Sonntag, 31. Oktober 2010

Antizyklisches Verhalten

ist immer gut um Feinde zu verwirren. Oder so.
Ich hab mal gelesen, dass Leute, die in einem Zeugenschutzprogramm sind, nicht immer den gleichen Weg zur Arbeit nehmen dürfen, geschweige denn immer das gleiche Verkehrsmittel zur gleichen Zeit. Das hat mich tief beeindruckt. Zum Glück hab ich gleitende Arbeitszeit und kann variieren. Funktioniert bestens. Mich hat noch nie jemand verfolgt. Aber ich schweife etwas vom Thema ab.
Heute wäre ja der perfekte Tag für die Vorstellung von liebevoll geschnitzten Kürbissen, Pappfledermäusen oder Vampirkostümen... aber wie das Leben so spielt, hab ich Adventskalender gemacht. 


















Der hier gefällt mir vor allem, weil er hellblau und weiß ist.
Hat allerdings ziemlich viel Arbeit gemacht - ich hab aus Schreibpapier Tütchen gefaltet, geklebt, gelocht, bestempelt und beklebt und dann an eine selbstgehäkelte Schnur gehängt.


















Der nächste ist aus einem Schal entstanden, den ich wegen Kratzigkeit nie getragen hab. Ich hab ihn in 24 Stücke geschnitten, Beutelchen genäht, bestickt und die dann auch wieder an einer Häkelschnur befestigt. Ging schneller als mit Papier und lässt sich sicher ein paar Jahre benutzen.


















Die Farben sind in echt schöner - irgendwie neigt meine Kamera bei zu kräftigem Rot zu Schreckreaktionen.

Samstag, 30. Oktober 2010

Herbstspaziergang (mit - Pilzen!)

In ein paar Tagen ist schon wieder November.


















Ich musste also dringend gucken gehen, ob ich noch ein paar Pilze finde...



































Unterwegs hat mir erstmal ein Eichhörnchen aus sicherer Entfernung ein paar Grobheiten an den Kopf geworfen.


















Der Wald ist ganz herrlich bunt gerade... mit Sonnenschein wären die Bilder fast schon zu kitschig geworden.
























Zumindest kann man sich das einreden.
Und tatsächlich, es sind noch ein paar Pilze da!



















Ein Suchbild mit Buntspecht. Wenn ich ein Teleobjektiv hätte... würde das Vieh vermutlich dreimal wegfliegen, bis ich knipsbereit wäre.


















Blätter halten dagegen immer brav still und lassen sich widerspruchslos fotografieren.


















Ich wünsche ein schönes (langes) Wochenende!

Freitag, 29. Oktober 2010

Duft-Orange

Eigentlich bin ich nicht so dafür, aus Lebensmitteln Kinkerlitzchen zu basteln. Allerdings mache ich da schon mal Ausnahmen. Letzte Woche hab ich mir ein Netz Apfelsinen gekauft, die nicht besonders überzeugend schmecken und noch dazu voller Kerne sind.
Da kann man schon mal eine opfern... und Nelken sind nur ein Gewürz, die dürfen in meiner persönlichen Weltordnung bedenkenlos verbastelt werden. 















Das braucht man dazu:
- eine Orange (andere stabile Zitrusfrüchte gehen sicher auch)
- Nelken
- schmales Klebeband, z.B. Isolierband
- eine dünne Stricknadel oder einen Zahnstocher
- ein Papiertuch

Und so wird's gemacht:
Das Klebeband in zwei oder drei Ringen um die Orange kleben. Das dient nur als Hilfe. Dann mit der Stricknadel entlang der Kanten Löcher in die Schale pieken und die Nelken fest rein drücken.
Anschließend das Klebeband wieder abziehen. Das Papiertuch braucht man zum Auftupfen, wenn Saft aus der Apfelsine läuft.

