Dienstag, 25. Februar 2014

Hauruckaktion

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich erledige Arbeiten am liebsten auf einen Satz. Wenn irgendwas schief geht und ich entnervt (oder einfach aus Zeitmangel oder Langeweile) eine Pause einlege, stehen die Chancen verdammt gut, dass die Pause nie wieder aufhört.
Sprich: Ich räume das halbfertige Ding ein paar Tage lang von A nach B, irgendwann in eine Schachtel, und da bleibt es dann. Erstmal.

Als ich ungefähr 17 war, hab ich angefangen, einen Teppich zu knüpfen. Wie sich herausstellte eine fusselnde und öde Arbeit. Ich hab ihn noch, und es sind immer noch nur 20 cm oder so geknüpft.

Oder das berühmte ewige Provisorium. Als wir hier eingezogen sind, hab ich die drei schweren, ständig elektrisch aufgeladenen Vorhänge gekürzt. Zwei sind in Ordnung, einer ist zu lang und schleift auf dem Boden. Den hab ich dann erstmal so gelassen.
Und siehe da, er ist nach drei Jahren immer noch zu lang.

Auch schwierig: Dinge wiederholen. Einen Kissenbezug nähen - gerne. Zwei - och nö, jetzt hab ich gerade keine Lust mehr... erstmal kann ich doch was anderes machen...

Deswegen haben bei mir kleinere Einzelprojekte die beste Aussicht auf Erfolg.

Am Wochenende hab ich eine neue Decke für den Couchtisch genäht, und weil der orangefarbene Teelichthalterbezug grässlich dazu aussah, noch einen neuen gehäkelt. Das ging ratzfatz und machte Freude.




















Allerdings hatte ich den Stoff für die Tischdecke hier ungefähr seit Anfang 2013 rumliegen. Damals kam meine schöpferische Ader direkt nach Fertigstellung eines Kissenbezuges zum völligen Erliegen, bis sie sich jetzt wieder aufgerappelt hat.

So gesehen besteht auch noch Hoffnung für das violette Empirekleid. Oder für das angefangene Bild, das im Nähzimmer Platz wegnimmt. Oder für die Garderobe im Flur, die ich nur noch aufhängen muss.

Oder für den Teppich.

Kommentare:

  1. Ich kenn das, deswegen traue ich mich an einige Projekte schon gar nicht ran, weil ich weiß, dass ich spätestens nach der Hälfte keine Lust mehr habe.
    Das Teelicht ist sehr süß.

    LG Sarah

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  2. ...das kommt mir sooo bekannt vor...

    Schön dass die neue Couchtischklamotte gleich so ein hübsches Accessoire bekommen hat =)

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  3. Oh ja, mir auch. ;)
    Das Teelicht sieht richtig hübsch aus - gibt einen tollen Effekt mit der Wolle.

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  4. Klingt vertraut. Deswegen bin ich auch schon seit über zwei Jahren mit dem Quilt beschäftigt...

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  5. Haha, da sagst du was Wahres. :D Das ist auch bei mir der Grund, warum ich beim Nähen eigentlich fast nur Dinge beginne, die klein und überschaubar sind.

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  6. Ich glaube das kennt fast jeder, ich zumindest auch. Furchtbar, das, aber man kann gar nichts dagegen tun.... Und das mit dem Knüfpen, ahum.... Ging mir genauso :D

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