Donnerstag, 23. Juli 2015

Autumn Leaves


















Neulich hatte ich euch ja schon mal Arbeitsfotos von Fimo-Blättern gezeigt. Jetzt hab ich sie fertig gebastelt und verarbeitet.

Das Ahornblatt hab ich an meine Knopfkette gehängt, die noch einen größeren Anhänger vertragen konnte.























Aus dem Birkenblatt hab ich eine neue Kette mit Lederband gebastelt. Sehr schön hippiemäßig.
Die gefällt mir ja auch selber gut, aber die wird an eine Freundin verschenkt, die eine kleine Aufheiterung gerade sicher brauchen kann.























Die Entstehung hab ich auch mit ein paar Bildern dokumentiert - und wenn es nur für mich ist, wenn ich demnächst wieder vergessen habe, wie ich die Struktur hingekriegt hab.


















Also erstmal Fimo platt machen, Blatt andrücken, rundrum ausschneiden, vorsichtig abziehen und dann ein bisschen Schwung reinfummeln. Und das Loch zum Aufhängen nicht vergessen.
Ab in den Ofen.


















Dann hab ich die Blätter mit drei verschiedenen Acrylfarben in je einer sehr dünnen, wässrigen Schicht bemalt, damit sich die Pigmente in den Vertiefungen sammeln.


















Der Clou war dann, an einigen Stellen mittels Nagelfeile die Farbe komplett wieder abzutragen, damit das weiße Fimo wieder sichtbar wird.
Zum Schluss hab ich die Blätter noch mit Klarlack überzogen.
Ich bin sehr zufrieden.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Hauptsächlich Himmel
























Heute Morgen beim Radfahren war wieder jede Menge Sonnenaufgang. Da muss ich mich immer arg zusammenreißen, in erster Linie auf den Weg zu achten und nicht auf den Himmel.

Aber ist schon toll, wie der türkisblaue Himmel zwischen den zartrosa Wölkchen durchguckt, oder?


















Ein paar Minuten später war dann ganz viel Gold - Stoppelfelder und Wolken.



















Und auf dem Weg neben dem Feld saßen ein paar Krähen, die ich wahrhaftig anklingeln musste, damit sie sich mal ein paar Meter zur Seite bequemen... ich war kurz davor, mich artig fürs Platzmachen zu bedanken.


















Die Wolken haben sich dann ziemlich schnell verzogen, damit die liebe Sonne wieder runterbrezeln und uns allen das Hirn versengen konnte.
Heute Nachmittag waren in meinem Büro dann auch 30° C. So kann ich nicht arbeiten.
Zumindest nicht, ohne einen Haufen Mist zu bauen.
Also hatte ich nur ganz wenig Hemmungen, ein paar Fotos zu machen, als es endlich ein kleines Gewitter gab.


















Unten links ganz klein eine Krähe auf einer Antenne. Zu der kommen wir gleich noch mal.


















Erstmal gab es endlich Regen. Nicht lange, aber dafür viel auf einmal.


















Bei dem Wetter erfreut mich immer der kleine Springbrunnen, der neben dem Fallrohr munter aus dem Abfluss sprudelt.


















Aber nach ein paar Minuten war der Guss schon wieder vorbei, und wir wenden uns noch mal kurz der Krähe zu, die nach einer genüsslichen Dusche erstmal ihre Frise wieder in Ordnung gebracht hat.


















Jetzt (um kurz nach halb acht Uhr abends) ist das Thermometer auf siebenundzwanzig Grad gefallen... frisch ist anders, aber im Moment bin ich ja dankbar für alles.

Dienstag, 21. Juli 2015

Ruhe bitte!


















Stellt euch mal vor: Ich war gestern - zwar nur kurz, aber immerhin - an einem großen, türkisfarbenen Baggersee schwimmen und hab kein einziges verdammtes Foto von dem See gemacht.
Ich.
Kein Foto.
Obwohl Kamera dabei und alles.

