Freitag, 27. Januar 2017

Sean C. Jackson: "Von hier nach da"

Mögt ihr Rätsel?
Ich schon. Aber nur wenn ich die Lösung rauskriege.























Gezeichnete Labyrinthe kannte ich bis jetzt nur in "zu leicht". Man guckt einmal drauf und sieht, wo's langgeht. Doof.
Das ist bei diesem Buch nicht so. Kann ich garantieren.


















Die Labyrinthe werden von Seite zu Seite schwieriger, und ich fand die ersten schon ganz schön anspruchsvoll.


















Das Buch erhebt ja auch den Anspruch, meditative Labyrinthe zu bieten. Also so ungefähr: Während man da mit dem Zeigefinger Treppen rauf und runter huscht, denkt man nicht mehr an den Ärger im Büro, konzentriert sich sozusagen angenehm und entspannt sich gleichzeitig.
Die ersten zwei Punkte kann ich unterschreiben, den dritten nur bedingt. Wenn ich zum zehnten Mal an der gleichen Abzweigung stehe, verursacht das bei mir keine Entspannung, sondern das Bedürfnis, das verdammte Buch einfach in die Ecke zu feuern.
Möglicherweise ist mein Frustrationstoleranz auch zu gering und ich sollte das trainieren. Wer weiß.























Macht aber nichts, man kann ja jederzeit eine Pause einlegen und weitersuchen, wenn es wieder Spaß macht. Dann freut man sich auch wieder über die putzigen Zeichnungen. Da sind immer wieder ein paar nette Sachen versteckt, die man nebenbei findet.
Und ist ziemlich stolz, wenn man das Ziel erreicht hat. Lauter kleine Erfolgserlebnisse!
Ob das jetzt wirklich meditativ wirkt oder nicht, möchte ich lieber nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es eine feine Ablenkung und verkürzt Wartezeiten ganz hervorragend.

"Von hier nach da" hat übrigens ein großzügiges Format (etwas größer als DIN A 4) und erscheint am 08.02.2017.
Bestimmt auch ein nettes Geschenk für Rätselfreunde.

Vielen Dank an den Moses Verlag für das kostenlose Rezensionexemplar und an
für die Vermittlung.

Kommentare:

  1. Oh, eine interessante Alternative zum Ausmaltrend :D
    Ich bin ja auch eher der Frustrationstyp und bin mir nicht sicher, ob ich nicht zu gefrustet wäre :D

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  2. Das sieht schon ziemlich großartig aus. Ich mag den Zeichenstil sehr!

    Liebe Grüße,
    Sabrina

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  3. Uhhh... darf ich mal wieder Klugscheißen? Labyrinthe sind nach geometrischen Formen angeordnet und es gibt nur EINEN Weg durch - ohne Abzweigungen. Durch Kurven und Wendungen durchläuft man eine lange Strecke und findet auf dem Weg ohne Ablenkungen zu sich selbst. (Ich hab mal den Fehler gemacht und hab einen Lauf durch ein Urmutter-Labyrinth durchgemacht. Ja, prima, das Ding hatte nur 15 m Durchmesser aber ich bin 15 Min gerannt >.<)
    Dieses Ding mit Abzweigungen ist ein Irrgarten (im Englischen maze). Kann Ablenken und Nerven gleichzeitig :D

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