Freitag, 20. Januar 2017

Zickzack 2.0 - die Welle

Hier könnte in den letzten Tagen ja durchaus der Eindruck entstanden sein, dass ich nur noch Schneebilder und Häkeltiere zeige.
Weit gefehlt!
Heute gibt es eine Häkeldecke.


















Genau genommen gibt es heute nur den Anfang einer Häkeldecke zu sehen. Bekanntlich ist Deckenhäkeln eine recht zeitintensive Tätigkeit.
Aber da ich die letzte Häkeldecke auch fertig gekriegt hab, bin ich vorsichtig optimistisch.


















Genau genommen ist das auch kein Zickzack-, sondern ein Wellenmuster. Aber ich kann ja nicht für jede Decke ein neues Label aufmachen, nicht wahr.

Leider ist das Rot unfotografierbar. Es bewegt sich zwischen Tomate und Rettungswagen, tendiert aber deutlich zum Rettungswagen.
Wenn ihr jetzt denkt, dass das eine ziemlich bunte Decke wird, dann schaut mal, was ich noch für schöne Farben habe:


















Und die kommen da auch alle rein. Gnadenlos. Auch das Neonpink.
Bunt is beautiful.
Die "Wolle" hab ich bei Allerlei für 1,49 das Knäuel gekauft. Kein Hauch von einer Naturfaser. Aber schön weich.

Morgen gibt es dann wieder Schneebilder.
Schließlich ist es draußen denkbar kalt und ich bin in the mood. Für Häkeln und Decken. Und Schnee.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Pulverschnee























Schön fluffig, aber mit Haftung.
Skifahrers Liebling. Macht aber auch Spaß, wenn man einfach nur durchstapft. Also bis zu einer gewissen Höhe.























Mit ein bisschen Wind macht der nicht nur senkrechte weiße Striche an den Bäumen, sondern auch einen kleinen Kamm auf jeden Stamm (juchu... es reimt sich!).























Der Wald sieht aus wie im Märchen.


















Und die Weidezäune wie ein modernes Kunstwerk.
Meine Finger tippen heute mal wieder sehr eigensinnig und haben da erstmal ein mordendes Kunstwerk draus gemacht. Ist mir aber noch rechtzeitig aufgefallen.



















Sehr kalt, aber auch sehr weich und schön.

























Unter einer dicken Fichte fühlt man sich seltsam geborgen. Auch bei Regen oder Sonne, aber bei Schnee besonders.
























Und bergab (man kann es nicht sehen, aber die Stelle ist sehr steil) gibt es ganz von selber eine Menge kleine Lawinen. Das hat mich als Kind ohne Ende begeistert. Und macht eigentlich immer noch gleich viel Spaß.

Montag, 16. Januar 2017

Der schupfnudelförmige Sofaschnuffler

Naris lectus figura pasta


















Ein seltenes Tier aus der Familie der Häkelwühler.























Vielleicht ist er auch gar nicht so arg selten, sondern einfach nur sehr schüchtern.

Jedenfalls vereint er Merkmale vieler besonders schöner Tiere in sich: Die Ohren des Wollschweins, die Nase der Seekuh, die Grabschaufeln des Maulwurfs und die Körperform der Schupfnudel. Na gut, die ist kein Tier. Trotzdem wertvoll.
(Mein Mann wollte da übrigens gar keine Ähnlichkeit entdecken, denn eine Schupfnudel habe schließlich keine Zacken auf dem Rücken. Wo er Recht hat, hat er Recht.)


















Wir wissen noch nicht genau, ob wir da ein Männchen oder ein Weibchen erwischt haben. Deswegen haben wir auch noch keinen Namen für den Sofaschnuffler.
Aber wir hoffen, dass er sich bei uns wohl fühlen wird.

Sonntag, 15. Januar 2017

Sieben Sachen mit noch mehr Schnee

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Wie immer: die Flattermänner gefüttert. Das kann ich gerade mehrmals täglich machen, die haben echt Schmacht. Nur den Futterspender, den rühren sie leider nicht an.
Im Bild übrigens ein Buchfink.


















2. Ein große, bunte Schokoladentafel gegossen und mit Cranberries und Nüssen bestreut.























3. Außerdem drei Sorten Marzipanpralinen gebaut: Weiße mit Zitrone, dunkle mit Kakao, Zimt und Kaffee und helle mit Walnüssen.


















4. Eine Sympathiebezeugung in den Schnee gepinselt.


















5. Schneeknubbel von den Hosenbeinen und aus den Schuhen gepuhlt. 


















6. Käsebrote gesnackt. 


















7. Gehäkelt. Was es wird, zeige ich euch, wenn es fertig ist...

Samstag, 14. Januar 2017

Bühnentricks


















Wie hinter einem Theatervorhang hervor trat gestern der Mond auf die Bühne. Seht ihr seinen Rand?


















So macht man das und leuchtet dann die eben noch verbergenden Wolken als Bühnenbild an.























Auch ein paar Zweige machen sich als Requisite immer gut.

Gestern habe ich ja ein kleines bisschen gejammert, dass der ganze Schnee schon wieder weg ist...























Heute ist er wieder da und hat Verstärkung mitgebracht. Es schneit - wie aus Eimern? Jedenfalls: Ordentlich.

