. Ein paar Blüten vom Balkon abgesammelt.
4a. Blauen Bastelkram zusammengesucht...
4b. ...und einen Traumfänger gebastelt. Wenn man einmal angefangen hat, ne?
5. Zwei Bücherkistenfunde (nicht ich hab sie gefunden, die wurden mir mitgebracht) gesäubert und festgestellt, dass die mysteriösen Krümel vom Lederrücken kommen, der sich auflöst.
6. Deshalb die Rücken großzügig mit Acrylfarbe bemalt. Die bleibt nämlich elastisch und hält das Krümelleder hoffentlich zusammen.
Und ist so schön blau.
Die Hornblower-Romane von C.S. Forester kann ich übrigens jedem, der sich ein bisschen für Seefahrt interessiert, nur empfehlen.
7. Mit den beiden Kameraden war die Bücheraufnahmekapazität unseres Wohnzimmers dann endgültig überschritten - deshalb die Reihen mal wieder deutlich gelichtet. Bücher, die ich voraussichtlich nicht nochmal lesen werde, muss ich auch nicht aufheben.
Die Überzähligen werden verkauft oder verschenkt, ins Altpapier schmeiße ich nur, was da hingehört. Das können durchaus auch Bücher sein.
Samstag, 5. Juli 2014
Wolkenschmuser
Als das Wetter noch ganz zutraulich wirkte, mit Gleitschirmfliegern.
Gestern Abend kurz vorm Gewitter Schwalben hoch oben...
... und Krähen am wetterabgewandten Horizont.
Mehr Wolken gibt es bei den anderen Wolkenguckern.
Gestern Abend kurz vorm Gewitter Schwalben hoch oben...
... und Krähen am wetterabgewandten Horizont.
Mehr Wolken gibt es bei den anderen Wolkenguckern.
Freitag, 4. Juli 2014
Taufrisch
... war's gestern Morgen. Sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne.
Ich hab den glücklichen Umstand, dass ich Urlaub hab, für eine kleine Radtour genutzt. 30 km, 350 hm und ziemlich viel Sonne.
Trotzdem war ich ziemlich froh, dass ich zum Bergabfahren eine Windjacke dabei hatte.
Da brennt zum Glück nicht der Hof, nur ein Haufen grüne Zweige.
Hasen hab ich übrigens dieses Mal keine gesehen, dafür ein paar Bussarde und Milane.
Und zuhause kam wieder die Kontrollkatze vorbei. Die findet mich oder mein Fahrrad gerade sehr interessant.
Ich bin mir sicher, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie kritische Anmerkungen zum Pflegezustand meiner Kette macht.
Ich hab den glücklichen Umstand, dass ich Urlaub hab, für eine kleine Radtour genutzt. 30 km, 350 hm und ziemlich viel Sonne.
Trotzdem war ich ziemlich froh, dass ich zum Bergabfahren eine Windjacke dabei hatte.
Da brennt zum Glück nicht der Hof, nur ein Haufen grüne Zweige.
Hasen hab ich übrigens dieses Mal keine gesehen, dafür ein paar Bussarde und Milane.
Und zuhause kam wieder die Kontrollkatze vorbei. Die findet mich oder mein Fahrrad gerade sehr interessant.
Ich bin mir sicher, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie kritische Anmerkungen zum Pflegezustand meiner Kette macht.
Donnerstag, 3. Juli 2014
Mehr Farbe, bitte.
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
(Buch der Prediger, Kapitel 13, Vers 1-8)
Huch? Ein Bibelzitat bei Centi?
Nein, ich werde das jetzt nicht regelmäßig machen. Aber das ist so ein besonders schöner Text und er passt gerade so gut. Sogar Steine sammeln kommt vor!
Heute saß ich am Esstisch und hab Steine angemalt.
Mein Mann warf einen Blick auf meine Tupferei und meinte: Oh, gut. Bunt. Ich mag gerade bunt.
Ich auch.
Ich mag bunt! Ich mag bunt!
Obwohl unsere Einrichtung nie "gruftig" aussah, hab ich selber Jahre lang praktisch nur schwarz getragen. Bunte Klamotten hatte ich ein paar fürs Büro und so.
Seit geraumer Zeit ist wieder ziemlich viel Farbe in meinem Kleiderschrank. Mehr Farbe als Schwarz.
