... am unbekannten König.
Bitte was?
Ich bin gerade auf dem Heimweg im Zug eingeschlafen und das war der Satz, den ich beim Aufwachen im Kopf hatte. Ich schwöre, dass der nur wenige Sekunden vorher noch einen sehr tiefen Sinn hatte.
Normalerweise häkel ich ja im Zug, aber halt nur, wenn ich die Nadel nicht irgendwohin weggespielt habe.
Immerhin bin ich auch der Säulenumhäkelung inzwischen wieder einen Schritt näher gekommen.
Das Muster gefällt mir.
Ich denke, noch so fünf oder sechs Reihen dürften oben (im Bild: links) dran passen.
Donnerstag, 7. Februar 2013
Mittwoch, 6. Februar 2013
Lesefutter im Januar
Seit Ende des letzten Jahres hab ich ja eine eigene Rubrik zum Thema Bücher.
Ich hab mir überlegt, dass ich euch ungefähr alle vier Wochen die Bücher kurz vorstelle, die ich im letzten Monat gelesen hab. Ich geh dabei weniger auf den Inhalt ein und erzähle mehr, was mir gefallen hat und was nicht - die Handlung steht ja eh immer schon zur Hälfte im Klappentext.
Den Anfang machte Der Hypnotiseur von Lars Kepler. Das ist das Pseudonym eines schwedischen Autorenehepaars. Ich kann mir ja nicht so recht vorstellen, wie man zu zweit Bücher schreiben kann, aber zumindest bei Krimis geht die Rechnung ab und zu durchaus auf. Den Hypnotiseur fand ich allerdings ein bisschen enttäuschend. Die Geschichte ist zwar zeitweise wirklich sehr spannend und die Darstellung der Hauptfigur ist auch gut gelungen, aber am Ende brauchten sie tatsächlich zwei voneinander unabhängig aber zeitgleich im gleichen Umfeld agierende Psychopathen.
Außerdem blieben mir zu viele Fäden nicht richtig zu Ende gesponnen - Spannung ohne Auflösung ist doch immer ein bisschen Betrug am Leser. Meine persönliche Schmerzgrenze in Sachen Gewalt war auch leicht überschritten. Wenn Kindern die Nase abgeschnitten wird, ist mir das too much.
Berufsbezeichnungen als Titel sind offenbar gerade in. Meine zweite Lektüre dieses Jahr war Die Papiermacherin von Conny Walden. Ich muss gleich dazu sagen: es handelt sich um einen historisierenden Roman um eine starke, selbstbewusste, unabhängige etc. Frauenfigur im Mittelalter. So was lese ich aus verschiedenen Gründen sehr selten.
Bei der Papiermacherin hab ich nach den ersten paar Dialogen nachgeschaut, ob es vielleicht an der Übersetzung liegen könnte, dass die so holperig klingen, aber siehe da, Conny Walden ist so wenig eine Frau wie Lars Kepler ein Mann – auch das ist das Pseudonym eines Autorenehepaars, und zwar eines deutschen. Die Sprache soll also so. Na ja, kurz gesagt: Die Handlung ist vorsehbar, die Charaktere sind flach, und zudem wird man pausenlos über die Welt im, keine Ahnung, 12. Jahrhundert oder so belehrt. Ich fühlte mich stark an diese lehrreichen Jugendbücher erinnert.
Peter Camerons Damals ist ein fernes Land gefiel mir ganz gut. Ein erfrischend kurzer Roman mit einer seltsam unwirklichen Atmosphäre. Seltsamerweise haben fast alle Bücher, die US-amerikanische Autoren in Europa spielen lassen, so was Unechtes an sich. Ich weiß nicht, ob mir die fremde Sichtweise auf unseren Kontinent so ungewohnt vorkommt, oder ob die ein Buch, das so eine Atmosphäre transportieren soll, einfach gerne in Europa ansiedeln. Wie auch immer, das Buch ist gut geschrieben, nicht zu oberflächlich, die Handlung solide gestaltet und am Schluss gibt es noch eine Wendung, die man nicht unbedingt erwartet hätte.
