Donnerstag, 18. September 2014

Komplimente aus Pappe

Mein Fahrrad ist in der Werkstatt. Nichts Ernstes, es braucht nur eine neue Kette und vielleicht noch ein neues Ritzel.
Allerdings muss ich sagen, es war echt ein ganz komisches Gefühl, dass ich mein Rad da nun so ganz allein stehen lassen musste. Ein bisschen so wie damals, als unsere Katze operiert wurde. Offenbar hab ich eine ziemlich starke emotionale Bindung zu meinen Fahrrad aufgebaut. In Anbetracht dessen, dass das ein Gegenstand ist, vielleicht ein bisschen bedenklich. Aber was soll's.
Mein Mann meinte übrigens, ich soll mir mal keine Gedanken machen, es hat ja dort nette Gesellschaft mit all den anderen Rädern...

Also, wo war ich stehen geblieben? Ich kann gerade nicht Radfahren. Ein guter Zeitpunkt, um anderen Radlern eine Freude zu machen.
Nämlich den Besitzern von besonders hübschen Zweirädern.


















Zum Beispiel dem von diesem unverwüstlichen Schweizer Fahrrad. Das hat sogar noch eine alte Velonummer.
(Kann man in Freiburg eigentlich wirklich keine zwei Quadratmeter Gehweg ohne Müll finden? Auf jedem Bild ist Abfall mit drauf.)


















Mehr tolle Fahrräder hab ich jetzt heute gerade nicht gesehen, aber ich hab natürlich ein paar Kärtchen auf Vorrat gebastelt. Aus so einer dünneren Pappe - ein DIN A4-Blatt reichte mir für acht Stück.
Die Idee hab ich natürlich wieder von Pinterest. Wie alle Ideen in letzter Zeit.
Selbst wenn mir selber mal was einfällt, kann ich davon ausgehen, dass jemand mit Pinterest-Account den gleichen Gedanken früher gehabt hat.
Aber egal. Weil ich es ziemlich affig fände, in Deutschland englischsprachige Sprüche zu verteilen, hab ich meine anders beschriftet.

Wer die Idee mag, möge sie bitte gerne kopieren und auch Kärtchen verteilen.
Ich finde den Einfall so nett.

Mittwoch, 17. September 2014

Als das Leben noch schön war

Hier seht ihr eine frühe Bilderserie von mir:
Klein Centi kriegt Kristallweizen.




















Klein Centi ist da noch kein volles Jahr alt und ja, das ist richtiges Bier.

Für diese Fotos bin ich meinem Vater wirklich sehr dankbar.
Wer hat so was schon?

Dienstag, 16. September 2014

Ein Mahnmal der Vergänglichkeit


















Da steht es und wächst zu. 























Ein Kettler Alu-Rad. Als ich noch zur Schule ging, hatte einer von den großen Jungs, die aus meiner damaligen Sicht praktisch schon erwachsen waren, auch ein Kettler Alu-Rad und war so dermaßen der Held.
Fand er zumindest.


















Dieses hier steht da schon länger.
Einmal im Jahr kommt die Stadtgärtnerei und schneidet es frei. Offiziell wirkende Aufkleber sind auch schon eine Zeitlang drauf.
Im letzten Winter hab ich morgens im Dunkeln mal eine Ratte gesehen, die auf dem Pedal saß und schaukelte. Wirklich! Vielleicht war das Schaukeln nicht ihr Ziel, sondern nur ein erhöhter Sitzplatz, aber es sah großartig aus.

Sonntag, 14. September 2014

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Ein Eichhörnle fotografiert. Etwas unscharf, aber eindeutig erkennbar. 


















2. Ein paar Äpfel aufgelesen.


















3. Fremden Müll inklusive verregneter Traktätchen von irgendwelchen Evangelikalen in diesen Mülleimer gestopft. Ich wünschte, die eifrigen Christen würden ihre Flugblätter nicht nur verteilen sondern nach eingetretener Unlesbarkeit auch wieder aufräumen. Und alle anderen ihre Fressalien-Verpackungen ordentlich entsorgen. *moser*


















4. Ein Grüppchen ausgerupfte Hallimasch(e?) gefunden, angeguckt und wieder weggelegt. Man kann die essen, aber wenn man Pech hat, kriegt man Bauchweh.



