Zur Zeit wache ich gerne wieder nachts um 03:00 schweißgebadet auf und denke: Oh mein Gott, ich weiß ja eigentlich gar nicht, was "Fortdruckpreis" genau bedeutet... und wie zum Henker mache ich das denn nun mit dem Geld? Und wieso antwortet eigentlich niemand auf meine Mails? Da denke ich dann unabstellbar und natürlich völlig ergebnislos drüber nach bis gegen 04:00 und eine Stunde später muss ich auftstehen und mich in mein Büro schleppen, in dem ich seit ungefähr vier Wochen morgens um 06:30 mindestens 26° habe. Es wird dann auch nicht gerade kühler im Laufe des Tages.
Das ist keine artgerechte Haltung!

Kein Wunder, wenn man irgendwann sogar in der Freizeitgestaltung nachlässig wird.


















Stattdessen gibt es also noch ein paar übrige Bilder von einem kleinen, auch sehr netten Baggersee, zu eurer und meiner Erfrischung und Entspannung.


















Teichhühner zum Beispiel finde ich sehr entspannend.


















Oder einfach Wasser.



















Und zum Abschluss noch ein mäßig gutes Bild von der Entenfamilie, die regelmäßig fast an unserem Balkon vorbeipaddelt. Da ist nämlich der Mühlbach, aber der liegt so tief, dass ich vom Balkon (der nicht so hoch ist, wie man von einem Balkon erwarten könnte) aus leider nicht reingucken kann.
Ich höre die Enten meistens nur. Eine stolze Mutter mit acht Küken.

Montag, 20. Juli 2015

Langbeinige Einwanderin mit Wespentaille


















Na, wer weiß, was das ist?

Also - ich wusste es nicht. Hat El Capitán zuhause auf seinem Balkon gefunden. Jemand hatte die Dingerchen in den regensicher gelagerten Grillputzlumpen platziert.

Aber das Internet weiß ja bekanntlich fast alles. Zum Beispiel, dass das Kokons der orientalischen Mörtelwespe sind. Die ist seit etlichen Jahren aus Indien zugewandert. Ein für uns harmloses Tierchen, das solitär lebt (also keine Wespenkolonien bildet) und Kokons aus Lehm baut.
Dahinein legt das Weibchen jeweils ein Ei und eine Auswahl gelähmte Spinnen, die als Lebendfutter für die Wespenlarve dienen.
Das ist verdammt gruselig, wenn man mal drüber nachdenkt. Andererseits... na ja, ich mag Spinnen ja nicht so wirklich und hege mehr Sympathien für Wespen.
Wenn sie mich nicht gerade in den Zeh stechen.
Was bescheuert ist, denn die Durchschnittsspinne tut einem ja überhaupt gar nichts, aber ich hab halt Angst vor denen.

Egal. Jedenfalls, solltet ihr mal solche Kokons irgendwo finden, wo sie stören, sammelt sie einfach ab und legt sie an ein anderes trockenes Plätzchen draußen. Da wird kein Wespenvolk draus, nur ein paar neue Spinnenvertilger.


Sonntag, 19. Juli 2015

Sieben Sachen

Wie immer am Sonntag zeige ich euch sieben Sachen, für die ich am Wochenende meine Hände gebraucht habe.
Den Sammelplatz für alle Sieben-Sachen-Vorstellerinnen findet ihr bei Grinsestern.


















1. Rad gefahren. Meine Hausrunde B in 20,32 km/h, was bei dem Berg wirklich gar nicht so schlecht ist.


















2. Rad geputzt. Unser Nachbar gegenüber ist auf den Gedanken verfallen, sein Haus den neuen Fenstern anzupassen und nicht andersrum, und fräst dafür die alten Sandsteinfensterbänke ab. Das staubt ganz herrlich.


















3. Buch festgelten und gelesen.
"Die Glut" von Sándor Márai. Na ja.


















4. Eine Wasserschüssel auf den Balkon geschleppt und die Füße drin gekühlt. Letzten Donnerstag bin ich barfuß auf eine Wespe getreten. Seitdem fühlt sich der eingekringelte Zeh an wie ein Stück Wiener Würstchen. Eins was brennt und weh tut. Ich finde, das könnte jetzt wieder aufhören.


















