Freitag, 27. Mai 2016

Mein Kölner Dom, Teil II























Ich war ziemlich fleißig.
Das da oben ist mein aktuell aufgeräumtes Nähzimmer.
Jippieh - ich kriege meine Beine wieder unter den Tisch!























Doch, hat sich gelohnt. Ich hab noch einen großen Abfallsack fast komplett gefüllt, und außerdem Dinge zum Weggeben und Verschenken raussortiert.
So konnte ich eins von den beiden dämlichen dunkelbauen Pappschränkchen (links und rechts vom Tisch), die immer klemmen, komplett ausräumen und dann abbauen und wegschmeißen. Genauso die schwarze Ordnungsbox, die rechts auf dem Tisch stand. Die war zwar sehr praktisch, aber erstens inzwischen echt verranzt und zweitens so verführerisch... da konnte man immer noch eine unnötige Kleinigkeit, die man aber bestimmt noch mal brauchen kann, drin verschwinden lassen. Und noch eine, und noch eine!
Außerdem hab ich die Bodenvasen mit dem Papier- und Folienrollen nicht nur aufgeräumt, sondern auch ausgesaugt. Ich hab immer die berechtigte Sorge, dass sich da Langbeiner drin ansiedeln.























Die Kommode ist ein bisschen aufgerückt und Larissa etwas nach rechts gewandert, und verdeckt geschickterweise die Plastikschüssel mit den Gießkannen, die immer noch da ist - irgendwo muss so was ja stehen.























Das Innenleben der Kommode und des schwarzen Schubladenwürfels hab ich nur ein bisschen angekratzt, aber nicht durchsortiert. Man muss ja auch nicht alles auf einmal machen.
Sonst war ich aber sehr brav und hab fast nix irgendwo einfach mit reingestopft, nach dem Motto: wenn die Schublade zugeht, ist aufgeräumt. Nee, alles ordentlich ausgedünnt und halbwegs organisiert weggepackt.

Vorher hatte ich nämlich immer drei verschiedene Schachteln, in denen Bänder und Borten lagen, und ungefähr fünf für Perlen und Schmuckzubehör, und so weiter. Für ungefähr alles mehrere Aufbewahrungsorte. Denn immer wenn ich mal aufgeräumt habe, habe ich ganz viele neue Baustellen aufgemacht. Das ist nicht nur platzgreifend, das macht einen auch wahnsinnig, weil man nie was findet.
So ganz ist das Problem auch noch nicht ausgeräumt, aber es ist schon viel besser geworden.


















Und hey, ich hab eine Schreibtischoberfläche! Wer hätte das gedacht?


















Doch. Ich bin sehr zufrieden und hoffe, dass ich die Ordnung jetzt auch ein bisschen erhalten kann.

Ich werde jetzt auf Ordnungsboxen für den Bastelkeller bei den Discountern lauern. So was wie das schwarze Ding links, in dem ich Garn, Nadeln, Unterfadenspulen und den ganzen anderen Kleinkram aufheben kann. Nur ein bisschen größer. Die sind vielleicht nicht gerade sehr hübsch, aber enorm nützlich. Dann kann der zweite Pappschrank auch noch weg und alles wird wird gut.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Der einzige Ort mit Ypsilon


















Es gibt in Deutschland eine einzige Gemeinde, deren Namen mit "Y" anfäng. Und da war ich heute. In Yach.
Gut für Stadt-Land-Fluss. Wenn Dörfer gelten.

Auf Hochdeutsch spricht man das wohl "Ijach" aus, wenn man auch oft "Jach" hört. Im Dialekt heißt es aber "Eich", am Anfang ungefähr so wie in "boah, ey!", aber irgendwie mit mehr "i" und am Schluss auf jeden Fall mit einem schönen klangvollen "ch", wie im Schwyzerdütsch. Hab ich mir erklären lassen.

Jedenfalls wollte ich mir das Dorf mal an gucken. Hab ich auch getan, aber ich war etwas abgelenkt, denn es war Fronleichnam.




















Und Fronleichnam wird in Yach gefeiert, das ist sicher.























Altäre, Fahnen, und vor allem jede Menge Blumen. Total schön.



























Yach ist ein nettes Dorf in einem sehr hübschen, ruhigen Tal.


















Ich glaube, da kann man es schon in Kauf nehmen, dass man den Ortsanmen immer buchstabieren muss.