5. Glücklich gestöbert - ich hab Kronkorken aus Erfurt und Umgebung bekommen! Sind die nicht toll? Den schwarzen Esel find ich ja ganz besonders gut. Vielen lieben Dank, Jan!


















6. Paul getröstet.
Paul ist Erzgebirge-Aue-Fan.
Paul braucht folglich gerade ein bisschen Zuspruch.


















7. Geheimnisvolles gewerkelt. Ich mach nämlich beim Halloween-Swap im Forum von Natron&Soda mit.

Samstag, 13. September 2014

Der Ballon


















Manchmal sehe ich sie morgens von meinem Bürofenster aus.
Heißluftballone.
Die machen mich nicht im Geringsten neidisch. Wenn ich mir vorstelle, frierend in so einer Art besseren Einkaufskorb neben einem fauchenden Gasbrenner in quälender Langsamkeit und viel zu großer Höhe über die ständig gleiche Gegend zu schweben... da sitze ich doch lieber an meinem Schreibtisch.

Aber sie machen sich gut auf Wolkenfotos.

Freitag, 12. September 2014

Tiefenentspannung


















Als ich gerade im Zug nach Hause die Augen wieder aufklappte, sprach mich höflich mein Gegenüber an, gelb-grün gekleidet und Kabat-Zinn in der Hand. Ihm sei aufgefallen, dass ich auch meditieren würde. Einen Ausspruch von Buddha hatte er auch gleich parat. War ein wirklich ein sympathischer Zeitgenosse, und das meine ich jetzt ausnahmsweise nicht ironisch.
Leider konnte ich das alles gar nicht so richtig würdigen, weil ich gerade aufgewacht war und meine Gedanken erstmal sortieren musste.
Ich habe nämlich die Gabe, im Zug in aufrechter Sitzhaltung sanft und selig zu schlafen, während ich Handtasche und Schirm festhalte und um mich herum telefoniert wird. Ich schnarche oder sabber nicht und wache auch immer pünktlich wieder auf.

Faszinierend - auch das völlige Ausblenden seiner Mitmenschen funktioniert manchmal als Gesprächsaufhänger.




















Zum Meditieren bin ich glaube ich nicht so geboren. Ich entspanne mich besser, wenn ich Spazierengehen oder Radfahren kann. Und beim Lesen oder Malen.



















Für euch ein paar hoffentlich entspannende Bilder zur Einstimmung aufs Wochenende.
Ich jedenfalls hab zwei freie Tage gerade echt nötig.


Donnerstag, 11. September 2014

Was es gratis dazu gab

Heute Mittag gab es beim Pizzabäcker hübsche Gratispostkarten, die noch da waren.
Sonst sind die schönen ja immer schon weg. Bis auf das dumme Musterexemplar, das nur dazu da ist, mir vor Augen zu führen, was mir wieder entgangen ist.


















Lauter schicke bunte Karten mit Mustern... Symbolen... oder Tierchen - egal, ich war hingerissen!
Und dann hab ich auf der Rückseite gesehen, wofür das Reklame ist.


















Das erklärt dann auch, warum noch welche da waren. Ich wüsste auch nicht, wem ich um Himmels Willen so was schicken sollte.
Aber die Mittagspause war stimmungsmäßig heute natürlich gerettet: Hey, ich hab beim Pizzaservice Filzläuse und alle möglichen unappetitlichen Symptome von sexuell übertragbaren Infektionen bekommen. Umsonst!
Jippieh!

Man könnte da bestimmt auch ein tolles Kartenspiel draus machen. So wie Quartett.
"Wenn ich von dir Warzen und Geschwüre kriege, geb ich dir dafür Ausfluss und Juckreiz."
Zu späterer Stunde sicher unterhaltsam.


















Wenn man die Filzlaus umdreht und ihr noch Pupillen malt, ist sie allerdings wirklich ziemlich knuffig.