Auch ein schmales Büchlein ist Dorfpunks von Rocko Schamoni. Eine Jugend in der norddeutschen Provinz in den Achtzigern. Keine große Literatur, aber unterhaltsam zu lesen. Hier und da hätte für meinen Geschmack der Autor die nachträgliche Analyse seines pubertierenden Selbst ein bisschen zurückstellen können, aber insgesamt fand ich das Buch nett, rührend und ab und zu auch wirklich richtig lustig.
Nach den drei Büchern von Kerstin Ekman, die ich letztes Jahr gelesen hatte, hab ich mir Geschehnisse am Wasser ausgeliehen. Das ist, würde ich mal sagen, ein Krimi mit Niveau. Im Vergleich zu ihren Romanen hat das den unbestreitbaren Vorteil, dass die Handlung abgeschlossen und wesentlich spannender ist. Frau Ekman hat auch keine Angst vor Sex und Gewalt en detail – da hätte ich die eine oder andere Einzelheit nicht unbedingt lesen müssen, aber im Vergleich zu allem, was ich bei ihrem Roman Am schwarzen Wasser über Geburten und Frauenkrankheiten lernen durfte, war das alles Kindergarten. Geschrieben ist das Buch sehr gut, man muss mitdenken und fühlt sich trotzdem angenehm unterhalten.
Haruki Murakami setzt mit Kafka am Strand in Sachen Sex und Gewalt ganz locker noch mal einen drauf. Wenn ich so was schreiben würde, würde ich ein Pseudonym benutzen… Aber egal.
Kafka am Strand ist ein ziemlich umfangreicher Fantasy-Roman, der ganz spannend anfängt, aber leider auch nicht alles hält, was er verspricht. Wie schon weiter oben erwähnt: Ich mag es nicht, wenn Fässer auf-, aber nicht zugemacht werden. Kurzweilig und locker zu lesen ist das Buch aber auf jeden Fall.
Von Herrn Murakami hab ich vor ein paar Jahren Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt gelesen, das ich als runder und gelungener empfinde.
Was war noch wieder mein Vorsatz für dieses Jahr? Mehr Englisch lesen? Hat ja super geklappt bis jetzt.
Zu meiner Verteidigung kann ich vorbringen, dass von den gelesenen sechs Büchern drei Weihnachtsgeschenke und zwei Leihgaben waren – dem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nichts ins Maul.
Das einzige Buch, das ich gekauft habe, ist Damals ist ein fernes Land von Peter Cameron - und das war reduziert.
Wenn man es so macht, ist Lesen ein sehr preiswertes Hobby.
Ich hab mir überlegt, dass ich euch ungefähr alle vier Wochen die Bücher kurz vorstelle, die ich im letzten Monat gelesen hab. Ich geh dabei weniger auf den Inhalt ein und erzähle mehr, was mir gefallen hat und was nicht - die Handlung steht ja eh immer schon zur Hälfte im Klappentext.
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| "Dorfpunks" war schon wieder beim Eigentümer, als mir die Idee mit dem Foto kam. |
Den Anfang machte Der Hypnotiseur von Lars Kepler. Das ist das Pseudonym eines schwedischen Autorenehepaars. Ich kann mir ja nicht so recht vorstellen, wie man zu zweit Bücher schreiben kann, aber zumindest bei Krimis geht die Rechnung ab und zu durchaus auf. Den Hypnotiseur fand ich allerdings ein bisschen enttäuschend. Die Geschichte ist zwar zeitweise wirklich sehr spannend und die Darstellung der Hauptfigur ist auch gut gelungen, aber am Ende brauchten sie tatsächlich zwei voneinander unabhängig aber zeitgleich im gleichen Umfeld agierende Psychopathen.