Und vor ein paar Tagen hab ich heimlich über ein nettes junges Pärchen gekichert, dass ganz in schwarz sein Leergut zum Getränkemarkt schleppte. Der dumme Spruch "Spaß muss sein auf der Beerdigung" schwebte greifbar in der lauen Sommerluft.
Nicht, dass ich mir des latenten Unterhaltungswertes von Gruftis und anderen Schwarzröcken nicht bewusst gewesen wäre, als ich selber noch einer war.
Aber jetzt bin ich irgendwie echt keiner mehr und es fällt mir gerade massiv auf.
Ich finde schwarze Klamotten immer noch schick, ich höre immer noch düstere oder sonstwie abseitige Musik und ich spaziere immer noch gerne auf Friedhofen rum, aber sonst... sonst mag ich gerade bunt lieber.
Offensichtlich hat auch schwarz seine Zeit und bunt seine Zeit.
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
(Buch der Prediger, Kapitel 13, Vers 1-8)
Huch? Ein Bibelzitat bei Centi?
Nein, ich werde das jetzt nicht regelmäßig machen. Aber das ist so ein besonders schöner Text und er passt gerade so gut. Sogar Steine sammeln kommt vor!
Heute saß ich am Esstisch und hab Steine angemalt.
Mein Mann warf einen Blick auf meine Tupferei und meinte: Oh, gut. Bunt. Ich mag gerade bunt.
Ich auch.
Ich mag bunt! Ich mag bunt!
Obwohl unsere Einrichtung nie "gruftig" aussah, hab ich selber Jahre lang praktisch nur schwarz getragen. Bunte Klamotten hatte ich ein paar fürs Büro und so.
Seit geraumer Zeit ist wieder ziemlich viel Farbe in meinem Kleiderschrank. Mehr Farbe als Schwarz.
Und vor ein paar Tagen hab ich heimlich über ein nettes junges Pärchen gekichert, dass ganz in schwarz sein Leergut zum Getränkemarkt schleppte. Der dumme Spruch "Spaß muss sein auf der Beerdigung" schwebte greifbar in der lauen Sommerluft.
Nicht, dass ich mir des latenten Unterhaltungswertes von Gruftis und anderen Schwarzröcken nicht bewusst gewesen wäre, als ich selber noch einer war.
Aber jetzt bin ich irgendwie echt keiner mehr und es fällt mir gerade massiv auf.
Ich finde schwarze Klamotten immer noch schick, ich höre immer noch düstere oder sonstwie abseitige Musik und ich spaziere immer noch gerne auf Friedhofen rum, aber sonst... sonst mag ich gerade bunt lieber.
Offensichtlich hat auch schwarz seine Zeit und bunt seine Zeit.
Mittwoch, 2. Juli 2014
Was das Christkind gebracht hat
Wie sagte Oscar Wilde so schön?
Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendigste kann ich verzichten.
Ich schwelge jetzt in kunterdunklem Luxus. Das kam so:
Ich lese keine Beauty-Blogs, außer dem kunterdunklen Allerlei. Der Grund ist (außer persönlicher Sympathie für seine Schreiberin) vor allem der, dass dieser Blog immer lustig zu lesen ist.
Dieses Jahr hab ich beim Pre-X-Mas-Preisausschreiben mitgemacht und gewonnen.
Ach, was "gewonnen", ich hab abgesahnt!
Gestern kam ein ziemlich großes Paket für mich an und ihr glaubt gar nicht, was da alles drin war.
Zuerst mal eine ganz tolle Pappschachtel mit Pilzmotiv. Genau meins!
Dann Cremerouge im niedlichen Oktoberfestlook zwei Farben, was mir sehr gelegen kommt. Ein bisschen Rot auf den Wangen kann mir nämlich nicht schaden, aber das in Puderform hält immer von Zwölf bis Mittag.
Und dann Nagellack! In Heerscharen! Zwei hübsche Türkistöne, ein knalliges Rot-Pink und der Lacura-Überlack von Aldi, von dem neulich noch Gutes berichtet wurde.
Dann noch ganz passend zum Anlass Happy-Holidays-Lacke von Essence. In den länglichen rechts ist oben Farblack und unten Glitzerlack drin.
Damit hätten sich meine Nagellackbestände mal lässig verdoppelt.
Shimmer Pearls hab ich auch bekommen. Das sind kleine Kügelchen aus schimmerndem Puder... ich bin mir noch nicht ganz sicher, was man damit machen soll, aber sie riechen auf jeden Fall schon mal gut.
