Donnerstag, 27. Dezember 2012

Lesefutter 2012

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit für ein paar Rückblicke. 
2012 hab ich alle Bücher, die ich gelesen hab, getreulich aufgelistet.

Lesefutter 2012

- Chris Priestley: Tales of Terror from the Black Ship
- Jo Nesbo: Das fünfte Zeichen
- Hermann Hesse: Unterm Rad
- Taichi Yamada: Strangers
- John Connolly: The Reapers

- Jan Weiler: Mein Leben als Mensch
- Terry Pratchett: Schweinsgalopp
- Gustav Freytag: Soll und Haben
- Terry Pratchett: I Shall Wear Midnight
- John Connolly: The Lovers
- Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good Omens

- Jo Nesbo: Der Erlöser
- Giles Blunt: Blutiges Eis
- Jan Weiler: Maria, ihm schmeckt's nicht!
- Selma Lagerlöf: Gösta Berling
- Maggie Shayne: Geheimnisse der Nacht
- Lothar-Günther Buchheim: Das Boot
- Arnaldur Indridason: Menschensöhne
- Lothar-Günther Buchheim: Jäger im Weltmeer
- Susan Hill: The Woman in Black  
- Suzanne Collins: The Hunger Games (I-III)
- Lothar-Günther Buchheim: Die Festung
- Hanns-Josef Ortheil: Die Erfindung des Lebens
- Thomas Vogel: Hinter den Dingen
- George R.R. Martin: Die Herren von Winterfell
- Albert Camus: Der Fremde
- Joseph Roth: Hotel Savoy
- Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott
- Fritz Steuben: Der Rote Sturm
- Fritz Steuben: Tecumseh der Berglöwe
- Martin Wehrle: König Arsch - Mein Leben als Kunde
- Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf
- Harlan Coben: The Woods
- F. Scott Fitzgerald: Tender is the Night

- Thomas Hardy: Tess of the d'Urbervilles

- Javier Marias: Als ich sterblich war
- Rachel Klein: Die Sehnsucht der Falter
- Tom Reynolds: I Hate Myself And Want to Die - Die 52 deprimierendsten Songs aller Zeiten
- Javier Marias: Alle unsere frühen Schlachten
- Selma Lagerlöf: Erzählungen
- Hanif Kureishi:Gabriel's Gift
- Arundhati Roy:The God of Small Things
- Javier Marias: Schwarzer Rücken der Zeit
- Fjodor Dostojewskij: Der Idiot
- Bhabani Bhattacharya: Wer auf dem Tiger reitet
- Kerstin Ekman: Der Ruf des Raben
- John Connolly: Nocturnes
- Kerstin Ekman: Am schwarzen Wasser
- Christian Sprang/Matthias Nöllke: Aus die Maus - Ungewöhnliche Todesanzeigen
- Simon Beckett: Flammenbrut (Hörbuch)
- Arnaldur Indridason: Todeshauch
- Timur Vermes: Er ist wieder da
- Alan Isler: Der Prinz der West End Avenue
- James Salter: In der Wand
- Gilles del Pappas: Der Kuss der Muräne
- Joseph Roth: Das Spinnennetz
- Hunter S. Thompson: Gonzo Generation

Das sind so die Momente, wo mir wieder schmerzhaft bewusst wird, dass ich zuhause kein Tabellenkalkulationsprogramm hab. Im Büro schmeiße ich solche Datensammlungen (oder so ähnliche...) in Excel und flupp, schon kann ich filtern, auswerten, Diagramme zeichnen lassen, das es nur so kracht.

Tja, also gucken wir halt mal zu Fuß.
Ich habe 58 Bücher gelesen. Oder sagen wir: 57 gelesen und eins gehört.
In Anbetracht dessen, dass das Jahr 52 Wochen hat, klingt das nicht gerade viel. Es waren allerdings etliche dicke Schmöker dabei. So was wie Gustav Freytag: Soll und Haben oder Lothar-Günther Buchheim: Die Festung liest man nicht eben mal an einem Wochenende durch.


















Englische Bücher waren es dieses Jahr nur 14. Das hätte ich nächstes Jahr gerne wieder anders. Ich fühle mich immer viel besser, wenn ich mir einreden kann, dass ich mit Schundlektüre wenigstens meine Fremdsprachenkenntnisse auffrische.


















Sonst gefällt mir die Mischung ganz gut - Klassiker, Berühmtes, Unbekanntes, Jugendbücher, Ernsthaftes, Heiteres, Blutiges, Harmloses, Romane, Kurzgeschichten, alles dabei.

Erstmal muss ich natürlich ein bisschen maulen.
Wirklich schlecht fand ich Maggie Shayne: Geheimnisse der Nacht, aber das hab ich ja absichtlich deswegen gelesen. Ohne Übles zu ahnen, hab ich leider auch für Gilles del Pappas: Der Kuss der Muräne Geld ausgegeben.
Die vier Euro oder so hätte ich besser den Straßenpunks für den Ankauf von Bier gespendet.

