Sonntag, 1. Februar 2015

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Gewechselt: Das Wasser von den Kirschbaumzweigen. Morgen müssten die ersten Blüten richtig aufgehen.























2. Aufgehängt: Fensterbilder. Nachdem ich den Weihnachtskram jetzt doch mal abgehängt hab. Immerhin rechtzeitig vor Lichtmess.


















3. Geknipst: Den heutigen "leichten Schneefall". Sieht schon ganz anders aus als der gestern.


















 4. Zugeschnitten, genäht und bestickt: Etwas Geheimnisvolles. Wer errät, was es wird, erhält 100 Gummipunkte.
Außer Goldkind. Goldkind erhält nur 97.


















5. Aufgefädelt: Perlchen und Pailletten.


















6. Ausgerichtet: Den Lenker vom Waldrad.























7. Eingefädelt: die Gangschaltung. Bis jetzt ist es mir allerdings nicht gelungen, den Gang damit auch tatsächlich zu wechseln.
Aber das ist auch ziemlich schwierig, wenn man mit links das Hinterrad hochhält, mit rechts schaltet und mit einem Fuß versucht, die Pedale zu bewegen.

Samstag, 31. Januar 2015

Leichter Schneefall

... sieht so aus:


















Das Bild ist von gestern Abend. Inzwischen ist die Sonne etwas kräftiger geworden und die Straße trocken.
Die Wettervorhersage meldet unverdrossen für heute Vormittag "leichten Schneefall" und "keine Chance auf Sonnenschein".
Ich meine... gucken die nicht ab und zu mal aus dem Fenster?

Ich kann das Wetter ja auch nicht vorhersagen, aber ich behaupte es auch nicht. Und ich hab nicht an jeder Milchkanne eine Wetterstation.
Da ich dummerweise immer noch die Vorhersage nutze, um meine Freizeit zu planen, könnte ich mich gerade echt schon wieder ärgern. Na ja, dann genieße ich den Sonnenschein halt bei elektrischem Licht im Keller.
Pfff!

Freitag, 30. Januar 2015

Lesefutter Januar

Dieses Jahr, habe ich beschlossen, gibt es wieder regelmäßiges Lesefutter hier. Zumindest, bis das Wetter schöner wird.

 
















- Neil Gaiman: The Ocean at the End of the Lane

Von Herrn Gaiman hab ich jetzt schon eine Handvoll Bücher gelesen. Ich fand die meisten so... mittel. Ihm fällt schon was ein, schreiben kann er auch, aber irgendwie fehlte mir immer so das gewisse Etwas. The Ocean at the End of the Lane hat es auch nicht zu meinem absoluten Lieblingsbuch geschafft, aber schlecht ist es nicht.
Was Gaiman immer wunderbar kann, ist eine phantastische Parallelwelt überzeugend ganz in der Nähe der realen Welt anzusiedeln. Das gelingt ihm hier auch wieder. Das Tor ist einerseits eine gemütlich-altmodische Farm, andererseits die Phantasiewelt von spielenden Kindern. Leider liegt da auch eine Schwäche des Buchs: Die Hauptperson ist ein siebenjähriger Junge, der fast durchgehend zu erwachsen wirkt. Wäre das Kind 10 oder 11, würde man ihm seine Gedankengänge und sein Verhalten eher abkaufen. Aber dann würde die Handlung vielleicht nicht mehr so richtig passen. Die ist übrigens vielleicht auch kein Ausbund an Originalität, aber doch spannend genug, um einen nicht zu langweilen. Es geht um zerstörtes Vertrauen des Kindes in die Eltern und das Bewusstwerden der eigenen Ohnmacht, aber auch um den Wert von Phantasie, Freundschaft und Mut. Ganz süß (aber eher bittersüß als zuckersüß): eine Randgeschichte um den Jungen und seine Katze.
Das Buch ist denke ich für Jugendliche so ungefähr ab 14 geeignet, aber man kann es auch als Erwachsener gut lesen.


