Donnerstag, 5. März 2015

Es soll ja wärmer werden.

Also sind wir besser beizeiten gut gerüstet!

Einmal Erde wegpusten hätte echt geholfen!


















Das mit der Bikinifigur ist ja noch nicht so eilig, finde ich... aber Balkonblümchen kann man schon mal besorgen.


















Viel besser als vorher!


















Ich kann ja unmöglich auch nur zwei Töpfe mit den gleichen Primeln kaufen.
Ich meine, die züchten doch nicht so viele verschiedene, damit ich dann hingehe und meinem Balkon ein oder zwei Sorten gönne?
Oder ein oder zwei Farben?
Nein, so ist das bestimmt nicht gedacht.



















Das sind übrigens keine Ostereier, sondern angemalte Steine. Die haben den Winter ganz gut überstanden.


Dienstag, 3. März 2015

Frühlingsboten


















So ein ganz klassischer Fall von Frühlingsbotentum ist ein Eichhörnle jetzt vielleicht nicht, aber - trotzdem.
Außerdem hatte dieses hier gerade etwas aufgefressen, das verdächtig nach einem Krokus aussah...

Man beachte bitte auch die wunderbaren Plüschfüße!


















Die Bienchen begnügen sich dagegen brav mit dem Sammeln von Pollen und Nektar.
 

















Ihr ahnt es schon, ich war wieder im Botanischen Garten unterwegs. Deswegen kann ich auch schon Bilder von den ersten Seerosen liefern. Die wohnen nämlich in einem beheizten Teich.


















Primeln und Alpenveilchen blühen dagegen schon ganz echt, ohne Nachhilfe.


















Und für alle, die bis hierhin tapfer mit mir Blümchen geguckt haben, gibt es zur Belohnung noch ein Bild vom Hörnchen!


Montag, 2. März 2015

Lesefutter Februar

Na, so richtig viele Bücher waren das ja dieses Mal nicht, was?
Tztztz.
Allerdings hab ich zu Etta & Otto & Russell & James ja schon extra was geschrieben, und Quo vadis? ist echt ein ziemlich dicker Wälzer.

Aber zunächst ein paar Hühner...























Betty MacDonald: Das Ei und ich

Ein Grabbelkistenfund. Das Buch muss in den 40er und 50er Jahren recht populär gewesen sein und wurde auch erfolgreich verfilmt. Betty MacDonald schreibt autobiographisch über ihre erste, später gescheiterte Ehe mit Bob, mit dem sie in den 20er Jahren in den Bergen Washingtons, also an der nassen nördlichen Westküste der USA, eine Hühnerfarm aufbaut. Das war immer sein Traum, aber nicht ihrer, und die gerade 18jährige tut sich schwer mit den Hühnern, den Nachbarn, dem Leben ohne Elektrizität und fließendem Wasser und vor allem mit der Einsamkeit in der abgeschiedenen Gegend.
Das ist überwiegend sehr lustig und offenherzig geschrieben und könnte ein richtig nettes Buch sein, wenn sich die Autorin nicht ganz so sehr für was Besseres als ihre sämtlichen Nachbarn halten würde. Vor allem ihre Darstellung der Indianer fand ich unerträglich. Ich glaube ihr ja leider, dass viele Indianer, die sie da getroffen hat, dumpfe und gewalttätige Alkoholiker waren, aber wenn man sich als Weiße dafür schon nicht irgendwie mitverantwortlich fühlt, könnte man doch zumindest ein bisschen Mitgefühl haben, statt einfach pauschal zu unterstellen, Indianer wären halt so. Von geistig Behinderten spricht sie auch nicht gerade mit liebevollem Verständnis. Ziemlich herzlose Tante.
Das versaut einem die Sache natürlich schon.
Geht zurück in die Kiste.























Henryk Sienkiewcz: Quo vadis?

Wie gesagt: ein Wälzer und irgendwie auch ein richtiger Schinken.
Mit Entführungen, Verfolgungen, Liebesgeschichte und überhaupt sehr viel Dramatik. Die Handlung spielt im Rom zu Zeiten des Kaisers Nero. Der junge Tribun Vinicius verliebt sich in das Mädchen Lygia, die Christin ist. Als das Gerücht aufkommt, dass der geistesgestörte Kaiser selbst die Stadt anzünden ließ, droht ein Volksaufstand. Um dem zu entgehen, schiebt Nero die Schuld den Christen in die Schuhe und lässt Tausende in der Arena zur „Vergeltung“ und vor allem auch zur Volksbelustigung öffentlich foltern und hinrichten. Trotzdem kann er weder die neue Religion auslöschen noch sich selbst retten.

Das Buch ist von 1895 und lag mir in einer Übersetzung aus dem Jahre 1910 vor. Vielleicht wirkte deswegen die Sprache hier und da ein wenig holperig-gedrechselt, aber das tut dem Lesevergnügen kaum Abbruch.
Das Buch ist nämlich wirklich ziemlich spannend. Nicht nur, weil ständig so viel los ist, sondern auch, weil der Autor viel Liebe und Mühe auf die Darstellung des Seelenlebens der einzelnen Charaktere verwendet. Man begreift, warum jeder so und nicht anders handelt, oder warum der eine sich ändert und der andere nicht. Da ist auch keiner nur gut oder nur böse. Wirklich nicht schlecht gemacht.
Außerdem hat sich der Autor sehr intensiv mit dem alten Rom beschäftigt und schildert wunderbar anschaulich den Alltag der extrem gut betuchten Oberschicht, inklusive Orgien und Festen, bei denen geradezu abstoßend verschwenderisch gefeiert wird. Alles natürlich auf dem Rücken der einfachen Leute und vor allem der gänzlich rechtlosen Sklaven, ohne die so ein System nicht mal ansatzweise funktioniert hätte. Genau so anschaulich erleben wir allerdings auch mit, wenn die Christen massenweise zu Tode gefoltert werden. Natürlich auch Frauen, alte Leute und kleine Kinder. Das ist ehrlich gesagt ganz schön heftig.
Lustig fand ich dagegen, warum der Schöngeist Petronius das Prinzip der christlichen Nächstenliebe zwar irgendwie ganz süß findet, für sich persönlich aber ablehnt:
"In Rom leben mindestens hunderttausend Menschen, die schiefe Schultern, dicke Knie, magere Waden, große runde Augen und zu große Köpfe haben. Und diese soll ich auch lieben?"

