Dank der Statistik weiß ich, dass die meisten, die mein Blog über Google finden, nach T-Shirt-Garn suchen und auf meinem Teppich-Beitrag landen.
Da hab ich einen Link zu einer Anleitung auf Englisch, das ist besser als nix. Aber tendenziell fühl ich mich etwas schofelig - soll ja nicht aussehen, als wäre hier alles nur heiße Luft.
Außerdem weiß man ja nie, wie lange fremde Seiten online bleiben.
Also habe ich mir etwas Mühe gegeben und meine eigene Anleitung gebastelt. Bitteschön:
T-Shirt-Garn selber machen
Ihr braucht: Ein T-Shirt (was ne Überraschung) und eine Schere.
Das T-Shirt sollte aus reiner Baumwolle sein. Wenn da elastische Fasern (Spandex oder Elathan z.B.) drin sind, dann funktioniert der letzte Schritt nicht. Das gleiche gilt für Drucke, die quasi als extra Schicht auf den Stoff aufgebracht sind.
Ein weiterer Bonus ist, wenn das T-Shirt keine Seitennähte hat, sondern unter den Armen eigentlich nur ein Schlauch ist. Die Nähte sind aber nicht schlimm, ohne geht's nur einfacher und gibt gleichmäßigeres Garn.
Ihr schneidet das T-Shirt unter den Armen einmal quer durch und trennt den unteren Rand mit der Naht auch noch ab.
Ihr habt jetzt also eine Art Schlauch. Jetzt schneidet ihr quer von einer Seitennaht bis auf ca. 4 cm vor der anderen Naht den Schlauch in ungefähr gleich breite Streifen.
Die Streifen sollten so 2 oder 3 cm breit sein. Zu dünn reißt und zu dick rollt sich nicht gut ein.
(Ich habe den T-Shirt-Rest hier um 90° gedreht, weil er jetzt auch hochkant ins Bild passte.)
Also nicht ganz durchschneiden, sonst habt ihr nur lauter einzelne Ringe, sondern an einer Seite heil lassen.
Dann hebt ihr den Schlauch hoch und schiebt ihn über den Arm, mit dem ihr die Schere nicht haltet - also bei Rechtshändern über den linken Arm.
Erfreut euch an diesem flatterigen Gespenster-Mumien-Look und schneidet anschließend die Seite, die noch ganz ist, vorsichtig so durch:
Also die Schnitte schräg verbinden! So kriegt ihr nämlich ein einzige lange Stoffschlange. Und schneidet euch nicht in den Arm, wenn's geht.
Das gibt sonst Flecken.
Diese Bandnudel ist euer Ergebnis.
Jetzt zieht ihr mit ein bisschen Gefühl den Stoff Stück für Stück in die Länge. Dabei rollt sich der Stoff seitlich ein.
So wird die Bandnudel zur Maccaroni. Passt beim Ziehen ein bisschen auf, wenn euer T-Shirt Seitennähte hat: Die Naht geht natürlich leicht auf, wenn man da zu fest dran zieht. Am besten haltet ihr in dem Fall an den Nahtstücken fest und zieht die Zwischenräume in die Länge.
Dann könnte ihr euer Garn noch aufrollen und anschließend was draus stricken, häkeln oder weben.
Viel Spaß!
Anmerkung:
Ich verhäkel mein Garn mit einer Häkelnadel der Stärke Nr. 8. Das geht, aber besser wäre wahrscheinlich Nr. 9 oder sogar 10.
das ist eine super Anleitung nun habe auch ich es endlich kapiert... Danke :-D
AntwortenLöschenWirklich eine gute Anleitung!
AntwortenLöschenMal eine Anleitung mit Unterhaltungswert - Da fehlen nur noch die alten Tshirts...Mit welcher Nadelstärke verhäkelst du eigentlich das ganze ??
AntwortenLöschenViele Grüße Nane
Aaah! Endlich kapier ich das auch! Danke! Habe vor Kurzem noch gedacht: "Ich hab so viele alte T-Shirts, ich muss endlich eine verständliche T-Shirt-Garn-Anleitung finden!" - und da ist sie! :)
AntwortenLöschenHi,
AntwortenLöschenvielen Dank für die Anleitung. Ich hatte da schon mal ne englische, die war aber nicht so gut und vor allem so genau beschrieben, sodass ich das nicht kapiert habe.
PS: hab deinen Blog auch über diese Suchanfrage bei Google gefunden ;-)
super idee, da freud sich mein bastelherz und mein mann auch mal. er steht auf die flickenteppiche, bin jetzt schon gespannt was er meint wenn ich anfange shirt`s zu zerschnippeln ;-)
AntwortenLöschenübrigens, hast super erklärt !!!!
tolle Beschreibng , hab mich auch gleich daran gemacht, es auszuprobieren, leider einmal zu weit geschnitten, macht aber nichts, ging dann doch noch weiter und jetzt habe ich angefangen zu häkeln, mal sehen, was draus wird, nochmals herzlichen Dank für die supi Anleitung
AntwortenLöschenWow, danke, ist in meinem Blog verlinkt ;-)
AntwortenLöschenLG
SelMama
Hallo Centi
AntwortenLöschenSuper, und danke für die Anleitung. Ich hatte vor Jahren schon auf ähnliche Weise div. Kleidungsstücke recycelt. Damals strickte ich Taschen aus den Stoffstreifen.
Ich schneide auch das Oberteil, und die Ärmel zu Streifen. Entsorgt werden so nur gerade noch die Bündchen bei den Ärmeln, um den Hals, und unten rum.
Liebe Grüsse
Hilde
strickstube.blogspot.com
Cool! Vielen Dank fürs Zeigen!!
AntwortenLöschenIch guck mich hier noch ein bissi bei dir um....
Liebe Grüße!
Hallo Centi, bin über den Brigitte Award aus Neugierde hier gelandet - dieses T-Shirt-Garn ist ja der Hammer! Danke für diese tolle Idee - und ich geh mal ein Herzerl verteilen ♥
AntwortenLöschenLiebe Grüße und viel Erfolg
Claudia
PS: darf ich diese Anleitung evtl. auf meinem Blog verlinken? ich würde mich über eine kurze Antwort sehr freuen ;))
Hallo Claudia, das freut mich, dass du hergefunden hast und die Anleitung dir gefällt! Selbstverständlich darfst du sie gerne verlinken. :-)
LöschenUnd Danke für das Herzerl! =)
Hallo Centi, eine super Anleitung. Dankeschön. Ich habe 24Jahre in einer Näherei gearbeitet und wenn bei uns T.Shirt Stoff zugeschnitten worde ,habe ich mir die Kante an den Stofflagen abgeschnitten, das war sowieso Abfall,habe sie zusammengenäht, auch danach gezogen damit sich das ganze rollt u. habe mir so draus Pullunder für den Sommer gehäkelt. Lang, lang ists her.
LöschenGLG Gaby
Danke für die coole Anleitung, jetzt weiß ich endlich was ich mit den alten Shirts machen kann!!
AntwortenLöschenLg Knutselzwerg
danke fuer den link, werde bald ans werk gehen, welche nadelstaerke hast du genommen?
AntwortenLöschenIch hab 8 genommen, 9 oder 10 wäre aber vermutlich besser. :)
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