Man kann natürlich viel mehr Nelken benutzen und kompliziertere Muster formen. Ein bisschen Geschenkband zusätzlich macht sich sicher auch gut.

Mein Werk liegt jetzt auf der Fensterbank und beduftet das Wohnzimmer. Schon recht weihnachtlich. Und wunderbar altmodisch.
Ich bin gespannt, wie lange das gute Stück hält.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Pimp my Stoffbeutel

Es stört mich nicht, mit einem Einkaufsbeutel rumzulaufen, auf dem "wir lieben Lebensmittel" steht. Das trifft ja sogar ganz gut auf mich zu.
"Jeden Tag ein bisschen besser" wäre so gesehen noch netter... aber so einen Beutel hab ich leider nicht.
Mit "Penny Naturgut" komme ich auch zurecht.

Aber irgendwo ist meine Schmerzgrenze überschritten.
Zum Beispiel hier.
























Das ist doch ein Grund für einen tiefen Griff in die Restekiste, oder?


















Ein bisschen kleiner geschnitten und mal probeweise verteilt:
























Dann hab ich alles, was keine Löcher hatte, ein bisschen mit Klebestift festgepappt. Das erleichtert das Festnähen nämlich ganz enorm.
Ich hab mir keine Mühe gemacht, das besonders gerade hinzukriegen. Sonst hätte ich ja die Stückchen zumindest teilweise rechtwinklig zuschneiden müssen.

Und dann gabs ganz viel Zickzackstich in rot und ein bisschen in rosa.


















Ich möchte betonen, dass ich nur zweimal die Beutelrückseite versehentlich mit eingenäht habe...
























Etwas kakelig, aber mir gefällt's.
Der Stoffbeutel hat mich eine Eurone gekostet, die Stoffreste sind Abfall. Rechnen wir noch mal 20 Cent fürs Garn und kommen summa summarum auf 1,20 und ca. anderthalb Stunden Arbeit für einen absolut einmaligen Einkaufsbeutel. Das ist doch was.

Und auf jeden Fall besser als vorher.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Endlich mal wieder Pilze

Gebt es zu, ihr habt sie vermisst!


















Diese hier sind nicht aus dem Wald, die wachsen auf einem runtergekommenen Spielplatz ganz in der Nähe von meinem Büro.


















Deswegen klebt da überall ein bisschen Sand dran.


















Sonntag, 24. Oktober 2010

Geschenke

Heute war ich echt wieder mal fleißig am Rumwerkeln. Fotos hab ich auch gemacht, aber ich kann sie euch noch nicht zeigen - es handelt sich um Geschenke, und die sind doch eindeutig spannender, wenn sie als Überraschung daher kommen.

Dafür zeig ich euch, was ich von einem Online-Freund geschenkt bekommen hab:


















Selbstgezogenes Saatgut für Silbertaler. Und zwar so viel, dass ich noch meine Eltern mitversorgen kann... und eine Kollegin mit Schrebergarten, falls sie was haben möchte.
Hat mich echt gefreut. Sogar Tipps zur Aussaat waren dabei.
Ich hoffe, dass ich das im nächsten Frühjahr auf einem eigenen Balkon oder am Rand einer Terrasse ansiedeln kann...

Und wie der Absender anmerkt: Die Aufkleber auf dem Umschlag sind echt DDR!

Samstag, 23. Oktober 2010

Kritzeleien

Früher hab ich mal ziemlich viel gemalt. Ich hatte sogar Kunst-Leistungskurs. Der war übrigens bei weitem nicht so toll, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber zumindest hat er viel Übung garantiert.

In den letzten Jahren mache ich auf dem Gebiet nicht mehr viel. Beim Malen bin ich nämlich ganz schön ehrgeizig und selbstkritisch... doofe kleine Männchen basteln oder Klamotten nähen finde ich meistens viel entspannender. Das hat ja nix mit Kunst zu tun (oder zumindest nicht unbedingt), da kann ich meine persönliche Messlatte aufhängen, wo ich will.

