Mittwoch, 26. November 2014

Rabimmel, rabammel.

Die Zeit für Laternen ist ja eigentlich gerade ein bisschen vorbei. Aber die, die ich euch zeigen will, ist auch nicht so sehr zum Rumschleppen sondern mehr zum Hinstellen.

Denn zum Hinstellen brauchen wir ja immer was, nicht wahr.  *seufz*
Man sollte jedes halbe Jahr mit einem Müllsack durch die Wohnung gehen und den ganzen Plunder wegwerfen, den man so bis zum nächsten Umzug aufhebt. Wobei das spätestens dann schwierig wird, wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben. Ich habe damals kein Lob bekommen, als ich offenbar vorschnell unseren "Kleinen Preis" entsorgt habe.

Aber zurück zum Thema. Ich wollte für meine bessere Hälfte eine Laterne mit buntem Glas kaufen.
Ich hab keine bekommen.
Online bestellen ging nicht, denn dann wär's keine Überraschung mehr gewesen, und in der ganzen City of Freiburg war keine Laterne mit buntem Glas zu bekommen.
Jetzt hätte man vielleicht wieder Chancen, weil Weihnachten.

Jedenfalls hab ich dann eine mit weißem Glas gekauft und selber bunt gemacht.
























Mit einer Papierschablone und Tropfen aus Window Color.



















Sieht doch ganz nett aus. 

























War das ein Getüpfel, bis das ganze Ding voll war... Und dann muss das ja zwischendrin immer trocknen, sonst kann man nicht weitermachen.

Einziger Nachteil, der aber an der Laterne liegt und nicht an der Farbe: Sobald man ein Teelicht dadrin anzündet, fängt es an zu muffen. Scheint der Ruß zu sein, der sich oben drin sammelt und dann weiter brutzelt oder was weiß ich.
Echt schade, denn draußen fängt das Ding garantiert an zu rosten, bevor man Piep sagen kann... und was sollte ich auch draußen mit einer Laterne? Wenn es dunkel wird, sitz ich nicht auf dem Balkon. Und gucke auch nicht raus, denn dann könnte jeder reingucken. Wir wohnen hochparterre.
Und drinnen mag ich sie eben nicht anzünden, denn dann stinkt es.























 Naja. Der nächste Umzug kommt bestimmt.

Dienstag, 25. November 2014

Nagernase und Schnupfennase

Vielen Dank für eure Besserungswünsche! Ich hab mich sehr gefreut, aber irgendwie hat die Erkältung dann doch gewonnen.
Wie meine Schwiegermutter sagen würde: Ich fühl mich wie Matsch am Paddel. Ein sehr schönes Bild, finde ich.

Deshalb ist es hier gerade ziemlich ruhig.

Zu eurer Unterhaltung ein Bild von einer freundlichen Waldmaus.


















Kann es ein, dass es dieses Jahr besonders viele Mäuse gibt?

Sonntag, 23. November 2014

Sieben Sachen mit Schnief

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Vitamin C eingeworfen. Mein Immunsystem knabbert an einer dicken Erkältung rum. Wer gewinnt, ist noch offen.


















2. Die Ritzel am Bastelfahrrad sauber (und ein bisschen staubig) gemacht.


















3. Rostumwandler auf die Felge gepinselt. Der Umwandler ist die milchige Flüssigkeit. Ich bin ja mal gespannt.


















4. Die Blumentöpfe auf dem Balkon gegossen. Ein letzter Mohikaner blüht immer noch.


















5. Die Lumpis angezogen und eine Runde rausgegangen. Zum Radfahren war mir die Erkältung doch zu heftig.


















6. Ein paar Zweige mitgenommen. Auf dem Bild hat gerade mal wieder der Nebel gegen die Sonne gewonnen. Wir sitzen heute am Rand einer großen Nebelfläche über dem Rheintal und haben gestreiftes Wetter: Mal ist es sonnig, dann wieder grau, dann wieder sonnig.


















7. Den Adventskalender von Ferra aus Natron&Sodas Forum aufgebaut. Die süßen Eulen gehören dazu!
Wenn ich jetzt alle Päckchen auspacke, ist morgen Weihnachten, oder?

Samstag, 22. November 2014

Warum steht ein Pils im Wald?

Weil Tannen zapfen.

Na, das war mal ein sprachgewaltiger Aufhänger, was?

Wobei es mich ja immer noch wundert, dass meines Wissens keine Brauerei ihr Pils "Pilz" nennt. Was könnte man da für schöne Etiketten drucken...

Aber nun zur Sache.


















Ich hab mal wieder Pilze aus Fimo gebastelt.
Auffallend dicke und kompakte Pilze.
Das sieht nicht nur nett aus, das hat auch einen Sinn.


















Von innen sind die Pilze nämlich Ventilkappen. Fürs Waldrad, natürlich.