Außerdem blieben mir zu viele Fäden nicht richtig zu Ende gesponnen - Spannung ohne Auflösung ist doch immer ein bisschen Betrug am Leser. Meine persönliche Schmerzgrenze in Sachen Gewalt war auch leicht überschritten. Wenn Kindern die Nase abgeschnitten wird, ist mir das too much.
Berufsbezeichnungen als Titel sind offenbar gerade in. Meine zweite Lektüre dieses Jahr war Die Papiermacherin von Conny Walden. Ich muss gleich dazu sagen: es handelt sich um einen historisierenden Roman um eine starke, selbstbewusste, unabhängige etc. Frauenfigur im Mittelalter. So was lese ich aus verschiedenen Gründen sehr selten.
Bei der Papiermacherin hab ich nach den ersten paar Dialogen nachgeschaut, ob es vielleicht an der Übersetzung liegen könnte, dass die so holperig klingen, aber siehe da, Conny Walden ist so wenig eine Frau wie Lars Kepler ein Mann – auch das ist das Pseudonym eines Autorenehepaars, und zwar eines deutschen. Die Sprache soll also so. Na ja, kurz gesagt: Die Handlung ist vorsehbar, die Charaktere sind flach, und zudem wird man pausenlos über die Welt im, keine Ahnung, 12. Jahrhundert oder so belehrt. Ich fühlte mich stark an diese lehrreichen Jugendbücher erinnert.
Peter Camerons Damals ist ein fernes Land gefiel mir ganz gut. Ein erfrischend kurzer Roman mit einer seltsam unwirklichen Atmosphäre. Seltsamerweise haben fast alle Bücher, die US-amerikanische Autoren in Europa spielen lassen, so was Unechtes an sich. Ich weiß nicht, ob mir die fremde Sichtweise auf unseren Kontinent so ungewohnt vorkommt, oder ob die ein Buch, das so eine Atmosphäre transportieren soll, einfach gerne in Europa ansiedeln. Wie auch immer, das Buch ist gut geschrieben, nicht zu oberflächlich, die Handlung solide gestaltet und am Schluss gibt es noch eine Wendung, die man nicht unbedingt erwartet hätte.
Auch ein schmales Büchlein ist Dorfpunks von Rocko Schamoni. Eine Jugend in der norddeutschen Provinz in den Achtzigern. Keine große Literatur, aber unterhaltsam zu lesen. Hier und da hätte für meinen Geschmack der Autor die nachträgliche Analyse seines pubertierenden Selbst ein bisschen zurückstellen können, aber insgesamt fand ich das Buch nett, rührend und ab und zu auch wirklich richtig lustig.
Nach den drei Büchern von Kerstin Ekman, die ich letztes Jahr gelesen hatte, hab ich mir Geschehnisse am Wasser ausgeliehen. Das ist, würde ich mal sagen, ein Krimi mit Niveau. Im Vergleich zu ihren Romanen hat das den unbestreitbaren Vorteil, dass die Handlung abgeschlossen und wesentlich spannender ist. Frau Ekman hat auch keine Angst vor Sex und Gewalt en detail – da hätte ich die eine oder andere Einzelheit nicht unbedingt lesen müssen, aber im Vergleich zu allem, was ich bei ihrem Roman Am schwarzen Wasser über Geburten und Frauenkrankheiten lernen durfte, war das alles Kindergarten. Geschrieben ist das Buch sehr gut, man muss mitdenken und fühlt sich trotzdem angenehm unterhalten.
Haruki Murakami setzt mit Kafka am Strand in Sachen Sex und Gewalt ganz locker noch mal einen drauf. Wenn ich so was schreiben würde, würde ich ein Pseudonym benutzen… Aber egal.
Kafka am Strand ist ein ziemlich umfangreicher Fantasy-Roman, der ganz spannend anfängt, aber leider auch nicht alles hält, was er verspricht. Wie schon weiter oben erwähnt: Ich mag es nicht, wenn Fässer auf-, aber nicht zugemacht werden. Kurzweilig und locker zu lesen ist das Buch aber auf jeden Fall.