Na, ist ja auch wurscht, immerhin reicht mein Talent aus, um mich in unabwendbaren Fällen akuter Langeweile unauffällig zu beschäftigen. Bevor man bei einem Vortrag einschläft und vom Stuhl fällt, kritzelt man doch lieber reigentanzende Schweinchen.





















































Gut, als ich das hier verbrochen hab, hatte ich gerade Magenschmerzen. Irgendwie sieht man das.


















Zum Ausgleich ein Telefonats-Schaf mit Knubbelfüßen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Bleibacher Kirche mit Totentanz

Wir sind ja nach wie vor auf Wohnungssuche. Heute waren wir im niedlichen und augenscheinlich sehr katholischen Bleibach. An ungefähr jedem zweiten Haus ist ein Heiligenfresko, eine Statue oder ein Kreuz, und es gibt eine Lourdes- und eine Ölberggrotte. Irgendwo muss auch auch noch eine Wallfahrtskapelle sein.
Wenn wir da hinziehen möchten, müssen wir wahrscheinlich konvertieren...
Eine Pfarrkirche gibt es selbstverständlich auch, und die finde ich für eine Dorfkirche ziemlich bemerkenswert.


















Die Bleibacher haben von der alten Kirche nur den Chor, eine Seitenkapelle und das Beinhaus stehen lassen und ein komplett modernes Schiff gebaut.


















Der Innenraum ist wunderbar großzügig und luftig. Außerdem gefällt mir sehr gut, wie die barocken Figuren, der neugotische Altar und andere alte Elemente in die Gestaltung einbezogen wurden.
























Im Beinhaus gibt es einen sehr schönen und komplett erhaltenen Totentanz von 1723.


















In einer Ecke steht auch noch dieses Gerät:


















Möglicherweise gibt es dafür einen Fachausdruck - ich nenne so was eine Rätsche.
Wenn man an der Kurbel dreht, macht es fürchterlichen Lärm. Man sieht, es funktioniert genau wie diese kleinen Handorgeln.
Früher hat man in der Karwoche die Gläubigen damit zur Messe gerufen, weil da die Glocken nicht läuten durften. Ich glaube, das wird heutzutage nirgends mehr gemacht. Schade, ich stelle mir das sehr eindrucksvoll vor.
Kleine nachträgliche Anmerkung:
AutumnSky wusste da viel mehr als ich. In Bayern, auf jeden Fall im Landkreis Passau, gibt es diese Tradition noch. Und die Glocken dürfen auch nur von Karfreitag bis zur Osternacht nicht läuten. Danke - ich hab wieder was gelernt!

Montag, 18. Oktober 2010

Goten-Kitsch-Röckchen

Noch etwas MySpace-Recycling.

Wenn man näht, bleibt ja immer ne Menge Stoff übrig, bevorzugt in Form von langezogenen Dreiecken und so was.
Ab und zu packt mich dann der Ehrgeiz, aus den Resten noch irgendwas zusammen zu schustern.
Hier das Ergebnis eines tiefen Griffs in die Restetüte, garniert mit rotem Satinband, Wäschespitze, einem recycelten Reißverschluss und zwei Hemdenknöpfen.

Kostenlos und kitschig. Ich sollte mich als Produktdesignerin beim Bösen X bewerben...

Damit meine männlichen Blogleser auch auf ihre Kosten kommen, hab ich mir die Mühe gemacht, den Rock für die Fotos auch anzuziehen (erst wollte ich hier irgendwas mit "bei der Stange halten" formulieren, hab das aber spontan wieder verworfen).
Ich mach nur doofe Witze, Jungs. In Wirklichkeit mögt ihr natürlich auch alle die Blümchen- und Pilzfotos am liebsten..