Und dann noch drei kleine Duschgels. Die kann ich gerade auch gut brauchen, weil ich überhaupt keine Probefläschchen mehr hab, die man auf Reisen mitnehmen könnte.
Wer sich einmal aus Verlegenheit mit herrenlosem Hugo-Boss-Men-Duschgel abgebraust hat und dann einen halben Tag männlich-herb duftend durchs Leben marschierte, weiß Erdbeer- und Vanillearomen erst wieder so richtig zu schätzen.
Außerdem hab ich auch noch einen Rougepinsel bekommen, der auf meinen Fotos irritierenderweise wie ein Stück Katzenschwanz aussieht - egal, ihr wisst auch ohne Bild, was man sich unter einem Puderpinsel vorstellen muss.
Vielen, vielen Dank für das Paket! Ich hab mich kringelig gefreut!
Weil ich faules Stück beim Preisausschreiben nur ein paar Fragen beantwortet, aber nichts Kreatives geleistet hab, reiche ich jetzt ein kleines, bescheidenes Nageldesign nach:
Die Trikolore zum Viertelfinale Frankreich-Deutschland.
Eigentlich wollte ja die andere Hand zum Ausgleich schwarz-rot-gold lackieren, aber der schwarze Lack war leider alle.
Tut mir also leid für Jogis Jungs, aber jetzt muss Frankreich gewinnen, sonst bin ich falsch dekoriert.
Die Glitzerpünktchen in der Mitte sind übrigens schon der Happy-Holidays-Lack, der glitzert in echt richtig prima. Im richtigen Leben sind die Farben auch noch dunkler und schöner.
Und nach der nächsten Dusche sind dann auch die übergemalten Farbränder auf der Nagelhaut ab.
Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendigste kann ich verzichten.
Ich schwelge jetzt in kunterdunklem Luxus. Das kam so:
Ich lese keine Beauty-Blogs, außer dem kunterdunklen Allerlei. Der Grund ist (außer persönlicher Sympathie für seine Schreiberin) vor allem der, dass dieser Blog immer lustig zu lesen ist.
Dieses Jahr hab ich beim Pre-X-Mas-Preisausschreiben mitgemacht und gewonnen.
Ach, was "gewonnen", ich hab abgesahnt!
Gestern kam ein ziemlich großes Paket für mich an und ihr glaubt gar nicht, was da alles drin war.
Zuerst mal eine ganz tolle Pappschachtel mit Pilzmotiv. Genau meins!
Dann Cremerouge im niedlichen Oktoberfestlook zwei Farben, was mir sehr gelegen kommt. Ein bisschen Rot auf den Wangen kann mir nämlich nicht schaden, aber das in Puderform hält immer von Zwölf bis Mittag.
Und dann Nagellack! In Heerscharen! Zwei hübsche Türkistöne, ein knalliges Rot-Pink und der Lacura-Überlack von Aldi, von dem neulich noch Gutes berichtet wurde.
Dann noch ganz passend zum Anlass Happy-Holidays-Lacke von Essence. In den länglichen rechts ist oben Farblack und unten Glitzerlack drin.
Damit hätten sich meine Nagellackbestände mal lässig verdoppelt.
Shimmer Pearls hab ich auch bekommen. Das sind kleine Kügelchen aus schimmerndem Puder... ich bin mir noch nicht ganz sicher, was man damit machen soll, aber sie riechen auf jeden Fall schon mal gut.
Und dann noch drei kleine Duschgels. Die kann ich gerade auch gut brauchen, weil ich überhaupt keine Probefläschchen mehr hab, die man auf Reisen mitnehmen könnte.
Wer sich einmal aus Verlegenheit mit herrenlosem Hugo-Boss-Men-Duschgel abgebraust hat und dann einen halben Tag männlich-herb duftend durchs Leben marschierte, weiß Erdbeer- und Vanillearomen erst wieder so richtig zu schätzen.
Außerdem hab ich auch noch einen Rougepinsel bekommen, der auf meinen Fotos irritierenderweise wie ein Stück Katzenschwanz aussieht - egal, ihr wisst auch ohne Bild, was man sich unter einem Puderpinsel vorstellen muss.
Vielen, vielen Dank für das Paket! Ich hab mich kringelig gefreut!