Von Herrn Murakami hab ich vor ein paar Jahren Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt gelesen, das ich als runder und gelungener empfinde.
Was war noch wieder mein Vorsatz für dieses Jahr? Mehr Englisch lesen? Hat ja super geklappt bis jetzt.
Zu meiner Verteidigung kann ich vorbringen, dass von den gelesenen sechs Büchern drei Weihnachtsgeschenke und zwei Leihgaben waren – dem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nichts ins Maul.
Das einzige Buch, das ich gekauft habe, ist Damals ist ein fernes Land von Peter Cameron - und das war reduziert.
Wenn man es so macht, ist Lesen ein sehr preiswertes Hobby.
Dienstag, 5. Februar 2013
Puderzucker
Die Bilder sind von Sonntagmorgen.
Jetzt im Moment haben wir gerade wieder wesentlich mehr Schnee, mit dem niemand so richtig gerechnet hat... zumindest nicht die Damen und Herren von den Wetterdiensten.
Die Schneeglöckchen blühen noch nicht ganz, aber fast.
Jetzt im Moment haben wir gerade wieder wesentlich mehr Schnee, mit dem niemand so richtig gerechnet hat... zumindest nicht die Damen und Herren von den Wetterdiensten.
Die Schneeglöckchen blühen noch nicht ganz, aber fast.
Montag, 4. Februar 2013
Was fürs Herz
Zum Valentinstag hab ich ja ein etwas ambivalentes Verhältnis. Auf der einen Seite finde ich das Ganze albern, auf der anderen Seite nehme ich selbstverständlich gerne Blumen, Pralinen oder kleine Geschenke entgegen.
Valentinskarten sind auch nicht schlecht. Da mir mein eigener Mann verständlicherweise keine Karten schickt, gefiel mir die Idee von Aunt Peaches - wir Mädels basteln uns einfach gegenseitig Grüße.
So sahen meine aus.
Ich hoffe, sie gefallen den Empfängerinnen.
Ist jetzt vielleicht nicht uneingeschränkt niedlich - aber mehr rosa und Herzen kann ich einfach nicht.
Ach ja, das schicke Motiv hab ich von graphics fairy, einer sehr tollen Sammlung von alten Illustrationen.
Valentinskarten sind auch nicht schlecht. Da mir mein eigener Mann verständlicherweise keine Karten schickt, gefiel mir die Idee von Aunt Peaches - wir Mädels basteln uns einfach gegenseitig Grüße.
So sahen meine aus.
Ich hoffe, sie gefallen den Empfängerinnen.
Ist jetzt vielleicht nicht uneingeschränkt niedlich - aber mehr rosa und Herzen kann ich einfach nicht.
Ach ja, das schicke Motiv hab ich von graphics fairy, einer sehr tollen Sammlung von alten Illustrationen.
Sonntag, 3. Februar 2013
Sieben Sachen
Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Wo ist die eigentlich geblieben? Seit Dezember nichts Neues mehr? Na, hoffen wir, dass alles OK ist.
1. Den Tulpen Wasser gegeben. Das ist natürlich ein neuer Strauß. Mit einem in der Woche kommt man ganz gut hin.
2. Mit dem Schraubenzieher vier kleine Löcher ins Fell gerissen.
Also ein ganz kleines bisschen haltbarer könnte die menschliche Haut meintewegen schon sein.
3. Valentinskarten gebastelt und in die große weite Welt geschickt. Na schön, hauptsächlich in die USA. Die haben das doch schließlich erfunden. Oder so.
4. Mütze, Handschuhe, Schal, Mantel und Schuhe angezogen und draußen rummarschiert. Ein Punkt, der am Winter echt nervt: Bis man mal fertig eingepackt ist.
