Donnerstag, 18. Dezember 2014

Blaublüter

Was war früher an Heiligabend immer an schwersten? Warten, bis endlich Bescherung ist. Deswegen gab es eine Handvoll Filme, die vermutlich jedes Jahr im Fernsehen liefen.

Aschenbrödel mochte ich nicht besonders, aber der Kleine Lord hat mich tief beeindruckt.
Als ich noch klein war, die Szene mit den armen Pächtern (Gott! Das war ja so schrecklich elend!), und als ich größer war, die unendlich abfällige Antwort des aristokratischen Großvaters auf den Berufswunsch des Enkels: Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika? Du hast einen Sitz im Oberhaus!























Das sind natürlich eher meine Kindheitserinnerungen als die meiner Eltern, aber ich dachte mir, dass eine alte Ausgabe von dem Buch bestimmt ein nettes Geschenk für sie wäre.
So eine hab ich nämlich in der Bücherkiste gefunden. Allerdings war die in schlechter Verfassung.























Der Einband war am Rücken auseinandergebrochen und die Seiten eher eine Loseblattsammlung, aber ich hab mit viel Mühe und wenig Sachverstand alles wieder zusammengeklebt. 























Ich kannte bis jetzt nur den Film, aber das Buch scheint auch ziemlich nett zu sein.


















Außerdem hab ich noch eine "Prachtausgabe" von Lichtenstein gefunden. Der Einband war in noch schlechterem Zustand, deswegen musste ich da auch von außen Klebeband zur Hilfe nehmen.
























Auch dieses Buch war mal sehr beliebt, und ein Graf von Württemberg hat deshalb sogar die Ruine der Burg Lichtenstein wieder zum Schloss ausbauen lassen. Auf einer spektakulären Felsklippe.
Wenn man der Bruder von einem König ist, hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten, Fan-Art zu gestalten als jetzt so unsereiner.

Aber zurück zum Buch - die Bilder "nach Naturaufnahmen" sind richtig toll und auch sonst ist das alles sehr schön gestaltet.



















Ich hab in den Text nur kurz reingeschaut. Es kam mir etwas langatmig vor und ehrlich gesagt nicht wie etwas, was mich dazu animieren würde, ein Schloss auf eine Bergklippe zu bauen.
Aber wer weiß, vielleicht täuscht der erste Eindruck ja auch.


















Da musste ich natürlich auch eine Widmung reinkritzeln.
Vorsichtshalber (und vor allem weil ich meinen Füller nicht gefunden habe) nur mit Bleistift. 

Und damit ihr seht, dass ich auch ein bisschen was getan habe, noch ein paar "Vorher-Bilder".







Mittwoch, 17. Dezember 2014

*Mau!*

Ich muss euch mal zeigen, was ich mir heute gekauft hab. Manchmal macht schnöder Konsum ja doch richtig glücklich.


















Eine Katze für den Fahrradlenker.
Die ist aber nicht nur extrem süß, die ist auch noch sinnvoll. Im Bauch hat sie nämlich Batterien und in den Augen LEDs.


















Das sieht im richtigen Leben noch viel toller aus, weil die Augen nicht nur leuchten, sondern auf Wunsch auch noch blinken!
Langsam oder hektisch. Und zwar unwahrscheinlich hell.
Der Schalter ist unter dem grauen Rückenfleck.



















Befestigen kann man sie ganz einfach mit dem elastischen Schwanz, der im Hinterteil festhakt. Allerdings sollte man sie auch immer abmachen, wenn man das Rad irgendwo parkt, sonst ist sie vermutlich nicht lange dran.
Übrigens fühlt sich das Material richtig angenehm an. Gar nicht gummiartig, eher samtig.

Wie mein Mann gleich richtig feststellte: Die müsste jetzt nur noch miauen...


















Das Sinnvolle an dem Viech ist Folgendes: Meine Lichtanlage am Trekkingrad hat nur ein Standlicht für die Rückleuchte, aber keins für den Frontscheinwerfer. Sprich, wenn ich im Dunkeln stehen bleibe, bin ich von vorne praktisch unsichtbar und selber ziemlich blind.
Dagegen hilft die Katze.

Möglicherweise hätte ich sie aber auch einfach so gekauft, weil sie so unglaublich niedlich ist.

Die Katze ist ein "Zoominal" - vom gleichen Hersteller gibt es auch einen Panda, eine Kuh und ein Schwein.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Meister Reineke und die Strebenbolzen

Das Wald- und Wiesenrad wächst und gedeiht.


















Weil es ja keinen Gepäckträger bekommen wird, wollte ich gerne wenigstens eine Satteltasche haben.
Dazu hab ich tief ich meinen Schubladen gewühlt und ein altes Täschchen wiedergefunden, aufpoliert und bemalt.


