Weil ich faules Stück beim Preisausschreiben nur ein paar Fragen beantwortet, aber nichts Kreatives geleistet hab, reiche ich jetzt ein kleines, bescheidenes Nageldesign nach:
Die Trikolore zum Viertelfinale Frankreich-Deutschland.
Eigentlich wollte ja die andere Hand zum Ausgleich schwarz-rot-gold lackieren, aber der schwarze Lack war leider alle.
Tut mir also leid für Jogis Jungs, aber jetzt muss Frankreich gewinnen, sonst bin ich falsch dekoriert.
Die Glitzerpünktchen in der Mitte sind übrigens schon der Happy-Holidays-Lack, der glitzert in echt richtig prima. Im richtigen Leben sind die Farben auch noch dunkler und schöner.
Und nach der nächsten Dusche sind dann auch die übergemalten Farbränder auf der Nagelhaut ab.
Dienstag, 1. Juli 2014
Handschuhe der Huldigung
Die im Internet, die sind doch alle komisch. Wenn man bei Google "Handschuhe" eingibt, ist der erste Ergänzungsvorschlag "Handschuhe der Huldigung".
Hängt wohl mit einem Spiel zusammen.
Egal, ich hab mir meine eigenen Handschuhe gemacht, um dem Radfahren zu huldigen.
Im Winter sind Handschuhe beim Radeln ja eine einleuchtende Notwendigkeit.
Im Sommer trag ich aber auch gerne welche. Man rutscht mit schweißnassen Händen nicht am Lenker rum, und zusätzliche Polster am Handballen schaden bei längeren Strecken auf den holperigen Straßen Baden-Württembergs auch nicht.
Allerdings bleiben so die Hände weiß, während die Arme langsam braun werden. Und ziemlich warme Pfoten kriegt man auch in Handschuhen mit kurzen Fingern.
Die Lösung: gehäkelte Netzhandschuhe. Die kann man von diversen Herstellern auch kaufen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, aber man kann sie natürlich auch selber machen.
Die Oberseite hab ich aus Baumwollgarn gehäkelt. Ein simples Gitter aus Luftmaschen und Stäbchen. Das fand ich für den Daumen und die Finger schon kompliziert genug.
Als Vorlage für die Form hab ich meine 4-Euro-Stoff-Handschuhe von Penny benutzt - was die Kinder in Bangladesch können, werd ich doch auch noch hinkriegen.
Für den Verschluss hab ich Klettband auf ein Stück Baumwollband genäht und den Überlapp erst von Hand mit Festonstich eingefasst und dann umhäkelt.
Die Unterseite ist aus dem Kunstleder, das ich für das Holster gekauft hatte. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass das Beige die Oberseite von dem Stoff ist. Innen hab ich ein Polster aus Volumenvlies eingenäht. Und zwar mit hübschen, geschwungenen Linien, weil das so aussieht, als wäre das höchst trickreich der natürlichen Handform angepasst. Die Penny-Handschuhe hatten da nur ein Kreuz.
An die Unterkante der Innenseite hab ich noch ein schwarzes Wäschegummi mit leichter Spannung angenäht. Vielleicht sitzen die Handschuhe so besser. Wenn nicht, sieht es immerhin schön aus.
Ein ziemliches Gefummel waren die Innenseiten der Finger. Da muss ja zwischen die Ober-und Unterseite der Handschuhe noch mal was, damit man eine gescheite Form bekommt und vor allem auch die Finger durchkriegt. Die brauchen mehr Platz, als man denken sollte.
Ich hab dafür wieder Baumwollband genommen und das zuerst von Hand angenäht. Während Mexiko leider gegen die Niederlande verloren hat. Das Ergebnis überzeugte aber gar nicht - und wunderbarerweise ging es mit der Maschine auch tatsächlich einfacher.
Auf die Oberseite vom Verschlussriegel musste natürlich noch ein bisschen Reflektorband. Leuchten ist immer gut, vor allem an den Händen, weil man mit denen ja anzeigt, wenn man abbiegen will.
Reflektiert wir blöd.
Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet!
Nagellack-Pose, damit man auch mal die Seite sieht:
Und der Beweis, dass es tatsächlich zwei Handschuhe sind...
Übrigens hab ich für die Handschuhe nichts neu gekauft, das sind alles Reste. Da hatte ich Glück, dass die Farben so gut zusammenpassen.
