Donnerstag, 17. Juli 2014

Kreuze, Kirchen und Kapellen

Heute folgt der sakrale Teil von St. Peter... St. Märgen hat ebenfalls eine große Barockkirche zu bieten, aber die konnte ich mir nicht angucken, wir wollten ja schließlich wandern.


















Wegkreuze hab ich ein halbes Dutzend fotografiert. Keine Sorge, die zeig ich euch jetzt nicht alle. Interessant: Es war kein einziges altes dabei. Alle aus den 90er Jahren oder neuer.























Die erste Kapelle, an der wir halt gemacht haben, ist die Vogesenkapelle. Ganz klein und niedlich.
Gebaut hat sie ein Mann, der als Soldat im ersten Weltkrieg in den Vogesen lag und von dort aus seine Heimat sehen konnte. Da hat er gelobt hat, zum Dank eine Kapelle zu bauen, wenn Gott den Schwarzwald vor Krieg und Zerstörung bewahrt.
























Die Klosterkirche in St. Peter ist dagegen riesenhaft. 























Roten Sandstein muss man mögen, aber beeindruckend ist die Fassade allemal.


















Allerdings nichts im Vergleich zum Innenraum. 
 

















Da wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt. Fresken, Stuck, Statuen - da müsste man sich stundenlang aufhalten, bis man alles gesehen hat.























Der farbige Marmor, aus dem hier zum Beispiel die Säulen sind, ist übrigens kein Marmor sondern Gips, der farbig angerührt, gemischt, gegossen und anschließend poliert wurde.



















Der Hochaltar ist durch ein Gitter abgetrennt - ich hab mich nicht getraut, auszuprobieren, ob es offen ist.
Ich bin ja (jetzt hätte ich fast gesagt: leider) evangelisch und bin mir folglich manchmal nicht ganz sicher, was man in katholischen Kirchen darf und was nicht.
Im Unterschied zu evangelischen Kirchen darf man sie schon mal jederzeit betreten, was meiner Meinung nach echt für den Katholizismus spricht.




















Das ist das Klostergebäude von außen. Bis vor kurzem war da ein Priesterseminar drin, aber die sind jetzt wohl in Freiburg.























Wir sind dann noch weiter gegangen zur Wallfahrtskapelle auf dem Lindenberg. Nicht verwandt mit dem gleichnamigen Udo.
























Da hab ich innen nur ganz verschämt zwei Fotos gemacht, weil vorne drei ältere Herren saßen und einer davon halblaut gebetet hat. Man will ja nicht stören.
Meine Kollegen haben mir später erzählt, dass es da einen Männergebetskreis gibt, die sich einmal im Jahr treffen und dann eine Woche im Stück beten, Tag und Nacht. Natürlich in Wechselschicht.
Die Institution gibt es wohl seit 1955, als Adenauer in Moskau war. Damals haben die Männer dafür gebetet, dass ihre Kameraden, die noch in Russland als Kriegsgefangene waren zurück nach hause dürfen.


















Ein paar Votivtafeln gab es auch, und nebenan ein großes Pilgerheim mit Gaststätte.
Um mal wieder ganz weltlich zu werden: Die haben vernünftige Preise und riesige Kuchenstücke - falls mal jemand von euch hinkommt.


1 Kommentar:

  1. Womöglich wäre die Alarmanlage losgegangen, wenn Du Dir an der Tür zu schaffen gemacht hättest. In der prachtvollen Barockkirche sind sicher teure Sachen drin.

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