Ich mag schwarz-rot. Eine Vorliebe, die ich vermutlich mit mindestens 96% der an Gothic-Mode interessierten Bevölkerung Mitteleuropas teile.
Manchmal muss es einfach Mainstream sein.

Man kann nie genug haben...

Handtaschen, natürlich.

Eine ganz besonders liebe Freundin hat mir letztes Jahr zwei handgestickte Covenant-Pixelmänner-Motive verehrt, die jetzt endlich eine Bestimmung gefunden haben.

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Von innen hat das gute Stück eine Menge kleine Innentäschchen und ein schickes Futter (war gar nicht teuer, sieht aber so aus).
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Weil sie so schön sind, hier noch mal die Pixelmännchen in groß:
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Sonntag, 17. Oktober 2010

Rosen, Tulpen und Narzissen

Weil's so schön ist, noch ein Fundstück aus MySpace-Tagen.

Leute, ich bin ja so begeistert:
Es gibt noch Glanzbildchen. Wie früher! Zwei Bögen für 99 Cent.

Ich musste mir einen Bogen mit leicht überdrehten Mäusen gönnen (auf dem zweiten Bogen ist ein melancholisches Kaninchen... na, vielleicht was für Ostern):

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Die hatten aber auch noch genau die gleichen, die wir uns früher gegenseitig ins Poesie-Album geklebt haben.

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Und weil ich das Poesiealbum schon mal ausgegraben hatte, wollte ich euch diesen schönen Sinnspruch nicht vorenthalten, den mir eine andere treue Freundin im Alter von 10 Jahren verehrte.
Mann, war mir das peinlich.

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Tschilp, Tschilp - der Knopf-Vogel

Noch ein alter Bekannter:

Ein Vögelchen aus Knöpfen. Nach all diesen Schmetterlingen und Blumen war es nur eine Frage der Zeit, bis unsere gefiederten Freunde hier aufkreuzen.

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Genäht, nicht geklebt.

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Da ich nach wie vor keinen Stickrahmen besitze, bin ich auf die Wahnsinnsidee gekommen, den Stoff auf Pappe aufzukleben, bevor ich die Knöpfe festgenäht hab.

Spätestens nachdem ich mir das stumpfe Ende der Nadel einmal so tief in die Fingerkuppe gerammt hab, dass letztere blutete, war mir klar, dass das gelinde gesagt nicht sehr schlau war.
Ich werde also in naher Zukunft ein paar Euronen investieren und mir besseres Equipment zulegen...

Übrigens ist die Vogelsilhouette selbst entworfen.

Schmuck-Steine

Weil ich mich endlich mal um die Auflösung oder zumindest Umgestaltung meines MySpace-Accounts kümmern möchte, gibt es noch ein paar Eigenplagiate. 

Ich bin stolze Besitzerin einer umfangreichen Steinchensammlung.
Die meisten hab ich noch in meinen Kindertagen gefunden. Wenn man unter 1,40 groß ist, fallen einem kleine Sachen, die irgendwo am Boden liegen, wohl einfach mehr auf.

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Seitdem dürfen sie in Gläsern auf dem Bücheregal rumstehen.

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Es sei denn, ich bin in Bastellaune und suche Opfer.

Mittels etwas Silberdraht hab ich mir heute zwei Kettenanhänger gebaut (ich hatte ja Zeit, es kam kein Fußball).
Das geht echt denkbar einfach: Die Steinchen ein, zweimal fest umwickeln und oben eine Schlaufe formen. Man sollte drauf achten, dass die Drahtenden nach oben bzw. außen zeigen, damit sie nicht kratzen oder am Pullover hängen bleiben.
Den Draht kann man mit einer Zange abknipsen, zur Not tut's aber auch die Haushaltsschere.

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Ein Stückchen Kristall aus den Alpen. Ich hätte den Draht vorher noch mal polieren können, aber Silber läuft ja eh immer wieder an.

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Ein kleiner Flusskiesel mit Quarzadern.