Das gute Stück begann sein Leben als Tragetasche für Zubehör für ein Maschinengewehr der Bundeswehr, das es schon sehr lange nicht mehr gibt. Die Tasche ist damit deutlich älter als alles andere an dem Fahrrad, aber sie ist wirklich noch bestens und viel zu schade, um einfach zu verstauben.


















Ich hab auf der Seite zwei Löcher reingestanzt und da Schlüsselringe durchgezogen. Damit sollte man die Tasche haltbar am Sattel befestigen können.
Außerdem hab ich sie gut mit Ballistol eingeölt (wann hätte Waffenöl je besser gepasst?) und die Aluteile vom Verschluss wieder sauber gebürstet.

Aber einfach so schwarz war mir zu langweilig. Und weil ich erstens ein Waldrad baue und zweitens eine Fuchs-Patin bin, musste ich die Tasche noch durch ein entsprechendes Waldtier aufwerten.


















Das war mein erster Versuch, ganz allein und aus dem Gedächtnis einen Fuchs zu malen. Ein bisschen sehr plüschig vielleicht.


















Weil der Captain so hilfsbereit ist, hat er mir auch einen Fuchs gezeichnet... sagt er. Wenn ihr mich fragt, ist das eher ein Eichhörnchen auf Speed.

Jedenfalls hab ich dann eine Silhouette aus dem Internet zur Hilfe genommen und einen klassischeren Reineke entworfen. Die Pfotenposition ist vielleicht nicht ganz hundertprozentig, aber was soll's.


















Und jetzt noch ein Wort zu den Strebenbolzen. Das sind die Dinger, an denen die Streben von den Schutzblechen am Rahmen befestigt werden, also da, wo die Radnabe sitzt. An meinen Schutzblechen waren nur noch drei statt vier Stück dran, also hab ich einen nachgekauft.
Nach dem Festmachen ist mir dann aufgefallen, dass einer von der anderen hartnäckig verkantet war und die Strebe nicht mehr richtig durchging. Deswegen saß das vordere Schutzblech schief. Das konnte nicht so bleiben, aber mir war inzwischen wieder eingefallen, dass ich ja auch noch die Strebenbolzen von den Original-Schutzblechen hatte.
Könnte man doch austauschen.


















Aber von wegen - die haben unterschiedliche Durchmesser! Das muss man sich mal geben, sogar Schutzblechstreben gibt es in verschiedenen Dicken.

Weil ich keine Lust hatte, schon wieder zum Radladen zu latschen, hab ich mittels Schraubenzieher und Fluchen die Verkantung am richtigen Bolzen gelöst und den fröhlich wieder eingesetzt. Schutzblech gerade, alles bestens... aber denkste. Das Rad drehte sich nicht mehr richtig.
Die Schraube war so lang, dass sie an die Speichen stupfte.


















Das war eine fürs Hinterrad!
Am Hinterrad müssen die länger sein, wenn man da auch noch den Gepäckträger festmachen will. Fiel mir dann irgendwann ein. Aber wer rechnet denn mit so was?
Na ja, also hab ich halt Bolzen vorne mit Bolzen hinten getauscht (das andere Paar hatte ich zufällig richtig eingesetzt) und jetzt passt es.
So verbringt man auch locker mal wieder ein Stündchen.


















Die Pedale anzuschrauben war dafür ganz, ganz einfach. Zwar hat das eine Pedal ein Gewinde, dass sich sozusagen in die falsche Richtung windet (eins geht nach links, eins nach rechts), aber weil ja die Pedale da nur auf eine Art drauf passen und man einfach beide vom Rad aus gesehen nach vorne drehen muss, war das gar kein Problem.
Auf moderneren Pedalen steht wohl auch drauf, welches links und welches rechts hin muss.

Montag, 15. Dezember 2014

Die Kastelburg


















Heute war mal wieder Montagswandern. Wir waren auf der Kastelburg in Waldkirch - ich fahre da zwar täglich direkt dran vorbei, war aber noch nie oben.























Die Ruine ist viel größer, als man von unten denken sollte, aber schon noch ganz überschaubar.
Sehr schön sind die Bäume und die Sauberkeit der ganzen Anlage. Das sieht möglicherweise nicht das ganze Jahr über so aus, aber jetzt war es wirklich richtig ordentlich.
Der große Turm ist gerade für die Öffentlichkeit gesperrt, aber da eine Fahne drauf ist, kann man theoretisch da auch hoch.



















Aussicht hat man natürlich auch. Unter anderem wieder auf dieses gigantische Gedenkkreuz am Waldrand, was wir sogar von Bleibach aus noch sehen können. Da komme ich auch noch mal hin.


















Aus Spaß hab ich mal den Marktplatz rangezoomt - was so ein kleines Fotoapparätlein heutzutage schafft, ist fast schon gruselig.
Man traut sich kaum noch, irgendwo mal rumzustehen und in der Nase zu bohren. Könnte ja sein, dass so ein Hobbyfilmer einen gerade aus 10 km Entfernung anvisiert und schon ist man ein You-Tube-Star.



