- Carlos Ruiz Zafón: Der Mitternachtspalast

Das Buch hatte ich mir völlig anders vorgestellt. Das wirklich hübsche Cover (hey, da sitzen Kormorane auf einem verfallenen indischen Wasserpalast!) hat mich in die Irre geführt. Sieht doch aus als ginge es da um verlorenen Reichtum und sozialen Umbruch, vielleicht auch um schlimme Sachen wie Hunger, Prostitution oder Missbrauch… so was in der Art. Jedenfalls etwas Poetisches.
Das Buch gibt es aber auch mit einer brennenden Lokomotive als Covermotiv. Passt viel besser, denn niemand würde das kaufen und dann was Ernsthaftes erwarten.
Es ist nämlich meiner Meinung nach kein Roman für Erwachsene, sondern ein Jugendbuch. Die Hauptpersonen sind alle 16 Jahre alt und in einem Waisenhaus aufgewachsen (und Waisenhäuser sind eigentlich immer ein schlechter Anfang für Geschichten).  Dann wurden auch noch mal wieder Zwillinge direkt nach der Geburt getrennt, um sie vor ihrem Vater zu retten, der nämlich ganz ein Böser geworden ist… ja, ganz genau wie bei Star Wars, nur nicht so unterhaltsam.
Die Handlung ist sprunghaft, aber ziemlich langweilig, der Schreibstil schwülstig, für die Charaktere hat sich der Autor leider zu wenig Zeit gelassen, und dann gibt es auch noch einen Geisterzug, eine Höllenmaschine und das Haus eines verrückten Erfinders. Ich weiß nicht, ob mir das gefallen hätte, als ich 11 war. Kann durchaus sein (kann aber auch sein, dass mir die Gewaltdarstellung zu viel gewesen wäre). Jetzt bin ich aus dem Alter für die fünf Freunde und ihre Taschenlampe irgendwie raus.


- Maria Dries: Der Kommissar von Barfleur

Sollen wir es kurz machen?
Frau Dries sollte sich ein anderes Hobby suchen. Die Handlung ist unsinnig und wird mühselig auf Romanstärke aufgebläht. Das Opfer, das wir pausenlos bemitleiden sollen, ist einfach ein (sorry) kleines Arschloch, das am Ende auch noch gerettet wird. Und dann wird ständig über die Landschaft und das Essen geschwärmt. Ein wirklich schwacher Touristenkrimi.


- Robert Galbraith: The Silkworm

Vom Vorgängerbuch The Cuckoo's Calling war ich ja ziemlich begeistert. Auf den zweiten Band (von J.K. Rowling unter dem Pseudonym Galbraith) um den kriegsversehrten und beziehungsgeschädigten Detektiv Strike und seine ambitionierte Mitarbeiterin Robin hab ich mich also wirklich gefreut. Vielleicht war das zu viel Erwartungshaltung, vielleicht ist das Buch wirklich schwächer, jedenfalls reicht es im meinen Augen doch nicht so ganz an seinen Vorgänger heran.
Noch überraschender, weil der Kriminalfall nicht im Mode- und Model-Business spielt, sondern in der Welt der Verleger und Autoren. Das sollte mich ja an sich schon mehr interessieren als ein Haufen koksender Kids und trendiger Fotografen, aber irgendwie tat es das nicht. Im ersten Buch kommt immer stückweise ein bisschen trübe oder schockierende Wahrheit mehr an die Oberfläche, hier plätschert die Ermittlung vergleichsweise träge dahin. Über die beiden Hauptpersonen erfährt man auch nicht viel Neues – Strike trauert seiner wunderschönen, aber bescheuerten großen Liebe nach, und Robin muss damit klar kommen, dass ihr Verlobter ihren Job nicht mag und auf ihren Chef eifersüchtig ist.

Da Frau Rowling nun mal wirklich gut schreiben kann, ist es trotzdem nett zu lesen. Aber ich hab den Verdacht, dass es mir mit künftigen Bänden gehen wird wie mit Harry Potter: Die Bücher dehnen zu wenig Handlung auf zu viele Seiten aus, aber ich lese sie alle, weil ich die Atmosphäre und die Charaktere so gerne mag.


- Hermann Rambach: Bleibach

Eine Chronik meiner derzeitigen Heimat aus dem Jahre 1978. Durchaus informativ, nur leider geht der Autor davon aus, dass der Leser schon weiß, wo welches Haus steht und wie welcher Hof oder Wohnplatz heißt. Ein Lageplan hätte mir die Lektüre sehr versüßt. Außerdem hätte ich mir mehr Einzelheiten über die Gebäude im Dorf erhofft. Dass viele alte Höfe abgerissen wurden, ist mir schon aufgefallen, aber wie alt waren sie eigentlich? Und wer hat die hübschen Gründerzeitvillen entworfen? Darüber steht leider nichts drin.
Mir als Sprach-Nörgler ist natürlich auch noch aufgefallen, dass dem Autor etliche badische Schnitzer unterlaufen sind. „Besser wie“ statt „besser als“ oder „sie hingen die Glocke auf“ statt „sie hängten die Glocke auf“ in einem gedruckten Text zu finden tut mir einfach immer ein bisschen weh.


















