Montag, 25. Mai 2015

Draußen im Wald























...wie nun Rotkäppchen in den Wald kam, begegnete ihm der Wolf. Rotkäppchen aber wusste nicht, was das für ein böses Tier war, und fürchtete sich nicht vor ihm:
Gestatten, mein Name ist Rotkäppchen.


















Und das ist mein Fahrrad.















 


»Rotkäppchen, sieh einmal die schönen Blumen, die ringsumher stehen, warum guckst du dich nicht um? Ich glaube, du hörst gar nicht, wie die Vöglein so lieblich singen? Du gehst ja für dich hin, als wenn du zur Schule gingst, und ist so lustig hausen in dem Wald.«



















Rotkäppchen schlug die Augen auf, und als es sah, wie die Sonnenstrahlen durch die Bäume hin und her tanzten und alles voll schöner Blumen stand, dachte es: Stimmt eigentlich, zur Schule gehen ist ja voll öde... und das Rad kann ich ja auch ein Stück tragen.


















Und so lief das doofe Rotkäppchen vom Wege ab in den Wald hinein, wo das Gras hoch stand, und das Gras war voller Zecken.

"Komm", sagte das Waldrad, "lass uns hier wieder abhauen, ich rolle schon gar nicht mehr richtig, und der Wolf ist doch en fiese Möpp."


















Rotkäppchen aber dachte: Du willst dein Lebtag nicht wieder allein vom Wege ab in den Wald laufen, ohne vorher dein Waldrad zu fragen. 

Und Rotkäppchen drehte um, radelte fröhlich nach Haus, und tat ihm niemand etwas zuleid.


















Bis auf die vier verdammten Zecken, die es erst heute Morgen fand, als sie sich schon festgesaugt hatten.

(Nun wisst ihr also, was es mit der geheimnisvollen Lagerstätte von gestern auf sich hatte. Ich bin da zwar nicht barfuß rumgeturnt, sondern in Sandalen, aber die Zecken hat das natürlich gar nicht abgehalten. Die gab es nämlich wirklich. Den Wolf dagegen nicht. Schade, denn ein Wolf, der sprechen kann, hätte bestimmt auch ein paar Fotos gemacht. Dann hätte ich die nicht alle mit dem Selbstauslöser knipsen müssen.)

Kommentare:

  1. "Rotkäppchen und das Waldrad"
    in dieser wundervollen Version gefällt mir sehr gut!
    Du bist schon eine Ulknudel und scheust Dich nicht vor irgendwelchen Mühen, opferst Dein wertvolles Blut sogar widerlichen Plagegeistern, wie Zecken.
    Ich hoffe, Du bist diese Biester ohne wirkliche Komplikationen wieder losgeworden.
    Ein wahrhaft schönes Pfingstmärchen ist Dir da gelungen!
    Schönen Tag noch wünscht
    Edith

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  2. Ach wärst Du doch dreizehn Meter weiter ins Unterholz gewandert. Da hättest Du dann vielleicht das Schaf im Drachenpelz getroffen - das hätte Dir bestimmt bei den Fotos geholfen. Statt dessen saß es da ängstlich in seinem Nest...

    Schöne Geschichte vom Rotkäppchen - ich bin auf die Fortsetzung gespannt!

    Und gestern hatte ich zu dem "geheimnisvollen Lager" noch überlegt, ob Du Dir in einem Bachlauf die Beine rasiertest... Aber DAS wäre ja albern gewesen.

    LG, el capitán

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  3. Schöne Fotos - vor allem für Selbstauslöserbilder!
    Bei mir werden die immer nur doof...

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  4. Eine sexy Liebeserklärung an Dein Fahrrad :-)

    Und es tat ihm wohl doch etwas zuleide, denn offensichtlich ist ja Blut geflossen. in die Zecken ;-)

    Liebe Grüße
    Katha

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