5. Der Welt ein Lächeln geschenkt.
6. Eine Speck-Bohnen-Gemüsepfanne gebraten und mich über die beste Bohnendosen-Gestaltung ever gefreut. Der schießt tatsächlich mit kleinen blauen (na gut: roten) Bohnen. Finde ich ganz hervorragend.
7. Kerzenständer aufgestellt und beleuchtet.
Nach der Idee von Frau Liebe.
Wo ist die eigentlich geblieben? Seit Dezember nichts Neues mehr? Na, hoffen wir, dass alles OK ist.
1. Den Tulpen Wasser gegeben. Das ist natürlich ein neuer Strauß. Mit einem in der Woche kommt man ganz gut hin.
2. Mit dem Schraubenzieher vier kleine Löcher ins Fell gerissen.
Also ein ganz kleines bisschen haltbarer könnte die menschliche Haut meintewegen schon sein.
3. Valentinskarten gebastelt und in die große weite Welt geschickt. Na schön, hauptsächlich in die USA. Die haben das doch schließlich erfunden. Oder so.
4. Mütze, Handschuhe, Schal, Mantel und Schuhe angezogen und draußen rummarschiert. Ein Punkt, der am Winter echt nervt: Bis man mal fertig eingepackt ist.
5. Der Welt ein Lächeln geschenkt.
6. Eine Speck-Bohnen-Gemüsepfanne gebraten und mich über die beste Bohnendosen-Gestaltung ever gefreut. Der schießt tatsächlich mit kleinen blauen (na gut: roten) Bohnen. Finde ich ganz hervorragend.
7. Kerzenständer aufgestellt und beleuchtet.
Samstag, 2. Februar 2013
Los Wochos VII
Ha, heute gab es mal eine kurze Regenpause, in der ich Larissa mit T-Shirt, Halstuch und natürlich der legendären Jacke ausstaffieren und ablichten konnte.
Ich finde, die kann man so lassen.
Zum direkten Vergleich noch mal die Fotos vom Ausgangsmaterial.
Na, sieh mal einer an, ich kann also eine Lederjacke komplett umgestalten ohne sie dabei völlig zu versauen.
Das Ergebnis sieht zwar nicht ganz aus wie vom Schneider, aber es schreit auch nicht aus vollem Halse "selbstgemacht!"
Ich hab bis auf Kragen, Besatz, Taschen und die Ärmellängsnähte alles aufgetrennt und geändert, ohne ein Schnittmuster zur Verfügung zu haben. Außerdem hab ich das Futter und die Knöpfe ersetzt.
Und bis auf zwei, drei Arbeitsschritte, die genervt haben, hat mir die ganze Sache auch noch mords Spaß gemacht.
Erkenntnisse am Rande:
Könnte es jetzt bitte Frühling werden?
Ich finde, die kann man so lassen.
Zum direkten Vergleich noch mal die Fotos vom Ausgangsmaterial.
Na, sieh mal einer an, ich kann also eine Lederjacke komplett umgestalten ohne sie dabei völlig zu versauen.
Das Ergebnis sieht zwar nicht ganz aus wie vom Schneider, aber es schreit auch nicht aus vollem Halse "selbstgemacht!"
Ich hab bis auf Kragen, Besatz, Taschen und die Ärmellängsnähte alles aufgetrennt und geändert, ohne ein Schnittmuster zur Verfügung zu haben. Außerdem hab ich das Futter und die Knöpfe ersetzt.
Und bis auf zwei, drei Arbeitsschritte, die genervt haben, hat mir die ganze Sache auch noch mords Spaß gemacht.
Erkenntnisse am Rande:
- Veloursleder ist gar nicht so schlimm zu nähen, wenn man die passenden Nadeln hat.
- Es lohnt sich, teuren Futterstoff zu kaufen.
- Knöpfe mit Ösen kann man mit Ringen befestigen.
Könnte es jetzt bitte Frühling werden?
Freitag, 1. Februar 2013
Los Wochos VI
So.