Enttäuscht war ich von F. Scott Fitzgerald: Tender is the Night. Eigentlich wollte ich ja noch The Great Gatsby lesen, aber mich hat weder die Handlung noch der Stil besonders mitgerissen.
Für meinen Geschmack in der gleichen Liga spielt Arundhati Roy mit The God of Small Things. Sicher kein schlechtes Buch, aber so richtig toll fand ichs trotzdem nicht.
Um noch kurz bei der Trivialliteratur vorbeizuschauen: George R.R. Martins Die Herren von Winterfell hat mich auch sofort von der Idee geheilt, die restlichen 14 Bände oder wie viele es derzeit gibt, noch zu lesen. Routiniert geschrieben, aber für mein Empfinden einfach nichts Neues und viel zu sehr auf Serie ausgelegt.

Wenn schon Fantasy, dann Kerstin Ekman: Der Ruf des Raben. Das war für mich ein echter Glücksgriff in diesem Jahr. Ein neues Lieblingsbuch.
Suzanne Collins: The Hunger Games fand ich auch ganz gut. Restlos hingerissen bin ich nicht, aber der Frau ist was eingefallen. Wer das für Jugendliche zu grausam findet, der werfe nur mal zum Vergleich einen Blick in Jugendliteratur aus den 50ern, wie Fritz Steubens Tecumseh-Bände. Und da sind die Grässlichkeiten noch nicht mal ausgedacht.


















An Erheiterndem mochte ich vor allem von Jan Weiler Maria, ihm schmeckt's nicht! Das ist jetzt nicht nur lustig, sondern teilweise sehr ernst, aber echt gut.
Freunden des bösartigen Humors könnte von Timur Vermes Er ist wieder da gefallen.
Zum zweiten Mal hab ich Terry Pratchett & Neil Gaiman: Good Omens gelesen. Die Geschichte von einem Engel und einem Teufel, die aus purem Eigennutz versuchen, die Apokalypse zu verhindern, die aber auch so schon in arge Bedrängnis geraten ist, weil der kleine Antichrist leider mit einem ganz normalen Baby verwechselt wurde. Wunderbar schräg.

Ein sehr ruhiges, aber für mich faszinierendes Buch war Hanns-Josef Ortheil: Die Erfindung des Lebens. Grob gesagt geht es darum, wie ein Junge, der sehr spät anfängt zu sprechen, die Sprache und damit die Welt entdeckt. Kann ich euch echt ans Herz legen, obwohl es gegen Ende ein bisschen nachlässt.


















Echte Klassiker, die ich nur empfehlen kann sind Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott und Albert Camus: Der Fremde. Die kannte ich beide schon, kann ich aber immer wieder lesen.

An mehr oder weniger angenehm gruselnder Atmosphäre bin ich vor allem in Erzählungen fündig geworden. Bei Javier Marias in Als ich sterblich war auf die künstlerisch wertvolle und eher subtile Art, bei John Connollys Nocturnes mit weniger Anspruch und wesentlich höherem Ekelfaktor, aber (zumindest teilweise) trotzdem gut geschriebenen Geschichten.  



















Rachel Klein: Die Sehnsucht der Falter möchte ich da auch noch gerne erwähnen. Das ist ein Buch über das Erwachsenwerden (und zwar ausnahmsweise mal aus weiblicher Sicht) und je nachdem, wie man es auffassen will, eine Krankengeschichte oder ein Vampirroman.

Einen wirklich rundrum richtig guten Krimi hab ich dieses Jahr eigentlich nicht gelesen. Das kann aber daran liegen, dass mir das Genre gerade ein bisschen zum Hals raushängt.

So, wenn tatsächlich jemand bis hierhin mitgelesen hat, dann wird es ihn vielleicht freuen, dass ich plane, meine unmaßgeblichen Meinungen zum Thema Bücher und Lesen ab dem nächsten Jahr unter der Rubrik Lese-Ratte öfter unters Volk zu werfen.
Das Label enthält jetzt schon 30 Posts, weil ich fleißig nachetikettiert habe.

Kommentare:

  1. Ein schöner Rückblick. Übrigens finde ich die Zahl der Bücher doch sehr beeindruckend! Seit ich studiere, komme ich nicht mal auf die Hälfte deiner Bücher (wenn man mal von Fachbüchern absieht). Übrigens mag ich auch deinen Header. Hast du den selbst gezeichnet?

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  2. Naja, ich hab ja auch gnadenlos alles mitgezählt, sogar die Sammlung von Todesanzeigen. ;-)
    Ja, der Header ist selbstgezeichnet. =)

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  3. Ah, wie toll! Das ist mal ein wirklich interessanter Jahresrückblick :D
    [Kann man mit Open Office nicht auch so tolle Diagramme, etc. erstellen? Wäre das was? *ahnungslos*]

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Ich freue mich immer über nette und konstruktive Kommentare! Vielen Dank dafür!