Ich wusste nicht so genau, ob die Plastikkappen das Backen im Ofen überstehen, aber das scheint geklappt zu haben.
Weil ich nur noch rotes Fimo hatte, hab ich die Stiele (und die Punkte) mit weißer Acrylafrbe angemalt.


















Man kann so ähnliche Pilze aus Plastik im Internet kaufen, aber die sind größer, nicht ganz so niedlich und kosten viel mehr als ein Rest Fimo, alte Ventilkappen und ein bisschen Strom für den Backofen.

Freitag, 21. November 2014

Sonnenuntergang in drei Schritten




















Aus unserem Küchenfenster fotografiert... mit der ewigen Baustelle im Vordergrund, aber das macht es ja gerade so authentisch. *hust*

Kommt gut ins Wochenende!

Donnerstag, 20. November 2014

Glottertal - I did it.


















Als ich den Schwarzwald noch nicht kannte, hab ich ihn für keine schöne Gegend gehalten. Das liegt am Klischee. Vor dem geistigen Auge entstehen unwillkürlich Reisebusse, Wanderstöcke, Kuckucksuhren, Bollenhüte und Kirschtorten.

Man muss auch ehrlich sagen, dass es Ecken gibt, die für mein Empfinden die Schmerzgrenze weit überschreiten - Titisee, Hinterzarten, der Feldberg oder eben das Glottertal.























Allerdings gibt es auch recht ruhige Gegenden im Schwarzwald.
Und selbst an den Tempeln des Massentourismus kann man der Landschaft noch was abgewinnen, wenn man sich entweder jenseits der ausgewiesenen Wanderwege bewegt, oder im November bei Nebel rummarschiert.
Letzteres haben wir heute gemacht - wir waren Wandern im Glottertal.
Das Dorf ist ziemlich - nun ja.
Aber der Wald ist toll.



















Wir haben ein Eichhörnchen und ziemlich viele Waldmäuse gesehen. Die legen wohl gerade Vorräte an.



















Und selbstverständlich gibt es auch im Glottertal Pilze!




















Als wir und die Route im Internet ausgeguckt haben, war ich sofort davon angetan, weil der Weg an zwei Gebäuden im Waldrand entlangführte, die mir auf der Satellitenaufnahme schon interessant vorkamen.


















Eine verfallende Halle, die mal irgendwas Technisches gewesen sein muss. Glaube ich. Einen Stall baut man ja nicht so aufwändig am Hang, und nach Stall sieht es auch nicht aus. Ich hätte auf Kraftwerk getippt, weil da aber nur ein ganz kleiner Bach ist, wüsste ich nicht so ganz, wo die Energie herkommen sollte.



















Und daneben ein kleines Häuschen, wo vielleicht der Aufseher oder  der Hausmeister gewohnt hat.
Ich hätte mich da ja gerne noch länger umgeschaut, aber wir mussten ja weiter, und dämmerig wurde es auch schon.
Obwohl ich ja sonst vor so ziemlich allem Angst hab - verlassene Gebäude ziehen mich unwiderstehlich an. Auch wenn sie ein bisschen gruselig sind. 























Das Internet hat mich mal wieder enttäuscht. Die Häuser liegen keinen Kilometer oberhalb der berühmten "Schwarzwaldklinik" (da sind wir auch noch dran vorbei gelatscht) und stehen ganz bestimmt in direktem Zusammenhang damit, und ich hab trotzdem nicht rausgekriegt, was da denn nun mal war.



















Der Weg über die Wiesen zurück ins Tal war auch ganz hübsch. Ohne Nebel hätte man da bestimmt auch noch Aussicht gehabt.



















Also, wir halten fest: Das Glottertal tut auch nicht weh.
Oder nur stellenweise.

Mittwoch, 19. November 2014

Novemberboten

















Gestern haben uns so ungefähr 200 Krähen besucht. 


















Ein gewaltiges Geflatter.
Weil Krähen so ähnlich aussehen wie Raben, muss ich immer an Hugin und Munin denken. Das sind die beiden Raben, die dem nordischen Gott Odin alles erzählen, was sie mitkriegen.
Die Vorstellung find ich immer sehr einleuchtend, weil zumindest Krähen gerne ihre Umgebung beobachten und sich offensichtlich was dabei denken. Nicht so wie Blaumeisen, die knopfäugig rumgucken und niedlich sind - Krähen überlegen. Und sie äußern sich auch gerne.
Raben sind ja ganz bestimmt nicht weniger schlau.


















Außerdem finde ich es sehr nachvollziehbar, dass die Anzahl der Götterboten auf zwei beschränkt ist. Wenn ich mir alle Raben dieser Welt auf einmal vorstelle, würde der arme Odin bestimmt an Informationsüberflutung leiden.