- William Maltese: Dessous zum Sterben

Auch ein schönes Cover! Der Blick!
Also - wenn im ersten Satz schon das Wort Penis vorkommt, erwartet man ja schon dies und das. 
William Maltese ist offenbar ein Experte für Homo- und Heteroerotik, aber „Dessous zum Sterben“ ist im Großen und Ganzen höchstens ein bisschen erotisch und kaum pornografisch, sondern einfach ein intelligenter, amüsanter Krimi. Nachdem eine Größe im New Yorker Travestiemilieu und ein Fernsehmoderator ermordet und jeweils nur mit einem Seidenslip bekleidet aufgefunden wurden, gerät der Edel-Unterwäsche-Designer Stud Draqual ins Visier der Polizei und der Mafia. Außerdem muss er sich noch mit seiner Psychotherapeutin auseinander setzen, die sein später auch freiwilliges Engagement in diesem Kriminalfall für eine weitere Manifestation unterdrückter homoerotischer Wünsche hält. Locker und flockig geschrieben wartet das Buch auch mit (zumindest für uns Mädels durchaus interessanten) Einblicken in die männliche Wahrnehmung des eigenen Körpers auf.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Kleine und große Viecher

In letzter Zeit ist Montagswandern irgendwie immer donnerstags.
Heute waren wir mal wieder im Tierpark Mundenhof in Freiburg.

Zum Damwild durfte man nicht ins Gehege, weil er hier gerade in der Brunft ist. Er wirkte zwar ganz friedlich, aber die werden es ja wissen.
Meine Kollegen haben kurz sinniert, ob irgendein Machogebaren überhaupt Sinn hat, wenn man der einzige Hirsch im Gehege ist.
Ihr Fazit:
Es geht ums Prinzip!

 
































Dieser Maulesel (dieses Maultier?) fühlte sich dagegen sehr einsam, weil alle seine Kollegen gerade mit Kindern spazieren gehen durften.
Nur er wieder nicht!


















Zu meinem Entzücken gab es schon ein paar kleine Zwergziegen...


















... und Wollschwein-Ferkelchen, die genau so süß waren.
Hätte beides gut in meine Handtasche gepasst, aber vermutlich nicht mitgewollt.


















Die Affen hatten auch Kleine, aber ehrlich... die kommen zwar an und hopsen putzig rum, aber die sehen so greisenhaft verschrumpelt aus, dass ich da die Großen hübscher finde.
Also ein ausgewachsener (und ausgeschlafener) Affe im Bild.


















Und wenn irgend jemand in dem Laden Brunft gespielt hat, dann der Wasserbüffelchef. Der hat diesen Baumstamm da mit den Hörnern hochgeschmissen!
Angeber.
Außerdem hat er sich im Schlamm gewälzt und die Kälber gejagt. Die Kälber hatten offensichtlich richtig viel Spaß, nur die Kühe sahen ein bisschen genervt aus.



































Ganz entspannt war dagegen die Lage bei den Hochlandrindern. 



















Das Kalb war extrem niedlich (aber definitiv zu groß, um es unauffällig mitgehen zu lassen). 


















Um zum Abschluss noch eine Neujahrsbrezel in einem Baum. Man weiß es nicht - aber die Krähen werden sie schon finden.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Der Kaiser im Blümchenpelz























Neulich aus der 10-Cent-Kiste gefischt: Quo vadis? von Henryk Sienkiewicz.



















Ich kenne nicht mal den gleichnamigen Kinofilm. Ich weiß nur vom Hörensagen, dass da Christen von Löwen gevespert werden und Nero über dem brennenden Rom die Laute spielt. Laute? Leier? Na, irgendwie so was.
Spätestens seit wir im Lateinunterricht mit dem spaßfremden Cicero und seiner ewigen virtus gequält wurden, halte ich das alte Rom für grundsätzlich völlig unsexy.
Wobei die dekadenten späteren Zeiten vermutlich unterhaltsamer waren.

Aber so ein hübsches Buch musste ich eigentlich mitnehmen. Trotzdem, irgendwas nur zum Hinstellen kann ich auch nicht brauchen, also dachte ich, ich lese mal probeweise den ersten Satz.


















"Petronius erwachte gegen Mittag und war wie gewöhnlich sehr ermattet."

Ganz hervorragend. Waren schon harte Zeiten damals, was?
So müssen Bücher anfangen.

Wikipedia hat mir inzwischen beigebracht, dass Henryk Sienkiewicz 1905 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Also wird man das Buch schon lesen können.

Dienstag, 27. Januar 2015

Gesichter im Wald


















Er sieht aus, als hätte ihm der Schnee die Sprache verschlagen...


















... und er ärgert sich, dass die weiße Pracht auf seiner Schnauze liegt...























... aber er hier ist begeistert: Uuuuuh! Schnee!

Montag, 26. Januar 2015

Gold im Silberwald


















In Bleibach gibt es den sogenannten Silberwald. Der heißt so, weil dort früher nach Silber gegraben wurde.
Mit ein bisschen Puderzuckerschnee sieht er auch sehr schön silbern aus, finde ich.
























Aber ich bin da neulich auf eine Goldader gestoßen.
























Eine Fichte hat bei Baumfällarbeiten einen bösen Schlenz abbekommen und blutet nun leise vor sich hin.























Sieht allerdings schon hübsch aus, das Harz.
Und ich denk mal, der Baum überlebt das auch.