Alles in allem schon ein beeindruckendes Buch. Und so ein schöner Einband - Petronius würde verstehen, dass ich es allein deswegen schon behalten muss.

Sonntag, 1. März 2015

7 Sachen mit einem Hauch von Frühling

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Rad gefahren. War sehr schön, aber recht frisch.
Und bevor ihr jetzt kollektiv vor Neid erblasst: Das war gestern. Heute ist es zwar wärmer, aber regnerisch und windig.


















2. Ein paar Fotos gemacht. Mit Wasser und Sonne sieht auch ein schlichter Graben hübsch aus.


















 3. Einen Apfel aufgeschnitten.


















4. Haare blondiert.


















5. Einen kleinen spontanen Frühlingsausbruch in der Küche entdeckt und erstmal so sein lassen. 























6. Gelesen. Über den Walfang in der Antarktis um 1950. Ganz interessant.


















7. Lauchkuchen gebacken und gegessen. Seit ich weiß, wie ich dem Dämon beikomme, traue ich mich wieder, Mürbeteig zu machen.

Samstag, 28. Februar 2015

Frühling zum Anziehen























Ich hab mal wieder was genäht. Den Rock - das Oberteil ist von NewYorker.























Ein Resteprojekt. Die Stoffe sind alle aus gewebter Baumwolle und waren halt irgendwie noch da... Allerdings jeweils ungefähr nur noch so viel, wie ich auch verarbeitet habe. Das war alles extrem auf Kante.
Oben hat der Rock einen Gummizug. Die Taschen sind einfach per Zickzackstich aufgesetzt und am Eingriff verstürzt. Ich hätte die auch ordentlich komplett füttern könne, aber ich wollte nicht riskieren, dass sie dann im Vergleich zum übrigen Rock zu steif werden.
Sind ja eh nur für ein Not-Taschentuch oder den Haustürschlüssel gedacht.























Außerdem passt der Zickzackstich ganz gut zum Patchworkcharakter.


















Die Oberkante der Rüsche hab ich auch nicht versäubert, sondern nur ausgefranst.


















Dafür ist der Rocksaum richtig ordentlich umsäumt - nämlich mit einem Zierstich, der schrecklich lange aufhält, aber bombenfest hält, schön aussieht und noch mal ein bisschen Blau ins Spiel bringt.

Freitag, 27. Februar 2015

Vitamine für alle und Tulpen für mich


















Gestern gab es bei Penny wunderschöne Tulpen. Taufrisch, blutrot und 3,99. Für 20 Stück.
Ging nicht anders, die mussten mit ins Büro. Da verbringt man ja schließlich einen Großteil seiner Zeit und sollte es sich so hübsch machen wie man darf.

So weit so gut. Allerdings hab ich im Büro so ungefähr alles, nur keine Vase.
Dafür einen leeren Übertopf und Tesafilm.


















Den Trick hatte ich mal bei Pinterest gelernt: Ein Gitter übers Gefäß kleben, Blumen durch die Lücken stopfen, fertig.























Funktioniert. Die Tulpen werden schick in Form gehalten statt dümmlich nach außen zu kippen.
Einziger Schwachpunkt: Wasser nachzufüllen ist ziemlich fummelig.























Im Richtigen Leben steht der Strauß nicht auf dem Fensterbrett sondern auf einem Aktenbock  und sieht gleich viel kleiner aus.























Und in unserer Tee- und Kaffeeküche hat eine gute, unbekannte Seele heute Vitamine für alle spendiert.
Find ich süß.


















Trotzdem gefällt es mir zuhause immer noch am besten... euch allen ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Sonne auf Vorrat


















Der spätere Nachmittag ist keine gute Zeit zum Radfahren, weil dann alle Autofahrer dieser Welt unterwegs sind und möglichst schnell heim wollen. Da stört man als Radfahrer nur unnötig... oder gewinnt zumindest den Eindruck.
Deswegen lass ich es im Normalfall einfach bleiben.
Heute war aber so schönes Wetter und morgen - pünktlich zum Wochenende - soll so schlechtes werden, dass ich ausnahmsweise doch ein kleines Ründchen gedreht hab.  


















Die Hühner samt Chef durften schon raus.
Sie waren aber wie immer ein bisschen enttäuscht von mir, weil ich nie was Gutes mitbringe.
























Ach, was für ein Wetterchen. Ich hatte sogar ein kurzärmliges Trikot an - unter der Softshelljacke, natürlich.



















Und so sah ich dann nach dem ersten unbedeutenden Hügelchen aus.
Kann nur besser werden. 


Zum Abschluss noch ein Bild von einem LKW, der irgendwas auf die ewige Baustelle nebenan geliefert hat.
Bestimmt keine Kühlschränke, die kamen von einer anderen Firma. Hätte aber gut gepasst.