Samstag, 25. April 2015

Pustefrauen und Kapitäne

Das, meine Lieben, ist die Pustefrau.

Die kommt aus einem Kindermärchen von Hermann Löns, und das Bild kommt aus dem Buch "Deutsche Weihnachtsgeschichten" von 1918.























Die hab ich zusammen mit dem "Becher der Hugenottin" vom Captain zum Geburtstag bekommen. Gar nicht zu reden von einem 50-Cent-Gutschein für fünf weitere Bücher.























Die Geschichten sind teils gut, teils mäßig, aber die Bilder sind einfach nur stark.
Wer die gemalt hat, steht leider nirgends.























Neulich in der Grabbelkiste gefunden, aber nicht mitgenommen: 























Diese prächtige Diskrepanz zwischen Titel und Umschlagmotiv...


















Und zum Schluss noch ein Fall von komischen Zufällen: Letztes Jahr hatte mir der Captain mal auf Verdacht zwei Hornblower-Romane von C.S. Forester aus der Grabbelkiste mitgebracht. Weil Segelschiffe drauf waren. Dass ich die mit zu meinen Lieblingsbüchern zähle und mich schon geärgert hatte, weil die derzeit vergriffen sind, wusste er nicht.
Der Einband krümelte zwar ein bisschen, aber das ließ sich beheben.
Dann hab ich ein ein paar Wochen später noch einen Band erwischt (und wie man sieht, den Einband immer noch nicht frisch gestrichen).
Und letztes Wochenende drückten mit meine Eltern als Geburtstagsgeschenk noch einen passenden weiteren Band aus einem Antiquariat in die Hand. Die wussten zwar, dass ich die Bücher mag, aber nicht, dass ich die anderen in genau der gleichen Ausgabe schon habe.

Freitag, 24. April 2015

Schönes Wetter

Eine ganze Woche Sonne hat mir viele neue Bilder beschert. Neulich hab ich gehört, dass heute in zwei Minuten mehr Fotos gemacht werden als im gesamten 19. Jahrhundert - aber jetzt mal ehrlich, wie viele Fotoapparate gab es da schon?


















Außerdem gibt es ja zur Zeit so viel, was unbedingt festgehalten werden muss.


















Blühende Bäume zum Beispiel.



















Oder grüne.


















Ganz zu schweigen von Spechten...


















Rindern...



















Schafen...



















... oder dieser Stadtkatze.


















Übrigens muss ich unsere Gemeindeverwaltung mal loben - die haben tatsächlich ganz viele neue Obstbäume gepflanzt.
Das wird bestimmt nett, wenn die erst größer sind.


















Schon schön gerade da draußen.

Donnerstag, 23. April 2015

Terror-Obst

Jaaa, das ist albern. Und außerdem macht man darüber keine Witze...


















... aber IS-Datteln find ich trotzdem lustig.

Machogehabe

... im Teich.


















Und weil ein Foto nicht mit Ton geht, hab ich auch noch ein kleines Video gemacht.




Mittwoch, 22. April 2015

Lila Freunde

Ich weiß. Es gibt die schon ein paar Jahre. Aber ich hatte bis jetzt noch nie welche.
Wasserperlen!


















Hübsch, oder?
Das sind diese Kunststoffkugeln, die Wasser speichern. Die kann man in Glasvasen füllen und dann Blumen reinstecken.
Oder man lässt das mit den Blumen, weil die Dinger allein auch schon recht nett aussehen.

In der Form hatte ich die schon im Laden gesehen, aber nicht mitgenommen.
Und jetzt hab ich das hier geschenkt bekommen:


















 Wasserperlengranulat. So eine Streichholzschachtel voll reicht für ganz schön viel Wasser.


















Wenn die Perlen aufquellen, haben sie erstmal eine Form wie Brombeeren oder so was.


















Und wenn man dann noch ein Bildbearbeitungsprogramm hat, kann man auf die lächelnden Brombeeren noch Augen malen und hat auf einen Schlag ganz viele neue lila Freunde.
Hmhm.























Nach 12 Stunden oder so kann man das übrige Wasser abgießen und hat ein Glas voll wunderbare Perlen.
Fotografiert sich schlecht, sieht aber toll aus.


















Die sind ein bisschen wie Flummis, nur halt nass.
So weit, so gut. Übrigens behauptet der Handel, die Dinger seien ungiftig (ein wichtiger Punkt, denn kleine Kinder werden garantiert ein paar auffressen, wenn sie dran kommen) und biologisch abbaubar.

Aber mich hat natürlich schon noch interessiert, ob man die Perlen bei Bedarf auch wieder trocknen und dann wieder weiterbenutzen kann.
Also hab ich so ein Teil mal abgesondert liegen lassen, und siehe da, es wird wieder klein und fest, nur nicht mehr so schön perfekt rund wie vorher. Und es verliert ein bisschen Farbe.


