Mittwoch, 25. Mai 2016

Dienstag, 24. Mai 2016

Mein Kölner Dom, Teil I

Bekanntlich ist eine gotische Kathedrale eine ewige Baustelle, weil immer, wenn irgendwas renoviert ist, irgendwas anderes schon wieder zerbröselt.
Und speziell der Kölner Dom hat außerdem eine dreihundertjährige Bauunterbrechung hinter sich (lässigerweise haben die Kölner sogar den Baukran einfach solange mal stehen lassen), und wurde zeitweise als Lagerhalle und Viehstall benutzt.

So was ähnliches hab ich zuhause. Mein Näh- und Bastelzimmer.























Nicht ganz so ein Kunstwerk, aber seit unserem Umzug unvollendet und in ständiger Bewegung. Ein Wust aus Nützlichem, Unnötigem, Wichtigem, Vergessenem und Staub.

Man könnte auch schlicht sagen: Ein Saustall.

Das Regal ist so vollgestellt, dass ich die Wasserbecher mit den Pinseln schon auf der Heizung lagere.























Ja, noch selten war ich so stolz, mein Wasserzeichen zu setzen...
An der Nähmaschine kann ich eigentlich gar nicht mehr richtig arbeiten, weil drumherum alles vollgebaut ist.























Larissa dient mir zwar außer als Schneiderhilfe auch als Jackenständer, müsste aber nicht unbedingt einen Rock tragen, den ich vor Monaten fertig gestellt habe. Oder Ende Mai einen Winterschal.


















Hier noch mal ein Draufsicht auf den Nähtisch - das Chaos geht hinter der Nähmaschine erst so richtig los.

Tja, es wurde also doch mal Zeit, anzufangen.























Ich hab wie immer ein paar Bücher gefunden, die in die Grabbelkiste können.























Säckeweise Altpapier und Kartons. Ab in die Papiertonne!


















Verpasste Gelegenheiten...























... und vergessene Schätze. Eine 55-Cent-Briefmarke hab ich auch noch gefunden. Das waren noch Zeiten!
Das Kleingeld werde ich sortieren, allerdings erst - später. 


















Ich habe eine mittelgroßen Karton voller Handtaschen gefunden, die alle noch gut in Schuss, aber zu klein oder zu unpraktisch waren. Zum Glück war auch gleich noch ein große Tasche zum Verpacken dabei. Hinfort in den Altkleidercontainer!























Und nicht zu vergessen: Ein großer, dicker Restmüllsack.

Nach einem Tag Arbeit sieht das Regal wieder so einigermaßen menschenwürdig aus.





















Montag, 23. Mai 2016

Die Rache der Bayern

Erinnert ihr euch noch an das kleine Haus, das ländliche Graffiti-Künstler mit BVB-Sympathiebezeugungen besprüht hatten?


















Tja. Da sieht es jetzt so aus:


















Rot-weißes Flatterband, eine Bayernflagge und ein Rest vom Garten.
Das Häuschen dem Erdboden gleich gemacht.

(Und ich hatte mich schon gefreut, dass das nette kleine Haus renoviert wird, ich Naivling.)

Ja nun, das hat dann wohl für den Pokal auch noch gereicht.

Sonntag, 22. Mai 2016

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Die schönen pinken Schnürsenkel gebunden und gelaufen.


















2. Eine Geißlein-Nase begrabbelt. Sind die Ohren nicht toll? Und das Schwänzchen?


















3. Gestaubsaugt.























4. Geputzt.


















5. Fliegengitter gespannt.























6. Nach so viel Hausarbeit entspannt draußen gesessen, gehäkelt...


















7. ... und gelesen.

Samstag, 21. Mai 2016

Meinen Bogen setze ich in die Wolken


















Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde. Und es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde führe, so soll der Bogen in den Wolken erscheinen, und ich werde meines Bundes gedenken, der zwischen mir und euch ist und jedem lebendigen Wesen, von allem Fleisch; und nicht mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu verderben.
(1. Mose 9, 13-15)


















Ich muss ja gestehen, dass ich den Regenbogen als "Zeichen des Bundes" viele Jahre lang für eine Erfindung der Religionspädagogen gehalten habe, weil er sich so gut in Bilderbüchern für Kinder macht.
Aber nein, es steht tatsächlich so in der Bibel.

Hoffen wir, dass der Allmächtige sich dann auch für unsere hausgemachte Sintflut zuständig fühlt, wenn die Polkappen schmelzen. Ich bin ja eher skeptisch, ob unsere Klimakonferenzen uns retten.