Freitag, 13. Januar 2017

Schneeweißchen und Edelgrau


















Jetzt ist hier fast der ganze schöne Schnee schon wieder weggetaut. Am Wochenende hätte die Landschaft aber noch einen Design-Preis gewinnen können.























Nichts als Weiß, Grau, und allenfalls noch Beige und ein ganz abgetöntes Dunkelgrün.




















Sieht auch mal gut aus und ist zweifellos sehr geschmackvoll, die Abwesenheit von Farben. Scheint ja auch nach wie vor das Ding beim Einrichten von Wohnräumen zu sein. Monochrom. Schlicht. Leer. Elegant.




















Toll, wenn's draußen mal so aussieht. Da weiß man ja auch, dass man gleich wieder in eine warme und gemütliche Bude kommt. Aber für drinnen? Klar, wems gefällt, der soll das so machen.
Aber jetzt mal unter uns: In so einer Atmosphäre wollte ich nicht mal arbeiten.

Ich brauche um mich rum warme und leuchtende Farben. Lieber bunt und zusammengewürfelt als gestylt, aber unterkühlt. Ich möchte Bücher, Pflanzen, Bilder...


















Kürbisse.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Projekt Augenmerk: Januar

Seit Jahren schon habe ich den vagen Wunsch, mal irgendwas über ein Jahr zu beobachten und zu fotografieren, was sich dort mit den Jahreszeiten ändert. Es gibt ja so Fotoblogger-Aktionen, wo man jeden Monat ein Bild aus der gleichen Perspektive macht, oder andere Leute gestalten ein vergängliches Kunstwerk und gucken ihm dann beim Zerfall zu... alles ganz nett, aber für mich war nie das Richtige dabei.

Zu Weihnachten hab ich mir ein Buch (David G. Haskell, "Das verborgene Leben des Waldes" - unbedingt empfehlenswert!) gewünscht und auch bekommen, das mich endlich auf die gänzlich einfache Idee gebracht hat: Ich suche mir ein Plätzchen im Wald und gehe da immer mal wieder hin, um zu schauen, was da gerade passiert.
Vielleicht einmal im Monat, oder öfter, oder seltener.























Dass dort eine Menge passieren wird, steht außer Frage. Schließlich ist im Wald immer was los. Aber man kriegt es nicht immer so mit, weil man nicht wirklich drauf achtet. Oder sich die Zeit nicht nimmt.


















Die Idee war also da, ich brauchte nur noch einen geeigneten Platz. Der sollte nicht gerade direkt an einem Hauptwanderweg liegen, aber auch nicht zu abgelegen sein. In Sichtweite eines Hochsitzes muss auch nicht unbedingt sein - ich will ja keinen Jäger stören. Zumindest nicht mit Absicht. Dann sollten da auch gerade nicht zu dicke, große Bäume rumstehen, obwohl das schade ist, denn es würde mich ärgern, wenn der derzeit gute Holzpreis einen Vollerntereinsatz genau auf meinem Beobachtungsposten auslöst. Nach dem Holzmachen sieht es aus wie nach dem Krieg, seit es die Dinger gibt.
Ein bisschen Licht sollte da sein, damit es im Frühling vielleicht auch Blumen zu bewundern gibt, aber nicht zu viel, denn man sollte auch im Spätsommer noch ohne Machete hinkommen können. Und ein bisschen Abwechslung, was Bäume und Boden angeht, kann auch nicht schaden.
Ich denke, ich hab was Geeignetes aufgetan: eine Minilichtung im Fichtenwald, an einem sanften Hang, wo sich ein Holzweg und ein kleiner Pfad kreuzen. Ein paar Tannen und Buchen sind auch vorhanden. Außerdem ein paar Findlinge, Baumstümpfe (da wurde Holz geschlagen, aber es ist schon ein paar Jahre her), Ameisenhaufen... doch, sehr waldig.
Wo das genau ist, verrate ich aber nicht.























Jetzt war also Januar, und es lag noch kein Schnee.
Dafür eine Menge Fichtenzapfen.























Und einzelne Samen.























Hübsch sind die blaugrünen Flechten.























Eine Sorte bildet putzige kleine Trichter und auf deren Rand auch noch winzige Türmchen mit violetten Dächern. Ich gebe zu, dass ich die mit bloßem Auge nicht richtig erkannt habe... ich dachte nur, da ist noch irgendwas Lilanes, mach mal vorsichtshalber ein Foto.























Außer ein paar Buntspechten, die sich unfotografierbar in den Baumkronen gejagt haben, habe ich (bei Temperaturen um den Gefrierpunkt) keine Tiere gesehen. Aber offensichtlich waren irgendwelche Spinnlein wach und fleißig.

Ich wollte dieses Projekt übrigens nicht "Projekt" nennen, weil das immer so gewollt klingt.
Nur leider wusste ich gerade einfach kein anderes Wort dafür und habe nach Synonymen gegoogelt. Und Augenmerk gefunden.
Das passte als Ersatz für Projekt zwar nicht so richtig, aber ganz wunderbar zur Idee, denn ich will ja gerade genau mein Augenmerk auf ein kleines Stück Wald richten.
Also dachte ich, egal, ich lass das jetzt halt so und nenne es Projekt Augenmerk.