Der mittlere Knubbel ist der Testkandidat: Wird wieder wunderbar, nur ein kleines bisschen blasser.
Also wirklich eine runde Sache.
Wenn man farblose Perlen hat, halten die sich bestimmt richtig lange, bei den bunten ist wohl der Farbstoff der erste, der aufgibt.

Dienstag, 21. April 2015

Rezension: Ismaels Orangen von Claire Hajaj

Heute gibt es mal wieder eine kleine Renzension für Blogg dein Buch.






















Der Verlag "blanvalet" hat mir Ismaels Orangen von Claire Hajaj zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Kurz zum Inhalt: Salim wächst als Sohn eines arabischen Orangenbauern in Jaffa und flieht 1948 als Siebenjähriger mit seiner Familie vor den Israelis. Als Jugendlicher wandert er nach England aus, wo er studiert und die etwas jüngere Judith kennen lernt. Die beiden werden ein Paar, aber ihre Beziehung steht von Anfang an unter Spannung, denn Judith ist Jüdin. 

Bücher sind ja nicht billig, also kann man auch auf Äußerlichkeiten achten: Das Buch ist fest in einen hübschen hellgelben Umschlag gebunden und hat ein edles orangefarbenes Lesebändchen... Druck- oder Übersetzungsfehler sind mir nur zwei aufgefallen, das ist okay.

Die Autorin lebt selber in (oder zwischen?) zwei verschiedenen Kulturen, der jüdischen und der palästinensischen. Das macht sich im Buch positiv bemerkbar, denn die Frau weiß, worüber sie schreibt. Ihre Darstellung der beiden Hauptpersonen ist sehr überzeugend und lebendig. Salims Kindheit und Jugend war allein schon durch die Flucht keine leichte. Sein Vater ist ein eher schwacher Charakter und seine Mutter verlässt mit dem jüngsten Bruder die Familie, als Salim 15 ist. Judith wächst dagegen sehr behütet in einem bürgerlichen Haus in England auf. Als Zwölfjährige wünscht sie sich, einfach genauso zu sein wie alle anderen auch, aber sie wird mit Antisemitismus durch ihre Mitschülerinnen konfrontiert. Und sie erfährt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter, die vor Progromen aus Russland geflohen ist, und die ihrer Ziehschwester, die ihre Familie durch den Holocaust verloren hat. 
Hier und da erklärt die Autorin für meinen Geschmack zu viel. Wo sie einfach nur erzählt, ist das Buch besser. Bei der einen oder anderen Szene schrammt sie auch mal nah an der Grenze zum Kitsch vorbei, aber trotzdem hat mich die Geschichte irgendwie gefesselt.
Als sich Salim und Judith ineinander verlieben, ist ihnen klar, dass sie es nicht leicht haben werden. Insbesondere Salims Verwandtschaft tut sich mit einer Jüdin in der Familie schwer. Nach ihrer Heirat ziehen die beiden nach Kuweit und versprechen sich, dass sich ihre Kinder niemals für eine der beiden Kulturen und gegen die andere entscheiden werden müssen. Aber Salim kann das Haus seiner Eltern nicht vergessen, das er vom Staat Israel zurückfordern will. Er hat immer mehr das Gefühl, dass seine Frau und seine Kinder ihm entgleiten, während Judith fürchtet, dass die Familie in den Krieg im Nahen Osten hineingezogen wird. Vor allem ihr gemeinsamer Sohn leidet an dieser Spannung und an den Erwartungen seines Vaters.
Sehr interessant fand ich, dass die Religion in dem Konflikt auch innerhalb der Familie keine nennenswerte Rolle spielt. Salim ist Araber und sozusagen theoretisch Moslem, aber er ist überhaupt nicht religiös. Auch Judith ist nicht besonders gläubig. Sie fühlt sich eher ihrer Herkunft und ihrer Tradition verpflichtet.

Der Titel bezieht sich übrigens auf die biblische Figur Ismael, den ersten Sohn Abrahams, der zugunsten des jüngeren Isaak verstoßen wurde. Ismael ist der Legende nach der Stammvater der Araber, Isaak der des Volkes Israel.

Mein Fazit:
Ein solider, farbenfroher und spannender Roman, der beiden Seiten gerecht wird.

Montag, 20. April 2015

Frühling im Tierpark


















Man genießt die Sonne und kuschelt.

























Und man ist süß. Vor allem als Zwergziegenbaby.




















Der Pfau ist natürlich nicht süß, der Pfau ist schön. 
Und er weiß es.


























Einige lächeln vor lauter Behaglichkeit.
























Und womit macht man am besten Reklame für Souvenirs?























Mit einem Klapperstorch.