Das Futter ist drin.
Es wirft im richtigen Leben auch bei weitem nicht so viele Falten, ich musste nur mit Blitz fotografieren. Das Tageslicht wurde ja irgendwie abgeschafft oder so.
Übrigens heißt das, dass ich keine Applikation auf den Rücken gemacht habe. Alles, was ich ausprobiert habe, sah zu albern oder zu unprofessionell aus. Außerdem - let's face it: ich möchte die Jacke ja auch öfter im Alltag tragen und nicht nur maximal zweimal im Jahr auf irgendwelchen Festivals. Da reichen die Fransen an Extravaganz eigentlich aus.
Aber noch mal kurz zum Schaffensprozess. Das Futter selber war ganz angenehm zu nähen. Allerdings hängt es hier zum Zeigen falschrum auf der Puppe (in der Jacke ist da dann die linke Seite oben). Das heißt, dass meine mühsam geplante Innentasche jetzt doch auf der falschen Seite sitzt.
Naja, so was wie räumliches Vorstellungsvermögen besitze ich halt nicht. Das sind Reibungsverluste, die sich nicht vermeiden lassen.
Das Futter wird rundrum am Besatz und am Kragen festgenäht (ich hab es am unteren Saum offen gelassen, das war beim Originalfutter auch so und geht so schön einfach).
Zum Festhalten hatte ich diese komischen kleinen Blechklammern. Das ist irgendwelches Büromaterial. Was man im Büro damit tun soll, erschließt sich mir nicht so ganz, aber wenn man gerade eine Lederjacke füttern will, sind die Dinger echt richtig praktisch.
Das Feststeppen war trotzdem schwierig, fummelig und nervtötend.
Bevor ich die Ärmel gefüttert hab, sind mir zum Glück noch die Schulterpolster eingefallen.
Die geneigte Blogleserin erkennt das bestimmt sofort, aber für die Jungs sollte ich es vermutlich erläutern: das sind keine Schulterpolster, sondern die Einlagen aus einem Push-Up-BH, die mir an der ihnen ursprünglich zugedachten Stelle zu viel des Guten waren.
Gehen hier auch. Schulterpolster sind zwar etwas größer und anders geformt, aber für das doch recht steife Leder reichen die hier völlig.
Und das ist die etwas bizarre Methode, das Ärmelfutter zu fixieren: Man dreht Jacke und Futter auf links und zieht dann am Ärmelsaum das Futter ein Stücküber den Oberstoff respektive das Leder.
Das muss man dann leider von Hand festnähen, da passt ja nirgends die Nähmaschine dazwischen.
An der Stelle hatte ich wieder viel Gelegenheit zum Fluchen.
Aber wenn man dann den Ärmel wieder auf rechts dreht, sitzt wunderbarer Weise alles, wo es hingehört.
Ach ja, die Knöpfe sind auch wieder dran.
Kleine "Schlüsselringe" sind offenbar ein Klassiker für die Befestigung von Knöpfen mit Ösen. Ich hab nämlich eine Handvoll alte Kittelknöpfe, bei denen diese Ringlein dabei waren. Mir war nur nie klar, wozu die gut sind. Tolle Sache, man fädelt einfach die Knopföse auf den Schlüsselring und der Knopf sitzt bombenfest.
Das Schildchen musste natürlich wieder rein. Hecho en Mexico darf ja nicht verloren gehen. Oder gar der schöne... tja, was mag es sein? Ein Vogelkopf bestimmt.
Meine Vermutungen schwanken unsicher zwischen Adler, Papagei, Hühnerhabicht oder Huhn mit Schuppenflechte.
Jedenfalls hab ich das Ding sogar gewaschen und nach dem Trocknen liebevoll wieder weichgeknetet.
Bilder von der fertigen Jacke gibt es natürlich auch noch. Ich hab euch ja welche mit mir drin versprochen.
Aber dafür brauche ich definitiv besseres Wetter.