Allerdings steckt ziemlich viel Arbeit drin. Wenn man das berücksichtigen würde, käme man mit gekauften Handschuhen auch für 20 oder 30 Euro vermutlich billiger weg. Wovon 15 bis 25 Euro für den Markennamen drauf gehen dürften.
Wenn man ein Produkt, in dem so viel Handarbeit steckt, zu Discounterpreisen kaufen kann, wird einem gleich klar, wieviel die Näherinnen in der Dritten Welt verdienen.
Ungefähr so viel wie auch in Zukunft die Leute, die bei uns Erdbeeren pflücken und Zeitungen austragen.
Hängt wohl mit einem Spiel zusammen.
Egal, ich hab mir meine eigenen Handschuhe gemacht, um dem Radfahren zu huldigen.
Im Winter sind Handschuhe beim Radeln ja eine einleuchtende Notwendigkeit.
Im Sommer trag ich aber auch gerne welche. Man rutscht mit schweißnassen Händen nicht am Lenker rum, und zusätzliche Polster am Handballen schaden bei längeren Strecken auf den holperigen Straßen Baden-Württembergs auch nicht.
Allerdings bleiben so die Hände weiß, während die Arme langsam braun werden. Und ziemlich warme Pfoten kriegt man auch in Handschuhen mit kurzen Fingern.
Die Lösung: gehäkelte Netzhandschuhe. Die kann man von diversen Herstellern auch kaufen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, aber man kann sie natürlich auch selber machen.
Die Oberseite hab ich aus Baumwollgarn gehäkelt. Ein simples Gitter aus Luftmaschen und Stäbchen. Das fand ich für den Daumen und die Finger schon kompliziert genug.
Als Vorlage für die Form hab ich meine 4-Euro-Stoff-Handschuhe von Penny benutzt - was die Kinder in Bangladesch können, werd ich doch auch noch hinkriegen.
Für den Verschluss hab ich Klettband auf ein Stück Baumwollband genäht und den Überlapp erst von Hand mit Festonstich eingefasst und dann umhäkelt.
Die Unterseite ist aus dem Kunstleder, das ich für das Holster gekauft hatte. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass das Beige die Oberseite von dem Stoff ist. Innen hab ich ein Polster aus Volumenvlies eingenäht. Und zwar mit hübschen, geschwungenen Linien, weil das so aussieht, als wäre das höchst trickreich der natürlichen Handform angepasst. Die Penny-Handschuhe hatten da nur ein Kreuz.
An die Unterkante der Innenseite hab ich noch ein schwarzes Wäschegummi mit leichter Spannung angenäht. Vielleicht sitzen die Handschuhe so besser. Wenn nicht, sieht es immerhin schön aus.
Ein ziemliches Gefummel waren die Innenseiten der Finger. Da muss ja zwischen die Ober-und Unterseite der Handschuhe noch mal was, damit man eine gescheite Form bekommt und vor allem auch die Finger durchkriegt. Die brauchen mehr Platz, als man denken sollte.
Ich hab dafür wieder Baumwollband genommen und das zuerst von Hand angenäht. Während Mexiko leider gegen die Niederlande verloren hat. Das Ergebnis überzeugte aber gar nicht - und wunderbarerweise ging es mit der Maschine auch tatsächlich einfacher.
Auf die Oberseite vom Verschlussriegel musste natürlich noch ein bisschen Reflektorband. Leuchten ist immer gut, vor allem an den Händen, weil man mit denen ja anzeigt, wenn man abbiegen will.
Reflektiert wir blöd.
Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet!
Nagellack-Pose, damit man auch mal die Seite sieht:
Und der Beweis, dass es tatsächlich zwei Handschuhe sind...
Übrigens hab ich für die Handschuhe nichts neu gekauft, das sind alles Reste. Da hatte ich Glück, dass die Farben so gut zusammenpassen.
Allerdings steckt ziemlich viel Arbeit drin. Wenn man das berücksichtigen würde, käme man mit gekauften Handschuhen auch für 20 oder 30 Euro vermutlich billiger weg. Wovon 15 bis 25 Euro für den Markennamen drauf gehen dürften.
Wenn man ein Produkt, in dem so viel Handarbeit steckt, zu Discounterpreisen kaufen kann, wird einem gleich klar, wieviel die Näherinnen in der Dritten Welt verdienen.
Ungefähr so viel wie auch in Zukunft die Leute, die bei uns Erdbeeren pflücken und Zeitungen austragen.
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