5. Einen neuen Knopf samt Knopfloch an ein Drachenhemd genäht. Mit Automatik geht das ja recht flott.


















6. Einer Florfliege als Landeplattform gedient.
Freut mich, wenn ich helfen konnte.


















7. Obstsalat auf drei Schüsselchen verteilt und Sahne dazu geschlagen. Den Salat hab nicht ich gemacht, sondern der Captain. Im Gegenzug hab ich zum Essen in die Wirtschaft eingeladen - bei dem Wetter hatte ich zum Selberkochen einfach mal keine Lust.

Samstag, 18. Juli 2015

Drache auf Reisen























Am Donnerstag war Betriebsausflug, und da durfte jemand mit, den ihr noch gar nicht kennt:


















Der kleine Drache. Der war Wandern in der Nähe von Baden-Baden und hat gleich einen Eintrag im Hüttenbuch hinterlassen, das auf der Felsen-Aussichtshütte liegt.
Das Datum hat er ganz alleine geschrieben.























Was bekanntlich allen Drachen gut gefällt, sind Burgen und Burgruinen.























Das hier ist die Burg Eberstein, und der Drache war ganz oben auf dem Turm.

















Fand er gut.

Ein paar Kilometer weiter war der Drache sogar im Schwimmbad. Im Waldseebad in Gaggenau - ein richtig tolles Freibad ohne Chlor im Wasser.


















Ins Wasser mochte er allerdings nicht - da ist er ganz anders als der große Drache.

Was die beiden auch unterscheidet: Der große Drache ist ein freundliches, höfliches Tier und in seiner ganzen Wesensart sehr ruhig und ausgeglichen.
Der kleine ist dagegen eine hyperaktive Handpuppe und kann folglich prima beißen und vor allem quatschen ohne Ende. Am liebsten erzählt er unanständige Witze und macht anzügliche Bemerkungen.
Weil der Captain (der natürlich der Drachenbesitzer ist), diesen Kollegen ganz unten aus der Kiste bei Ikea gefischt hat, habe ich ihn den "Bodensatz der Drachenkiste" genannt.
Aber es steckt schon ein guter Kern in ihm.


















Hier studiert er aufmerksam die Wanderkarte.























Und weil ich irgendwie schon geahnt habe, dass ein Tier mit so kurzen Beinchen nicht den ganzen Weg laufen kann, hab ich ihm einen Sitzplatz in meinem Rucksack freigehalten.
Ich habe auf dem Bild übrigens eine Out-of-Schwimmbad-Frisur, das sieht nicht immer so aus.


















An der Schweinlachhütte haben wir festgestellt, dass wir die Wanderkarte verloren hatten, und prompt ist der Drache umgefallen. Ohne Fremdeinwirkung.


















Da hat er sich schon ein bisschen Sorgen gemacht, aber wir konnten ihn mit Schattenspielen wieder aufheitern.


















Dank guter Beschilderung haben wir auch problemlos dieses idyllische Fleckchen Erde mit dem schönen Namen "Sauloch" gefunden.



















Von da aus war es nicht mehr weit bis zum Park vom Schloss Favorit bei Kuppenheim.



















Da gab es sogar einen wasserspeienden Drachenkumpel!


















Auf der Rückfahrt hat der Drache noch ein paar Kollegen geärgert (fanden auch nicht alle gleich lustig) und sich die Nase am Fenster plattgedrückt... das war schon spannender als beim Möbelschweden im Karton rumgammeln.


Freitag, 17. Juli 2015

Flattermänner

Ich war heute im Wald, Schmetterlinge fotografieren.























Und ein paar haben sogar mitgespielt. Ein Zitronenfalter zum Beispiel...


















ein Kohlweißling...























und ein Kaisermantel.


















Bei dem Wetter klappen die ihre Flügel natürlich hübsch zusammen, aber das macht ja nichts. Die Flügelunterseiten sind auch schön.























Das Tausendgüldenkraut blüht gerade...


















... und die großen Zaunwinden. Die sehen ja richtig exotisch aus.


















Ein allerletzter Fingerhut blüht auch noch und beherbergt eine kleine weiße Krabbenspinne.


















Aber sonst ist überall alles knuspertrocken, die Bäumen verlieren ihr Laub, die Waldbrandgefahr steigt, die Bäche trocknen aus. Drückt bitte mal die Daumen mit, dass wir demnächst mal wenigstens ein bisschen Regen abkriegen.