Das Futter ist drin.
Es wirft im richtigen Leben auch bei weitem nicht so viele Falten, ich musste nur mit Blitz fotografieren. Das Tageslicht wurde ja irgendwie abgeschafft oder so.
Übrigens heißt das, dass ich keine Applikation auf den Rücken gemacht habe. Alles, was ich ausprobiert habe, sah zu albern oder zu unprofessionell aus. Außerdem - let's face it: ich möchte die Jacke ja auch öfter im Alltag tragen und nicht nur maximal zweimal im Jahr auf irgendwelchen Festivals. Da reichen die Fransen an Extravaganz eigentlich aus.
Aber noch mal kurz zum Schaffensprozess. Das Futter selber war ganz angenehm zu nähen. Allerdings hängt es hier zum Zeigen falschrum auf der Puppe (in der Jacke ist da dann die linke Seite oben). Das heißt, dass meine mühsam geplante Innentasche jetzt doch auf der falschen Seite sitzt.
Naja, so was wie räumliches Vorstellungsvermögen besitze ich halt nicht. Das sind Reibungsverluste, die sich nicht vermeiden lassen.
Das Futter wird rundrum am Besatz und am Kragen festgenäht (ich hab es am unteren Saum offen gelassen, das war beim Originalfutter auch so und geht so schön einfach).
Zum Festhalten hatte ich diese komischen kleinen Blechklammern. Das ist irgendwelches Büromaterial. Was man im Büro damit tun soll, erschließt sich mir nicht so ganz, aber wenn man gerade eine Lederjacke füttern will, sind die Dinger echt richtig praktisch.
Das Feststeppen war trotzdem schwierig, fummelig und nervtötend.
Bevor ich die Ärmel gefüttert hab, sind mir zum Glück noch die Schulterpolster eingefallen.
Die geneigte Blogleserin erkennt das bestimmt sofort, aber für die Jungs sollte ich es vermutlich erläutern: das sind keine Schulterpolster, sondern die Einlagen aus einem Push-Up-BH, die mir an der ihnen ursprünglich zugedachten Stelle zu viel des Guten waren.
Gehen hier auch. Schulterpolster sind zwar etwas größer und anders geformt, aber für das doch recht steife Leder reichen die hier völlig.
Und das ist die etwas bizarre Methode, das Ärmelfutter zu fixieren: Man dreht Jacke und Futter auf links und zieht dann am Ärmelsaum das Futter ein Stücküber den Oberstoff respektive das Leder.
Das muss man dann leider von Hand festnähen, da passt ja nirgends die Nähmaschine dazwischen.
An der Stelle hatte ich wieder viel Gelegenheit zum Fluchen.
Aber wenn man dann den Ärmel wieder auf rechts dreht, sitzt wunderbarer Weise alles, wo es hingehört.
Ach ja, die Knöpfe sind auch wieder dran.
Kleine "Schlüsselringe" sind offenbar ein Klassiker für die Befestigung von Knöpfen mit Ösen. Ich hab nämlich eine Handvoll alte Kittelknöpfe, bei denen diese Ringlein dabei waren. Mir war nur nie klar, wozu die gut sind. Tolle Sache, man fädelt einfach die Knopföse auf den Schlüsselring und der Knopf sitzt bombenfest.
Das Schildchen musste natürlich wieder rein. Hecho en Mexico darf ja nicht verloren gehen. Oder gar der schöne... tja, was mag es sein? Ein Vogelkopf bestimmt.
Meine Vermutungen schwanken unsicher zwischen Adler, Papagei, Hühnerhabicht oder Huhn mit Schuppenflechte.
Jedenfalls hab ich das Ding sogar gewaschen und nach dem Trocknen liebevoll wieder weichgeknetet.
Bilder von der fertigen Jacke gibt es natürlich auch noch. Ich hab euch ja welche mit mir drin versprochen.
Aber dafür brauche ich definitiv besseres Wetter.
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