Donnerstag, 9. Februar 2017

Projekt Augenmerk: Tauwetter im Februar


















Ich habe mir ein Plätzchen im Wald gesucht und gehe da immer mal wieder hin, um zu schauen, was da gerade passiert.
Vielleicht einmal im Monat, oder öfter, oder seltener.

Anfang Februar war ein längere kalte Wetterphase gerade vorbei und es fing an zu tauen. 


















Über meinem Waldfleck sind ein paar Tiere gelaufen und haben Spuren hinterlassen. Die Pfoten- oder Hufabdrücke waren nicht mehr zu erkennen, und nur anhand der Laufspur kann ich die nicht sicher einer Tierart zuordnen. 


















Irgend jemand hat diesen Ameisenhaufen zerpflückt. Da tippe ich auf einen Specht.























 Sonst haben bei Tauwetter vor allem die Moose und Flechten ihren großen Auftritt.
























Unter dem Schnee frisch grün und sofort bereit für Photosynthese.


















Von den Bäumen sind ein paar Zweige gefallen, die kräftig mit Flechten bewachsen sind.
Mein Waldfleck liegt fast auf 1.000 Meter Höhe, und ich habe immer den Eindruck, dass es mehr Flechten gibt, je höher das Gelände liegt. 


















Das kommt mir sehr entgegen, weil ich Flechten ähnlich faszinierend finde wie Pilze. Eigentlich sind sie auch Pilze, allerdings nur zur Hälfte. Die andere Hälfte sind Algen oder Bakterien, die mit dem Pilz in Symbiose leben. Man kann sich also darüber streiten, ob Flechten Pflanzen sind. Mich erinnern sie ja rein optisch in erster Linie an Korallen, und die sind bekanntlich Tiere.
Eigentlich ist das auch nicht weiter wichtig, solange man sie alle in Frieden wachsen lässt.

Kommentare:

  1. Das ist ja spannend. Ich war mir bis eben nicht sicher, was Flechten überhaupt sind. Wieder was gelernt.

    Ich finds total schön zu sehen, wie grün schon wieder alles unter dem Schnee ist.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  2. Auch als Restbestand finde ich Schnee noch sehr idyllisch! Die grünen Farbtupfer stehen ihm hervorragend.
    Flechten sehen ja von Weitem immer ein bisschen grau und üsselig aus, aber nah dran haben sie schon was.

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    1. "Üsselig" ist ja ein schönes Wort. Kannte ich noch gar nicht, man weiß aber gleich, was es bedeutet. =)

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