Irgendein ein Witzbold hat diesen armen Plüschgorilla (Nachtrag: Nein, ein Orang-Utan! Die verwechsel ich immer!) da oben hingehängt.
Man muss allerdings zugeben, dass sein Gesichtsausdruck ganz hervorragend zu seiner aktuellen Situation passt (anklicken macht größer).

























Doch, ein hübsche Ruine. Nette Sache für kleine und große Kinder.


Sonntag, 14. Dezember 2014

Sieben Sachen am 3. Advent

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Rad gefahren. Hausrunde B... allerdings nicht heute, sondern gestern. Da war Frühling. Heute ist eher so Ende Oktober.
Ich hätte gerne mal wieder Wetter, das irgendwie zur Jahreszeit passt.






















 
2. Die Orchideenknospe hochgebunden.


















3. Adventskalender ausgepackt. Gestern wurde ich mit Vanillezucker bedacht, heute mit Tomatenchutney. Ich hab's noch nicht probiert, aber nach den bisherigen kulinarischen Überraschungen aus dem Kalender bin ich mir sicher, dass beides ausgezeichnet sein wird!
(Oh, und ich hab natürlich keine Ahnung, wer John Seymour ist. Klingt irgendwie, als wäre das einer vom Hofstaat Heinrich des Achten. Ich werde googeln.)


















4. Dieses Bild vom ursprünglichen Zustand des Wald- und Wiesenrads vom Bildschirm abfotografiert, damit ich es mit in den Keller nehmen kann.


















5. Die Gangschaltung da wieder dran zu kriegen war nämlich viel kniffliger, als ich dachte. Da ist eine kleine Schraube mit einem Abstandhalter dran, die zwischen Rahmen und Nabe muss. Bis ich das mal rausgekriegt hab!
Die Kette wieder aufzuziehen ging dafür ziemlich einfach.
Jetzt fehlt noch der Zug und der Schalthebel (und vermutlich wieder endlose Fummelei). Dann bin ich ja mal gespannt, ob sich mein Tauchgang in die Niederungen der Kettenschaltungen gelohnt hat.























6. Eigentlich nur ein Akt von roher Gewalt war es, den Sattel an der Sattelstütze festzuschrauben und dann einzusetzen.
Dafür war das Anschrauben der Hinterrad-Bremse wieder ein Geduldspiel - die Schraube ist so großartig knapp über einer anderen Schraube platziert, dass da kein Schraubenschlüssel drumrum passt, zumindest nicht ohne sich gleichzeitig mit dem Rahmen zu verkanten.
Bremszüge und Griffe fehlen auch noch. Es bleibt also spannend.


















7. Danach hatte ich mir dringend einen Snäck in Form eines knautschigen Laugenweckles von gestern mit Ziegengouda und sauren Gurken verdient.
War gut.

Schönen Sonntag noch!

Samstag, 13. Dezember 2014

Ein seltener Gast

in unserer Runde.
Zumindest zur Zeit macht sich sich rar, die Sonne.


















Aber heute Morgen beim Radfahren hab ich sie doch ein paar Mal durch die Schäfchenwolken linsen sehen.



















Leider keine netten Tierchen heute. Bis auf etwas Weidevieh von weit weg und einen toten Steinmarder auf der Straße (so traurig...) hab ich niemanden gesehen.


Freitag, 12. Dezember 2014

Weihnachtsmarkt

... ich würde ja viel lieber mit Bildern von Schnee und Eis Weihnachtsstimmung verbreiten, aber das Atlantiktief hat ja gerade mal wieder jede Hoffnung im Keime erstickt.

Dafür hab ich ein paar Bilder vom Weihnachtsmarkt in Freiburg für euch. Nichts Besonderes, nur mit der Taschenkamera gemacht, aber immerhin.
























Zu Weihnachtsmärkten hab ich ein eher distanziertes Verhältnis. Wenn das was ist, was ein Wochenende lang stattfindet, und wo die Landfrauen selbstgebackenen Kuchen und die Schüler der Klasse 7b der Werksrealschule Hintertupfingen Fensterbilder verkaufen, finde ich das noch ganz niedlich.
Aber in größeren Städten, wo eh nur gewerbliche Händler sind und der Spaß gefühlte acht Wochen lang täglich die ganze Innenstadt verstopft... na ja, das muss man schon mögen. Ich gehe da eigentlich nur mit hin, um nicht schon wieder die Spaßbremse zu geben.



















Ich mag die Gerüche nicht, ich mag die Musik nicht, und ich mag vor allem das Gedränge nicht.



















Die Lichter sind okay, solange sie nicht blinken...  


















Und bevor die Fotolandschaft hier zu idyllisch wird, noch ein Bild von einem ziemlich albernen Job für arme Studenten:




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...